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Okt. 152026
 

Faschingskrapfen (Österreichische Germteig-Krapfen mit Marillenmarmelade) 🇦🇹

Zutaten

  • 6 Eidotter
  • 100 g Butter
  • 42 g Germ (1 Päckchen)
  • 50 g Zucker
  • 250 ml Milch, lauwarm
  • 500 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • Mehl für die Arbeitsfläche
  • Marillenmarmelade zum Bestreichen
  • Fett zum Bestreichen
  • Pflanzenfett zum Ausbacken
  • Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Dampfl (Vorteig) ansetzen
    Die Dotter schaumig rühren. Nach und nach die zerlassene, aber nicht heiße Butter unterrühren.
    Die Germ mit etwas Zucker und 3 EL lauwarmer Milch auflösen, etwa ⅓ des Mehls untermischen und in die Dottermasse gut einrühren.
    Mit einem Tuch abdecken und das Dampfl an einem warmen Ort 30 Minuten aufgehen lassen.
  2. Hefeteig schlagen
    Die restlichen Zutaten hinzufügen und so lange kräftig schlagen, bis sich der Teig vom Rand der Schüssel löst. Erneut abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  3. Streifen füllen und ausstechen
    Den Teig abermal durchkneten, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 5 mm dick ausrollen und in 5 cm breite Streifen schneiden.
    Jeweils einen Streifen mit Marmelade bestreichen, mit einem anderen Streifen abdecken und die Ränder leicht andrücken. Mit einem bemehlten, kreisförmigen Ausstecher Krapfen ausstechen, diese umdrehen und auf ein bemehltes Brett legen.
  4. Letzte Gehzeit
    Die Krapfen mit lauwarmem Fett bestreichen, mit einem Tuch abdecken und nochmals 30 Minuten gehen lassen.
  5. Ausbacken
    In einer tiefen Pfanne ausreichend Pflanzenfett auf ca. 180 °C erhitzen. Die Krapfen einzeln hineinlegen und schwimmend ausbacken, zwischendurch einmal wenden. Mit dem Schaumlöffel herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  6. Vollenden
    Mit Staubzucker bestreuen und warm oder abgekühlt servieren.

Hintergrundwissen und Geschichte

Der Krapfen: Vom Prachtgebäck des Mittelalters zum Faschingskrapfen

  • Der Krapfen gehört zu den ältesten Fettgebäcken Europas:
    • Sein Name taucht im Mittelalter auf: Die “Krapfen” (von althochdeutsch krampo = Haken/Kralle, nach der ursprünglich gebogenen Form) waren Festgebäcke, die in Schmalz ausgebacken wurden
    • Im Mittelalter war das Fettgebäck der Festtagsschmaus schlechthin: Fett (Schmalz, später Butter) war teuer, das süße schwimmend gebackene Gebäck war der ultimative Luxus der Festzeit
    • Die Assoziation mit Fastnacht/Fasching ist uralt: Die letzten Tage vor der Fastenzeit mussten die verbotenen Genüsse (Fett, Eier, Milchprodukte, Fleisch) aufgebraucht werden – der Krapfen war die perfekte “Vor-Fasten-Verwertung” aller reichen Vorräte!
  • In Österreich (und Bayern) ist der Faschingskrapfen bis heute das Pflichtgebäck der Faschingszeit (der Höhepunkt: der Faschingsdienstag, der letzte Tag vor dem Aschermittwoch).

Marillenmarmelade: Die österreichische Seele des Krapfens

  • Die Füllung mit Marillenmarmelade (Aprikosen!) ist DIE österreichische Signatur:
    • Die Marille (österreichisch für Aprikose) ist die Frucht der Wachau und des Weinviertels – die österreichische Marille ist weltberühmt (kleiner, aromatischer, säuriger als normale Aprikosen)
    • Ihre Süße mit Säure harmoniert perfekt mit dem reichen Germteig: die klassische Füllung
    • Alternative Klassiker: Hagebuttenmarmelade (die alte Kärntner Füllung) oder Erdbeermarmelade (der moderne Kinderliebling)
  • Der Clou dieses Rezepts: Die Marmelade wird zwischen zwei Teigstreifen geschichtet (die “Sandwich-Methode”) – nicht nach dem Backen eingespritzt! Das ist die traditionelle Hausmethode, bevor die Bäcker-Einspritztechnik mit dem Spritzbeutel Standard wurde.

Die Sandwich-Technik: Die Kärntner Hausmethode

  • Die Methode der Vorlage ist eine traditionelle Alternative zur modernen Bäckerei-Technik:
    • Moderne Bäcker: Der Krapfen wird ungefüllt gebacken und danach mit dem Rohr (Spritzbeutel) gefüllt – der Klassiker mit dem berühmten “weißer Streifen” (die berühmte Krapfen-Schwimm… die berühmte zähe Schicht, die durch das Wenden entsteht)
    • Traditionelle Hausmethode (dieses Rezept): Die Marmelade wird vor dem Backen zwischen zwei ausgerollte Streifen geschichtet, mit dem Ausstecher werden die gefüllten Kreise ausgestochen – die Marmelade sitzt als Schicht in der Mitte!
  • Der Vorteil: Die Marmelade karamellisiert leicht am Rand und verbindet sich mit dem Teig. Der Nachteil: Sie kann beim Backen auslaufen, wenn die Ränder nicht gut angedrückt sind (deshalb die Anweisung “Ränder leicht andrücken”!).

Dampfl und doppelte Gehzeit: Die österreichische Backstube

  • Das Rezept folgt der klassischen österreichischen Backstuben-Methodik:
    • Das Dampfl (Vorteig) beweist die Hefekraft, bevor die reichen Zutaten (Butter, Dotter) sie “erschlagen”
    • Drei Gehzeiten (Dampfl, Hauptteig, geformte Krapfen) garantieren die lockere, seidige Struktur
    • Das Bestreichen mit lauwarmem Fett vor der letzten Gehzeit ist der alte Trick: Das Fett hält die Oberfläche geschmeidig und verhindert das Austrocknen während des Gehens (die Krapfen bekommen so ihre glatte, blasenfreie Oberfläche!)

180 °C und das Wenden: Die Physik des Krapfens

  • Die Ausbacktemperatur und das Wenden sind das Herzstück der Krapfen-Kunst:
    • Bei 180 °C gart der Teig im Fett genau mit dem Aufgehen: Zu heiß wird die Außenseite dunkel, bevor die Mitte durch ist; zu kalt saugt der Krapfen Fett auf und wird ölig-schwer
    • Das einmalige Wenden erzeugt den berühmten hellen Ring (“Reift… “Reif… der “weiße Rand”): Die beim Wenden noch ungebackene Seite steigt ins heiße Fett und gart dort heller – das Qualitätsmerkmal des perfekten Krapfens!
    • Schwimmend heißt: Der Krapfen braucht genug Fetttiefe (mind. 3–4 cm), um frei zu schwimmen
  • Der Profi-Test: Der Krapfen ist gar, wenn er an der Oberfläche im Fett gebacken hat und sich beim Herausheben leicht anfühlt.

Germ: Die österreichische Hefe

  • Wie schon beim Reindling und der Nusspotitze: “Germ” ist das österreichische Wort für Hefe (das Päckchen mit 42 g):
    • Die lauwarme Milch (35–40 °C) aktiviert sie, zu heiß tötet sie ab
    • Der Zucker im Dampfl füttert die Hefe (aber nicht zu viel! – zu viel Zucker zieht den Hefen Wasser und bremst sie)

Tipps für die perfekten Faschingskrapfen

  1. Butter wirklich nur lauwarm:
    Die zerlassene Butter muss abgekühlt, aber flüssig sein (“nicht heiß”, wie die Vorlage sagt): Heiße Butter gerinnt die Dotter und tötet die Hefe!
  2. Drei Gehzeiten einhalten:
    Die Krapfenqualität entsteht in den drei Gehphasen: Dampfl (30 Min), Hauptteig (Volumenverdopplung), geformte Krapfen (30 Min). Abkürzungen machen dichte, schwere Krapfen!
  3. Teig 5 mm und Ränder gut andrücken:
    Die 5 mm Dicke ergibt nach dem Backen die klassische Krapfengröße. Die Ränder der gefüllten Streifen fest andrücken, sonst läuft die Marmelade ins Fritturfett (und sprudelt gefährlich!).
  4. Fett wirklich auf 180 °C:
    Ohne Thermometer: Ein kleines Teigstück ins Fett – steigt es sofort auf und brät ruhig umkr… und brät gleichmäßig (nicht sofort dunkel), ist die Temperatur richtig. Das Fett darf nicht rauchen!
  5. Krapfen nicht drängeln: Einzeln oder mit Abstand backen: Die Krapfen brauchen Platz zum Aufgehen im Fett, zu viele drücken sich gegenseitig unter.
  6. Nur einmal wenden:
    Das einzige Wenden erzeugt den hellen Ring: Erst wenn die Unterseite goldgelb ist (ca. 2–3 Minuten), wenden und die zweite Seite backen lassen. Mehrmaliges Wenden zerstört den Aufgang!
  7. Lauwarmes Fett zum Bestreichen:
    Vor der letzten Gehzeit mit lauwarmem, flüssigem Fett bestreichen – das ist der klassische Schutz gegen das Austrocknen und die Garantie für die glatte Oberfläche.
  8. Staubzucker erst auf dem abgetropften Krapfen:
    Die Krapfen auf Küchenpapier abtropfen und warm (aber nicht mehr fettig-glühend) mit Staubzucker bestreuen: Er haftet auf der leicht feuchten Oberfläche.

Varianten

  • Klassisch mit Einspritz-Technik (Bäckerei-Methode):
    Die Krapfen ungefüllt backen und nach dem Abkühlen mit einem Spritzbeutel mit langer Tülle füllen – die moderne Bäckerei-Methode (die Füllung bleibt kühler und fruchtiger).
  • Mit Erdbeermarmelade:
    Die moderne Kinder-Füllung – Erdbeermarmelade statt Marille: die Familienfavoriten-Variante.
  • Mit Vanillecreme: Vanillecreme (Pâtissière-Creme) statt Marmelade: die feine moderne Konditoren-Variante (in Deutschland als “Berliner” mit Vanillecreme verbreitet!).
  • Mit Nussnougat: Nussnougat-Creme als Schicht: die moderne Schoko-Nuss-Variante.
  • Kärntner mit Hagebutte: Hagebuttenmarmelade als Füllung: die alte Kärntner Traditionsfüllung (das “Kärntner Guscht… die klassische Alpenfüllung vor der Marillen-Ära).
  • Kartoffelkrapfen (alte Resteküche): Kartoffelpüree in den Teig (die “Kartoffelkrapfen”): die alte Sparversion mit besonders feuchter Krume (eine bayerisch-österreichische Hausmannskost-Variante).

Dazu passt:

  • Ein Punsch, eine heiße Schokolade oder ein Faschings-Kaffee: die klassischen Faschingsbegleiter (an der Kälte der Faschingstage!)
  • Ein Glas Sekt auf dem Faschingsball: die elegante Ball-Variante
  • Ein Staubzucker-Nebel beim Hineinbeißen: die unvermeidliche Faschings-Erfahrung!
  • Die Krapfen sind am Backtag am besten, halten sich aber 1–2 Tage in einer Dose (dann kurz in der Mikrowelle oder im Ofen aufwärmen – nicht neu frittieren!)

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März 032013
 

16 Eier werden mit 500 g Zucker fein abgerürhrt, dann 1 kg Pomeranzen und Zitronat fein gewürfelt und hinein gegeben, 5,5 kg Mehl, 30 g Zimt, 30 g Nelken, 15 g Muskatnuss, 15 g Muskatblüte, 10 g Rosinen, 6 g Kardamom hinzu gegeben und alles gut verrührt. Dann auf Backpapier in Klümpchen gelegt und bei starker Hitze gebacken.

13.) Franken, 1815


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Jan. 232013
 
  • Hefe
  • Mehl
  • Milch
  • Zucker
  • Butter
  • Salz
  • Eier

Krapfen sind nicht schwer zu machen, wenn man gewissenhaft die untenstehende Vorschrift befolgt.

Vor allem muss man darauf sehen, dass alles (Schüssel, Milch, Mehl, etc.) lauwarm ist (nicht heiss), und sollen die Krapfen rosig goldfarben aussehen mit einem weissen, bandartigen, schmalen Rändchen ringsum die Mitte und sehr luftig, leicht und nicht fett sein.

Um das weisse Rändchen zu erzielen, müssen die Krapfen gut und fein abgeschlagen und sehr gut aufgegangen sein und genau auf untenstehende Weise herausgebacken werden.

Eür den Teig zerbröckelt man 15 g Hefe, gibt sie mit einem Teelöftel Zucker in 1/3tel Tasse lauwarme Milch und stellt sie an einen warmen Ort zum Aufgehen.

In 1/2 Tasse heisser Mlilch lässt man 75 g Butter zergehen und überkühlen. Man siebt nun 360 g feines Mehl in eine Schüssel, vermengt es mit der kaum lauwarmen, zerlassenen Butter, zerschlägt sechs Eidotter mit einem Löftel lauwarmer Sahne, 1,5 Esslöffel Zucker und einem Körnchen Salz, gibt sie durch ein Sieb zum  Mehl und schlägt den Teig tüchtig ab, indem man ihn mit dem Rücken des Holzlöitels in ganz kleinen, kurzen Schlägen — bei denen man immer ein wenig von dem Teig mitfasst — von einer Seite zur anderen hinüberschlägt, gibt, wenn er halb fertig geschlagen ist, die in die Höhe gegangene Hefe dazu und schlägt den Teig sehr fein und sammtartig ab, wobei man, wenn nötig, noch etwas lauwarme Milch hinzufügen kann.

Man gibt nun von dem Teig auf ein mit Mehl bestaubtes Brett, rollt ihn ganz leicht mit dem Rollholz etwa 1,5 cm  dick aus und sticht mit einem kleinen, runden Ausstecher ungefähr 6 cm im Durchmesser, egale Plättchen aus, gibt auf die Hälfte derselben — genau in die Mitte — je ein kleines Häufchen Aprikosen-Marmelade, legt ein ungefülltes Plättchen darauf, so dass die untere, bemehlte Seite nach oben kommt, drückt es ringsum mit dem Finger leicht nieder, sticht die gefülhen Krapfen abermals mit einem, um eine Idee kleineren Ausstecher aus und legt sie auf ein Brett oder Tuch, das man mit erwärmtem Mehl leicht bestaubt hat, wieder mit der unteren Seite nach oben.

Sie werden nun mit einem warmen Tuch zugedeckt imd wenn all der Teig verarbeitet ist — man kann zuletzt auch die Abfälle davon verwenden — lässt man die Krapfen an einem warmen Ort (aber ja nicht heiss) schön aufgehen, wobei man sie wenn auf der einen Seite aufgegangen, umwendet, damit sie auch auf der anderen Seite schön aufgehen. Dazu brauchen sie ungefähr 2 Stunden, wobei man besonders darauf achten muss, dass sie kein Luftzug trifft. In einer eisernen Casserole lässt man Ausback-Fett, etwa 8 cm hoch, heiss werden. Sowie es raucht, legt man von den zuerst ausgestochenen Krapfen vier oder fünf Stück vorsichtig hinein, deckt die Casserole sofort zu und bewegt sie ganz leicht etwas hin und her; nach etwa 3 Minuten hebt man den Deckel ab, dreht die goldfarben gewordenen Krapfen mit dem Schaumlöffel um und lässt sie auch auf dieser Seite, aber unzugedeckt hellbraun werden, nimmt sie dann mit dem Schaumlöffel heraus und legt sie auf ein Löschpapier.

Wenn alle Krapfen gebacken sind, werden sie zierlich aufgetürmt und mit Vanille-Zucker bestreut serviert.

Man kann den gut abgeschlagenen Teig auch zuerst in der Schüssel gehen lassen, dann die Krapfen ausstechen und sie noch 30-45 Minuten auf dem Brett gehen lassen, nachdem sie ausgestochen und gefüllt sind, ehe sie wie oben angegeben herausgebacken werden

Österreich-Ungarn, 1915


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Sep. 052012
 

Man legt 250 g Zucker in eine Schüssel, schlägt 4 Eigelb daran, rührt es 15 Minuten ab, schneidet 250 g abgezogene Mandeln klein, schüttet sie darunter, nimmt auch schönes Mehl dazu, rührt alles wohl untereinander, streicht es auf Oblaten, und backt sie nicht zu heiß im Rohr heraus.

1802

Bayrisches Rezept


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Feb. 242012
 
  • Milch
  • Hefe
  • Mehl
  • Zucker
  • Butter
  • Eier
  • Salz
  • Marmelade

 

Krapfen sind nicht schwer zu machen, wenn man gewissenhaft die untenstehende Vorschrift befolgt.

Vor allem muss man darauf sehen, dass alles (Schüssel, Milch, Mehl, etc.) lauwarm ist (nicht heiss), und sollen die Krapfen rosig goldfarben aussehen mit einem weissen, bandartigen, schmalen Rändchen ringsum die Mitte und sehr luftig, leicht und nicht fett sein.

Um das weisse Rändchen zu erzielen, müssen die Krapfen gut und fein abgeschlagen und sehr gut aufgegangen sein und genau auf untenstehende Weise herausgebacken werden.

Eür den Teig zerbröckelt man 15 g Hefe, gibt sie mit einem Teelöftel Zucker in 1/3tel Tasse lauwarme Milch und stellt sie an einen warmen Ort zum Aufgehen.

In 1/2 Tasse heisser Mlilch lässt man 75 g Butter zergehen und überkühlen. Man siebt nun 360 g feines Mehl in eine Schüssel, vermengt es mit der kaum lauwarmen, zerlassenen Butter, zerschlägt sechs Eidotter mit einem Löftel lauwarmer Sahne, 1,5 Esslöffel Zucker und einem Körnchen Salz, gibt sie durch ein Sieb zum  Mehl und schlägt den Teig tüchtig ab, indem man ihn mit dem Rücken des Holzlöitels in ganz kleinen, kurzen Schlägen — bei denen man immer ein wenig von dem Teig mitfasst — von einer Seite zur anderen hinüberschlägt, gibt, wenn er halb fertig geschlagen ist, die in die Höhe gegangene Hefe dazu und schlägt den Teig sehr fein und sammtartig ab, wobei man, wenn nötig, noch etwas lauwarme Milch hinzufügen kann.

Man gibt nun von dem Teig auf ein mit Mehl bestaubtes Brett, rollt ihn ganz leicht mit dem Rollholz etwa 1,5 cm  dick aus und sticht mit einem kleinen, runden Ausstecher ungefähr 6 cm im Durchmesser, egale Plättchen aus, gibt auf die Hälfte derselben — genau in die Mitte — je ein kleines Häufchen Aprikosen-Marmelade, legt ein ungefülltes Plättchen darauf, so dass die untere, bemehlte Seite nach oben kommt, drückt es ringsum mit dem Finger leicht nieder, sticht die gefülhen Krapfen abermals mit einem, um eine Idee kleineren Ausstecher aus und legt sie auf ein Brett oder Tuch, das man mit erwärmtem Mehl leicht bestaubt hat, wieder mit der unteren Seite nach oben.

Sie werden nun mit einem warmen Tuch zugedeckt imd wenn all der Teig verarbeitet ist — man kann zuletzt auch die Abfälle davon verwenden — lässt man die Krapfen an einem warmen Ort (aber ja nicht heiss) schön aufgehen, wobei man sie wenn auf der einen Seite aufgegangen, umwendet, damit sie auch auf der anderen Seite schön aufgehen. Dazu brauchen sie ungefähr 2 Stunden, wobei man besonders darauf achten muss, dass sie kein Luftzug trifft. In einer eisernen Casserole lässt man Ausback-Fett, etwa 8 cm hoch, heiss werden. Sowie es raucht, legt man von den zuerst ausgestochenen Krapfen vier oder fünf Stück vorsichtig hinein, deckt die Casserole sofort zu und bewegt sie ganz leicht etwas hin und her; nach etwa 3 Minuten hebt man den Deckel ab, dreht die goldfarben gewordenen Krapfen mit dem Schaumlöffel um und lässt sie auch auf dieser Seite, aber unzugedeckt hellbraun werden, nimmt sie dann mit dem Schaumlöffel heraus und legt sie auf ein Löschpapier.

Wenn alle Krapfen gebacken sind, werden sie zierlich aufgetürmt und mit Vanille-Zucker bestreut serviert.

Man kann den gut abgeschlagenen Teig auch zuerst in der Schüssel gehen lassen, dann die Krapfen ausstechen und sie noch 30-45 Minuten auf dem Brett gehen lassen, nachdem sie ausgestochen und gefüllt sind, ehe sie wie oben angegeben herausgebacken werden

Österreich-Ungarn, 1915


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Feb. 232012
 
  • Butter
  • Puderzucker
  • Schokolade
  • Eier
  • Mehl
  • Butter

Man treibt 100 g süsse Butter gut ab, rührt dann allmälig 150 g Puderzucker, 150 g im Rohr erweichte Schokolade, ein Stäubchen Salz und 100 g gesiebtes Mehl dazu, und mengt schliesslich sechs zu festem Schnee geschlagene Eiweiss darunter.

Die Masse wird auf ein mit Butter bestrichenes und mit Mehl bestaubtes Blech glatt aufgestrichen und wenn gebacken, in egale, 4 cm  grosse Viereckchen geschnitten, von denen je zwei mit folgender Fülle gefüllt, zusammengelegt, mit Schokoladen-Glasur üeberzogen, oder auch nur mit Vanille- Zucker bestreut werden.

Für die Fülle rührt man 100 g süsse Butter zu Schaum, rührt sie dann mit 100 g Puderzucker und etwas Vanille-Zucker nochmals schaumig und vermengt sie tüchtig mit 100 g im Rohr erweichter Schokolade und einem Eigelb.

Österreich-Ungarn, 1915


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Feb. 232012
 
  • Eier
  • Puderzucker
  • Salz
  • Zitroe
  • Mehl
  • Zucker
  • Obst, Marmelade oder Gelee

120 g Butter rührt man mit drei Eidottern und 120 g Puderzucker sehr schaumig ab, gibt eine Idee Salz, etwas Zitronensaft und abgeriebene Zitronenschale dazu, sowie knapp 180 g feines Mehl, rollt kleine, sehr egale Kügelchen daraus, drückt in jedes mit dem kleinen Finger eine Vertiefung, bestreicht sie mit zerkleppertem Ei, bestreut sie mit feinem Zucker und backt sie hellgelb (etwa 15 Minuten). In die Vertiefung kommt dann irgend ein beliebiges eingemachtes Obst oder Gelee.

Österreich-Ungarn, 1915


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