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Okt. 232026
 

Waterzooi (Flämische Frühlings-Fischsuppe aus Gent) 🇧🇪

Herkunft: Flandern / Belgien (Gent)

Zutaten

  • 1,5 kg verschiedene Seefische (Heilbutt-Schwanzstück, See-Aal, Rotbarschfilet, junger Schellfisch, Knurrhahn – je nach Angebot!)
  • 1 Petersilienwurzel
  • 2 Zwiebeln (für die Bouillon)
  • ½ Lorbeerblatt
  • 1 kg Muscheln
  • Salz
  • 250 g Sellerieknolle
  • 250 g Möhren
  • 1 Porreestange
  • 1 Bund Petersilie
  • 6 kleine Zwiebeln
  • ½ Tasse Dosen-Champignons
  • ⅛ Zitronenschale (Spirale)
  • 200 g Butter oder Margarine
  • 3 EL Mehl
  • 2 Eidotter
  • ½ Tasse Sahne
  • Pfeffer
  • Muskatnuss

Zubereitung

  1. Fisch fond kochen
    Die Fische kalt waschen, aber nicht längere Zeit im Wasser lassen. Gräten und Hautstücke mit Petersilienwurzel, Zwiebeln und Lorbeerblatt zu einer Bouillon kochen.
  2. Muscheln kochen
    Gleichzeitig die Muscheln in reichlich siedendem Salzwasser in einem fest verschlossenen Topf ca. 5 Minuten kochen, bis sie sich öffnen. Danach aus der Schale brechen.
  3. Gemüse glasig dünsten
    Das Gemüse putzen und in dünne Streifen schneiden (Sellerie, Möhren, Porree, Zwiebeln, Champignons – sie geben der Suppe das bunte Aussehen!).
    Gemüse und Butterflocken in eine geräumige, feuerfeste Form füllen. Den Inhalt mit gebuttertem Pergamentpapier und dem Deckel bedecken. Die Form in den heißen Ofen schieben und nach einigen Minuten die Wärmezufuhr verringern.
    Nach 15 Minuten ist das Gemüse glasig – es soll nicht verfärbt sein!
  4. Fisch und Muscheln schichten
    Das saubere Fischfleisch in mundgerechte Stücke schneiden und auf die Gemüseunterlage schichten, ebenso die abgekochten und ausgelösten Muscheln.
  5. Sauce binden
    Die Grätenbouillon durch ein Sieb schütten, die Flüssigkeit mit verrührtem Mehl und Eidottern binden, mit Sahne verfeinern, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und diese Sauce über das Gericht gießen.
  6. Fertiggaren
    Im Ofen das Gericht noch 15 Minuten garen lassen.

Hintergrundwissen und Geschichte

Waterzooi: Das Nationalgericht von Gent

  • Der Name Waterzooi (niederländisch wörtlich etwa “Wassersauerei”, von zooien = “sieden/kochen”) bezeichnet eines der berühmtesten Gerichte Belgiens:
    • Es stammt aus Gent, der historischen Hauptstadt Flanderns, wo es als “Gentse Waterzooi” die Spezialität der Stadt ist
    • Die klassische Form ist heute die Hühnerversion (Waterzooi van Kip) mit Gemüse und Sahnesauce – aber die ursprüngliche Fassung war die Fischversion (wie diese Vorlage!), denn Gent lag an der Leie mit Zugang zu Nordseefisch!
    • Der Name spielt auf die “wässrige” Ursprungsmethode an: Im Kern ist es ein Schmoren in Flüssigkeit – halb Suppe, halb Schmorgericht, eine Gattung für sich
  • Die Erklärung der Vorlage, ein “Fischgericht eines Seeküstenlandes” zu sein, ist treffend: Belgien mit seiner Nordseeküste und den Binnenwasserstraßen liefert die unterschiedlichsten Süß- und Seefische für die traditionelle Mischung!

Die Fischmischung: Alles, was der Markt hergibt

  • Die Anweisung der Vorlage, verschiedenes Fischfleisch von allen im Moment erhältlichen Arten zu verwenden, ist das Prinzip des Gerichts:
    • Waterzooi war ursprünglich Reste- und Marktessen: Die Fischer- und Marktküche Gents verwertete, was frisch war – die Stücke “brauchen nicht besonders ansehnlich zu sein, nur frisch” (wie die Vorlage betont!)
    • Die empfohlenen Sorten zeigen die klassische belgische Nordsee-Auswahl: Heilbutt (das feine weiße Schwanzstück!), See-Aal, Rotbarsch, junger Schellfisch und der würzige Knurrhahn
    • Die Mischung aus festen und zarten, milden und würzigen Sorten gibt dem Gericht die Geschmackstiefe – ein einzelner Fisch ergäbe ein monotones Resultat!
  • Der Profi-Trick der Vorlage: Ein kleines Schwanzstück Heilbutt zu kaufen (das günstigere Stück vom großen Fisch!) – die klassische Einkaufslogik der Waterzooi-Küche.

Grätenbouillon: Das Fundament aus dem “Abfall”

  • Die Bouillon aus Gräten und Hautstücken mit Petersilienwurzel, Zwiebeln und Lorbeer ist das Aroma-Fundament:
    • Die Gräten enthalten Gelatine und Geschmack: Sie machen die Sauce später sämig-gebunden ohne künstliche Bindung
    • Die klassische Fischfond-Methode: kalt ansetzen oder kurz ziehen lassen (nicht lange sprudelnd kochen, sonst wird der Fond trüb und bitter!)
    • Die Petersilienwurzel ist die belgisch-flämische Signatur: die Wurzel gibt eine erdig-süße Basis, die typisch für die flämische Fischküche ist (vgl. die相同… die verwandte Grundlage aller flämischen Suppen!)

Das gebutterte Pergamentpapier: Die klassische Dünst-Technik

  • Das Bedecken des Gemüses mit gebuttertem Pergamentpapier und Deckel ist eine alte Profitechnik:
    • Das gebutterte Papier liegt direkt auf dem Gemüse: Es hält den Dampf am Gemüse (die Butterflocken schmelzen und “schwitzen” das Gemüse in der eigenen Feuchte!)
    • So wird das Gemüse glasig, ohne zu verfärben (wie die Vorlage präzise beschreibt): Die Farbe der Möhren, des Sellerie und des Porrees bleibt frisch – die “bunten Streifen” der Waterzooi!
    • Diese Methode (französisch à l’étuvée) ist die Grundtechnik der feinen Gemüse-Küche: sanfte Hitze, Feuchthalten, Farbe bewahren!

Die Sauce: Binden mit Eidotter und Sahne

  • Die Sauce der Waterzooi ist eine leichte, sämige Verbindung aus Fond, Mehl, Eidotter und Sahne:
    • Der Trick der Vorlage: Mehl und Eidotter verrührt in die Flüssigkeit binden – eine “Liaison” (die Verbindungstechnik) ohne lange Kochzeit
    • Eidotter nicht kochen lassen! Die Sauce wird nur gebunden und erwärmt, dann verfeinert mit Sahne: Zu große Hitze gerinnt das Eidotter zu Flocken (derselbe Grund wie bei der Avgolemono!)
    • Muskatnuss als Abschluss ist die klassische flämische Würze der Sahnesaucen (die Signatur der belgischen Küche!)
  • Das Ergebnis ist eine leichte, aber samtige Sauce, die das Gericht zur “Suppe” macht, ohne dünn zu sein: Waterzooi ist damit zwischen Suppe und Ragout angesiedelt!

Gemüsestreifen: Die Frühlings-Signatur

  • Das Gemüse in feinen Streifen (Julienne) ist das optische und geschmackliche Kennzeichen der Frühlingsversion:
    • Sellerie, Möhren, Porree, junge Zwiebeln und Champignons in Streifen garen schnell und bleiben farbfrisch
    • Die Zitronenschale (nur eine Spirale!) gibt den feinen Zitrus-Ton, der die Fischsauce parfümiert (nicht der Saft – die Schale ist dezenter!)
    • Die Vorlage nennt es “Frühlings-Fischsuppe”: Die junge Gemüseauswahl (frische Möhren, junger Porree!) war die Saison-Signatur des Frühlingsmarktes!

Tipps für die perfekte Waterzooi

  1. Fisch wirklich frisch prüfen:
    Wie die Vorlage betont: Frische ist wichtiger als Schönheit! Der Fisch soll nach Meer riechen, die Augen klar und das Fleisch fest sein. Die Mischung aus 3–4 Sorten ergibt die klassische Tiefe!
  2. Fond sanft ziehen lassen:
    Gräten und Karkassen 30–45 Minuten sanft ziehen (kaum perlend!): Sprudelndes Kochen macht den Fond trüb-bitter und emulgiert Fett!
  3. Muscheln sortieren: Geschlossene Muscheln vor dem Kochen prüfen: Kaputte oder offen stehende, die sich beim Antipfen nicht schließen, wegwerfen. Nach dem Kochen: nur geöffnete Muscheln verwenden, ungeöffnete wegwerfen (Sicherheitsregel!)!
  4. Gemüse wirklich nicht bräunen:
    Die Ofen-Hitze nach dem Einschieben sofort reduzieren: Das Gemüse soll schwitzen, nicht braten (diese Farbe-Variante gibt den feinen Geschmack – geröstetes Gemüse wäre ein anderes Gericht!)
  5. Fisch in mundgerechte, gleich große Stücke:
    Die Stücke ca. 3–4 cm schneiden: Sie garen in den 15 Minuten gleichmäßig durch, ohne zu zerfallen (festes Fleisch wie Heilbutt darf größer sein, zartes wie Rotbarsch gröber… kleiner!)
  6. Sauce temperieren und nicht kochen:
    Das Mehl-Eidotter-Gemisch mit etwas heißem Fond glatt rühren, dann in die restliche Flüssigkeit geben und nur knapp unter den Siedepunkt bringen: So bindet die Sauce seidig!
  7. Muscheln und zarte Fische zuletzt:
    Festen Fisch und Gemüse zuerst, Muscheln und zarte Filets oben aufschichten: Sie garen schneller und bekommen die sanftere Hitze!
  8. Mit Pellkartoffeln oder Brot servieren:
    Die klassische Begleitung: Pellkartoffeln (die belgische Beilage!) oder frisch geröstetes Bauernbrot für die sämige Sauce!

Varianten

  • Gentse Waterzooi van Kip (die heutige Klassikversion):
    Statt Fisch: 1 Huhn in Stücken mit demselben Gemüse und derselben Sahnesauce: die berühmte Hühnerversion, die heute das Standard-Waterzooi ist!
  • Mit Flusskrebsen (die Festtags-Variante): Krebs-Schwänze unter die Fischmischung heben: die edle Küsten-Variante!
  • Nur mit Muscheln (diepure Meeres-Version):
    Statt Fischgemisch: nur Muscheln und Garnelen mit demselben Fond (dann Fischfond aus Gräten kaufen oder Muschelfond verwenden!): die schnellere Küstenvariante!
  • Mit Weissbier im Fond (die belgische Wendung):
    Ein Schuss belgisches Weizenbier (Witbier!) in den Fond: die typisch flämische Aromatisierung!
  • Mit Kerbel und Estragon: Frischer Kerbel und Estragon statt der Hälfte der Petersilie: die feine Kräuterversion!
  • Mit Mayonnaise-Final (die alte Version):
    Statt Eidotter-Sahne-Bindung: Die Sauce mit einer eingeschlagenen Mayonnaise montieren (die historische Methode der belgischen Küche): reicher, aber diffiziler!

Dazu passt:

  • Pellkartoffeln oder nouvelle… neue Kartoffeln (die klassische belgische Beilage!)
  • Geröstetes Bauernbrot für die sämige Sauce
  • Ein belgisches Weizenbier (Witbier, z. B. Hoegaarden): die thematisch perfekte Begleitung (die Zitrus-Koriander-Noten spiegeln das Gericht!)
  • Ein trockener Weißwein (Flandern empfiehlt einen Chardonnay oder einen Elbling): die klassische Alternative
  • Frisch gehackte Petersilie und Kerbel am Tisch obenauf: die vollendete Koloratur des “Seeküstenland”-Gerichts

 


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Sep. 272026
 

Ähzezupp met Flöns (Rheinische Erbsensuppe mit Blutwurst) 🇩🇪

Zutaten

  • 200 g getrocknete Schälerbsen
  • 1 Stange Porree
  • 1 Möhre
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stück Sellerie
  • 250 g durchwachsener Speck
  • 300 g Kartoffeln
  • 1,5 l Fleischbrühe
  • Salz und Pfeffer
  • 1 TL Majoran
  • 500 g Blutwurst (Flönz)

Zubereitung

  1. Vorbereitung
    Die Erbsen am Vorabend in viel kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgießen und abtropfen lassen.
    Das Gemüse putzen, waschen und klein schneiden. Den Speck klein würfeln. Die Kartoffeln schälen, waschen und klein würfeln.
  2. Erbsen kochen
    Die Brühe erhitzen und die abgetropften Erbsen darin ca. 45 Minuten kochen.
    Anschließend alle anderen Zutaten bis auf Speck und Zwiebeln hinzufügen und weitere 15 Minuten kochen.
  3. Speck anbraten und vollenden
    Inzwischen den Speck in einer Pfanne kross ausbraten, die fein gewürfelte Zwiebel zugeben und glasig dünsten. Alles zur Suppe geben.
    Die Suppe mit Salz, Pfeffer und Majoran abschmecken und mit gebratener Blutwurst (Flönz) servieren.

Hintergrundwissen und Geschichte

Was bedeutet “Ähzezupp met Flöns”?

  • Der Name ist Kölsch (die Kölner Mundart):
    • “Ähzezupp” = Erbsensuppe (“Ähze” = Erbsen, “Zupp” = Suppe)
    • “Flöns” = Blutwurst – das kölsche Wort für die rheinische Blutwurst
  • Das Gericht ist also eine rheinische Erbsensuppe mit gebratener Blutwurst – ein Klassiker der Kölner Küche und der kölschen “Brauhaus-Essen” (traditionell in den Kölner Brauhäusern serviert).

Flönz: Die Königin der kölschen Küche

  • Flönz (Blutwurst) ist eine der ältesten Wurstsorten der Welt – bereits Homer beschreibt in der Odyssee eine mit Blut und Fett gefüllte Wurst.
  • In Köln wurde die Blutwurst über Jahrhunderte zum Markenzeichen der einfachen Küche:
    • “Kölsche Kaviar”: Der Volksmund nennt den Flönz augenzwinkernd so – ein Augenblick der Selbstironie, der aus der Armut des einfachen Volkes eine Spezialität machte.
    • Weltberühmt: Die Kölner Blutwurst ist heute eine geschützte regionale Spezialität und wird in Köln noch von traditionellen Metzgereien hergestellt.
  • Der Flönz wird traditionell in Scheiben gebraten serviert – mit knuspriger Kruste und weichem, würzigem Kern – perfekt als Einlage oder Beilage zur deftigen Erbsensuppe.

Erbsensuppe: Das rheinische Arbeiteressen

  • Erbsensuppe war jahrhundertelang das klassische Winter- und Fastengericht der rheinischen Küche:
    • Getrocknete Schälerbsen waren billig, haltbar und nahrhaft – ideal für den Winter
    • In der katholischen Fastenzeit war Erbsensuppe (ohne Fleisch, mit Fisch oder ohne) ein zugelassenes Gericht
    • Brauhaus-Tradition: In den Kölner Brauhäusern war sie das einfache, sättigende Essen für Handwerker und Arbeiter, die nach Feierabend ein Kölsch tranken
  • “Ähzezupp” am Karneval:
    In Köln wird sie traditionell auch in der Karnevalszeit als “Mahlzeit zwischen den Zügen” geschätzt – deftig, heiß und wiederstandsfähig gegen kalte Temperaturen und lange Umzüge.

Der Grundsatz der rheinischen Küche

  • Die Ähzezupp met Flöns steht exemplarisch für das Prinzip der rheinischen Küche:
    • Wenige, billige Zutaten
    • Deftige Zubereitung (Speck, Schmalz, Wurst)
    • Rustikale Fülle – kein Schnickschnack
  • Vergleichbare rheinische Klassiker:
    • “Himmel un Ääd” (Himmel und Erde – Kartoffeln mit Apfelmus und Blutwurst)
    • “Kölsche Kaviar” (Flönz mit Zwiebeln und Bratkartoffeln)
    • “Pannas” (westfälische Blutwurst-Pfannkuchen)

Schälerbsen: Trockene Kost wird Suppe

  • Schälerbsen (gelbe getrocknete Erbsen ohne Schale) sind die klassischen Erbsensuppen-Erbsen:
    • Sie zerfallen beim Kochen und geben der Suppe ihre sämige, cremige Konsistenz
    • Sie müssen (anders als grüne Schalerbsen) eingeweicht werden
  • Die Mehlschwitze, der Speck und die Kartoffeln sorgen zusätzlich für Bindung und Sättigung – ein vollwertiges Gericht aus einem Topf.

Majoran und Majoran-Kultur

  • Majoran ist das klassische Suppengewürz der deutschen Küche – insbesondere für Erbsensuppe, Linsensuppe und Kohlgerichte.
  • Majoran ist ein typisches “Arme-Leute-Gewürz”: Regional verfügbar, kräftig im Aroma und gut kombinierbar mit Hülsenfrüchten und Fleisch.

Tipps für die perfekte Ähzezupp

  1. Einweichen nicht abkürzen:
    Die Erbsen müssen mindestens 8–12 Stunden (am besten über Nacht) einweichen – sonst werden sie nicht weich und die Suppe wird nicht sämig.
  2. Speck separat anbraten:
    Der separat kross gebratene Speck mit Zwiebeln gibt der Suppe Röstaromen und Knusprigkeit – wer ihn direkt mitkocht, verliert diese Komponente.
  3. Flönz erst am Ende braten:
    Die Blutwurst wird erst kurz vor dem Servieren in Scheiben gebraten – so bleibt sie saftig mit knuspriger Kruste. Zu langes Erhitzen lässt sie zerfallen.
  4. Suppe nach Bedarf pürieren:
    Wer eine glatte Suppe möchte, kann sie teilweise pürieren – die klassische kölsche Variante ist aber stückig mit ganzen Erbsen und Gemüse.
  5. Majoran frisch verreiben:
    Getrockneten Majoran zwischen den Fingern verreiben, bevor er in die Suppe kommt – das entfaltet die ätherischen Öle.

Moderne Varianten

  • Vegetarische Variante:
    Speck und Blutwurst weglassen, die Suppe mit geräuchertem Paprikapulver und räuchertofu würzen – für den “Rauch” ohne Fleisch.
  • Mit Crème fraîche:
    Zum Schluss einen Klecks Crème fraîche einrühren – für die mildere, moderne Note.
  • Mit Kümmel-Knödeln:
    Statt Blutwurst: kleine Semmelknödel mit Majoran in der Suppe garen.
  • Ähzezupp met Wien (Wiener):
    Die Blutwurst durch Wiener Würstchen ersetzen – die Kinder- und Light-Version.
  • Mit Brotcroutons:
    Statt Flönz: geröstete Schwarzbrotwürfel als Einlage – die Kombination mit dem Rheingebäck “Pumpernickel” (siehe auch Schwarzbrotsuppe).

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Okt. 092025
 

Labskaus nach alter Art

Ein herzhaftes Seemannsgericht mit Tradition – perfekt für Liebhaber deftiger, norddeutscher Küche


Zutaten

  • 750 g gepökeltes Rindfleisch (z. B. Keule oder Brust)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL weiße Pfefferkörner
  • 1 Nelke
  • 1 Stange Porree (Lauch)
  • 1 kleine Sellerieknolle
  • 1 Möhre (Karotte)
  • 1 kleine Petersilienwurzel
  • 1 kg Kartoffeln
  • 2 mittlere Zwiebeln
  • 40–50 g Butter
  • 4 Matjesfilets
  • 400 g vorgekochte rote Rüben (Rote Beete)
  • 2 Gewürzgurken
  • 4 Spiegeleier

Zubereitung

  1. Fleisch und Gemüse garen Das gepökelte Rindfleisch mit Wasser in einem großen Topf aufkochen, Gewürze hinzufügen und bei mittlerer Hitze ca. 1 ½ Stunden garziehen lassen. Den Schaum gelegentlich abschöpfen. Nach ca. 1 Stunde das geputzte, gewaschene und kleingeschnittene Gemüse dazugeben.

  2. Kartoffeln kochen Kartoffeln schälen, waschen und ohne Salzzugabe sehr weich kochen, dann abgießen.

  3. Zwiebeln anbraten Zwiebeln schälen, würfeln und in 1 EL Butter glasig dünsten.

  4. Labskaus zubereiten Fleisch und Gemüse aus der Brühe nehmen, das Fleisch kleinschneiden. Alles zusammen mit den Kartoffeln, Matjesfilets, Zwiebeln, Gewürzgurken und roten Rüben durch die mittlere Scheibe des Fleischwolfs drehen. So viel Fleischbrühe hinzufügen, dass ein weicher Brei entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und kurz erwärmen.

  5. Spiegeleier braten Die Spiegeleier in der restlichen Butter braten.

  6. Servieren Den Labskaus auf Teller verteilen, je ein Spiegelei daraufgeben und mit Gurkenfächern garnieren. Dazu passt Bauernbrot.


Anekdote & Hintergrund

Labskaus ist ein echtes Seemannsgericht und hat eine bewegte Geschichte: Auf langen Schiffsreisen, wenn der Proviant knapp wurde, mischte der Schiffskoch oft alle verfügbaren Reste – gepökeltes Fleisch, Salzheringe, Kartoffeln und was sonst noch übrig war. So entstand ein nährstoffreiches, haltbares Gericht, das sich monatelang zubereiten ließ.

Besonders an der Ostseeküste und in Mecklenburg-Vorpommern ist Labskaus bis heute sehr beliebt. Hier verleiht ihm die besondere Qualität der regionalen Kartoffeln ein intensives Aroma. Traditionell wird Labskaus mit einem kühlen Bier und einem „Korn“ (Kornbranntwein) serviert – so, wie es die Seeleute einst taten.


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Feb. 222013
 

4-6 gelbe Rüben, 2 weiße Rüben, 1 Sellerie, 3 Porree, 2 Pastinaken, 1 kleiner Kopf Savoyer Kohl un 2 Häupte Kopfsalat werden gewaschen und geputzt und in halb fingerlange, nudelähnliche Stücke geschnitten,  und mit 125 g Butter in einer Casserole 30 Minuten gedämpft. Dann gießt man ca. 3 Liter  Wildbret-Jüs oder eine andere dünnflüssige Wildsuppe dazu und lässt es zusammen noch 1 Stunde köcheln. Beim Anrichten salzt man die Suppe, und richtet sie über fein geschnittene und geröstete Weißbrotschnittchen an.

8.) Düsseldorf, 1891


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Feb. 202013
 

Schneide die Ente in passende Stücke und ebenso Porree, Sellerie, Petersilienwurzeln, Schwarzwurzeln, Kohlrabi, Möhren, Blumenkohl und gebe alles zusammen, mit Salz, einigen weißen Pfefferkörnern und 3 l Wasser in eine Kasserole und lasse es, fest zugedeckt, langsam weich dämpfen. Gieße es dann durch ein Haarsieb, vermische es mit einer Flasche Weißwein, ziehe die Suppe mit etwas Kartoffelmehl und 3 Eigelb ab und richte sie über Entenstücken an.

8.) Düsseldorf, 1891


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Feb. 202013
 

Man kocht Zunge, Hirn, Herz, Nieren und die halbe Leber eines Rehes in gesalzenem Wasser, häutet Zunge und Hirn ab, hackt alles mit Zwiebel, Petersilie, Porree und Zitronenschale fein, dämpft es mit Salz und Pfeffer in etwas Butter, lasse es mit Bouillon und 1 Glas Rotwein 30 Minuten kochen und gieße es durch ein Sieb über geröstetes Weißbrot.

Oder:
Man stoße das Gerippe eines gebratenen Rehziemers im Mörser, dämpfe es in Butter und koche es in Bouillon auf: streiche es durch ein Haarsieb und richte es über geröstetem Weißbrot an oder reiche einen Reisring dazu.

8.) Düsseldorf, 1891


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Feb. 032013
 
  • 1 kg Rinderknochen bzw. Markknochen
  • 2 l Wasser
  • 250 g Möhren
  •  1/2 Stange Porree
  • 1 kleine Sellerieknolle
  • 2 Zwiebeln
  • 5 Lorbeerblätter
  • Salz
  • Muskat

Die Knochen mit kochend heißem Wasser gut abspülen, um das  Knochenmehl zu entfernen. Die Knochen in einen Topf geben, mit kaltem Wasser auffüllen und zum Kochen bringen.

Suppe-Gemuese-0034

Nach Aufkochen 2 bis 3 Stunden bei
schwacher Hitze langsam köcheln lassen. Immer wieder mit einer Schaumkelle die
Brühe abschöpfen. 40 Minuten vor Ende der Garzeit das Gemüse und die Zwiebel in
die Brühe geben, mit Salz und Muskat nach Geschmack würzen.

Schwaben


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Jan. 262013
 
  • 375 g Linsen
  • 750 ml Brühe
  • 2 Stangen Porree
  • 1 kleiner Sellerie
  • 50 g Butter
  • 30 g Mehl
  • Salz
  • gehackte Petersilie.

Die gar gekochten Linsen abtropfen lassen. Das zerkleinerte, in der Brühe gedünstete Gemüse zu den Linsen geben. In der heißen Butter das
Mehl schwitzen, mit Brühe auffüllen, Linsen und Gemüse damit binden, würzen und mit Petersilie bestreuen. 

Anstelle von Butter läßt sich auch kleingeschnittener Speck verwenden.

 


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Sep. 092011
 

2 Sellerieknollen
1 Porreestange
1 Petersilienwurzel
Wasser, Mehl, Butter, Eigelb
sellerie-2013-12-22-01

 

Den Sellerie, den Porree, die Petersilienwurzel reinigen und mit 2 Liter Wasser und Salz weich kochen. 2 EL Mehl und 1 EL Butter bräunlich anrösten, die Gemüsebrühe dazugeben, das Gemüse durch ein Sieb reiben und mit 2 Eigelb abziehen.

Man kann die Sellerieknollen auch heraus nehmen zu geschnitten und gewürzt als Salat anrichten.


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Mai 152009
 
  • 1 Weisse Rübe
  • 1 Dunkle Rübe
  • 1 Gelbe Rübe
  • 1 Stück Kohlrübe
  • Kohl
  • 2 Porre
  • 1 kleine Knolle Sellerie
  • 1 Gemüsezwiebel (Spanische Zwiebel)
  • 100 g Champignon
  • 2,5 l Rinderbrühe

Alles putzen und waschen, dann nudelig streifig schneiden. In 2,5 l Rinderbrühe weich kochen. Dann mit Salz und Gewürzen abschmecken.  Mit gerösteten Semmelwürfeln, gedünstetem Reis oder Gehacktesbällchen servieren.


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Mai 052009
 
  • Sellerie
  • Porree
  • Petersilienwurzel
  • Kolrabi
  • Grünkernschrot
  • Butter
  • Salz

Sellerie, Porree, Petersilienwurzel und Kolrabi wird mit etwas Salz so lange gekocht, bis es weich ist. Dann durch ein Sieb giessen. Nun nimmt man das grob gemahlene Grünkernschrot mit etwas Wasser, rührt es an und schüttet die obige Gemüsebrühe hinzu. Es wird bei öfterem Umrühren langsam gekocht und anschliessend durch ein feines Sieb gestrichen.

Nun gibt man ein Stück Butter hinzu und serviert es.


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Mai 042009
 

Zutaten:

  • 3-4 Stangen Porree kleingeschnitten
  • 500 g Kartoffelnwürfel
  • 30 g Butter
  • 1,5 l Wasser
  • 100 ml Sahne

porree-kartoffel-suppe-2014-01-25-01

porree-kartoffel-suppe-2014-01-25-02

 

Alles  zusammen in einen Topf geben und 15 min mit auf höchster Stufe kochen. Mit Salz und Kerbel würzen


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