Brynza-Brennnessel-Suppe (Суп из брынзы и крапивы) 🇷🇺
Zutaten
200 g Brynza (Schafskäse)
200 g junge Brennnesselblätter
2 l Wasser
400 g Kartoffeln
8 Möhren (2 Stück pro Portion)
120 g Zwiebeln
60 ml Sonnenblumenöl
20 g Petersilie
2 g Salz (ca. ½ TL)
Zubereitung
Brennnessel vorbereiten Das Wasser aufkochen. Die Brennnessel putzen und gründlich waschen und 5–10 Minuten in das kochende Wasser geben. Das Wasser abgießen und die Brennnessel fein hacken.
Gemüse vorbereiten und kochen Das Gemüse schälen und schneiden. Separat einen Gemüsesud aus Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren und Petersilie kochen, bis das Gemüse weich ist (ca. 15–20 Minuten).
Brennnessel hinzufügen Die gehackte Brennnessel in den Sud geben, salzen und 1–2 Minuten mitkochen lassen.
Vollenden Vom Herd nehmen, den zerkrümelten Brynza und das Sonnenblumenöl einrühren und heiß servieren.
Hintergrundwissen
Brynza und Brennnessel: Die Küche des Südens und des Frühlings
Brynza ist ein gesalzener Schafskäse aus dem Kaukasus, der Karpaten (Rumänien/Moldau) und dem Balkan – in der russischen Küche seit jeher verbreitet. Er würzt die Suppe salzig-säuerlich, ohne dass viel Salz nötig ist.
Brennnesselsuppe (крапивный суп) ist ein uraltes russisches Frühlingsgericht:
Die junge Brennnessel ist eines der ersten frischen Grün nach dem Winter – reich an Vitamin C, Eisen und Eiweiß
Historisch war sie “Essen der Not”, heute gilt sie als Wildgemüse-Delikatesse
Das kurze Blanchieren (5–10 Minuten) neutralisiert die Brennhaare
Die Kombination Brynza + Brennnessel verweist auf die küchenkundliche Brücke zwischen slawischer und kaukasisch-balkanischer Küche.
Hinweis zu den Möhren: Das Original gibt 2 Möhren pro Portion an – für 4 Personen also 8 Stück (ca. 500–600 g). Wer das für zu viel hält, kann auf 4 Möhren (1 pro Person) reduzieren, ohne dass die Suppe leidet.
Tipps
Brennnessel nur junge Blätter verwenden (oberste Triebe, Handschuhe zum Pflücken) – ältere Blätter sind faserig.
Brynza erst am Ende zugeben – nicht mitkochen, sonst wird er gummiartig und verliert das Aroma.
Kefirsuppe nicht mehr erhitzen – sie wird kalt oder maximal lau serviert, sonst gerinnt der Kefir.
Eier am Vortag kochen – hart gekochte Eier lassen sich kalt besser schneiden und die Suppe ist im Nu fertig.
Grundsuppe aufkochen1500 ml Sahne mit Milch und Weißwein in einen Topf geben. Die restliche Sahne kalt stellen. Den feinen Senf, die Hälfte des grobkörnigen Senfs und den Zucker mit dem Apfelsaft gut verrühren und unter die Sahne-Milch-Wein-Mischung rühren. Alles unter Rühren zum Kochen bringen und 2 Minuten köcheln lassen. Die Suppe mit Salz und Pfeffer pikant abschmecken.
Apfel vorbereiten und Suppe anrichten Den Apfel schälen, halbieren und entkernen, anschließend in sehr kleine Würfel schneiden. Die Apfelstückchen in 4 vorgewärmte Suppentassen verteilen und mit der heißen Suppe auffüllen.
Garnieren und servieren Die kalt gestellte Sahne sehr steif schlagen und den restlichen grobkörnigen Senf darunter rühren. Die Petersilie waschen, trockenschütteln und fein hacken. Die Suppe mit der steif geschlagenen Senfsahne und etwas Petersilie garniert servieren.
Hintergrundwissen und Geschichte
Düsseldorf: Die deutsche Senfhauptstadt
Düsseldorf blickt auf eine jahrhundertealte Senftradition zurück. Bereits im 18. Jahrhundert gab es Senfmühlen am Rhein, die aus den umliegenden Regionen Senfkörner bezogen.
Der berühmteste Vertreter ist der Düsseldorfer Mostert (mit “t” geschrieben – ein Alleinstellungsmerkmal), der traditionell in den ikonischen steingrauen Senftöpfen verkauft wird. Der “Mostert” ist deutlich saurer und schärfer als der süßere bayerische oder westfälische Senf.
Das Sprichwort “Den Düsseldorfer Mostert kennt man bis Paris” zeugt vom einstigen Weltruhm des Produkts.
Die Geschichte des Senfs
Antike Wurzeln: Senf gehört zu den ältesten Gewürzen der Menschheit. Bereits die Römer brachten Senfkörner nach Mitteleuropa; eine Senfpaste (mustum ardens – “brennender Most” – gilt als möglicher Ursprung des Wortes “Mostert”) war bekannt.
Mittelalter: In Europa wurden Senfkörner zunächst in Klöstern angebaut und verarbeitet. Im späten Mittelalter entwickelten sich Senfmühlen in Frankreich (Dijon) und Deutschland.
Dijon vs. Düsseldorf: Während Dijon den Senf mit Weißwein verfeinerte, entwickelte Düsseldorf seinen eigenen Stil mit Most (Apfelwein) und Apfelsaft – genau diese Komponente findet sich auch in dieser Suppe wieder!
Warum Senf in der Suppe?
Die Idee klingt ungewöhnlich, ist aber logisch konsequent: Senf besteht aus Senfkörnern, Essig, Wasser, Salz und Gewürzen – also im Grunde aus genau den Zutaten, die auch eine Salatvinaigrette oder eine Feine Sauce ausmachen.
Die Süße des Zuckers und Apfelsafts balanceiert die Schärfe des Senfs – ein Prinzip, das auch bei Honig-Senf-Saucen oder Bayerischen Süßem Senf Anwendung findet.
Die Kombination mit Sahne und Milch mildert die Schärfe zusätzlich und ergibt eine samtige, cremige Suppe.
Senf als regionaler Stolz
Senf ist in Deutschland ein regionales Identitätsthema:
Düsseldorf: Saurer, scharfer Mostert
Bayern: Süßer Senf (unverzichtbar zur Weißwurst)
Thüringen: Mittelscharfer Senf zur Bratwurst
Bautzen (Sachsen): Traditionelle Senfmühle seit 1866
Die Senfsuppe ist damit ein kulinarisches Bekenntnis zur Region – vergleichbar mit der Käsesuppe in der Schweiz oder der Biersuppe in Bayern.
Die Sahnehaube: Ein Coup der Küche
Die steif geschlagene Senfsahne als Topping ist ein klassischer Trick der feinen Küche: Sie bringt Kontrast in Temperaturoptik und Textur und wird erst beim Umrühren mit der heißen Suppe zum Aroma-Erlebnis.
Ähnliche Prinzipien kennt man von der Kalten Schokoladensuppe oder der Kaltauge-Technik der klassischen Küche.
Tipps für die perfekte Senfsuppe
Senf nicht mitkochen: Senf sollte nur kurz mitköcheln – zu langes Kochen zerstört die flüchtigen scharfen Aromastoffe (Isothiocyanate). Deshalb wird ein Teil des Senfs auch roh über die Sahne gegeben.
Senfsorten mischen: Die Kombination aus feinem und grobkörnigem Senf gibt sowohl Geschmack als auch Textur – die Körner sorgen für den “Biss”.
Apfel säuerlich wählen: Ein säuerlicher Apfel (z. B. Boskoop, Elstar oder Granny Smith) gibt das nötige Säure-Süße-Gleichgewicht und bleibt beim Würfeln formstabil.
Tassen vorwärmen: Die Suppe ist ein Fettkalorien-Genuss, der schnell abkühlt – vorgewärmte Tassen halten sie länger heiß und verhindern das Häuten der Sahne.
Sahne kalt schlagen: Die Sahne für die Haube muss eiskalt sein, damit sie steif und stabil wird. Ein Kühlbad beim Schlagen hilft.
Moderne Varianten
Mit Mett: Als rustikale Vorspeise mit Senf-Mett-Häppchen oder Salzstangen – Düsseldorfer Brauchtum auf dem Teller.
Mit Räucherlachs: Statt Apfelwürfeln: geräucherter Lachs und Frühlingszwiebeln in die Tasse – die Schärfe des Senfs harmoniert hervorragend mit Fisch.
Mildere Variante: Statt scharfem Mostert: süßer Senf und etwas Honig – dann ist die Suppe auch bei Kindern beliebt.
Mit Kartoffeln:Festkochende Kartoffelwürfel in die Suppe geben – macht aus der Vorspeise ein sättigendes Hauptgericht.
Bier-Abschluss: Ein Schuss Altbier (die Düsseldorfer Bierspezialität) zum Schluss unterrühren – die vollendete Hommage an die Stadt am Rhein.
Herkunft: Russland Vorbereitungszeit: 20 Minuten Zubereitungszeit: 30 Minuten Portionen: 4–6
Zutaten
1 Liter Kwass (fermentiertes Roggenbrot-Getränk)
250 g Spinat
250 g Sauerampfer (Schauer)
2 frische Gurken
100 g Frühlingszwiebeln
50 g geriebener Meerrettich
1 EL Zucker
Salz (nach Geschmack)
1 TL Senf (optional)
Frischer Dill (nach Geschmack)
Zubereitung
Spinat und Sauerampfer vorbereiten Spinat und Sauerampfer durchsehen, waschen und in einem geschlossenen Topf mit wenig Wasser ca. 10–15 Minuten dünsten, bis sie weich sind.
Pürieren oder zerdrücken Die gedünsteten Blätter entweder durch ein Sieb passieren oder mit einem Stampfer zerdrücken, um ein feines Püree zu erhalten.
Suppenbasis zubereiten Das Püree in einen Topf geben und mit Kwass auffüllen. Zucker, Salz und Senf hinzufügen und gut umrühren.
Gurken und Frühlingszwiebeln schneiden Die Gurken in kleine Würfel schneiden und die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Beide zusammen mit frischem Dill unter die Suppe heben.
Servieren Die Suppe kalt oder lauwarm servieren. Geriebenen Meerrettich separat in einer kleinen Schüssel anbieten, damit jeder nach Belieben hinzufügen kann.
Tipp zum Meerrettich: Das Reiben von frischem Meerrettich kann tränenerregend sein. ✅ Praktische Lösung: Eine Fleischmühle verwenden und an der Austrittsöffnung einen festgebundenen Plastikbeutel anbringen, um die Dämpfe aufzufangen.
Hintergrundwissen und Geschichte
Was ist Ботвинья (Botwinja)?
Botwinja (Ботвинья) ist eine traditionelle russische Kaltsuppe, die besonders im Sommer beliebt ist.
Der Name leitet sich von “ботва” (Botva) ab, was Blattgemüse (z. B. Spinat, Sauerampfer) bedeutet.
Sie ähnelt anderen slawischen Kaltsuppen wie Okroschka (mit Kefir) oder Tschi (mit Rote Bete), ist aber säuerlicher und erfrischender durch den Kwass.
Kwass – Das russische Nationalgetränk
Kwass (Квас) ist ein fermentiertes Getränk aus Roggenbrot, Wasser, Zucker und Hefe.
Er hat einen leicht säuerlichen, malzigen Geschmack und ist erfrischend, aber auch nährstoffreich (enthält Vitamine der B-Gruppe).
In der russischen Küche wird Kwass nicht nur als Getränk, sondern auch als Basis für Suppen (wie Botwinja) oder Saucen verwendet.
Sauerampfer (Schauer) – Die säuerliche Note
Sauerampfer (щавель) ist ein wild wachsendes Blattgemüse mit einem charakteristisch säuerlichen Geschmack.
In der russischen und osteuropäischen Küche ist er ein Klassiker für Suppen wie Schtschi (Кислые щи) oder Botwinja.
Er enthält Vitamin C, Eisen und Oxalsäure (deshalb sollte er in Maßen genossen werden).
Spinat – Der milde Begleiter
Spinat mildert die Säure des Sauerampfers und verleiht der Suppe eine ausgewogene Geschmacksnote.
In Russland wird oft frischer Spinat verwendet, aber auch TK-Spinat ist möglich.
Meerrettich – Die scharfe Komponente
Meerrettich (хрен) ist ein scharfes Wurzelgemüse, das in der russischen Küche als Würzmittel für Suppen, Saucen und Fleischgerichte dient.
Frisch gerieben ist er am intensivsten, aber auch fertig geriebener Meerrettich (aus dem Glas) kann verwendet werden.
Sein scharfer Geschmack harmoniert perfekt mit der Säure des Kwass und der Frische der Gurken.
Gurken und Frühlingszwiebeln – Die frische Note
Gurken verleihen der Suppe Knackigkeit und Frische.
Frühlingszwiebeln (зелёный лук) geben eine milde Zwiebelnote, ohne zu dominant zu sein.
Botwinja in der russischen Tradition
Sommergericht: Botwinja wird traditionell im Sommer gegessen, wenn frischer Sauerampfer und Gurken verfügbar sind.
Festliche Variante: In einigen Regionen Russlands wird Botwinja mit gekochten Eiern, Radieschen oder gekochtem Fleisch serviert.
Regionale Unterschiede:
In Zentralrussland wird oft mehr Sauerampfer verwendet.
In Sibirien kann die Suppe mit getrocknetem Fisch oder Pilzen verfeinert werden.
Tipps für die perfekte Botwinja
Kwass richtig wählen: Verwende natürlichen, nicht zu süßen Kwass (z. B. selbstgemacht oder aus dem russischen Laden). Alternativ geht auch Buttermilch oder Kefir, aber der Geschmack ist dann anders.
Sauerampfer und Spinat frisch verarbeiten: Beide sollten frisch und knackig sein. Falls kein Sauerampfer verfügbar ist, kann man Rhabarberblätter (in kleinen Mengen!) oder etwas Zitronensaft als Ersatz verwenden.
Meerrettich frisch reiben: Frisch geriebener Meerrettich schmeckt intensiver und verliert nicht so schnell sein Aroma. Falls er zu scharf ist, kann man ihn mit etwas Zucker oder Sahne mischen.
Gurken schälen oder nicht?Junge Gurken können mit Schale verwendet werden, ältere sollten geschält werden, um Bitterstoffe zu vermeiden.
Kalt servieren: Botwinja schmeckt am besten eiskalt. Vor dem Servieren mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
Moderne Varianten
Mit Joghurt oder Sahne: Statt Kwass kann man Joghurt, Kefir oder saure Sahne verwenden, um eine mildere Variante zu erhalten.
Mit Fleisch oder Fisch:Gekochte Eier, Hähnchenbrust oder Lachs können als Einlage hinzugefügt werden, um die Suppe sättigender zu machen.
Mit Kräutern verfeinern:Dill, Petersilie oder Kerbel verleihen der Suppe eine aromatischere Note.
Scharfe Variante: Mit etwas Chili oder scharfem Paprikapulverwürzen, um eine pikantere Note zu erzielen.
Milchsuppen – Ein kurzer Exkurs
Milch als Grundlage für Suppen
Milchsuppen sind in Russland, Osteuropa und Skandinavien weit verbreitet.
Sie gelten als nährstoffreich und leicht verdaulich, besonders für Kinder und ältere Menschen.
Typische Zutaten sind:
Getreide (Grieß, Reis, Nudeln)
Gemüse (Kürbis, Karotten, Blumenkohl)
Obst (Äpfel, Birnen)
Tipps für die Zubereitung von Milchsuppen
Separate Töpfe verwenden: Milch nimmt Gerüche und Geschmäcker aus vorherigen Zubereitungen auf. Ein eigener Topf (am besten mit Antihaft-Beschichtung) ist ratsam.
Nicht anbrennen lassen: Milch brennt leicht an, besonders in emaillierten oder gusseisernen Töpfen.
Lösung 1:Teflon- oder Titanbeschichtung verwenden.
Lösung 2:Dünnwandige Töpfe nutzen und vor dem Milchzuguss mit kaltem Wasser ausspülen.
Nicht zu lange kochen: Milchsuppen sollten nur kurz köcheln, um ein Gerinnen der Milch zu vermeiden.
Nudeln und Getreide vorkochen:Nudeln sollten separat in Wasser gekocht und erst kurz vor dem Servieren in die Milch gegeben werden, um ein Aufquellen zu vermeiden.
Gewürze dosieren: Milchsuppen vertragen nur zarte Gewürze wie:
Diese grüne Suppe ist ein leichter, säuerlicher Klassiker der osteuropäischen Küche, der traditionell im Frühling und Sommer zubereitet wird. Die Säure des Sauerampfers wird durch Sauerrahm und hartgekochtes Ei ausgeglichen.
Zutatenliste
Flüssigkeit: Fleischbrühe (Menge je nach gewünschter Menge)
Säure/Hauptkraut: 200–300 g Sauerampfer (
Gemüse:
1 Karotte
2–3 Kartoffeln
1 Zwiebel
Petersilienwurzel
Zum Servieren:
Sauerrahm (Smetana)
Hartgekochtes Ei (in Scheiben geschnitten)
Zubereitung
Gemüse kochen: Die Fleischbrühe zum Kochen bringen. Karotte, Kartoffeln, Zwiebel und Petersilienwurzel schälen, klein schneiden und in die Brühe geben.
Garen: Die Suppe etwa fünfzehn Minuten kochen lassen.
Sauerampfer zugeben: Den gewaschenen und geschnittenen Sauerampfer ganz am Ende der Kochzeit in die Suppe geben. (Da Sauerampfer sehr schnell zerfällt und seine Säure abgibt, ist eine kurze Kochzeit ideal).
Servieren: Die Suppe in tiefen Tellern anrichten. Serviert wird das Gericht mit einem Klecks Sauerrahm und in Stücke geschnittenen, hartgekochten Eiern. (Wichtig: Das Ei sollte geschnitten und nicht im Ganzen in die Suppe gegeben werden).
Hintergrundwissen und Variationen
Kräuterkunde und Variationen
Ersatzkräuter (Säure): Anstelle von Sauerampfer kann auch die in Podmoskowje wachsende Sauerklee (Kisliza), auch “Hasenkohl” genannt, verwendet werden. Sauerklee ist zwar ein Unkraut, ergibt aber eine wohlschmeckende Suppe.
Andere Kräuter: Auch aus junger Brennnessel lässt sich eine schmackhafte Suppe zubereiten.
Mengenverhältnis: Wird Sauerklee oder Brennnessel verwendet, sollte man die doppelte Menge nehmen (etwa 400 g), da deren Säuregehalt geringer ist als der des Sauerampfers.
Sammelhinweis (Gesundheit): Kräuter für die Küche sollten fern von Autobahnen und großen Hauptverkehrsadern gesammelt werden, um eine Verunreinigung durch krebserregende Stoffe zu vermeiden.
Die Blätter von jungen Bärenklaupflanzen durch den Fleischwolf drehen, salzen (200 g Salz für 1000 g Grünmasse) und zur Lagerung in Gläser füllen. Diese Würze kann zur Verfeinerung von Suppen und Schtschi, aber auch zu Fleisch-, Fisch- und Gemüsespeisen verwendet werden.
Kartoffeln und Möhren in Wasser oder Brühe weich kochen, die zerkleinerten Bärenklaublätter und den Sauerampfer hinzufügen, 5 Minuten kochen lassen. Mit gebratenen Zwiebeln, Fett und Gewürzen anrichten.
Den Giersch halbgar kochen und durch den Fleischwolf drehen. Den Kochsud abkühlen. In den abgekühlten Kochsud geschnittene Gurken (oder Gurkenkraut), Zwiebeln, das Püree, Dill, Senf, Sauermilch, Kwaß und Salz geben. Beim Servieren gekochte Eischeiben in den Teller legen.
Zuerst die Graupen halbgar kochen, dann das verlesene, gewaschene und zerkleinerte Grün sowie die Möhren hinzugeben und nochmals 20 Minuten kochen lassen. Zum Schluß die geschälten, gewürfelten und angebratene Zwiebeln hinzugeben und vor dem Servieren die Suppe mit saurer Sahne verfeinern.
Die Nachtkerzen wurden auch Rapontika genannt. Sie waren früher ein gesuchtes Gemüse und werden hauch heute noch in manchen Gegenden als Speise angebaut.
Die Rapontikawurzeln waschen, säubern, schälen und abspülen. Anschließend in kleine Stücke schneiden und in kochendem Wasser mit etwas Salz und Muskat so lange kochen, bis sie weich sind. Nun aus der Brühe nehmen. Aus Butter und Mehl eine helle Mehlschwitze bereiten und mit der Wurzelbrühe auffüllen. Gut durchkochen lassen. Die Suppe nach dem Kochen mit Eigelb und Sahne abziehen. Dann die Wurzelstücke hinzugeben und mit etwas Zitronensaft und Pfeffer abschmecken.
Den Sauerampfer und die Nelkenwurzwurzeln mit dem Messer klein schneiden. Aus den restlichen Zutaten eine Suppe kochen. 5 Minuten vor Beendigung des Kochprozesses in die Suppe geben.
Die Kartoffeln schälen, in Spalten schneiden und gar kochen. Die Hirtentäschelblätter klein schneiden, die Zwiebel würfeln und Zwiebeln und Hirtentäschelblätter in der Pfanne mit etwas Öl anbraten. Zur Suppe geben und die Suppe vollenden. Vor dem Servieren mit saurer Sahne verfeinern.
Als Basis dient eine Fleischbrühe oder Knochenbrühe. Man kann auch eine Gemüsebrühe als Grundlage verwenden. Die gewaschenen und kleingeschnittenen Wegeraukeblätter und die geschälte, geschnittene und angebratenen Zwiebeln 5 Minuten vor Beendigung des Kochprozesses in die Suppe geben. Anschließend mit Saurer Sahne verfeinern und servieren.
Die Graupen weich kochen, die Kartoffeln schälen, weich kochen und in Stücke schneiden und zu den Graupen geben. Das Scharbockskraut klein schneiden, und zu den Graupen geben. Nun nochmals ca. 10 Minuten köcheln lassen. Zum Servieren mit Saurer Sahne anrichten.
An Stelle des Krauts kann man auch die Knollen der Pflanze verwenden.
Die Melde und den Sauerampfer waschen, anschließend schneiden und in Salzwasser gar kochen und abkühlen lassen. Vor dem Servieren Zwiebellauch in feine Schreiben schneiden, grüne Gurke in Scheiben schneiden, fein gehackten Dill hinzufügen und mit saurer zusammen Sahne anrichten.
Die gut verlesenen und gewaschenen Blätter und Triebe in 250 mI Wasser kochen, herausnehmen und durch ein Sieb passieren. Die gewürfelten Zwiebeln und den fein geschnittene Knoblauch in Butter goldgelb anschwitzen und mit dem Weißwein ablöschen. Nun die Gemüsebrühe hinzugeben und 5 Minuten kochen lassen. Das Mehl mit der kalten Milch verquirlen und damit die Suppe abbinden. Die Suppe etwa 15 Minuten gut durchkochen lassen.
Nun das Blattmus in die Suppe geben, kurz aufkochen lassen, abschmecken und die frisch gehackten Kräuter hinzugeben. Zuletzt das Eigelb mit etwas kalter Milch verquirlen und unter die Suppe ziehen. Mit ein paar in Butter gebräunten Weißbrotwürfeln kann man die Suppe im Teller garnieren und verfeinern.
Die Butter schmelzen lassen. Den Knoblauch abziehen, zerdrücken und in die Butter geben. Das Dinkelmehl hinzu geben und kurz andünsten. Anschließend mit Gemüsebrühe langsam ablöschen und dabei ständig rühren. Die Suppe aufkochen lassen. Brunnenkresse waschen, die Blätter von den Stielen zupfen und grob hacken. Nun die Kresse in die Suppe geben. Den Wein hinzu gießen und alles nochmals erhitzen. Jetzt die Sahne unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit etwas frischer gehackter Kresse garnieren und servieren.
Den Sauerampfer waschen, abtropfen lassen, fein schneiden und kurz in Butter andünsten und mit der Brühe ablöschen. Die Kartoffeln wie Pellkartoffeln kochen, schälen und in Würfel schneiden. Zum Sauerampfer geben. Das Eigelb mit der Sahne in einem Wasserbad extra verquirlen und wenige EL heiße Suppe, Salz und Pfeffer hinzu geben. Diese Masse zum Schluss unter die Suppe ziehen.
Die Weißbrotscheiben in Würfel schneiden und in der Pfanne mit Butter rösten.
Die Croutons können einzeln dazu serviert werden, oder nach dem in die Teller füllen der Suppe auf die Suppe gestreut werden.
Den Sauerampfer waschen und durch den Fleischwolf drehen. Zwiebeln schneiden und anbraten, das Gemüse dünsten. Sauerampfer, Zwiebeln und das Gemüse in einen Topf geben, mit wenig Wasser ca. 20 Minuten kochen. Mit Salz und Gewürzen abschmecken.
Vor dem Servieren mit Sahne, gekochtem Ei und Röstbrot verfeinern.
Bei Schtschi handelt es sich ursprünglich um eine Kohlsuppe. Hier wurde der Kohl überwiegend durch Sauerampfer ersetzt.
Den Sauerampfer säubern und klein schneiden. Den Sauerampfer und gebratene Zwiebeln in eine fertige Fleischbrühe geben und zusammen 10 Minuten kochen. Petersilie und Dill fein hacken und in die Suppe geben, würzen und servieren.
Die Graupen 10 bis 15 Minuten kochen. Die Hopfenwurzeln und den Sauerampfer klein schneiden und zu den Graupen geben-Würzen und alles zusammen nochmals ca. 20 Minuten köcheln lassen. Öfter umrühren. Nun mit Sahne verfeinern und nochmals mit den Gewürzen abschmecken und servieren.
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