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Sep. 142026
 

Barszczyk aus jungen Rote-Bete-Blättern 🇵🇱

Der polnische Barszczyk z botwinki ist eine leichte, frische Suppe aus jungen Rote-Bete-Blättern und -stielen. Zusammen mit Wurzelgemüse, Brühe und dem Saft milchsauer eingelegter Rote Bete entsteht eine angenehm säuerliche und aromatische Suppe. Serviert wird sie traditionell mit jungen Kartoffeln und gebräunter Butter.

Zutaten

  • 2 Möhren
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 Stück Knollensellerie
  • 1 großer Bund frische Botwinka, also junge Rote Bete mit Blättern und Stielen
  • 4 Gläser leichte Fleischbrühe, alternativ Brühe aus Konzentrat
  • ½ Glas Saft von milchsauer eingelegten Rote Bete
  • ½ Glas saure Sahne
  • 1 Esslöffel Butter
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer
  • etwas Zucker
  • sehr fein geschnittene Schale einer Zitrone
  • frischer Dill

Zum Servieren

  • junge Kartoffeln
  • Butter zum Bräunen

Alternativ:

  • gebratene Kartoffeln mit jungen Zwiebeln

Zubereitung

  1. Möhren, Petersilienwurzel und Sellerie putzen und klein schneiden.
  2. Die Butter in einem Topf erhitzen und das vorbereitete Gemüse darin unter gelegentlichem Rühren anbraten, bis es leicht glasig wird.
  3. Die Gemüsebrühe angießen.
  4. Die Zitrone gründlich unter fließendem heißem Wasser waschen und die Schale sehr dünn abschneiden beziehungsweise fein schneiden. Die Zitronenschale zur Suppe geben.
  5. Alles bei geringer Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen.
  6. Währenddessen die frische Botwinka gründlich waschen und die Blätter und Stiele in mundgerechte Stücke schneiden.
  7. Die Botwinka zur Suppe geben und weitere höchstens 5 Minuten kochen. Gemüse und Botwinka sollen weich sein, aber ihre frische Farbe und ihr Aroma möglichst behalten.
  8. Die Zitronenschale wieder aus der Suppe entfernen.
  9. Die Suppe mit einem Mixer fein pürieren oder durch ein feines Kunststoffsieb streichen.
  10. Den Saft der milchsauer eingelegten Rote Bete hinzufügen.
  11. Die saure Sahne verquirlen und unter die Suppe rühren.
  12. Den fein gehackten Dill hinzufügen.
  13. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Die Suppe sollte eine ausgewogene Mischung aus erdiger Süße und angenehmer Säure besitzen.
  14. Die Suppe nochmals vorsichtig erwärmen, aber nicht unnötig stark kochen lassen.

Servieren

Barszczyk z botwinki wird am besten heiß mit jungen Kartoffeln serviert. Besonders charakteristisch ist die Kombination mit Kartoffeln, die mit gebräunter Butter übergossen werden.

Eine weitere Möglichkeit sind gebratene Kartoffeln mit jungen Zwiebeln. Die kräftig gerösteten Kartoffeln bilden einen schönen Kontrast zur leichten, säuerlichen Suppe.

Hintergrundwissen

Botwinka bezeichnet in der polnischen Küche die jungen Blätter und Stiele der Roten Bete. Anders als bei einer Suppe, die ausschließlich aus den roten Knollen hergestellt wird, wird hier die gesamte junge Pflanze verwendet. Dadurch erhält die Suppe ihren charakteristischen frischen Geschmack und ihre besondere grün-rote Färbung.

Die Säure kommt in diesem Rezept nicht ausschließlich von Zitrone. Eine wichtige Rolle spielt der Saft von milchsauer eingelegten Rote Bete. Er bringt eine ausgeprägte, aber zugleich komplexe Säure in die Suppe und verstärkt gleichzeitig den typischen Rote-Bete-Charakter.

Die Zitronenschale wird nur während des Kochens mitgeführt und anschließend entfernt. Sie gibt ätherische Öle und ein feines Zitrusaroma an die Brühe ab, ohne dass die Suppe selbst stark nach Zitrone schmeckt.

Auch die saure Sahne erfüllt mehr als eine dekorative Funktion: Sie rundet die Säure ab und macht die Suppe geschmacklich weicher. Der Dill setzt dazu einen frischen Kräuterakzent.

Die kurze Garzeit der Botwinka ist ebenfalls wichtig. Die jungen Blätter und Stiele müssen nicht lange gekocht werden. Zu langes Garen würde ihre frische Note vermindern und die empfindlichen Blätter unnötig weich machen.

Geschichte und Herkunft

Barszcz gehört zu den bekanntesten Suppengerichten der polnischen Küche. Der Name bezeichnet traditionell Suppen auf der Grundlage von Rote Bete beziehungsweise anderen säuerlichen Zutaten. Die genaue Ausgestaltung unterscheidet sich je nach Region, Jahreszeit und Familientradition.

Der Barszczyk z botwinki ist eine ausgesprochen saisonale Variante. Er wird aus jungen Rote-Bete-Pflanzen zubereitet und gehört damit vor allem in die Zeit, in der die ersten jungen Rüben mit ihren zarten Blättern auf den Märkten und in den Gärten verfügbar sind.

Die Verwendung junger Pflanzen passt zu einer traditionellen bäuerlichen Küchenweise, bei der möglichst viele Teile eines Lebensmittels genutzt wurden. Aus den jungen Rote-Bete-Blättern entsteht eine eigenständige Suppe, während die später ausgewachsenen Rote-Bete-Knollen für andere Gerichte verwendet werden können.

Die Kombination mit jungen Kartoffeln unterstreicht diesen saisonalen Charakter. Beide Zutaten gehören zum typischen Angebot des späten Frühjahrs und frühen Sommers. Die gebräunte Butter beziehungsweise die gebratenen Kartoffeln mit jungen Zwiebeln machen aus der leichten Suppe eine sättigende Mahlzeit.

Das vorliegende Rezept verbindet damit mehrere typische Elemente der polnischen Küche: junge Gemüse, eine säuerliche Geschmacksnote, Milchprodukte, frische Kräuter und Kartoffeln als sättigende Beilage.


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Okt. 182025
 

Borschtsch (Ukrainische Rote-Bete-Suppe)

Borschtsch ist eine herzhafte, leicht säuerliche Suppe, die in vielen osteuropäischen und russischen Küchen eine zentrale Rolle spielt. Das charakteristische Merkmal ist die leuchtend rote Farbe, die von der Roten Bete stammt.


Zutatenliste

  • 500 g Fleisch (traditionell Rind oder Schwein)
  • 2 Rote Bete (frisch)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 2 Kartoffeln
  • 1/2 Paprika (vorzugsweise rot)
  • Etwas frischer Weißkohl
  • 2–3 EL Grüne Erbsen
  • 1 Tomate
  • Tomatenmark (nach Geschmack)
  • 1 Petersilienwurzel
  • Optional: Ein Spritzer Essig, schwarzer Pfeffer (ganz), Lorbeerblatt
  • Zum Servieren: Sauerrahm (Smetana) und eine Knoblauchzehe

Zubereitung

  1. Brühe kochen: Zuerst wird eine Fleischbrühe (Bouillon) aus dem Fleisch gekocht.
  2. Vorbereitung: Das Fleisch aus dem Topf nehmen und in mundgerechte Stücke schneiden. Alle Gemüse (Rote Bete, Zwiebel, Karotte, Kartoffeln, Paprika, Kohl, Tomate, Petersilienwurzel) klein schneiden oder raspeln.
  3. Garen: Das geschnittene Gemüse (einschließlich der Roten Bete) in die Brühe geben.
  4. Würzen und Säuern: Gleichzeitig mit dem Gemüse die Tomatenmark hinzufügen. Für die traditionelle Säure kann man auch einen kleinen Schuss Essig hinzufügen (dies hilft auch, die rote Farbe zu intensivieren). Optional schwarzen Pfeffer und Lorbeerblatt hinzufügen.
  5. Kurz kochen: Die Suppe unter dem Deckel nur etwa zehn Minuten kochen lassen.
  6. “Durchziehen” lassen: Nach dieser kurzen Kochzeit den Herd ausschalten. Die Suppe unter geschlossenem Deckel auf der warmen Herdplatte stehen und durchziehen lassen, bis sie servierfertig ist. (Dieser Schritt ist entscheidend, um zu verhindern, dass das Gemüse verkocht und zerfällt).
  7. Servieren: Borschtsch schmeckt am besten, wenn er mit einem Klecks Sauerrahm (Smetana) und einer Knoblauchzehe (z. B. als Beilage oder gerieben über die Suppe) serviert wird.

Hintergrundwissen und Geschichte

Borschtsch ist weit mehr als nur eine Suppe; es ist ein kulinarisches Symbol und ein Grundnahrungsmittel, dessen Ursprünge in der Ukraine liegen, von wo aus es sich über ganz Osteuropa verbreitete.

  • Der Name: Der Name “Borschtsch” (ukrainisch: Борщ) leitet sich vom slawischen Namen für Bärenklau ab, dessen Blätter und Stängel historisch zur Säuerung der Brühe genutzt wurden, bevor später Rüben, Rote Bete und Sauerkraut diese Rolle übernahmen.
  • Die Rote Bete: Die leuchtend rote Farbe stammt von der Roten Bete (Beta vulgaris). Die traditionelle Küche legt Wert darauf, die Farbe durch kurzes Garen und die Zugabe von Säure (Essig, Zitronensaft oder Kwass) zu fixieren.
  • Wandlungsfähigkeit: Die Rezepte sind extrem variabel. Es können Mais, Blumenkohl oder Lauch verwendet werden. Die zwei Hauptformen sind der rote Borschtsch (mit Roter Bete und Kohl) und der grüne Borschtsch (mit Sauerampfer und keinem Rotkohl).
  • Immaterielles Kulturerbe: Die traditionelle ukrainische Borschtsch-Zubereitung wurde 2022 von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

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Juni 292014
 
  • 450 g Rote Bete
  • 150 g Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Öl
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 EL Roter Weinessig
  • 5 EL Schmand
  • 2 EL Meerrettich, gerieben
  • 1 EL Petersilie, fein gehackt

Die Kartoffeln und die Rote Beete
schälen und in kleine Würfel
schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel glasig andünsten.
Die Rote-Bete-Würfel und die Kartoffelwürfel
hinzufügen und weitere 2 Minuten anschwitzen.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen und bei
mittlerer Hitze zugedeckt ca. 25 Minuten
köcheln lassen. Anschließend die Suppe durch ein Sieb streichen
(oder pürieren)  und mit Salz, Pfeffer und
Essig abschmecken. Falls die die Suppe zu
dick geworden ist, kann sie mit  Wasser oder Brühe
etwas verdünnt werden.
Den Schmand mit dem geriebenen Meerrettich und der fein gehackten
Petersilie verrühren. Die Suppe mit Meerrettich und Schmand garniert servieren.


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