Ein leckeres Gemüse lässt sich aus den noch nicht aufgeblühten Knospen des Löwenzahns bereiten. Das Aroma erinnert etwas an Rosenkohl.
Man erntet dazu die angesetzten Knospen des Löwenzahns, die sich in der Mitte der Blattrosette gebildet haben. Am Einfachsten werden die Knospen ca. 3 Minuten in Salzwasser gekocht und mit Butter und Salz abgeschmeckt. Man kann sie aber auch nach bekanntem Vorgehen mit einer Mehlschwitze anrichten.
Die Rote Rüben waschen, in eine hitzebeständige Form legen und mit Olivenöl beträufeln und mit einer Prise Zucker überstreuen. Die Schalotten schälen und nur in grobe Stücke zerschneiden und zusammen mit den Lorbeerblättern zu den Roten Rüben geben. Den Backofen auf 180 Grad heizen und die Form mit den Roten Rüben auf den Boden der Backröhre stellen. Sobald Saft austritt, mit wenig Wasser ablöschen. Das restliche Wasser während der Zeit im Backofen nach und nach aufgießen. Der Boden der Form soll ständig mit Flüssigkeit bedeckt sein, damit es nicht anbrennt. Die Roten Rüben regelmäßig mit dem Bratsaft übergießen, bis sie nach ca. 80 Minuten weich geschmort sind.
Nun die Roten Rüben herausnehmen, aufschneiden und mit dem Saft übergießen. Mit Meersalz leicht bestreuen, mit Joghurt und Weißbrot servieren.
Die Pilze putzen, in Stücke schneiden, waschen und in 1 Liter Wasser ca. 15 Minuten köcheln lassen. Das Kochwasser abgießen, auffangen und in einen Topf geben. Die Pilze in ein großes Glas oder eine Schüssel geben. Im Wasser alle Gewürze außer dem Essig zu deinem Sud aufkochen. Den Essig nach dem Kochen dazugeben und den Sud nun heiß über die Pilze geben, das Glas bzw. die Schüssel abdecken und mindestens 2 Tage ziehen lassen, dabei hin und wieder umrühren.
Man kann alle Arten Salate auch gekocht zubereiten. Dazu wird der Salat 15 Minuten in Wasser gekocht, fein geschnitten, dann in einer Kasserolle in Butter und Wasser gedünstet, gut legiert, noch mit Butter, Salz und Muskat gewürzt und so angerichtet.
Man kann auch die ganze Staude abkochen, in Butter und Brühe weich dünsten und so als Garnitur zu gekochtem Fleisch anrichten.
Grünkraut besteht aus Spinat, Brennnesseln, Melde, Schafgarbe, Sauerampfer, jungen Kohlblättern und Rübsen, jedes allein weich gekocht, dann zusammen klein geschnitten, wie Spinat mit Brühe zurecht gemacht. Dazu etwas rohen, klein gewiegten Kerbel, und Schnittlauch, in Butter weich gedünstet und zu Rindfleisch oder Kotelett angerichtet. Man pflegt es gewöhnlich am Gründonnerstag zu essen.
Melde wird wie Spinat zubereitet. Die Blätter sind dicker, ergiebiger und schmecken sehr gut.
Es wird mit leicht gesalzenem Wasser ca. 5 Minuten gekocht und anschließend in ein Sieb gegeben. Nun mit den Händen ausdrücken und schneiden oder durch ein Sieb streichen.
Melde á la Creme
Die gekochte Melde mit Butter, Semmelmehl, etwas Mehl, etwas Zucker, Zimt und Rahm aufkochen lassen. Man kann auch kleine Rosinen dazu geben. Dann mit Croutons, Plinzen oder Eiern belegen und servieren.
Die Wurzeln kräftig waschen und mit einer harten Bürste säubern, mit dem Fleischwolf zerkleinern und 40 bis 50 Minuten in 2 Liter Wasser kochen. Das Kochwasser in ein anderes Gefäß abgießen, die Wurzeln mit Liter Wasser übergießen und nochmals 20 Minuten kochen. Dieses Kochwasser zu dem ersteren gießen und bis auf 1 Liter einkochen. So ergibt sich ein süßer Sirup. Er kann für Tee, Breie und Aufläufe verwendet werden.
Mehl aus Teichbinsenwurzeln
Die Teichbinsenwurzeln mit einer harten Bürste gut säubern und mit dem Messer in Stücke schneiden. Die Stücke dann trocknen und mit der Kaffeemühle mahlen und sieben. Das Mehl kann zum Andicken von Suppen und zur Herstellung von Backwaren verwendet werden.
Gebackene Teichbinsenwurzeln
Junge Teichbinsenwurzeln in der Asche eines offenen Feuers oder in der Backröhre backen. Anschließend die Wurzeln Abschälen und wie Kartoffeln mit Salz essen.
Püree aus Teichbinsenwurzeln
Junge Teichbinsenwurzeln in Salzwasser kochen, mit dem Fleischwolf zerkleinern, salzen und mit Öl anrichten.
Die Wurzeln des Schilfrohres sind aromatisch und lassen sich wie Gemüse zubereiten.
Schilfrohrwurzeln, gekocht
300 g Schilfrohrwurzeln
40 g Sauerampfer
Öl
Salz
Gewürze nach Geschmack
Die Wurzeln waschen und in 2 bis 3 cm lange Stücke schneiden. In Salzwasser weich kochen, anschließend mit dem klein geschnittenen Sauerampfer bestreuen und mit Öl begießen.
Schilfrohrwurzeln in Saurer Sahne
300 g Schilfrohrwurzeln
40 g Saure Sahne
Salz
Die Wurzeln waschen und in Salzwasser kochen. Anschließend zerkleinern und mit Saurer Sahne anrichten.
Kaffee aus Schilfrohrwurzeln
Die Wurzeln waschen und an der Luft trocknen lassen. Dann braun rösten und in der Kaffeemühle mahlen. Sie lassen sich dann wie Kaffee aufbrühen.
Salat aus Schilfrohrwurzeln
300 g Schilfrohrwurzeln
40 g Meerrettich, gerieben
40 g Saure Sahne
60 g Sauerampfer
Die Wurzeln waschen und in Salzwasser kochen. In 2 cm lange Stücke schneiden, Meerrettich und den fein gehackten Sauerampfer hinzufügen und vermengen, salzen und mit Saurer Sahne anrichten.
100 g junge Stengelspitzen und Blätter des Knopfkrautes
Speck
Zwiebel
Muskat
Liebstöckel
Bärlauch
Majoran
Die Knopfkrautblätter in kochendem Salzwasser garziehen. Dann herausnehmen, ausdrücken und kleinhacken. Speck und Zwiebel in Würfel schneiden und andünsten. Das Gemüse dazugeben, würzen, gut durchkochen und mit den gehackten Kräutern verfeinern.
Den Weißkohl putzen, abspülen und in feine Streifen schneiden. Das Schmalz in einem Bräter erhitzen und den Speck darin kross anbraten. Den Weißkohl, Pfeffer, eine Prise Zucker und etwas Salz hinzugeben und den Kohl ca. 30 Minuten schmoren lassen. Immer wieder kleine Mengen Wasser auffüllen, damit der Kohl nicht anbrennt.
Der Kohl ist eine Beilage zu Fleisch und Kartoffeln.
400 g gelbe und weiße Taubnesselblätter ohne Stiele
200 ml Brühe
10 g Mehl
Salz
Muskat
2 Zwiebeln
Liebstöckel
20 g Öl
Die Blätter mit dem Liebstöckel im kochenden Wasser garziehen, herausnehmen, ausdrücken und fein hacken. Die gewürfelte Zwiebel in Öl dünsten, das Mehl darin anschwitzen, mit Brühe auffüllen, glattrühren und die Soße gut durchkochen lassen. Soviel Soße unter das Blattgemüse ziehen, bis es sämig ist. Das Gemüse aufkochen und würzen.
Die Bärenklaustengel schälen, in 3 cm lange Stücke schneiden, in Salzwasser kochen, auf einen Durchschlag legen, mit Semmelmehl bestreuen und in der Pfanne braten.
250 g noch nicht geöffnete Wald-Engelwurzblütenknospen
Semmelmehl
Butter
Salz
Die noch nicht geöffneten Wald-Engelwurzblütenknospen in Salzwasser kochen, mit Semmelmehl bestreuen und in der Butter braten. Als selbständige Speise oder als Beilage zu Fleisch reichen.
Den junge Ackerschtelhalm wird verlesen und gewaschen. Die Hüllblätter an den Stielen werden, genau wie evtl. harte Stellen, herausgeschnitten. Anschließend in einer Pfanne Butter schmelzen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln, Anschließend anschwitzen und den Ackerschachtelhalm hinzu geben. Ordentlich dünsten lassen. Mit Pfeffer und Salz würzen, mit Mehl bestäuben und mit etwas Weißwein oder Wasser ablöschen.
Den Giersch waschen, verlesen und die harten Stängel abschneiden. Butter in der Pfanne zerlassen, die Zwiebel schälen und fein würfeln, den Knoblauch zerdrücken und Knoblauch und Zwiebel in der Pfanne anschwitzen. Den Giersch hinzu geben und mit etwas Weißwein oder Wasser angießen. Ordentlich schmoren lassen. Den Speck fein würfeln und mit dem Giersch zusammen schmoren lassen. Mehl überstäuben und mit Weißwein und Wasser ablöschen. Nochmal gut köcheln lassen.
Die Nachtkerzen wurden auch Rapontika genannt. Sie waren früher ein gesuchtes Gemüse und werden hauch heute noch in manchen Gegenden als Speise angebaut.
Aus Milch, etwas Bier, Ei, Mehl, Salz, wenig Pfeffer und Öl einen Bierteig bereiten. Die Rapontikawurzeln waschen, säubern, schälen und abspülen. In große Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser garkochen. Die Wurzelstücke in den Bierbackteig tauchen und in Öl backen. Aus Mayonnaise, Frischkäse, Milch und Kräutern eine helle Sauce kalt rühren und mit der Sauce zusammen servieren.
Die Nachtkerzen wurden auch Rapontika genannt. Sie waren früher ein gesuchtes Gemüse und werden hauch heute noch in manchen Gegenden als Speise angebaut.
Die Rapontikawurzeln gut waschen, säubern, schälen und abspülen. Anschließend in größere Stücke schneiden und in kochendem Wasser mit etwas Salz und Muskat weich kochen. Aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze bereiten und diese mit abgeschmeckter Brühe und Milch auffüllen. Gut durchkochen lassen und mit Milch und Ei legieren. Diese Soße wird zur Bindung des Rapontikawurzelgemüses untergezogen.
Das Grün mit kochendem Wasser übergießen und 2 bis 3 Minuten ziehen lassen. Dann herausnehmen und klein schneiden. In eine Pfanne geben und mit der Butter 10 Minuten dünsten. Die Kartoffeln schälen, schneiden und halbgar kochen. Die Zwiebeln schälen, schneiden und anschwitzen. Nun zu den Kartoffeln das Grün und die angeschwitzte Zwiebeln hinzugeben. Vor dem Servieren mit saurer Sahne anrichten und mit Eischeiben garnieren.
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