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Sep. 142026
 

Barszczyk aus jungen Rote-Bete-Blättern 🇵🇱

Der polnische Barszczyk z botwinki ist eine leichte, frische Suppe aus jungen Rote-Bete-Blättern und -stielen. Zusammen mit Wurzelgemüse, Brühe und dem Saft milchsauer eingelegter Rote Bete entsteht eine angenehm säuerliche und aromatische Suppe. Serviert wird sie traditionell mit jungen Kartoffeln und gebräunter Butter.

Zutaten

  • 2 Möhren
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 Stück Knollensellerie
  • 1 großer Bund frische Botwinka, also junge Rote Bete mit Blättern und Stielen
  • 4 Gläser leichte Fleischbrühe, alternativ Brühe aus Konzentrat
  • ½ Glas Saft von milchsauer eingelegten Rote Bete
  • ½ Glas saure Sahne
  • 1 Esslöffel Butter
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer
  • etwas Zucker
  • sehr fein geschnittene Schale einer Zitrone
  • frischer Dill

Zum Servieren

  • junge Kartoffeln
  • Butter zum Bräunen

Alternativ:

  • gebratene Kartoffeln mit jungen Zwiebeln

Zubereitung

  1. Möhren, Petersilienwurzel und Sellerie putzen und klein schneiden.
  2. Die Butter in einem Topf erhitzen und das vorbereitete Gemüse darin unter gelegentlichem Rühren anbraten, bis es leicht glasig wird.
  3. Die Gemüsebrühe angießen.
  4. Die Zitrone gründlich unter fließendem heißem Wasser waschen und die Schale sehr dünn abschneiden beziehungsweise fein schneiden. Die Zitronenschale zur Suppe geben.
  5. Alles bei geringer Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen.
  6. Währenddessen die frische Botwinka gründlich waschen und die Blätter und Stiele in mundgerechte Stücke schneiden.
  7. Die Botwinka zur Suppe geben und weitere höchstens 5 Minuten kochen. Gemüse und Botwinka sollen weich sein, aber ihre frische Farbe und ihr Aroma möglichst behalten.
  8. Die Zitronenschale wieder aus der Suppe entfernen.
  9. Die Suppe mit einem Mixer fein pürieren oder durch ein feines Kunststoffsieb streichen.
  10. Den Saft der milchsauer eingelegten Rote Bete hinzufügen.
  11. Die saure Sahne verquirlen und unter die Suppe rühren.
  12. Den fein gehackten Dill hinzufügen.
  13. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Die Suppe sollte eine ausgewogene Mischung aus erdiger Süße und angenehmer Säure besitzen.
  14. Die Suppe nochmals vorsichtig erwärmen, aber nicht unnötig stark kochen lassen.

Servieren

Barszczyk z botwinki wird am besten heiß mit jungen Kartoffeln serviert. Besonders charakteristisch ist die Kombination mit Kartoffeln, die mit gebräunter Butter übergossen werden.

Eine weitere Möglichkeit sind gebratene Kartoffeln mit jungen Zwiebeln. Die kräftig gerösteten Kartoffeln bilden einen schönen Kontrast zur leichten, säuerlichen Suppe.

Hintergrundwissen

Botwinka bezeichnet in der polnischen Küche die jungen Blätter und Stiele der Roten Bete. Anders als bei einer Suppe, die ausschließlich aus den roten Knollen hergestellt wird, wird hier die gesamte junge Pflanze verwendet. Dadurch erhält die Suppe ihren charakteristischen frischen Geschmack und ihre besondere grün-rote Färbung.

Die Säure kommt in diesem Rezept nicht ausschließlich von Zitrone. Eine wichtige Rolle spielt der Saft von milchsauer eingelegten Rote Bete. Er bringt eine ausgeprägte, aber zugleich komplexe Säure in die Suppe und verstärkt gleichzeitig den typischen Rote-Bete-Charakter.

Die Zitronenschale wird nur während des Kochens mitgeführt und anschließend entfernt. Sie gibt ätherische Öle und ein feines Zitrusaroma an die Brühe ab, ohne dass die Suppe selbst stark nach Zitrone schmeckt.

Auch die saure Sahne erfüllt mehr als eine dekorative Funktion: Sie rundet die Säure ab und macht die Suppe geschmacklich weicher. Der Dill setzt dazu einen frischen Kräuterakzent.

Die kurze Garzeit der Botwinka ist ebenfalls wichtig. Die jungen Blätter und Stiele müssen nicht lange gekocht werden. Zu langes Garen würde ihre frische Note vermindern und die empfindlichen Blätter unnötig weich machen.

Geschichte und Herkunft

Barszcz gehört zu den bekanntesten Suppengerichten der polnischen Küche. Der Name bezeichnet traditionell Suppen auf der Grundlage von Rote Bete beziehungsweise anderen säuerlichen Zutaten. Die genaue Ausgestaltung unterscheidet sich je nach Region, Jahreszeit und Familientradition.

Der Barszczyk z botwinki ist eine ausgesprochen saisonale Variante. Er wird aus jungen Rote-Bete-Pflanzen zubereitet und gehört damit vor allem in die Zeit, in der die ersten jungen Rüben mit ihren zarten Blättern auf den Märkten und in den Gärten verfügbar sind.

Die Verwendung junger Pflanzen passt zu einer traditionellen bäuerlichen Küchenweise, bei der möglichst viele Teile eines Lebensmittels genutzt wurden. Aus den jungen Rote-Bete-Blättern entsteht eine eigenständige Suppe, während die später ausgewachsenen Rote-Bete-Knollen für andere Gerichte verwendet werden können.

Die Kombination mit jungen Kartoffeln unterstreicht diesen saisonalen Charakter. Beide Zutaten gehören zum typischen Angebot des späten Frühjahrs und frühen Sommers. Die gebräunte Butter beziehungsweise die gebratenen Kartoffeln mit jungen Zwiebeln machen aus der leichten Suppe eine sättigende Mahlzeit.

Das vorliegende Rezept verbindet damit mehrere typische Elemente der polnischen Küche: junge Gemüse, eine säuerliche Geschmacksnote, Milchprodukte, frische Kräuter und Kartoffeln als sättigende Beilage.


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Sep. 142026
 

Zupa z cielęciny „Mariacka“ 🇵🇱

Diese feine polnische Kalbfleischsuppe wird auf der Grundlage einer kräftigen Gemüsebrühe zubereitet. Fein gewolftes Kalbfleisch, gelber Käse und Eigelb verleihen ihr eine besonders cremige und gehaltvolle Konsistenz. Frischer Dill sorgt zum Schluss für ein würziges, frisches Aroma.

Zutaten

  • 1,5 Liter leichte Fleischbrühe mit ausgeprägtem Gemüsegeschmack
  • 300 g Kalbfleisch ohne Knochen
  • etwas Salz
  • etwas schwarzer Pfeffer
  • 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 Tasse geriebener gelber Käse
  • 2 Eigelb
  • 2 Esslöffel abgekühlte Brühe
  • 1 Bund frischer Dill, fein gehackt
  • sehr dünne, knusprige Toastbrotwürfel oder Brotstreifen zum Servieren

Zubereitung

  1. Das Kalbfleisch sorgfältig von Häuten, Sehnen und Fett befreien.
  2. Das Fleisch zweimal durch den Fleischwolf drehen. Dieser Schritt ist wichtig, damit das Kalbfleisch besonders fein wird und sich später gut mit der Brühe verbindet.
  3. Die Gemüsebrühe erhitzen. Das fein gewolfte Kalbfleisch in die heiße Brühe geben.
  4. Die Suppe bei geringer Hitze etwa 25 Minuten köcheln lassen, bis das Kalbfleisch vollständig weich gegart ist.
  5. Den Topf vom Herd nehmen und den geriebenen Käse in die heiße Suppe geben.
  6. Die Eigelb in einer kleinen Schüssel mit einer kleinen Prise Salz und 2 Esslöffeln abgekühlter Brühe glatt verrühren.
  7. Sobald sich Eigelb und Brühe gut verbunden haben, die Mischung langsam in die Suppe geben und gründlich verrühren.
  8. Die Suppe mit Salz, Pfeffer und einer kleinen Prise frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.
  9. Kurz vor dem Ende der Zubereitung den fein gehackten Dill hinzufügen.
  10. Die Suppe vor dem Servieren nochmals vorsichtig erwärmen. Sie darf jetzt nicht mehr kochen, damit das Eigelb nicht gerinnt und die Suppe ihre feine, cremige Konsistenz behält.
  11. Die heiße Suppe mit sehr dünnen, knusprigen Gröstchen oder gerösteten Brotstreifen servieren.

Hintergrundwissen

Das Besondere an dieser Suppe liegt in der Verarbeitung des Kalbfleisches. Durch das zweimalige Durchdrehen durch den Fleischwolf entsteht eine sehr feine Fleischmasse. Dadurch verteilt sich das Fleisch gleichmäßig in der Brühe und die Suppe erhält eine ungewöhnlich zarte Struktur.

Der geriebene Käse macht die Suppe zusätzlich gehaltvoll. Zusammen mit dem Eigelb entsteht eine leichte Bindung, ohne dass Mehl oder Sahne benötigt werden.

Besonders wichtig ist dabei der letzte Schritt: Das mit Brühe verrührte Eigelb darf nach seiner Zugabe nicht mehr aufgekocht werden. Bei zu großer Hitze würde das Ei stocken und die Suppe könnte flockig werden. Das vorsichtige Erwärmen ist deshalb entscheidend für das gewünschte Ergebnis.

Die Muskatnuss wird nur in sehr kleiner Menge verwendet. Sie soll die Suppe aromatisch abrunden, aber den Geschmack des Kalbfleisches und der Gemüsebrühe nicht überdecken. Der Dill bringt anschließend eine frische, kräuterartige Note.

Die knusprigen, sehr dünnen Gröstchen bilden einen schönen Gegensatz zur weichen und cremigen Suppe.

Geschichte und Herkunft

Eine weitergehende historische Entstehungsgeschichte oder eine konkrete regionale Zuordnung ist in der Vorlage nicht angegeben. Deshalb lässt sich aus diesem Rezept allein nicht sicher ableiten, wann und wo die Suppe erstmals zubereitet wurde.

Der Name „Mariacka“ verweist sprachlich auf die polnische Bezeichnung Mariacki/Mariacka, die sich auf Maria beziehungsweise auf die Marienverehrung beziehen kann. Ob der Name dieser Suppe tatsächlich auf einen bestimmten Ort, eine Person oder einen traditionellen Zusammenhang zurückgeht, geht aus der vorliegenden Rezeptquelle jedoch nicht hervor.

Das Rezept selbst zeigt einige typische Merkmale einer traditionellen europäischen Suppenküche: Eine aromatische Brühe bildet die Grundlage, Fleisch sorgt für Substanz, Eigelb und Käse machen die Suppe gehaltvoll und Kräuter werden erst gegen Ende hinzugefügt, um ihr frisches Aroma zu erhalten.

Gerade die Verwendung von Kalbfleisch, Eigelb und Käse macht diese Variante deutlich reichhaltiger als eine einfache Gemüse- oder Fleischbrühe. Die sehr feinen Brotgröstchen als Beilage ergänzen die Suppe zusätzlich und machen sie zu einer kleinen, vollständigen Mahlzeit.


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Sep. 142026
 

Apfelsuppe mit Preiselbeeren 🇵🇱

Die Apfelsuppe verbindet die fruchtige Säure von Äpfeln und Preiselbeeren mit einer leicht süßen, aromatischen Brühe. Weißwein und Nelken geben der Suppe eine besondere Würze. Serviert wird sie mit dünnen Pfannkuchenstreifen, hausgemachten Nudeln oder knusprigen Toasts.

Zutaten

  • 4 große Antonowka-Äpfel, alternativ Klaräpfel
  • 2 Gläser geputzte Preiselbeeren
  • 1 Glas Zucker
  • 1 Glas trockener Weißwein
  • Zitronensaft nach Geschmack
  • 1 gehäufter Esslöffel Kartoffelstärke
  • 2 Gewürznelken
  • 1 Liter Wasser
  • etwas kaltes Wasser zum Anrühren der Kartoffelstärke

Zubereitung

  1. Die Preiselbeeren verlesen, waschen und mit 1 Glas warmem Wasser übergießen. Etwa 10 Minuten quellen lassen.
  2. Die Äpfel schälen, die Stiele und Kerngehäuse entfernen und die Äpfel in gleichmäßige Spalten schneiden.
  3. 1 Liter Wasser erhitzen. Zucker, Gewürznelken und etwa 1 Teelöffel Zitronensaft hinzufügen.
  4. Die vorbereiteten Apfelspalten in den heißen Sirup geben und vorsichtig kochen, bis sie glasig und weich geworden sind, aber noch ihre Form behalten.
  5. Die Apfelspalten mit einer Schaumkelle herausheben und direkt auf Suppenteller verteilen.
  6. Die Preiselbeeren zusammen mit dem Einweichwasser im Mixer oder in einem Zerkleinerer fein pürieren.
  7. Das Preiselbeerpüree durch ein feines Sieb direkt in den Apfelsirup streichen. Gut verrühren.
  8. Die Kartoffelstärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren und unter ständigem Rühren in die heiße Suppe geben.
  9. Die Suppe aufkochen lassen und etwa 3 Minuten unter ständigem Rühren weiterkochen. Dadurch verliert die Kartoffelstärke ihren rohen Geschmack und die Suppe erhält ihre Bindung.
  10. Den Topf vom Herd nehmen und den Weißwein einrühren.
  11. Die Apfelsuppe mit Zitronensaft abschmecken. Sie sollte angenehm fruchtig, leicht säuerlich und nicht zu süß sein.
  12. Die heiße Suppe über die bereits auf den Tellern verteilten Apfelspalten gießen.

Serviervorschläge

Die Suppe kann mit verschiedenen Einlagen serviert werden:

  • Pfannkuchen, in feine Streifen geschnitten
  • hausgemachte Nudeln
  • geröstete Scheiben aus Milchbrötchen oder hellem Weizenbrot

Besonders reizvoll ist der Kontrast zwischen den weichen Apfelstücken und einer knusprigen Einlage.

Hintergrundwissen

Die Kombination aus Äpfeln und Preiselbeeren lebt vor allem vom Gegensatz zwischen Süße und Säure. Äpfel bilden die milde, süßliche Grundlage, während Preiselbeeren eine deutlich kräftigere Säure und einen herberen Geschmack beitragen. Zitronensaft verstärkt diese fruchtige Frische.

Die in der Vorlage genannte Antonowka ist eine traditionelle russische Apfelsorte, die für ihre ausgeprägte Säure bekannt ist. Gerade für ein gekochtes Apfelgericht ist eine säuerliche Apfelsorte interessant, weil sie auch nach dem Garen noch ein deutliches Aroma besitzt. Als Alternative werden in der Vorlage Klaräpfel beziehungsweise Papieräpfel genannt.

Die Kartoffelstärke erfüllt eine klassische kulinarische Funktion: Sie bindet die Flüssigkeit und verwandelt den dünnen Apfelsud in eine leicht sämige Suppe. Wichtig ist, die angerührte Stärke in die heiße Flüssigkeit einzurühren und anschließend ausreichend zu erhitzen.

Der Weißwein wird erst nach dem Kochen hinzugegeben. Dadurch bleibt sein Aroma stärker erhalten, als wenn er von Anfang an mitgekocht würde. Gleichzeitig bildet seine Säure einen passenden Gegenpol zur Süße des Zuckers und der Äpfel.

Geschichte und Herkunft

Die Verwendung von Äpfeln in Suppen und warmen Fruchtspeisen hat eine lange Tradition in polnischen  Küche. Äpfel wurden nicht nur für Kuchen und Kompotte verwendet, sondern auch in süß-säuerlichen Suppen, Saucen und Beilagen.

Bemerkenswert an diesem Rezept ist die Verbindung mehrerer Einflüsse: Die säuerliche Antonowka und die Preiselbeeren verleihen der Suppe einen deutlich osteuropäisch geprägten Charakter, während Weißwein, Kartoffelstärke und die unterschiedlichen Einlagen Elemente einer mitteleuropäischen Küche erkennen lassen.

Auch die Art des Servierens ist typisch für ältere Haus- und Alltagsküchen: Eine einfache Grundsuppe wird durch eine sättigende Einlage wie Pfannkuchenstreifen, Nudeln oder geröstetes Brot zu einer vollständigen Mahlzeit erweitert.


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Sep. 132026
 

Ботвинья (Botwinja – Russischer Spinat-Sauerampfer-Suppe) 🇷🇺

Herkunft: Russland Vorbereitungszeit: 20 Minuten Zubereitungszeit: 30 Minuten Portionen: 4–6


Zutaten

  • 1 Liter Kwass (fermentiertes Roggenbrot-Getränk)
  • 250 g Spinat
  • 250 g Sauerampfer (Schauer)
  • 2 frische Gurken
  • 100 g Frühlingszwiebeln
  • 50 g geriebener Meerrettich
  • 1 EL Zucker
  • Salz (nach Geschmack)
  • 1 TL Senf (optional)
  • Frischer Dill (nach Geschmack)

Zubereitung

  1. Spinat und Sauerampfer vorbereiten Spinat und Sauerampfer durchsehen, waschen und in einem geschlossenen Topf mit wenig Wasser ca. 10–15 Minuten dünsten, bis sie weich sind.
  2. Pürieren oder zerdrücken Die gedünsteten Blätter entweder durch ein Sieb passieren oder mit einem Stampfer zerdrücken, um ein feines Püree zu erhalten.
  3. Suppenbasis zubereiten Das Püree in einen Topf geben und mit Kwass auffüllen. Zucker, Salz und Senf hinzufügen und gut umrühren.
  4. Gurken und Frühlingszwiebeln schneiden Die Gurken in kleine Würfel schneiden und die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Beide zusammen mit frischem Dill unter die Suppe heben.
  5. Servieren Die Suppe kalt oder lauwarm servieren. Geriebenen Meerrettich separat in einer kleinen Schüssel anbieten, damit jeder nach Belieben hinzufügen kann.

Tipp zum Meerrettich: Das Reiben von frischem Meerrettich kann tränenerregend sein. ✅ Praktische Lösung: Eine Fleischmühle verwenden und an der Austrittsöffnung einen festgebundenen Plastikbeutel anbringen, um die Dämpfe aufzufangen.


Hintergrundwissen und Geschichte


Was ist Ботвинья (Botwinja)?

  • Botwinja (Ботвинья) ist eine traditionelle russische Kaltsuppe, die besonders im Sommer beliebt ist.
  • Der Name leitet sich von “ботва” (Botva) ab, was Blattgemüse (z. B. Spinat, Sauerampfer) bedeutet.
  • Sie ähnelt anderen slawischen Kaltsuppen wie Okroschka (mit Kefir) oder Tschi (mit Rote Bete), ist aber säuerlicher und erfrischender durch den Kwass.

Kwass – Das russische Nationalgetränk

  • Kwass (Квас) ist ein fermentiertes Getränk aus Roggenbrot, Wasser, Zucker und Hefe.
  • Er hat einen leicht säuerlichen, malzigen Geschmack und ist erfrischend, aber auch nährstoffreich (enthält Vitamine der B-Gruppe).
  • In der russischen Küche wird Kwass nicht nur als Getränk, sondern auch als Basis für Suppen (wie Botwinja) oder Saucen verwendet.

Sauerampfer (Schauer) – Die säuerliche Note

  • Sauerampfer (щавель) ist ein wild wachsendes Blattgemüse mit einem charakteristisch säuerlichen Geschmack.
  • In der russischen und osteuropäischen Küche ist er ein Klassiker für Suppen wie Schtschi (Кислые щи) oder Botwinja.
  • Er enthält Vitamin C, Eisen und Oxalsäure (deshalb sollte er in Maßen genossen werden).

Spinat – Der milde Begleiter

  • Spinat mildert die Säure des Sauerampfers und verleiht der Suppe eine ausgewogene Geschmacksnote.
  • In Russland wird oft frischer Spinat verwendet, aber auch TK-Spinat ist möglich.

Meerrettich – Die scharfe Komponente

  • Meerrettich (хрен) ist ein scharfes Wurzelgemüse, das in der russischen Küche als Würzmittel für Suppen, Saucen und Fleischgerichte dient.
  • Frisch gerieben ist er am intensivsten, aber auch fertig geriebener Meerrettich (aus dem Glas) kann verwendet werden.
  • Sein scharfer Geschmack harmoniert perfekt mit der Säure des Kwass und der Frische der Gurken.

Gurken und Frühlingszwiebeln – Die frische Note

  • Gurken verleihen der Suppe Knackigkeit und Frische.
  • Frühlingszwiebeln (зелёный лук) geben eine milde Zwiebelnote, ohne zu dominant zu sein.

Botwinja in der russischen Tradition

  • Sommergericht: Botwinja wird traditionell im Sommer gegessen, wenn frischer Sauerampfer und Gurken verfügbar sind.
  • Festliche Variante: In einigen Regionen Russlands wird Botwinja mit gekochten Eiern, Radieschen oder gekochtem Fleisch serviert.
  • Regionale Unterschiede:
    • In Zentralrussland wird oft mehr Sauerampfer verwendet.
    • In Sibirien kann die Suppe mit getrocknetem Fisch oder Pilzen verfeinert werden.

Tipps für die perfekte Botwinja

  1. Kwass richtig wählen: Verwende natürlichen, nicht zu süßen Kwass (z. B. selbstgemacht oder aus dem russischen Laden). Alternativ geht auch Buttermilch oder Kefir, aber der Geschmack ist dann anders.
  2. Sauerampfer und Spinat frisch verarbeiten: Beide sollten frisch und knackig sein. Falls kein Sauerampfer verfügbar ist, kann man Rhabarberblätter (in kleinen Mengen!) oder etwas Zitronensaft als Ersatz verwenden.
  3. Meerrettich frisch reiben: Frisch geriebener Meerrettich schmeckt intensiver und verliert nicht so schnell sein Aroma. Falls er zu scharf ist, kann man ihn mit etwas Zucker oder Sahne mischen.
  4. Gurken schälen oder nicht? Junge Gurken können mit Schale verwendet werden, ältere sollten geschält werden, um Bitterstoffe zu vermeiden.
  5. Kalt servieren: Botwinja schmeckt am besten eiskalt. Vor dem Servieren mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Moderne Varianten

  • Mit Joghurt oder Sahne: Statt Kwass kann man Joghurt, Kefir oder saure Sahne verwenden, um eine mildere Variante zu erhalten.
  • Mit Fleisch oder Fisch: Gekochte Eier, Hähnchenbrust oder Lachs können als Einlage hinzugefügt werden, um die Suppe sättigender zu machen.
  • Mit Kräutern verfeinern: Dill, Petersilie oder Kerbel verleihen der Suppe eine aromatischere Note.
  • Scharfe Variante: Mit etwas Chili oder scharfem Paprikapulver würzen, um eine pikantere Note zu erzielen.

Milchsuppen – Ein kurzer Exkurs


Milch als Grundlage für Suppen

  • Milchsuppen sind in Russland, Osteuropa und Skandinavien weit verbreitet.
  • Sie gelten als nährstoffreich und leicht verdaulich, besonders für Kinder und ältere Menschen.
  • Typische Zutaten sind:
    • Getreide (Grieß, Reis, Nudeln)
    • Gemüse (Kürbis, Karotten, Blumenkohl)
    • Obst (Äpfel, Birnen)

Tipps für die Zubereitung von Milchsuppen

  1. Separate Töpfe verwenden: Milch nimmt Gerüche und Geschmäcker aus vorherigen Zubereitungen auf. Ein eigener Topf (am besten mit Antihaft-Beschichtung) ist ratsam.
  2. Nicht anbrennen lassen: Milch brennt leicht an, besonders in emaillierten oder gusseisernen Töpfen.
    • Lösung 1: Teflon- oder Titanbeschichtung verwenden.
    • Lösung 2: Dünnwandige Töpfe nutzen und vor dem Milchzuguss mit kaltem Wasser ausspülen.
  3. Nicht zu lange kochen: Milchsuppen sollten nur kurz köcheln, um ein Gerinnen der Milch zu vermeiden.
  4. Nudeln und Getreide vorkochen: Nudeln sollten separat in Wasser gekocht und erst kurz vor dem Servieren in die Milch gegeben werden, um ein Aufquellen zu vermeiden.
  5. Gewürze dosieren: Milchsuppen vertragen nur zarte Gewürze wie:
    • Zucker (für süße Varianten)
    • Salz (sparsam)
    • Vanille oder Zimt (für Dessertsuppen)

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Feb. 202026
 

Schwäbische Weinsuppe mit Zimthäubchen 🇩🇪

Zutaten:

  • 40 g Butter
  • 50 g Mehl
  • ½ l Fleischbrühe (kalt)
  • 250 ml trockener Weißwein
  • 250 ml flüssige Sahne
  • 1 Prise Zucker
  • 100 g geschlagene Sahne
  • Zimt (zum Bestäuben)
  • 8 weiße und rote Trauben (geschält, entkernt)

Zubereitung:

  1. Mehlschwitze: Butter zerlassen, Mehl einrühren und kurz anschwitzen.
  2. Suppe binden: Mit kalter Fleischbrühe ablöschen, 5 Minuten köcheln lassen.
  3. Wein & Sahne einrühren: Weißwein und eine Prise Zucker hinzufügen, aufkochen lassen. Flüssige Sahne unterrühren.
  4. Anrichten: Trauben auf 4 Suppenteller verteilen, Suppe darübergeben.
  5. Fertigstellen: Je ein Häubchen geschlagene Sahne daraufsetzen und mit Zimt bestäuben.

Geschichte & Hintergrundwissen

Weinkultur in Schwaben

  • Schwaben ist eines der ältesten Weinbaugebiete Deutschlands. Hier wird Wein seit der Römerzeit angebaut – vor allem Trollinger, Lemberger und Riesling.
  • Der Weinkonsum in Schwaben liegt tatsächlich fast doppelt so hoch wie im restlichen Deutschland. Weinsuppe ist ein klassisches Beispiel für die kulinarische Kreativität der Region, bei der Wein nicht nur getrunken, sondern auch in herzhaften und süßen Gerichten verarbeitet wird.

Traditionelle Vorspeise

  • Weinsuppe war früher ein einfaches, aber feines Gericht, das vor allem in Weinstuben und Gasthäusern serviert wurde.
  • Sie galt als stärkende Vorspeise, besonders im Winter oder zu Festen wie der Weinlese.
  • Die Kombination aus Wein, Brühe und Sahne macht sie sämig und aromatisch, während der Zimt eine warme, würzige Note hinzufügt.

Kulturelle Bedeutung

  • In ländlichen Haushalten wurde Weinsuppe oft aus Restwein zubereitet; ein Zeichen für die typisch schwäbische Sparsamkeit und Wertschätzung von Lebensmitteln.
  • Die Trauben symbolisieren den Reichtum der Region und geben der Suppe eine frische, fruchtige Komponente.

Variationen

  • Manchmal wird die Suppe mit Zitronenschale oder Vanille verfeinert.
  • In manchen Rezepten kommt auch ein Schuss Weinbrand oder Rum hinein

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Feb. 182026
 

Gaisburger Marsch – Ein herzhafter Stuttgarter Eintopf 🇩🇪

Zutaten

  • 500 g Rindfleisch (z. B. aus der Schulter oder Wade)
  • Einige Suppenknochen (Rind)
  • Suppengemüse (z. B. Möhren, Lauch, Sellerie, Petersilienwurzel)
  • 300 g Kartoffeln
  • 200 g Spätzle (frisch oder vorgekocht)
  • 6 EL fein gewürfelte Zwiebeln
  • 2 EL Schnittlauch (fein geschnitten)
  • 40 g Butter
  • Salz, Pfeffer, Gewürze nach Geschmack

Zubereitung

  1. Fleisch und Brühe kochen: Rindfleisch zusammen mit den Knochen und dem Suppengemüse in reichlich Wasser etwa 1,5–2 Stunden weich kochen, bis das Fleisch zart ist.
  2. Kartoffeln vorbereiten: Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und in leicht gesalzenem Wasser bissfest kochen (nicht zu weich, damit sie nicht zerfallen).
  3. Fleisch und Brühe trennen: Das gekochte Rindfleisch aus der Brühe nehmen, in mundgerechte Würfel schneiden. Die Brühe durch ein Sieb passieren und mit Salz, Pfeffer und Gewürzen abschmecken.
  4. Eintopf zusammenfügen: Rindfleischwürfel, Kartoffelwürfel und Spätzle in die klare Brühe geben und alles kurz aufkochen lassen.
  5. Zwiebeln anbraten: In einer Pfanne die Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel goldgelb rösten.
  6. Anrichten: Die gerösteten Zwiebeln und den frischen Schnittlauch auf die fertige Suppe streuen und sofort servieren.

Hintergrund und Geschichte

Der Gaisburger Marsch ist ein traditioneller, deftiger Eintopf aus Stuttgart-Gaisburg. Sein Name und seine Entstehung ranken sich um zwei Legenden: Eine besagt, dass er in der „Bäckerschmiede“ für vorbeimarschierende Soldaten zubereitet wurde. Die andere erzählt von den Frauen Gaisburgs, die während einer Belagerung ihren gefangenen Männern Essen bringen durften – jedoch nur eine Schüssel pro Person. Die findigen Frauen kochten einfach alles in einem Topf: Rindfleisch, Kartoffeln, Spätzle und Gemüse. So entstand dieser nährstoffreiche, sättigende Eintopf, der bis heute ein Symbol für Gemeinschaft und Einfallsreichtum ist.

Der Gaisburger Marsch ist ein klassisches Beispiel für schwäbische Hausmannskost und wird besonders in der kalten Jahreszeit gerne gegessen.


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Feb. 172026
 

Roggenmehlflupp  Ostfriesische Art – Roggenmehlsuppe 🇩🇪

Was wäre Deutschland ernährungstechnisch ohne seine geliebte Kartoffel, die hier nicht mal heimisch ist?

Ungefähr so, wie dieses Rezept.

Zutaten

  • 1 Liter Wasser
  • 100 g Roggenmehl
  • 1 Prise Salz
  • ¾ Liter Milch
  • 4 EL Zucker

Zubereitung

  1. Wasser aufkochen: Bringe das Wasser in einem Topf zum Kochen.
  2. Roggenmehl einrühren: Gib das Roggenmehl langsam unter ständigem Rühren in das kochende Wasser, damit keine Klumpen entstehen.
  3. Kochen lassen: Lasse die Masse bei mittlerer Hitze weiterköcheln, bis sie dreimal aufblubbert – in Ostfriesland heißt es: „Wenn’t dreemal fluppt, is gar!“
  4. Abschmecken: Würze die Masse mit einer Prise Salz.
  5. Portionieren: Fülle den heißen Roggenmehlbrei in vorgewärmte Teller oder Schalen.
  6. Milch zugeben: Erhitze die Milch separat bis zum Kochen und gieße sie über den Brei.
  7. Zucker bestreuen: Streue auf jede Portion 1 EL Zucker.

Hintergrund und Geschichte

Roggenmehlflupp ist ein traditionelles ostfriesisches Gericht, das vor allem in der kalten Jahreszeit zubereitet wurde. Seine Ursprünge liegen in der bäuerlichen Küche, wo einfache, sättigende Speisen aus regionalen Zutaten wie Roggenmehl und Milch zubereitet wurden. Roggen war in Ostfriesland lange Zeit das Hauptgetreide, da er auch auf kargen Böden gut gedieh.

Der Name „Flupp“ leitet sich vom ostfriesischen Plattdeutschen ab und beschreibt das charakteristische Aufblubbern der Masse während des Kochens. Früher wurde der Flupp oft als süßes Hauptgericht oder als herzhafte Beilage serviert. Heute gilt er als typisches „Arme-Leute-Essen“ und wird vor allem bei traditionellen Festen oder als nostalgische Erinnerung an die ostfriesische Küche zubereitet.


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Okt. 252025
 

Bouillotte à la Morue Fraîche (Kabeljau-Eintopf)

Die Bouillotte ist ein traditionelles Gericht der Akadischen Küche in Kanada. Es ist kein gewöhnlicher gekochter Kabeljau (Morue bouillie), sondern ein Eintopf, bei dem Kabeljau (Morue) und Kartoffeln im selben Topf zubereitet werden.

Andere Namen: Morue en cabane (Kabeljau in der Hütte) oder Morue fraîche (Frischer Kabeljau).

Kabeljau (Morue) war und ist der am häufigsten gefangene Fisch in Akadien. Er war ein „sehr profitabler Fisch“, da alle Teile verwertet wurden: Kopf, Leber, Kropf/Magen (gots), Wangen, Zunge usw.

Der Name „Morue en cabane“ (in Chéticamp, Neuschottland, verwendet) leitet sich von den kleinen Hütten (cabanes) ab, die in der Nähe der Docks gebaut wurden. Dort verbrachten die Fischer die meiste Zeit der Saison und kochten ihren frischen Fisch, wenn sie vom Meer zurückkamen.


Zutaten

  • 7 oder 8 Kartoffeln
  • Frischer Kabeljau
  • Gesalzene Kräuter (
  • Kabeljaulebern und -mägen (optional)
  • Wasser
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Kartoffeln kochen: Die Kartoffeln waschen und mit der Schale in ausreichend Salzwasser kochen, sodass sie vollständig bedeckt sind.
  2. Kabeljau hinzufügen: Wenn die Kartoffeln 30 Minuten gekocht haben, den Kabeljau in Stücke von (etwa. 10 cm) schneiden und zu den Kartoffeln geben.
  3. Würzen: Die gesalzenen Kräuter und Pfeffer hinzufügen.
  4. Fertig garen: Den Topf zudecken und weitere 30 Minuten kochen lassen.

Regionale Variation (Nordost-New Brunswick)

Für die Menschen im Nordosten von New Brunswick ist es wichtig, dem Eintopf auch Kabeljaulebern und -mägen (Foies et gots) hinzuzufügen:

  • Die Mägen müssen gleichzeitig mit den Kartoffeln (zu Beginn des Kochvorgangs) in den Topf gegeben werden.
  • Die Lebern werden 15 Minuten vor Ende der Kochzeit hinzugefügt (d. h. 15 Minuten, nachdem der Kabeljau und die Kräuter hinzugefügt wurden).

Serviervorschlag: Der Eintopf wird traditionell sehr heiß serviert.


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Okt. 242025
 

Soupe au navet (Rübensuppe)

Diese Suppe wird in Kanada auch “Deutsche Suppe” (Soupe allemande), “Dicke Suppe” (Soupe épaisse) oder sogar “Sauerkraut” (Choucroute) genannt, obwohl sie keinen Kohl enthält. Die Basis bilden Kohlrüben, Kartoffeln, Zwiebeln und gesalzener Speck. Einige Familien fügen auch Karotten hinzu.


Zutatenliste

  • 2 Tassen Kohlrüben, gewürfelt
  • 1 Tasse Karotten, gewürfelt
  • 7 Tassen Wasser
  • 3 Tassen Kartoffeln, gewürfelt
  • 2 gehackte Zwiebeln
  • 1/2 Tasse gesalzener Speck
  • 1 EL Mehl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Rüben und Karotten kochen: Die Rüben und Karotten in kleine Stücke schneiden und 15 Minuten lang sanft kochen.
  2. Weitere Zutaten hinzufügen: Die Kartoffeln, 1 gehackte Zwiebel, Salz und Pfeffer hinzufügen. Weitere 20 Minuten kochen lassen.
  3. Speck vorbereiten: Den gesalzenen Speck in kleine Stücke schneiden. In eine Pfanne mit etwas Wasser geben und zum Kochen bringen. Das Wasser wegschütten und den Speck ausbraten. Die Speckwürfel  beiseite stellen.
  4. Einbrenne/Sauce zubereiten: Die andere gehackte Zwiebel im Speckfett anbraten. Das Mehl hinzufügen und leicht bräunen.
  5. Binden und Mischen: Die Mehlschwitze mit etwas Brühe vom Gemüse ablöschen und verrühren. Diese Sauce und die beiseite gestellten Speckwürfel zur fertigen Suppe geben.

Serviervorschlag: Wird vorzugsweise mit warmen Biskuits (dicken, weichen Brötchen) gegessen.


Hintergrundwissen und Kulinarischer Kontext

Regionale Herkunft und Namen:

Die Bezeichnungen “Deutsche Suppe” oder “Sauerkraut” für diese Rübensuppe deuten auf die französisch-kanadische oder nordamerikanische Küche hin (insbesondere in Regionen mit starkem europäischem Einfluss). Solche Namen entstanden oft in Gemeinschaften, in denen Rübengemüse als Ersatz für teureres oder schwerer erhältliches Kohl- oder Sauerkraut verwendet wurde. Die “Dicke Suppe” (Soupe épaisse) beschreibt die reichhaltige, sättigende Konsistenz.

Die Rolle des Specks und der Einbrenne:

  • Geschmacksbasis: Der gesalzene Speck liefert die grundlegende Würze und das Fett. Das vorherige Auskochen des Specks in Wasser entfernt überschüssiges Salz und macht das Fett reiner.
  • Binden (Einbrenne): Die Zubereitung einer hellbraunen Mehlschwitze (Roux oder Einbrenne) mit Zwiebeln und Mehl bindet die dünne Suppe zu einem sättigenden, cremigen Eintopf.
  • Einfachheit: Die Suppe ist ein klassisches Beispiel für die bäuerliche oder Hausmannskost, die auf einfachen, haltbaren Zutaten (Wurzelgemüse, gesalzenes Fleisch) basiert und sehr nahrhaft ist.

Biskuits (Warme Brötchen):

Die Empfehlung, die Suppe mit warmen Biskuits zu servieren, ist typisch für die nordamerikanische Küche (Kanada und USA), wo weiche, fluffige Brötchen (Biscuits) traditionell zu deftigen Eintöpfen und Suppen gereicht werden.


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Okt. 222025
 

Pâté en pot (Herzhafter Eintopf mit Lamminnereien)

Dieses Gericht ist ein kräftiger, traditioneller Eintopf aus Hammelfleisch, Innereien und einer Fülle von Gemüse. Es zeichnet sich durch lange Kochzeiten und die abschließende Verfeinerung mit Madeira aus. Ein Rezept aus den französischen Überseegebieten, aus der kreolischen Küche.


Zutatenliste

Für 12 Personen

  • 500 g Lamminnereien (Kutteln/Pansen)
  • 1 Schafskopf (Lammkopf)
  • 250 g Lammbrust
  • 250 g Leber
  • 250 g Schinken
  • 125 g Speck
  • 250 g Karotten
  • 250 g Kürbis/Giraumon (eine Kürbisart)
  • 150 g Zwiebeln
  • 250 g Kohl
  • 500 g Kartoffeln
  • 4 Stangen Lauch (nur das Weiße)
  • 1 kleiner Schuss Madeira (ca. 1 kleines Glas)
  • 5 Nelken
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

  1. Lamm und Innereien kochen (3–4 Stunden):
    • Das Hammelfleisch (Innereien, Kopf, Brust) in einem großen Topf mit kaltem Salzwasser aufsetzen.
    • Eine gehackte Zwiebel, $5 Nelken und 2 Lorbeerblätter hinzufügen.
    • Von Zeit zu Zeit abschöpfen und 3-4 Stunden kochen lassen, bis das Fleisch sehr weich ist.
  2. Gemüse und Pökelfleisch kochen (1 Stunde):
    • In einem zweiten Topf 1 Liter Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen.
    • Alle Gemüse (Karotten, Kürbis, Zwiebeln, Kohl, Kartoffeln, Lauch) in Würfel schneiden.
    • Das geschnittene Gemüse, den Schinken und den Speck hinzufügen.
    • 1 Stunde kochen lassen.
  3. Vollenden und Mischen:
    • Wenn das Lammfleisch gar ist, aus dem Topf nehmen, entbeinen (falls nötig) und in kleine Würfel schneiden.
    • Das geschnittene Fleisch zu den gekochten Gemüsen in deren Kochwasser geben.
    • Den Lamm-Kochsud gut filtern und ebenfalls zu dem Eintopf hinzufügen.
    • Den Madeira hinzufügen.
    • 15 Minuten köcheln lassen.
  4. Servieren: Den Eintopf sehr heiß servieren.

Optionale Variante (für mehr Geschmack)

  • Rösten/Anbraten (Roussir): Man kann die Lammfleischstücke (Brust, Innereien) und das geschnittene Gemüse anbraten oder rösten, bevor man sie kocht. Dies sorgt für eine tiefere Farbe und einen intensiveren Geschmack (Röstaromen).

Hintergrundwissen und kulinarischer Kontext

Pâté en pot ist ein Gericht, das tief in der französischen und kanadisch-französischen regionalen Küche verwurzelt ist, insbesondere in ländlichen Gebieten, in denen traditionell das gesamte Tier verwertet wurde.

  • Der Name: Der Name “Pâté en pot” (Pastete im Topf) ist irreführend, da das Gericht heute eindeutig als Eintopf (Pot-au-feu oder Ragoût) serviert wird. Der Name könnte historisch darauf hindeuten, dass der Eintopf ursprünglich in Pastetenform (Pâté) gebacken wurde, oder dass er so reichhaltig war, dass er die Konsistenz einer dicken Pastetenfüllung annahm.
  • Innereien-Verwertung: Die Verwendung von Kutteln (Pansen) und Lammkopf zeigt die Wurzeln in der Hausmannskost, wo alle Teile des geschlachteten Tieres genutzt wurden, um einen nahrhaften und sättigenden Eintopf zu kreieren.
  • Madeira: Die Zugabe von Madeirawein am Ende ist ein klassischer Schritt in der traditionellen französischen Saucen- und Eintopfkunst. Der Madeira verleiht dem Gericht eine nussige, leicht süße Tiefe und rundet den komplexen Geschmack der verschiedenen Fleisch- und Gemüsekomponenten ab.

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Okt. 222025
 

Soupe aux gombos (Okrasuppe)

Diese einfache Okrasuppe ist ein klassisches Gericht, das in vielen Küchen Afrikas und der Karibik in verschiedenen Variationen zu finden ist. Sie zeichnet sich durch ihre einfache Zubereitung und die leicht dickflüssige Konsistenz aus, die durch die Okra entsteht. Dieses Rezept stammt aus Martinique.


 

Zutatenliste

  • 12 Okraschoten (Gombos)
  • 1 Liter Rinderbrühe
  • Optional: Eine Handvoll gewaschener Reis
  • Optional: 2 passierte Tomaten (durch die Mühle gedreht)

Menge: Für 6 Personen

Zubereitung

  1. Vorbereiten: Die Okraschoten in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
  2. Kochen: Die Rinderbrühe zum Kochen bringen.
  3. Hinzufügen und Garen: Die geschnittenen Okraschoten in die kochende Brühe geben.
    • Variante: Wenn gewünscht, eine Handvoll gewaschenen Reis und 2 passierte Tomaten gleichzeitig mit der Okra hinzufügen.
  4. Schmoren: Die Suppe 30 Minuten lang köcheln lassen und dabei gelegentlich umrühren.

 

Hintergrundwissen und Kulinarischer Kontext

Okra (Gombo):

Okra ist eine Gemüsesorte, deren Ursprung im östlichen Afrika liegt und die durch den Sklavenhandel weltweit verbreitet wurde, insbesondere in Westafrika, Indien, dem Nahen Osten und dem Süden der Vereinigten Staaten (Louisiana, Südstaatenküche).

  • Die schleimige Konsistenz: Okra enthält Schleimstoffe (Muzilag), die beim Kochen freigesetzt werden und der Suppe ihre charakteristische, leicht dickflüssige Textur verleihen. In vielen Gerichten (wie Gumbo in Louisiana) wird dieser Effekt zur natürlichen Bindung genutzt. Das Kochen für 30 Minuten sorgt dafür, dass die Suppe diese leicht sämige Konsistenz erhält.
  • Die Variante: Die Zugabe von Reis und Tomaten macht die Suppe zu einer sättigenderen Hauptmahlzeit. Tomaten liefern Säure, die oft verwendet wird, um die “Schleimigkeit” der Okra etwas zu reduzieren und dem Gericht mehr Geschmackstiefe zu verleihen.

Globale Bedeutung:

Dieses einfache Rezept ist ein Vorläufer oder eine Variante vieler nationaler Gerichte:

  • Gombo: Der Name ist die Grundlage für das berühmte Gericht Gumbo in der Cajun- und kreolischen Küche Louisianas.
  • Bamies (Griechenland/Türkei): Dort wird Okra oft in Tomatensaucen geschmort.
  • Soups in Westafrika: Okrasuppen sind in der westafrikanischen Küche weit verbreitet und werden dort typischerweise mit Pürees aus Yams oder Fufu serviert.

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Okt. 212025
 

Kwasówka (Suppe mit Sauerkrautsaft und Pilzen)

Die Kwasówka ist eine traditionelle, vegetarische polnische Suppe, die ihre charakteristische Säure durch den Saft von Sauerkraut (Kwas) erhält und typischerweise mit getrockneten Pilzen und Trazanki (einer Art Nudel) zubereitet wird.

Zutatenliste

Für 4 Personen

  • 300 ml Sauerkrautsaft
  • 4 getrocknete Pilze
  • 1 Zwiebel
  • Jeweils 4 Körner Piment und Pfeffer
  • 2 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • 4 EL Sauerrahm
  • 200 g gekochte Łazanki (polnische Nudeln/Quadrate)
  • Salz, Pfeffer
  • Optional: 50 g getrocknete Pflaumen oder Birnen zur Brühe

Zubereitung

  1. Pilze und Brühe vorbereiten: Die Pilze abspülen, mit 1 Liter Wasser übergießen und ! Stunde einweichen lassen.
  2. Zwiebel andünsten und kochen: Die Zwiebel schälen, abspülen, hacken und in ! EL Butter anbraten. Die Zwiebel zusammen mit dem Piment und Pfeffer zu den Pilzen geben. 30 Minuten kochen lassen.
  3. Abseihen und Sauerkrautsaft hinzufügen: Den Sud (die Brühe) abseihen. Die Pilze fein schneiden und wieder zur Brühe geben. Den Sauerkrautsaft einfüllen und zum Kochen bringen.
  4. Binden (Mehlschwitze): Das Mehl in ! EL Butter anbraten. Mit 4 EL Wasser glattrühren und zur Suppe geben.
  5. Abschmecken: Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Servieren: Die gekochten Łazanki-Nudeln auf die Teller verteilen, die Suppe darüber gießen und jeweils 1 EL Sauerrahm in die Mitte geben.

Hintergrundwissen und Variationen

Der Name und die Basis:

Der Name Kwasówka leitet sich direkt von kwas (Säure, vergorener Saft) ab und beschreibt damit die Hauptzutat: den Saft von fermentiertem Kohl. Die Suppe gehört zur Kategorie der sauren Suppen (Barszcz oder Żurek), ist aber klarer und basiert spezifisch auf Sauerkrautsaft.

Regionale Küche und Fastengericht:

  • Vegetarisch/Fasten: Die Kwasówka ist von Natur aus vegetarisch und war in Polen historisch oft eine Fastenspeise, da sie kein Fleisch enthält.
  • Trockenobst-Variante: Die optionale Zugabe von getrockneten Pflaumen oder Birnen ist eine traditionelle Art, die Säure der Suppe auszubalancieren und ihr eine komplexere Süße und zusätzliche Fruchtnote zu verleihen.
  • Łazanki: Die Verwendung von Łazanki (kleine quadratische Nudeln) als Einlage ist typisch für diese Art polnischer Suppen und Eintöpfe.

Verbindung zu anderen Suppen:

Während Kwasówka mit Krautsaft gesäuert wird, basieren Żurek (saure Roggensuppe) und Biały Barszcz (weiße Barszcz) auf einem fermentierten Mehlansatz (Zakwas), der eine ähnliche Säure, aber eine andere Textur und ein anderes Aroma verleiht. Die Kwasówka teilt mit ihnen jedoch die Tradition des sauren Suppengeschmacks.


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Okt. 212025
 

Krupnik (Polnische Graupensuppe)

Krupnik ist eine herzhafte, klare Suppe, die durch Graupen (Perlgraupen) gebunden wird und mit Gemüse und Fleisch, traditionell Schweinefleisch oder Kalb, zubereitet wird. Es ist ein sättigendes, klassisches Gericht der osteuropäischen Küche.


Zutatenliste

Für 6 Personen

  • 100 g Perlgraupen
  • 200 g Schweinefleisch (mit Knochen)
  • 1 Karotte
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 Knollensellerie
  • 250 g Kartoffeln
  • 2 EL Butter
  • 4 getrocknete Pilze
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • Salz, Pfeffer
  • Optional: 100 g geräucherter Speck
  • Optional: Kalbfleisch mit Knochen oder Geflügelinnereien anstelle von Schweinefleisch

Zubereitung

I. Brühe und Fleisch vorbereiten

  1. Brühe ansetzen: Die getrockneten Pilze abspülen, mit 1,5 Litern Wasser übergießen. Das abgewaschene Fleisch hinzufügen und 1 Stunde kochen lassen.
  2. Gemüse kochen: Karotte, Petersilienwurzel und Sellerie schälen und abspülen. Die Zwiebel schälen, halbieren und ohne Fett in einer Pfanne anrösten.
  3. Das vorbereitete Gemüse und die angeröstete Zwiebel zur Suppe geben. 30 Minuten kochen lassen.
  4. Abseihen und Schneiden: Den fertigen Sud (Brühe) abseihen. Das Fleisch in Würfel und die Pilze in Streifen schneiden.

 

II. Graupen und Endmontage

  1. Graupen garen: Die Perlgraupen in 250 ml der abgenommenen Brühe kochen.
  2. Graupen verfeinern: Zur gekochten Graupe 1 Esslöffel Butter geben und unterrühren, bis sie cremig ist.
  3. Zusammenführen: Die Graupen zur restlichen Brühe geben.
  4. Hinzufügen und Kochen: Das gewürfelte Fleisch, die Pilze und die in Würfel geschnittene Karotte (aus der Brühe) hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Kartoffeln hinzufügen: Die geschälten, gewaschenen und gewürfelten Kartoffeln hinzufügen. 20 Minuten kochen lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
  6. Servieren: Den Krupnik mit der gehackten Petersilie bestreuen und servieren.

Hintergrundwissen und Variationen

Krupnik ist ein Grundnahrungsmittel und gilt als eine der charakteristischsten Suppen der polnischen, litauischen und weißrussischen Küche.

  • Der Name: Der Name leitet sich von dem slawischen Wort krupa (Graupe/Grütze) ab und bezieht sich auf die namensgebende Zutat, die Perlgraupen (kasza perłowa), welche die Suppe sättigend und leicht sämig machen.
  • Die Würze: Die Zugabe von getrockneten Pilzen (oft Steinpilze) ist typisch und liefert den charakteristischen, tiefen Umami-Geschmack. Das Anrösten der Zwiebel ohne Fett verstärkt das Aroma und verleiht der Brühe eine tiefere Farbe.
  • Varianten der Basis: Das Rezept ist sehr flexibel:
    • Fleisch-Basis: Es kann mit Schweinefleisch, Kalb (cielęcina) oder auch Geflügelinnereien (podroby z drobiu) zubereitet werden. Die Zugabe von geräuchertem Speck (wędzony boczek) ist eine beliebte, herzhafte Variante.

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Okt. 192025
 

Thüringer Sauerkrautsuppe (Thüringer Krautsuppe)

Diese herzhafte, leicht säuerliche Suppe ist ein Klassiker der deftigen Thüringer Küche und wird durch eine feine Bindung und die Zugabe von Kümmel und Sauerrahm charakterisiert.


Zutatenliste

  • 250 g Sauerkraut
  • 1 Liter Brühe (Fleisch- oder Gemüsebrühe)
  • 40 g Butter
  • 40 g Mehl
  • 1 TL Kümmel
  • 1 Becher Sauerrahm (Saure Sahne)
  • Salz und Pfeffer (zum Abschmecken)
  • Zucker (nach Belieben, zum Ausgleich der Säure)
  • Zum Servieren: Weißbrotwürfel und Butter oder Schmalz

Zubereitung

  1. Sauerkraut kochen: Falls das Sauerkraut sehr sauer ist, waschen Sie es kurz ab. Das Kraut klein schneiden und in der Brühe 30 Minuten lang weich kochen.
  2. Mehlschwitze erstellen (Binden): Butter in einem separaten Topf schmelzen. Das Mehl einstreuen und unter Rühren kurz anschwitzen.
  3. Binden: Die fertige Mehlschwitze unter ständigem Rühren in die Suppe geben, um diese zu binden.
  4. Würzen: Den Kümmel grob mahlen (oder mörsern) und in die Suppe geben.
  5. Abschmecken: Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Säureregulierung: Zum Schluss den Sauerrahm hinzufügen. Geben Sie so viel Zucker zu, dass der allzu strenge Geschmack des Krautes harmonisch ausgeglichen wird.
  7. Servieren: Dazu reicht man in Butter oder Schmalz knusprig geröstete Weißbrotwürfel.

Hintergrundwissen und Geschichte

Die Thüringer Sauerkrautsuppe ist tief in der deutschen Hausmannskost verwurzelt, insbesondere in den Regionen, in denen deftige, wärmende Speisen mit lokal verfügbaren Zutaten Tradition haben.

Thüringen, bekannt für seine herzhaften Gerichte wie Klöße und Würste, nutzt Sauerkraut als eine zentrale Beilage und auch als Basis für Suppen. Die Sauerkrautsuppe diente oft als kräftigende Mahlzeit für Arbeiter und Bauern, da sie günstig war und gut sättigte.

Die Rolle der Süße und Säure:

  • Geschmacksausgleich: Die Suppe ist ein perfektes Beispiel für den regionalen Geschmack, bei dem die Säure des Krauts durch die Süße des Zuckers und die Fettigkeit/Milde der Sauerrahm harmonisiert wird. Das Balancieren dieser Geschmacksnoten ist entscheidend.
  • Kümmel: Die Zugabe von gemahlenem Kümmel ist typisch. Kümmel verbessert nicht nur das Aroma, sondern macht das Kraut auch bekömmlicher, indem er Blähungen reduziert.

“Arme-Leute-Küche”:

Ursprünglich war die Sauerkrautsuppe oft fleischlos oder nur mit einfacher Brühe zubereitet. Sie ist eine der älteren Suppenformen, die im Winterhalbjahr wichtige Vitamine (insbesondere Vitamin C, das in Sauerkraut enthalten ist) lieferte, wenn frisches Gemüse rar war.


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Okt. 182025
 

Sauerampfer-Suppe

Diese grüne Suppe ist ein leichter, säuerlicher Klassiker der osteuropäischen Küche, der traditionell im Frühling und Sommer zubereitet wird. Die Säure des Sauerampfers wird durch Sauerrahm und hartgekochtes Ei ausgeglichen.


Zutatenliste

  • Flüssigkeit: Fleischbrühe (Menge je nach gewünschter Menge)
  • Säure/Hauptkraut: 200–300 g Sauerampfer (
  • Gemüse:
    • 1 Karotte
    • 2–3 Kartoffeln
    • 1 Zwiebel
    • Petersilienwurzel
  • Zum Servieren:
    • Sauerrahm (Smetana)
    • Hartgekochtes Ei (in Scheiben geschnitten)

Zubereitung

  1. Gemüse kochen: Die Fleischbrühe zum Kochen bringen. Karotte, Kartoffeln, Zwiebel und Petersilienwurzel schälen, klein schneiden und in die Brühe geben.
  2. Garen: Die Suppe etwa fünfzehn Minuten kochen lassen.
  3. Sauerampfer zugeben: Den gewaschenen und geschnittenen Sauerampfer ganz am Ende der Kochzeit in die Suppe geben. (Da Sauerampfer sehr schnell zerfällt und seine Säure abgibt, ist eine kurze Kochzeit ideal).
  4. Servieren: Die Suppe in tiefen Tellern anrichten. Serviert wird das Gericht mit einem Klecks Sauerrahm und in Stücke geschnittenen, hartgekochten Eiern. (Wichtig: Das Ei sollte geschnitten und nicht im Ganzen in die Suppe gegeben werden).

Hintergrundwissen und Variationen

Kräuterkunde und Variationen

  • Ersatzkräuter (Säure): Anstelle von Sauerampfer kann auch die in Podmoskowje wachsende Sauerklee (Kisliza), auch “Hasenkohl” genannt, verwendet werden. Sauerklee ist zwar ein Unkraut, ergibt aber eine wohlschmeckende Suppe.
  • Andere Kräuter: Auch aus junger Brennnessel lässt sich eine schmackhafte Suppe zubereiten.
  • Mengenverhältnis: Wird Sauerklee oder Brennnessel verwendet, sollte man die doppelte Menge nehmen (etwa 400 g), da deren Säuregehalt geringer ist als der des Sauerampfers.
  • Sammelhinweis (Gesundheit): Kräuter für die Küche sollten fern von Autobahnen und großen Hauptverkehrsadern gesammelt werden, um eine Verunreinigung durch krebserregende Stoffe zu vermeiden.

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Okt. 152025
 

Stosuppe (Niederösterreichische Speck-Zwiebel-Suppe)

Diese herzhafte, cremige Spezialität aus Niederösterreich, oft als Stoßsuppe bezeichnet, leitet ihren Namen vermutlich vom slawischen Wort „sto“ (gerinnen) ab, was auf die Bindung durch saure Sahne hindeutet.

Zutaten für 4 Personen

  • 50 g durchwachsener Räucherspeck
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 EL Butter
  • ½ l (500 ml) Fleischbrühe (selbst gekocht oder aus Würfeln)
  • ⅛ l (125 ml) Weißwein, ersatzweise weitere (125 ml) Fleischbrühe
  • 250 g saure Sahne (Sour Cream)
  • 1 EL Mehl
  • 1 TL Kümmel
  • 100 g Schwarzbrot
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Salz
  • Weißer Pfeffer, frisch gemahlen

 

Zubereitung

  1. Speck und Zwiebel vorbereiten: Den Räucherspeck in sehr kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein hacken.
  2. Suppenbasis ansetzen: der Butter in einem Topf erhitzen. Die Speck- und Zwiebelwürfel darin goldbraun braten.
  3. Binden: Die saure Sahne und das Mehl miteinander verrühren. Die Mischung in den Topf zu den Speck-Zwiebeln geben und gut unterrühren.
  4. Flüssigkeit hinzufügen: Die Fleischbrühe und den Weißwein (oder die zusätzliche Brühe) langsam unter Rühren zugießen. Die Suppe kurz aufkochen lassen.
  5. Würzen: Die Suppe mit Kümmel, Salz und weißem Pfeffer würzen.
  6. Brotröstlinge (Croutons) vorbereiten: Das Schwarzbrot in etwa 0,5 große Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe schälen und fein hacken.
  7. Die restliche Butter () in einer kleinen Pfanne erhitzen. Die Knoblauchstückchen darin glasig braten.
  8. Die Brotwürfel hinzufügen und bei starker Hitze unter Rühren kurz anbraten, bis sie knusprig sind.
  9. Servieren: Die Brotwürfel (Croutons) unmittelbar vor dem Servieren über die Stosuppe streuen.

 

Kulinarische und Kulturelle Notizen

Die Rolle der sauren Sahne: Der Schlüssel zur Stosuppe ist die saure Sahne, die das Gericht nicht nur bindet, sondern ihm auch eine charakteristische, leicht säuerliche Note verleiht. Das “Gerinnen” (sto), das im Namen angedeutet wird, ist hier kontrolliert durch die Bindung mit Mehl, um eine glatte, cremige Konsistenz zu erzeugen.

Der Kümmel-Geschmack: Kümmel ist ein typisches Gewürz der österreichischen und böhmischen Küche, das perfekt mit Speck und Schwarzbrot harmoniert. Er verleiht der Suppe eine erdige, würzige Tiefe.

Das Schwarzbrot: Die Beigabe von knusprigen Schwarzbrotwürfeln mit Knoblauch dient nicht nur als Crouton-Ersatz, sondern ergänzt auch geschmacklich die Rustikalität der Suppe. Das Schwarzbrot, das im Gegensatz zu Weißbrot geschmacklich kräftiger ist, hält der Würze der Suppe stand.

Eine schnelle, nahrhafte Mahlzeit: Die Zubereitungszeit von nur 30 Minuten macht die Stosuppe zu einem idealen, wärmenden und sättigenden Gericht, das historisch oft als einfache Bauernspeise zubereitet wurde.


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Okt. 142025
 

SAUERKRAUT SUPPE (Kapuśniak)

Diese herzhafte und traditionelle Sauerkrautsuppe, bekannt als Kapuśniak, ist ein polnischer Klassiker. Sie ist reichhaltig durch die Schweinefleisch- und Markknochenbasis und erhält ihren charakteristischen Geschmack durch Sauerkraut und getrocknete Pilze.

Zutaten

 

Fleisch und Brühe

  •  Sauerkraut
  •  Schweinefleisch (Kopf- oder Hüftfleisch)
  • 1 Markknochen
  • 8 Tassen () kaltes Wasser
  • 1 Lorbeerblatt (optional)
  • 6 Pfefferkörner

Suppengrün und Pilze

  • 4–6 getrocknete Pilze
  • 1 Sellerieknolle
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 Pastinake
  • 2 Karotten
  • 1–2 Selleriestangen
  • Einige Stiele glatte Petersilie

Einlage und Würze

  • 2 Streifen Speck oder die entsprechende Menge durchwachsener Speck, gewürfelt
  • 1 mittelgroße Zwiebel (vorzugsweise gebacken oder goldbraun gebraten)
  • ½ mittelgroße Zwiebel, gewürfelt (zum Anschwitzen mit Speck)
  • 1 EL Mehl, braun geröstet
  • 1 Stück Würfelzucker (optional, falls die Suppe zu sauer ist)
  • Salz und Pfeffer
  • 1–2 Frankfurter Würstchen oder mehrere Scheiben Salami, gewürfelt (optional)

Zubereitung

  1. Brühe ansetzen: Sauerkraut, Schweinefleisch und den Markknochen mit dem kalten Wasser in einen großen Topf geben. Aufkochen lassen und den Schaum sorgfältig abschöpfen.
  2. Kochen und Schmoren: Die gebackene oder angebratene Zwiebel, das Suppengrün und die getrockneten Pilze hinzufügen. Den Lorbeer und die Pfefferkörner dazugeben. Die Suppe mindestens 2 Stunden köcheln lassen und bei Bedarf weiter abschöpfen.
  3. Vorbereiten der Einlagen:
    • Sobald das Fleisch weich ist, es aus der Brühe nehmen, vom Knochen lösen und in kleine Stücke schneiden.
    • Die Pilze herausnehmen und in Streifen schneiden.
    • Das Mark aus dem Markknochen lösen.
    • Die Brühe durch ein Sieb passieren oder nicht, je nach Vorliebe für klare oder trübe Suppen.
    • Fleisch, Pilze und Mark zurück in den Topf geben.
  4. Die Einbrenne (Roux) und Speck: In einer schweren Pfanne den gewürfelten Speck oder durchwachsenen Speck zusammen mit der gewürfelten Zwiebel anbraten, bis sie braun sind.
  5. Binden: Das braun geröstete Mehl (siehe Tipp unten) hinzufügen. Unter ständigem Rühren nach und nach etwas Suppenbrühe aus dem Topf hinzufügen, bis sich alle Klumpen aufgelöst haben.
  6. Fertigstellen: Die Speck-Zwiebel-Mehl-Mischung in die Suppe geben und einmal aufkochen lassen.
  7. Abschmecken: Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf einen Würfelzucker hinzufügen, falls die Suppe zu sauer ist.
  8. Finale Einlage: Falls gewünscht, die gewürfelten Frankfurter oder Salami hinzufügen.

Tipp zur braunen Mehlschwitze (Roux)

Das Braunrösten des Mehls (browned flour) ist ein Schlüssel zum Geschmack. Das Mehl wird in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze geröstet, bis es eine hellbraune Farbe annimmt und nussig duftet. Dadurch wird nicht nur die Suppe gebunden, sondern sie erhält auch eine tiefere, rustikalere Geschmacksnote.


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Okt. 112025
 

Schmalzsuppe / Jägerhundsuppe – Ein rustikales Jägergericht


Zutaten

  • Roggen-Schwarzbrot (in feine Scheiben oder Würfel geschnitten)
  • Kochendes Wasser
  • Salz
  • Pfeffer
  • Braune Butter (oder Schmalz)

Zubereitung

  1. Brot vorbereiten: Das Roggen-Schwarzbrot in dünne Scheiben oder kleine Würfel schneiden.
  2. Brot übergießen: Die Brotscheiben oder -würfel in eine vorgeheizte Suppenschüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen.
  3. Würzen: Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Abschmalzen: Heiße, braune Butter (oder Schmalz) über die Suppe gießen – das gibt ihr den typischen, nussigen Geschmack.

Geschichte & Anekdoten

Die Schmalzsuppe (auch Jägerhundsuppe genannt) ist ein klassisches, einfaches Gericht aus der Jäger- und Waldarbeiterküche. Ihr Name rührt daher, dass sie oft von Jägern in ihren Hütten zubereitet wurde – schnell, sättigend und mit einfachen Zutaten, die immer zur Hand waren.

  • Einfach, aber effektiv: Die Suppe war ideal für lange Tage im Wald, da sie mit nur wenigen Zutaten zubereitet werden konnte und trotzdem Kraft gab.
  • Braune Butter: Das typische „Abschmalzen“ mit brauner Butter oder Schmalz verleiht der Suppe ihren charakteristischen Geschmack und macht sie besonders herzhaft.
  • Regionale Verbreitung: Besonders in Mittel- und Osteuropa war diese Suppe verbreitet, da Roggenbrot und Schmalz Grundnahrungsmittel waren.

Tipp: Wer mag, kann die Suppe mit etwas geröstetem Speck oder frischen Kräutern verfeinern.


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Okt. 112025
 

Brennsuppe – Ein klassisches, herzhaftes Rezept

Zutaten

  • 2–3 EL Mehl
  • 1 EL Butter oder Schmalz
  • 1 l Wasser oder Knochensud
  • Frische Suppenkräuter: Basilikum, Petersilie, Kerbel, Liebstöckel („Lustock“)
  • 1 Spritzer Essig
  • Salz
  • Kümmel (ganz oder gemahlen)
  • 1 Lorbeerblatt
  • Schwarzbrotschnitzel oder geröstete Weißbrotwürfel (zum Servieren)

Zubereitung

  1. Mehl anrösten: Das Mehl mit dem Fett (Butter oder Schmalz) in einem Topf bei mittlerer Hitze goldbraun anrösten, dabei ständig rühren, damit es nicht anbrennt.
  2. Flüssigkeit angießen: Mit Wasser oder Knochensud ablöschen und unter Rühren aufkochen lassen.
  3. Würzen: Lorbeerblatt und Kümmel hinzufügen, bei milder Hitze etwa 10–15 Minuten köcheln lassen, bis die Suppe sämig ist.
  4. Abschmecken: Mit Salz und einem Spritzer Essig abschmecken.
  5. Kräuter zugeben: Die fein gehackten, frischen Suppenkräuter kurz vor dem Servieren über die Suppe streuen.
  6. Servieren: Heiß mit knusprigen Brotwürfeln (Schwarz- oder Weißbrot) anrichten.

Geschichte & Anekdoten

Die Brennsuppe (auch „Brennnesselsuppe“ oder „Brennsüppchen“ genannt) ist ein traditionelles Gericht der deutschen und österreichischen Küche, besonders in ländlichen Regionen. Ihr Name leitet sich vom „Anbrennen“ des Mehles ab, das der Suppe ihren typisch nussigen Geschmack verleiht.

  • Einfach, aber genial: Die Suppe war früher ein Arme-Leute-Essen, da sie aus wenigen, günstigen Zutaten besteht und trotzdem sättigend und aromatisch ist.
  • Kräuterwissen: Liebstöckel („Lustock“) war im Mittelalter ein beliebtes Gewürz und wurde oft in Klostergärten angebaut. Er verleiht der Suppe eine leicht süßliche, würzige Note.
  • Regionale Varianten: In manchen Gegenden wird die Suppe mit etwas Sahne verfeinert oder mit Speckwürfeln serviert. In der fränkischen Küche ist sie als „Brennsuppe“ bis heute bekannt.

Tipp: Die Suppe schmeckt besonders gut, wenn der Knochensud selbst gemacht ist – dann wird sie noch herzhafter!


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Okt. 102025
 

Brabanter Suppe

Herzhafte, traditionelle Suppe aus den Niederlanden/Brabant – perfekt für kalte Tage


Zutaten

  • 500 g Rosenkohl
  • 2 Karotten
  • 50 g Sauerampfer
  • 2 Liter helles Bier
  • 50 g Reis
  • 75 g Butter
  • 750 g Kartoffeln
  • Pfeffer
  • Salz (nach Bedarf)
  • ¼ Liter Milch (optional)

Zubereitung

  1. Karotten und Sauerampfer anbraten Karotten schälen, in Scheiben schneiden. Sauerampfer grob schneiden. Beide in 25 g Butter etwa 3 Minuten anbraten und sanft köcheln lassen.

  2. Mit Bier ablöschen ¼ Liter Bier hinzufügen und alles 10 Minuten kochen lassen.

  3. Reis separat garen In einem anderen Topf ¼ Liter Bier erhitzen, Reis hinzufügen und 10–12 Minuten bei schwacher Hitze garen.

  4. Rosenkohl und Kartoffeln kochen Rosenkohl putzen, Kartoffeln schälen. Beide in Salzwasser weich kochen, dann grob hacken.

  5. Alles kombinieren Restliches Bier (1 ½ Liter) erhitzen. Nach und nach gehackten Rosenkohl, Kartoffeln, Karotten und Sauerampfer hinzufügen. Reis unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Suppe auf kleiner Flamme erhitzen.

  6. Butter und Milch zugeben Vor dem Servieren restliche Butter einrühren. Milch erst kurz vor dem Servieren hinzufügen und kurz aufkochen lassen.


Tipp: Dazu passt frisches Bauernbrot oder ein Klecks Sauerrahm.


Anekdote & Hintergrund

Die Brabanter Suppe ist ein klassisches niederländisches Gericht aus der Region Nordbrabant. Ursprünglich war sie ein Arme-Leute-Essen, das aus einfachen, regionalen Zutaten zubereitet wurde. Das Bier diente nicht nur als Geschmacksträger, sondern auch als Konservierungsmittel und Nährstofflieferant.

Besonders im Winter war die Suppe ein sättigendes Hauptgericht für Bauern und Arbeiter. Heute gilt sie als kulinarisches Erbe und wird gerne bei Familienfeiern oder auf traditionellen Märkten serviert. Die Kombination aus Rosenkohl, Sauerampfer und Bier verleiht der Suppe ihren typisch herzhaft-säuerlichen Geschmack.


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