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Okt. 012026
 

Fava Santorinis (Gelbes Erbsenpüree aus Santorini)  🇬🇷

Zutaten

  • 250 g gelbe Spalterbsen
  • 1 mittelgroße weiße Zwiebel (ca. 100 g), grob gehackt
  • 3 EL Olivenöl (plus mehr zum Beträufeln)
  • 2 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 1 TL feines Salz (plus mehr zum Abschmecken)
  • 600 ml Wasser

Zubereitung

  1. Spalterbsen kochen
    Die Spalterbsen in einem Sieb kalt abspülen. Mit der gehackten Zwiebel und 600 ml Wasser in einen Topf geben.
    Ohne Salz zum Kochen bringen – dabei den aufsteigenden Schaum regelmäßig abschöpfen.
  2. Weich kochen
    Die Hitze reduzieren und die Spalterbsen bei kleiner Hitze 30–35 Minuten offen kochen, bis sie vollständig weich sind und die meiste Flüssigkeit aufgesogen haben. Regelmäßig umrühren.
    Erst jetzt das Salz zugeben.
  3. Pürieren und verfeinern
    Alles mit dem Stabmixer oder Standmixer glatt pürieren.
    Olivenöl und Zitronensaft einrühren, abschmecken und bei Bedarf nachsalzen.
  4. Anrichten
    Das Püree in eine flache Schüssel füllen, mit einem Löffel eine Mulde in die Mitte drücken und großzügig mit Olivenöl beträufeln.

Tipp:
Klassisch wird Fava mit fein gewürfelter roter Zwiebel und Kalamata-Oliven serviert.


Hintergrundwissen und Geschichte


Fava: Das goldgelbe Aushängeschild Santorinis

  • Fava Santorinis ist das goldgelbe Erbsenpüree der Kykladeninsel Santorini – ein Gericht, das trotz seiner Schlichtheit außerordentliche Tiefe besitzt.
  • Wichtig – ein häufiges Missverständnis:
    Griechische “Fava” hat nichts mit der Fava-Bohne (Saubohne) zu tun! Sie wird aus gelben Spalterbsen (Lathyrus clymenum) hergestellt – einer alten, kleinen Erbsensorte, die fast ausschließlich auf Santorini angebaut wird.
  • Die “Santorini-Fava” trägt seit 2009 sogar die EU-Siegel “geschützte Ursprungsbezeichnung” (g.U.) – wie Champagner oder Parmesan. Die Böden der Vulkaninsel und das extreme Klima machen die Erbsen besonders aromatisch und süß.

Ein Gericht der Fischer und Bauern

  • Fava war über Jahrhunderte das Alltagsessen der armen Bevölkerung Santorinis:
    • Die kleinen Erbsen wachsen auch auf kargem Vulkanboden und sind extrem ertragreich
    • Getrocknet sind sie jahrhundertelang haltbar – eine sichere Nahrungsquelle auf der abgelegenen Insel
    • Die Fischer aßen Fava mit Brot, Zwiebeln und Olivenöl als einfache, sättigende Mahlzeit
  • Heute ist die einfache Bauernspeise zum Gourmet-Dip der Tavernen geworden – der Inbegriff der Cucina povera, die durch Einfachheit glänzt.

Die Technik: Warum ohne Salz kochen?

  • Die Regel, die Spalterbsen ohne Salz zu kochen, ist ein alter Profi-Trick:
    • Salz verhärtet die Außenhaut der Hülsenfrüchte – sie weichen nicht richtig auf und bleiben im Kern griffig
    • Erst wenn die Erbsen vollständig zerfallen sind, wird gesalzen
  • Das Abschöpfen des Schaums ist ebenfalls traditionell: Der Schaum enthält Bitter- und Gerbstoffe, die das Püree sonst trüben würden.

Die Mulde in der Mitte

  • Die Mulde mit dem Olivenöl-See ist mehr als Deko – sie ist ein mediterranes Servier-Ritual:
    • Das Öl in der Mulde bleibt unberührt von der warmen Masse und behält sein volles Aroma
    • Beim Dippen mit Brot nimmt man Öl und Püree gleichzeitig auf
    • Dasselbe Prinzip kennt man vom Hummus (mit Öl-See und Paprika) und dem Taramosalata

Verwandte Gerichte im Mittelmeerraum

LandGerichtBasis
GriechenlandFava SantorinisGelbe Spalterbsen (Lathyrus)
ÄgyptenFul MedamesBraune Bohnen
ItalienPuré di ceciKichererbsen
LevanteHummusKichererbsen + Tahini
IndienDalLinsen/Erbsen mit Gewürzen
  • Die griechische Fava ist dabei die puristischste Variante: kein Tahini, keine Gewürze – nur Erbsen, Zwiebel, Öl und Zitrone.

Nistisima: Das Fastengericht

  • Wie Skordalia, Melitzanosalata und Taramosalata ist auch Fava ein klassisches Fastengericht (Nistisima) der orthodoxen Küche:
    • Rein pflanzlich, eiweißreich und nahrhaft
    • Auf der Kathara Deftera (Clean Monday) – dem Beginn der Fastenzeit – steht sie auf fast jedem griechischen Tisch
    • Hülsenfrüchte sind die Hauptproteinquelle der langen orthodoxen Fastenzeit

Tipps für die perfekte Fava

  1. Schaum konsequent abschöpfen:
    Der Abschaum enthält Bitterstoffe – konsequentes Abschöpfen macht das Püree feiner und klarer im Geschmack.
  2. Salz wirklich erst am Ende:
    Das ist der wichtigste Schritt: Salz von Beginn an macht die Erbsen hart – sie garen nicht richtig aus.
  3. Regelmäßig rühren:
    Spalterbsen setzen am Topfboden leicht an – regelmäßiges Umrühren verhindert Anbrennen und sorgt für gleichmäßige Konsistenz.
  4. Konsistenz prüfen:
    Die Fava soll dickfließend wie Hummus sein. Zu dick? Etwas Wasser einrühren. Zu dünn? Noch etwas offen einkochen – sie festigt beim Abkühlen nach.
  5. Lauwarm servieren:
    Fava schmeckt lauwarm oder bei Zimmertemperatur am besten – direkt heiß verliert sie ihre samtige Textur, kalt wird sie zu fest.
  6. Olivenöl nicht sparen:
    Das frische, kalt gepresste Olivenöl am Ende bringt die Fava erst “zum Leuchten” – es ist kein Zusatz, sondern ein Hauptaroma.

Klassische und moderne Serviervarianten

  • Klassisch (Santorinier Art):
    Mit fein gewürfelter roter Zwiebel, Kalamata-Oliven, Kapern und einem Schuss Olivenöl – plus frischem Brot.
  • Mit Kapernblüten:
    Die kleinen Kapernblätter von Santorini (auf der Insel wild wachsend) – die authentische Insel-Variante.
  • Mit Oktopus:
    Als Beilage zu gegrilltem Oktopus – die Fischkombination der Tavernen.
  • Mit gerösteten Zwiebeln:
    Statt roher Zwiebeln goldbraun geröstete Zwiebelscheiben obenauf – die süße Kontrast-Variante.
  • Mit Tomaten und Dill: Klein gewürfelte Tomaten und Dill über die Fava – die sommerliche Kykladen-Variante.
  • Modern als Bruschetta:
    Fava auf geröstetem Brot mit Zwiebeln und Oliven – der griechische Beitrag zur Aperitif-Kultur.

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Sep. 302026
 

Melitzanosalata (Auberginenpüree – Variante mit roter Paprika) 🇬🇷

 

Zutaten

  • 3 Auberginen
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 rote Paprikaschote
  • Zitronensaft
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Petersilie

Zubereitung

  1. Auberginen backen
    Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Auberginen darauflegen.
    Mit einer Gabel mehrfach einstechen (damit sie im Ofen nicht platzen) und eine halbe Stunde bei mittlerer Hitze (ca. 200 °C) backen, bis das Fruchtfleisch völlig weich ist.
  2. Auberginen würzen
    Die ausgekühlten Auberginen in kleine Würfel schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Zitronensaft und etwas Olivenöl beträufeln.
  3. Knoblauch und Masse verrühren
    Den Knoblauch schälen und die Zehen klein hacken.
    Alles in einer Schüssel verrühren und mit gehackter Petersilie würzen.
    Mit dem Pürierstab zu einem Püree verarbeiten und mit etwas mehr Zitronensaft und Salz abschmecken.
  4. Paprika garnieren und servieren
    Die Paprikaschote waschen, entkernen und klein hacken.
    Den Paprika über das Auberginenpüree streuen und mit etwas Olivenöl beträufeln.

Hintergrundwissen und Geschichte

Was ist Melitzanosalata?

  • Melitzanosalata (griechisch μελιτζανοσαλάτα, von melitzana = Aubergine) ist ein rauchiger Auberginen-Dip und einer der beliebtesten Meze (Vorspeisen) der griechischen Küche.
  • Durch das Backen der ganzen Aubergine im Ofen erhält das Fruchtfleisch seine tiefe, geröstet-aromatische Note – das unverwechselbare Charaktermerkmal dieses Dips.

Die Aubergine: Eine orientalische Wanderin

  • Die Aubergine stammt ursprünglich aus Indien und Südostasien und gelangte über die arabische Welt ins byzantinische Reich und nach Griechenland.
  • In Griechenland wurde die Aubergine zum Gemüse der bäuerlichen Küche schlechthin: billig, ergiebig und in der heißen Sonne des Südens perfekt gedeihend.
  • Die Aubergine ist Grundlage einiger der berühmtesten griechischen Gerichte: Moussaka, Papoutsakia (“Schühchen”) und Melitzanosalata.

Die mediterrane Familie der Auberginen-Cremes

LandGerichtBesonderheit
GriechenlandMelitzanosalataRöstaromen, Zitrone, Petersilie
TürkeiPatlıcan ezmesiMit Joghurt, kalter Dip
Libanon/SyrienMutabbal / Baba GhanoushMit Tahini (Sesampaste)
IsraelSalat ḤatzilimMit Tahini und Mayo-Variationen
FrankreichCaviar d’aubergineMit Knoblauch und Olivenöl
  • Die griechische Variante zeichnet sich durch ihre Schlichtheit aus: kein Tahini, kein Joghurt – die Aromen von gerösteter Aubergine, Olivenöl, Knoblauch und Zitrone stehen pur im Vordergrund.

Der rote Paprika: Das Farb-Highlight

  • Diese Variante kombiniert das cremige Püree mit rohem, gewürfeltem rotem Paprika – eine beliebte moderne Präsentation:
    • Die roten Würfel geben Farbkontrast und frische Süße
    • Der Biss der Paprika spielt gegen die Cremigkeit des Pürees
    • Zusammen mit dem Olivenöl-Beträufel entsteht der klassische “Tavernen-Look”
  • Verwandt ist die Kombination mit gestückelten Tomaten und Minze – die sommerliche Variante.

Meze-Kultur: Das griechische Vorspeisen-Ritual

  • Meze (Plural: Mezedes) sind die kleinen Vorspeisen, die in Griechenland zum Ouzo, Tsipouro oder Wein serviert werden.
  • Die Meze-Kultur ist ein soziales Ritual: Man sitzt stundenlang zusammen, isst viele kleine Gerichte und trinkt dazu – das gemeinsame Mahl ist Ausdruck der Gastfreundschaft (Filoxenia).
  • Klassische Meze-Platte: Melitzanosalata, Tzatziki, Taramosalata, Oliven, Tiropita, Dolmadakia und Brot.

Fastengericht der orthodoxen Küche

  • Wie die meisten griechischen Dips ist auch Melitzanosalata ein klassisches Nistisima-Gericht – sie enthält keine tierischen Produkte und ist damit an den vielen Fastentagen der orthodoxen Kirche erlaubt.
  • Vor allem in der langen Fastenzeit vor Ostern (48 Tage) sind Aubergingengerichte allgegenwärtig auf den griechischen Tischen.

Geschmackstipp: Salzigkeit der Aubergine

  • Auberginen enthalten Bitterstoffe, die durch das Rösten großteils verschwinden. Die traditionelle Methode des Einsalzens vor dem Garen ist bei modernen, gezüchteten Sorten meist nicht mehr nötig.
  • Das Einstechen mit der Gabel vor dem Backen ist dagegen Pflicht: Die Aubergine würde sonst durch den inneren Dampfdruck im Ofen explodieren.

Tipps für die perfekte Melitzanosalata

  1. Auberginen richtig rösten:
    Das Fruchtfleisch muss völlig weich nachgeben – untergeröstete Auberginen schmecken fading und leicht bitter.
  2. Für echtes Raucharoma:
    Wer einen Grill oder Gasherd hat, kann die Auberginen direkt über der Flamme rösten, bis die Haut verkohlt – der Dip bekommt das authentische Taverne-Aroma.
  3. Wasser abtropfen lassen:
    Das geröstete Fruchtfleisch enthält viel Flüssigkeit – vor dem Pürieren in einem Sieb abtropfen lassen oder leicht ausdrücken, sonst wird der Dip wässrig.
  4. Knoblauch dosieren:
    Frischer Knoblauch soll das Röstaroma stützen, nicht überdecken. Wer es milder mag, röstet die Knoblauchzehen kurz mit im Ofen.
  5. Zitrone frisch pressen: Frisch gepresster Zitronensaft hellt das Püree geschmacklich auf und balanciert die Röstaromen.
  6. Zimmerwarm servieren:
    Melitzanosalata entfaltet ihr Aroma bei Zimmertemperatur – direkt aus dem Kühlschrank schmeckt sie fad.

Moderne Varianten

  • Mit Tahini:
    1–2 EL Tahini einrühren – die Übergang zur libanesischen Mutabbal-Variante.
  • Mit gerösteter Paprika:
    Die rohe Paprika durch im Ofen geröstete, geschälte Paprika ersetzen – süßer und intensiver.
  • Mit Feta: Zerkrümelten Feta unterheben oder darüber streuen – die herzhaftere Variante.
  • Mit gerösteten Walnüssen: Gehackte geröstete Walnüsse als Crunch-Topping – für Biss und nussige Tiefe.
  • Mit geräuchertem Paprikapulver:
    Eine Prise geräuchertes Paprikapulver (Picante oder Dulce) unterrühren – verstärkt die Rauchnote, wenn kein Grill zur Verfügung steht.

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Feb. 192026
 

Maha Baingan – indisches Auberginen-Spinat-Tomaten-Püree 🇮🇳

Zutaten:

  • 400 g Auberginen (geschält, in kleine Würfel geschnitten)
  • 400 g Spinat (3x gewaschen, fein gehackt)
  • 400 g Tomaten (gewaschen, in Stücke geschnitten)
  • 250 ml Sahne (optional)
  • 3 EL Ghee (oder neutrales Öl)
  • ½ TL gemahlene Koriandersamen
  • ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
  • ½ TL Kurkuma
  • ½ TL Asafoetida (Hing)
  • ⅛ TL Chilipulver (scharf)
  • ½ TL Zucker
  • 2 TL Salz

Zubereitung:

1. Gewürze anrösten: Ghee in einem großen Topf erhitzen. Alle gemahlenen Gewürze (Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, Asafoetida, Chilipulver) kurz anrösten, bis sie duften.

2. Auberginen garen: Auberginenwürfel hinzufügen und bei mittlerer Hitze braten, bis sie das Ghee aufgenommen haben und goldbraun sind.

3. Gemüse kombinieren: Tomaten und Spinat unterrühren, Topf teilweise abdecken und bei mittlerer Hitze 20 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren. Die Auberginen sollten weich werden.

4. Püree herstellen: Hitze etwas erhöhen und weitere 10 Minuten köcheln, bis die Masse zu einem dicken, cremigen Püree wird.

5. Abschmecken: Sahne, Zucker und Salz einrühren, alles 2 Minuten durchziehen lassen.


Serviervorschlag:

Maha Baingan schmeckt hervorragend zu Dampfreis und frischen Chapatis.


Tipp: Asafoetida (Hing) verleiht dem Gericht eine besondere Tiefe – in indischen Läden oder online erhältlich.

Was bedeutet „Maha Baingan“?

  • Maha (हिंदी: महा) heißt auf Hindi „groß“ oder „herrlich“ – und bezieht sich hier auf den intensiven Geschmack und die Bedeutung des Gerichts.
  • Baingan (बैंगन) ist das Hindi-Wort für Aubergine, ein zentrales Gemüse in der indischen Küche.
  • Das Gericht ist ein klassisches Püree aus Auberginen, Spinat und Tomaten, das durch seine cremige Konsistenz und die Kombination von Gewürzen besticht.

Kulinarischer & kultureller Hintergrund

1. Die Aubergine in Indien

  • Die Aubergine (Solanum melongena) stammt ursprünglich aus Südasien und ist seit über 4.000 Jahren ein fester Bestandteil der indischen Küche.
  • In Indien wird sie in unzähligen Varianten zubereitet – von scharfen Currys (z. B. Baingan Bharta) bis zu süß-sauren Chutneys.
  • Auberginen gelten in der Ayurveda-Lehre als „tamosig“ (erdend, beruhigend) und werden oft mit wärmenden Gewürzen wie Kreuzkümmel, Koriander und Kurkuma kombiniert, um die Verdauung zu fördern.

2. Spinat & Tomaten: Eine gesunde Kombination

  • Spinat ist in Nordindien ein beliebtes Blattgemüse, reich an Eisen und Vitaminen. Er wird oft mit Sahne oder Joghurt kombiniert, um die Schärfe der Gewürze auszugleichen.
  • Tomaten, die erst mit den Portugiesen im 16. Jahrhundert nach Indien kamen, sind heute aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Sie geben dem Gericht Säure und Frische.

3. Die Rolle der Gewürze

  • Asafoetida (Hing): Ein harzartiges Gewürz mit intensivem Aroma, das in kleinen Mengen verwendet wird. Es gilt als Verdauungshilfe und ist besonders in der vegetarischen Küche wichtig, da es den Geschmack von Zwiebeln und Knoblauch imitiert.
  • Kurkuma: Nicht nur für die goldene Farbe, sondern auch für seine entzündungshemmende Wirkung.
  • Kreuzkümmel & Koriander: Klassische Gewürze, die in fast jedem nordindischen Curry zu finden sind.

4. Maha Baingan in der regionalen Küche

  • Das Gericht ist vor allem in Nordindien (Punjab, Uttar Pradesh) verbreitet und wird oft als Beilage zu Fladenbrot (Chapati, Roti) oder Reis serviert.
  • Es ist ein typisches „Comfort Food“ – nährstoffreich, sättigend und einfach zuzubereiten.
  • In ländlichen Regionen wird es oft mit frischem Büffel-Joghurt oder Buttermilch serviert, um die Schärfe zu mildern.

Warum ist dieses Gericht besonders?

  • Einfach & nährstoffreich: Auberginen sind kalorienarm, aber reich an Ballaststoffen; Spinat liefert Eisen und Vitamine.
  • Vegetarisch & vegan möglich: Ohne Sahne ist das Gericht vegan – ein wichtiger Aspekt in der indischen vegetarischen Tradition.
  • Kombination aus Texturen: Die weichen Auberginen, der leicht bitterliche Spinat und die säuerlichen Tomaten ergeben ein harmonisches Püree.

Serviervorschlag & Variationen

  • Klassisch zu Dampfreis, Chapatis oder Naan.
  • Mit einem Klecks Joghurt und frischem Koriander garnieren.
  • Für eine schärfere Variante mehr Chilipulver oder frische grüne Chilis hinzufügen.

Fun Fact: In einigen Regionen Indiens gilt Aubergine als „Gemüse der Armen“, weil sie günstig, vielseitig und extrem sättigend ist – doch heute ist sie ein Star der modernen indischen Fusion-Küche!


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Jan. 092023
 

Ein sehr einfaches Gericht, schnell gemacht und gut passend zu kräftigen Fleischgerichten, Haxe, Eisbein usw.

  • 250 ml trockene Erbsen
  • Butter
  • Brühe
  • Salz
  • Muskatnuss

250 ml dürrer Erbsen werden in Wasser weich gekocht, dann trocken durch ein Sieb pressen. Das Durchgetriebene wird mit dem vierten Teil so viel Butter und etwas Jus verrührt, mit Salz und Muskatnuss gewürzt.

Frankfurt, 1871

 


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Jan. 092023
 
  • 6 Zwiebeln
  • 90 g Butter
  • Schinken
  • 1 EL Mehl
  • 1,5 l süßer Rahm oder Milch

6 große weiße Zwiebeln, die geschält sind, werden in dünne Scheiben geschnitten, in kochendes Wasser getan und 5 Minuten lang gekocht, dann abgeschüttet, mit 90 g Butter, einigen Stückchen rohem Schinken und einem starken Eßlöffel voll Mehl langsam weiß geröstet, mit 1 1/2 Liter süßem Rahm aufgefüllt und unter anhaltendem , festen  rühren auf starkem Feuer zur Hälfte eingekocht, mit Salz und weißem Pfeffer gewürzt und dann durch ein Haarsieb getrieben.

Frankfurt, 1871


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Jan. 092023
 
  • Kartoffeln
  • Butter
  • Süßer Rahm oder Milch
  • Salz

Gute, mehlige Kartoffeln, die roh geschält und rein gewaschen sind, werden in Salzwasser weich gekocht, das Wasser wird dann abgegossen und die Kartoffeln werden trocken und so heiß wie möglich durch ein Sieb getrieben und mit 1/4tel so viel frischer Butter, wie das Durchgetriebene beträgt , und etwas süßem Rahm oder Milch auf dem Feuer bis zum Heißwerden verrührt und mit dem nötigen Salz gewürzt. Dies Pürée muß sehr weiß, schaumig und zart aussehen.

Frankfurt, 1871


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Mai 172014
 

 

Sirup aus Teichbinsenwurzeln

  • 1000 g Teichbinsenwurel
  • 3 I Wasser

Die Wurzeln kräftig waschen und mit einer harten Bürste säubern, mit dem Fleischwolf zerkleinern und
40 bis 50 Minuten  in 2 Liter Wasser kochen. Das Kochwasser in ein anderes Gefäß abgießen, die Wurzeln mit Liter Wasser übergießen und nochmals 20 Minuten kochen. Dieses Kochwasser zu dem ersteren gießen und bis auf 1 Liter einkochen. So ergibt sich ein süßer Sirup. Er kann für Tee, Breie und Aufläufe verwendet werden.

Mehl aus Teichbinsenwurzeln

Die Teichbinsenwurzeln mit einer harten Bürste gut säubern und mit dem Messer in Stücke schneiden. Die Stücke dann trocknen und mit der Kaffeemühle mahlen und sieben. Das Mehl kann zum Andicken von Suppen und zur Herstellung von Backwaren verwendet werden.

Gebackene Teichbinsenwurzeln

Junge Teichbinsenwurzeln in der Asche eines offenen Feuers oder in der Backröhre backen. Anschließend die Wurzeln Abschälen und wie Kartoffeln mit Salz essen.

Püree aus Teichbinsenwurzeln

Junge Teichbinsenwurzeln in Salzwasser kochen, mit dem Fleischwolf zerkleinern, salzen und mit Öl anrichten.

 

34.) Russisches Gericht


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Jan. 082014
 
  • 1 kg Brennesseln
  • 1 EL Mehl
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Öl
  • Meerrettich
  • Salz nach Geschmack

Die jungen Brennesselblätter waschen und in Salzwasser gar kochen, auf einen Durchschlag geben, damit
das Wasser abtropft. Anschließend  klein schneiden, oder hacken, mit Mehl bestäuben, 2 bis 3 Eßlöffel vom Brennesselsud
hinzufügen, gut vermischen und erneut unter ständigem Umrühren kochen, bis sich das Volumen vergrößert hat. Dann den geriebenen Meerrettich, die fein gewürfelte und in Öl
angebratene Zwiebel hinzufügen und gut vermengen.
Dieses Püree kann als Beilage zu Mamalyga (ein fester Maisgriesbrei) oder anderen Gerichten gereicht werden.

In Deutschland ist sicher auch ein guter Kartoffelbrei erlaubt !

34.) Russisches Rezept


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Dez. 282013
 

Junge Wurzeln der Teichbinse waschen und säubern, in Salzwasser kochen und durch einen Fleischwolf geben. Etwas Öl in das Püree rühren und mit Salz abschmecken.

34.) Russisches Rezept

 


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März 132012
 

Den Sauerampfer in Salzwasser weich blanchieren, in kaltes Wasser geben, abseihen, gut ausdrücken, fein schneiden und durch ein Sieb passieren. Dann wird eine dicke Buttersauce dazu gegeben, Salz, Muskat und von Zeit zu Zeit etwas Sahne am Feuer dazu gerührt und dann angerichtet.

 

Wien, 1877


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Feb. 192012
 

Man macht aus acht grossen Kartoffeln ein nicht zu dünnes und nicht zu feuchtes Kartoffel-Püree wie bei  http://www.historisch-kochen.de/2012-02-19-kartoffel-puree/  .

Zu vier Tassen von diesem Püree rührt man, eines nach dem anderen, drei ganze Eier und schlägt es auf dem Feür bis es ganz glatt und fein ist. Eine Ring-Form wird gut mit Butter ausgestrichen, die Kartoffel werden hineingefüllt, oben mit Butter bestrichen und im heissen Ofen 25-30 Minuten hellgelb gebacken; man lässt die Form, nachdem man sie aus dem Ofen nimmt, einige Minuten stehen, ehe man sie stürzt. In die Mitte des Ringes füllt man ein beliebiges Ragout von Fleisch oder Fisch.

Österreich-Ungarn, 1915


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Feb. 192012
 

Man kocht 6-8 grosse Kartoffel in der Schale weich; in der Zwischenzeit röstet man in einem Löffel Suppen- oder Hühnerfett zwei kleine, in dünne Ringe geschnittene Zwiebeln egal goldfarben, die weichen Kartoffeln werden geschält, auf einem Brett mit dem Rollholz fein zerdrückt, sie werden in der Pfanne mit den Zwiebeln gut vermengt und wird wenn nötig, noch etwas Fett hinzugefügt.

kartoffelbreia-1-2014-02-13

Die Kartoffel werden sehr heiss zu Fleischspeisen oder zu gekochter Wurst servirt.

Österreich-Ungarn, 1915


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Feb. 192012
 

Man kocht die Kartoffel in der Schale, bis sie ganz weich sind und giesst dann das Wasser ab. In der Zwischenzeit hat man eine Zwiebel sehr fein gehackt und in 1/2 EL  Abschöpf- oder Hühnerfett hellgelb gedünstet. Die Kartoffel werden ganz heiss geschält und eine nach der anderen zu den Zwiebeln gegeben, mit dem Kartoffelstössel fein verstampft, wobei man Salz und wenn nötig, noch etwas Fett hinzufügen kann und stellt sie dann für einige Minuten auf den Ofen, wobei man sie gut umrührt. Man serviert sie sehr heiss, hübsch aufgetürmt oder mit einem Löffel zu egalen, eiförmigen Stücken ausgestochen als Garnierung zu Fleischspeisen.

Österreich-Ungarn, 1915


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Aug. 292011
 

Sauerampfer waschen und fein hacken. Dann eine weiße Einbrenn herstellen und ihn darin leicht anrösten. Mit Fleischbrühe angießen und mit einem Löffel saurem Rahm kochen lassen.

Zum Anrichten mit Eigelb legieren und mit einem Löffel Rahm begießen sowie mit gebratenen Fleischscheiben belegen.


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