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Okt. 062026
 

Berliner Schusterpastete (Fisch-Kartoffel-Auflauf mit Hering) 🇩🇪

Zutaten

  • 800 g Kartoffeln (gekocht und gepellt)
  • 400 g weichgekochtes Suppenfleisch
  • 1 große Zwiebel
  • 100 g magerer Speck
  • 2 Herings- oder Matjesfilets
  • 1 Bund Petersilie
  • ¼ l Milch
  • 3 Eier
  • Pfeffer aus der Handmühle
  • 3 EL geriebener Schweizer Käse
  • 3 EL geriebenes Weißbrot
  • 100 g Butter

Zubereitung

  1. Zutaten schneiden
    Die gekochten, gepellten Kartoffeln sowie das Suppenfleisch in Scheiben schneiden.
    Speck und abgezogene Zwiebel in Streifen schneiden und in etwas Butter anschwitzen.
  2. Schichten
    Die angeschwitzten Speck-Zwiebel-Streifen abwechselnd mit den Kartoffelscheiben, dem Suppenfleisch, den in Stückchen geschnittenen Heringsfilets und der gehackten Petersilie in eine ausgebutterte Auflaufform schichten.
  3. Guss anrühren
    Die Milch mit den Eiern verrühren, mit Pfeffer würzen und über die Kartoffeln gießen.
  4. Backen
    Mit Käse und geriebenem Weißbrot bestreuen, Butterflöckchen draufsetzen und ca. 40 Minuten bei 200 °C im vorgeheizten Ofen backen.
    Die letzten 5 Minuten auf Oberhitze stellen (für die goldbraune Kruste!).

Hintergrundwissen und Geschichte

“Schusterpastete”: Arme-Leute-Essen mit Spitzname

  • Der Name gehört zur Berliner Tradition scherzhafter Speisenbezeichnungen – wie beim “Hoppel Poppel” oder den “Pluckten Finken”:
    • Die “Pastete” ist ironisch: Eine echte Pastete war ein feines Blätterteig-Gericht der besseren Küche. Hier liegt der “Spottname” über einem schlichten Reste-Auflauf
    • “Schuster” steht redensartlich für den kleinen Mann (“Schuster, bleib bei deinen Leisten”). Das Gericht war das Essen der einfachen Leute
    • Der Witz: Der Schuster macht sich eine “Pastete” aus dem, was da ist. Und sie schmeckt besser als manche Fürstenpastete!
  • Die Vorlage nennt es selbst: “der einfache Fischauflauf aus Kartoffeln, Suppenfleisch, Speck und Heringsfilets” – Resteküche in Vollendung.

Das Reste-Prinzip: Suppenfleisch und Pellkartoffeln vom Vortag

  • Das Gericht ist ein klassisches Zweitessen: Der Sonntags-Suppentopf lieferte die Grundlagen:
    • Das ausgekochte Suppenfleisch (Rindfleisch aus der Brühe) war das große Reste-Problem – geschmacklich “ausgelaugt”, aber hier mit Speck, Hering und Käse wiederbelebt
    • Die Pellkartoffeln vom Vortag sind die ideale Auflauf-Basis: trocken, formstabil, saugen den Eierguss auf
  • Diese Vorratsökonomie war das Prinzip der Berliner Arbeiter- und Kleinbürgerküche: Aus der Sonntagsbrühe wurde der Montagsauflauf – nichts wurde weggeworfen.

Der Hering: Der Salzgeber Berlins

  • Der Hering (oder Matjes) in der Pastete ist das berlinertypische Element:
    • Berlin war über Jahrhunderte eine Hering-Stadt: Der Salzhering kam über die Handelswege billig in die Hauptstadt und war die “Butter des armen Mannes”
    • Das Räuchern und Salzen machte ihn unbegrenzt haltbar,  ein Vorratsfisch ohne Kühlung
    • Seine Salzigkeit würzt den ganzen Auflauf (deshalb keine zusätzliche Salzgabe im Rezept!) und sein kräftiges Aroma hebt das fade Suppenfleisch
  • Die Kombination Fisch + Fleisch in einem Gericht klingt ungewöhnlich, war aber in der alten Küche verbreitet – der Hering diente als Würze, nicht als “Fischgang” (vgl. den Suppenspeck, der auch nur Würze ist!).

Der Eier-Milch-Guss: Die Auflauf-Bindung

  • Der Milch-Ei-Guss ist die klassische Auflauf-Technik (der deutsche strata / das französische gratin-Prinzip):
    • Die Eier binden beim Backen – der Auflauf wird schnittfest
    • Die Milch macht ihn saftig-cremig und schützt Kartoffeln und Fleisch vor dem Austrocknen
    • Der Guss ersetzt jede Sauce – beim Anschneiden läuft er cremig-schmalzig zwischen den Schichten
  • Mit Pfeffer statt Salz würzen (Salz kommt aus Hering, Speck und Käse – die Vorlage weiß, warum sie nur Pfeffer nennt!)

Käse-Weißbrot-Kruste: Die Berliner Gratinierung

  • Die Kruste aus geriebenem Schweizer Käse + geriebenem Weißbrot + Butterflöckchen ist die klassische kräftige Auflaufkruste:
    • Der Schweizer Käse (Emmentaler/Gruyère) schmilzt kräftig und gibt Würze
    • Das geriebene Weißbrot (Semmelbrösel) sorgt für Knusprigkeit – es nimmt die Butter auf und rösten knusprig
    • Die Butterflöckchen obenauf geben letzte Geschmeidigkeit und Bräunung
  • Die letzten 5 Minuten Oberhitze sind die alte Methode der “Gratinierung” – der Vorläufer der modernen Grill-Funktion: erst gar garen, dann die Kruste Farbe geben lassen.

Verwandte Gerichte: Die große Auflauf-Familie

RegionGerichtBesonderheit
BerlinSchusterpasteteMit Hering und Suppenfleisch
EnglandBubble and SqueakKartoffel-Kohl-Reste gebraten
FrankreichGratin dauphinoisNur Kartoffeln, Milch, Sahne
SchwedenJanssons frestelseKartoffeln mit Anchovis (!) und Sahne
  • Besonders interessant: Der schwedische Janssons Frestelse (“Janssons Verführung”) – derselbe Trick: Kartoffelauflauf mit Sardellen/Anchovis! Die skandinavische Schwester der Schusterpastete zeigt, dass “Fisch im Kartoffelauflauf” eine ganze nordische Tradition ist.

Tipps für die perfekte Schusterpastete

  1. Suppenfleisch richtig auswählen:
    Am besten Rinderbrust oder Beinfleisch aus der Brühe – es ist zart genug, um in Scheiben geschnitten zu werden. Zähe Stücke vorher kurz fein schneiden.
  2. Hering vorher probieren:
    Salzhering kann sehr salzig sein – ggf. vorher wässern oder milde Matjesfilets nehmen (die moderne, mildere Wahl!).
  3. Schichten mit System: Abwechselnd schichten (Kartoffeln – Speck-Zwiebeln – Fleisch – Hering – Petersilie) – so verteilen sich Salz, Rauch und Fischaroma gleichmäßig. Die oberste Schicht: Kartoffeln (Schutz vor dem Austrocknen!).
  4. Guss gleichmäßig gießen:
    Den Milch-Ei-Guss über die ganze Form verteilen und kurz einziehen lassen – die Eier fließen sonst nur in eine Ecke.
  5. Kruste erst am Ende kontrollieren:
    Wird die Kruste vor der Zeit zu braun, mit Alufolie abdecken – sonst wird das Weißbrot bitter.
  6. Petersilie großzügig:
    Die frische Petersilie ist das Aroma-Gegenstück zu Hering und Speck – ruhig das volle Bund verwenden.
  7. Ruhezeit vor dem Anschnitt: 5–10 Minuten ruhen lassen – der Guss setzt sich, die Pastete lässt sich portionieren statt zu “zerfließen”.

Varianten

  • Mit Matjes (mildere Berliner Art): Matjesfilets statt Salzhering – die feinere, mildsalzige Modernversion.
  • Mit Sauermilch statt Milch: Buttermilch oder saure Sahne im Guss – die säuerliche Berliner Note gegen das Fett.
  • Mit Bratenresten:
    Statt Suppenfleisch: Reste vom Sonntagsbraten (Rind oder Schwein) – die schnelle Variante ohne Suppenfleisch-Vorrat.
  • Schwedisch gewendet (Janssons Art):
    Nur Kartoffeln, Anchovis/Sardellen und Sahne – die skandinavische MinimalkVersion ohne Fleisch.
  • Mit Äpfeln: Apfelscheiben zwischen den Schichten – die süß-säuerliche Berliner Variante (Fisch + Apfel ist eine klassische norddeutsche Kombination!).
  • Vegetarisch:
    Hering und Fleisch weglassen, mit geräuchertem Tofu und Rauchpaprika die Würze ersetzen – die moderne Annäherung an den Charakter.

Dazu passt:

  • Ein grüner Salat mit Vinaigrette – die frische Kante gegen den reichen Auflauf
  • Gurkensalat mit Dill – die klassische Fischbegleitung
  • Ein Berliner Weißer mit Schuss oder ein kühles Pils – die Berliner Begleiter
  • Als Nachspeise klassisch-berlinerisch: Berliner Pfannkuchen – die süße Vollendung der schlichten Pastete

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Okt. 032026
 

Ei-Auflauf “Hoppel Poppel” (Berlinische Bratkartoffeln mit Fleisch und Eiern) 🇩🇪

Zutaten

  • 800 g Kartoffeln (gekocht, gepellt, in Scheiben geschnitten)
  • 125 g Butter
  • Salz
  • 100 g Magerspeck
  • 350 g Schnitzelfleisch vom Kalb
  • 2 Zwiebeln
  • ½ TL Kümmel
  • ½ TL Majoran
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Mindestens 8 Eier
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 saure Gurke

Zubereitung

  1. Bratkartoffeln (Pfanne 1)
    In einer großen Pfanne mit der Butter schön goldbraune Bratkartoffeln herstellen und ein wenig salzen.
  2. Fleisch und Speck anbraten (Pfanne 2)
    In einer zweiten Pfanne Speck, Schnitzelfleisch und die abgezogenen, in Streifen geschnittenen Zwiebeln mit wenig Butter gut anbraten und mit Kümmel, Majoran und Pfeffer würzen.
  3. Vermengen
    Das Fleisch und die Bratkartoffeln – auf beide Pfannen verteilt – miteinander vermengen und noch ein wenig nachbraten.
  4. Eier zugeben
    Die aufgeschlagenen Eier je zur Hälfte über beide Pfannen gießen, rühren und gut durchschwenken – wie ein Bauernomelette formen und auf eine vorgewärmte Platte stürzen.
  5. Servieren Schnittlauch darüberstreuen und Gurkenscheiben anlegen.
    Dazu gehören eine Bratensauce und eine Schüssel gemischter Salat – beides sollte nicht fehlen!

Hintergrundwunsch und Geschichte

“Hoppel Poppel”: Das berühmte Berliner Resteessen

  • Das unter dem mundartlichen Namen überlieferte Gericht ist die Berliner Klassikervariante des “Hoppel Poppel” – jenes berühmten Berliner Wirtshausgerichts aus Bratkartoffeln, Fleischresten, Speck und Eiern:
    • Der Name ist schöner Unsinn: “Hoppeln” und “poppeln” – alles durcheinander gewürfelt, wie der Inhalt der Pfanne
    • Es war das klassische Resteessen der Berliner Küche: Übrig gebliebene Bratkartoffeln und Fleischreste vom Vortag wurden mit Eiern zu einem neuen, üppigen Gericht “gehopplelt”
  • Die Formulierung “wie ein Bauernomelette” verrät die Technik: Das Gericht ist ein deutsches Bauernomelette – verwandt mit dem spanischen Tortilla und dem französischen Omelette paysanne.

Zwei Pfannen: Die Berliner Profi-Technik

  • Die Zwei-Pfannen-Methode ist das Herzstück des Rezepts:
    • Pfanne 1 – die trockene, heiße Bratkartoffel-Pfanne: Die Scheiben sollen goldbraun und kross werden, ohne zu verkochen
    • Pfanne 2 – die Fleisch-Pfanne: Speck und Kalbschnitzel brauchen eigene Röstaromen und Fett
    • Erst am Ende werden beide vereint und mit den Eiern vollendet – so behält jede Komponente ihren Charakter
  • Die Eier je zur Hälfte über beide Pfannen zu gießen, garantiert, dass die Masse nicht zu groß für eine Pfanne wird und das Ei gleichmäßig stockt.

Kümmel und Majoran: Die Berliner Würzung

  • Die Würzkombination Kümmel + Majoran + Pfeffer ist typisch für die norddeutsche Fleisch- und Kartoffelküche:
    • Kümmel – das klassische Brot- und Schweinefleischgewürz des Nordens (gegen die “Schwere” des Specks)
    • Majoran – das Universal-Suppengewürz (auch bei Graupensuppe und Erbsensuppe)
  • Das Würzen erst beim Fleisch (nicht bei den Bratkartoffeln!) trennt die Aromen: Die Kartoffeln bleiben nur gesalzen – klassische Berliner Schule.

Schnitzelfleisch vom Kalb: Der feine Touch

  • Erstaunlich für ein “Resteessen”: Kalbsschnitzel war die gehobene Variante:
    • Im Wirtshaus wurde das Gericht oft mit Kalbfleisch-Resten vom Schnitzel vom Vortag gemacht
    • Die Hausmannskost-Version nahm auch Schweinefleisch, Bratenreste oder Fleischwurst – alles, da war
  • Die dünne Schnitzel-Schnittweise sorgt für schnelle Garzeit und zarte Stücke im Ei.

Mindestens 8 Eier: Die Berliner Üppigkeit

  • 8 Eier für 4 Personen – das ist die typische Großzügigkeit der Berliner Küche: Das Gericht soll satt und reichlich sein.
  • Das Ei übernimmt zwei Rollen:
    • Bindung – es verbindet Kartoffeln, Fleisch und Speck zum “Poppel”
    • Sauce-Ersatz – das gestockte, noch feuchte Ei ersetzt die Sauce in der Pfanne (daher zusätzlich die Bratensauce als Beilage!)

Schnittlauch und saure Gurke: Das saure Finish

  • Schnittlauch ist der klassische frische Kontrast zum würzigen Gericht
  • Die saure Gurke (angelegt als Scheiben) ist das typisch Berliner Säure-Element gegen die fettige Eier-Speck-Masse – die gleiche Funktion wie der Berliner Weißer dazu: Säure gegen Schwere

Tipps für das perfekte Hoppel Poppel

  1. Kartoffeln vom Vortag:
    Bratkartoffeln gelingen am besten aus gekochten Kartoffeln vom Vortag (mehligkochend oder vorwiegend festkochend) – sie sind trockener und braten knusprig, statt zu kleben.
  2. Nicht zu früh wenden:
    Die Kartoffelscheiben erst wenden, wenn sich am Pfannenboden eine goldbraune Kruste gebildet hat – Geduld ist die halbe Bratkartoffel.
  3. Fleisch scharf und kurz anbraten:
    Kalbschnitzel-Streifen bei starker Hitze kurz braten – sie sollen Röstaromen bekommen, aber zart bleiben.
  4. Eier nicht übergaren:
    Die Eier nur stocken lassen, nicht trocken braten – das Gericht soll saftig-schlotzig sein, kein Eier-Knusperkuchen. Nach dem Stürzen zieht die Resthitze noch nach.
  5. Platte vorwärmen:
    Wie im Rezept: eine vorgewärmte Platte – auf kaltem Porzannen läuft das Gericht aus und kühlt sofort ab.
  6. Salat und Sauce mitdenken:
    Die Rezeptvorlage ist nachdrücklich: Bratensauce und gemischter Salat gehören auf den Tisch – das Gericht ist bewusst würzig-üppig und braucht die frische und flüssige Begleitung.

Varianten

  • Klassisches Reste-Hoppel Poppel:
    Mit Bratenresten, Fleischwurst oder Kassler-Streifen vom Sonntag – die Original-Version der Berliner Hausfrauen.
  • Mit Matjestücken:
    Die maritim-berliner Variante: Matjes-Streifen unter das Poppel mischen (nach dem Garen, nicht mitbraten).
  • Mit Erbsen und Möhren: Gemüsereste mit in die Pfanne – die Farbtupfer- und Vitaminsvariante für den Familientisch.
  • Nur vegetarisch:
    Speck weglassen, mit geräuchertem Tofu oder Rauchpaprika würzen – die Würze bleibt, das Gericht wird leichter.
  • Spanische Verwandtschaft (Tortilla de patatas):
    Als dicker, gestürzter Eier-Kartoffel-Kuchen mit nur Kartoffeln, Zwiebeln und Eiern – die mediterrane Schwester des Hoppel Poppel.
  • Mit Bratkartoffelwurst:
    In Kneipen Beliebt: gebratene Fleischwurst-Scheiben statt Kalbfleisch – die schnelle Kneipen-Version.

Die klassische Berliner Tafel dazu:

  • Bratensauce (unverzichtbar nach der Rezeptvorlage!)
  • Gemischter Salat mit feiner Marinade
  • Schnittlauch und saure Gurken
  • Ein Berliner Weißer mit Schuss oder ein kühles Pils – die klassischen Begleiter der Berliner Wirtshausküche

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Feb. 082026
 

Ein herzhafter, würziger Pasteten-Klassiker aus der französischen und akadischen Küche – perfekt für Festtage oder als sättigende Mahlzeit.

Zutaten (für 3–4 Pasteten)

  • 500 g Schweinefleisch (traditionell, kann auch allein verwendet werden)
  • 1 kg andere Fleischsorten (z. B. Hase, Rind, Huhn – für weniger Fett und mehr Geschmack)
  • 1 große Zwiebel, fein gehackt
  • Salz & Pfeffer nach Geschmack
  • Wasser (zum Bedecken)
  • Gewürze nach Wahl: Bohnenkraut, gemahlene Nelken
  • 2 EL fein gehackte Zwiebel (für die spätere Zugabe)
  • 1 EL Mehl (zum Binden)
  • 1 Pastetenteig (Mürbteig oder Blätterteig, siehe Rezept Nr. 2, S. 121)
  • Variante: 2–3 Kartoffeln, in Würfel geschnitten (typisch für den Nordosten von New Brunswick)

Zubereitung

  1. Fleisch vorbereiten:

    • Schweine- und Rindfleisch in 1 cm große Würfel schneiden, andere Fleischsorten in größere Stücke.
    • Alles in einen großen Topf geben, mit der gehackten Zwiebel, Salz, Pfeffer und genug Wasser bedecken, sodass alles knapp bedeckt ist.
  2. Kochen:

    • Ca. 1,5 Stunden bei niedriger Hitze köcheln lassen. Bei Bedarf Wasser nachgießen.
    • 30 Minuten vor Ende der Kochzeit die Gewürze und die 2 EL fein gehackte Zwiebel hinzufügen.
  3. Fleisch zerkleinern & Saft binden:

    • Fleisch aus dem Sud nehmen, von Knochen lösen und in kleine Stücke schneiden oder zupfen.
    • Fleisch zurück in den Sud geben.
    • Mehl mit etwas Wasser anrühren, unter den Sud rühren und 2–3 Minuten aufkochen lassen, bis die Sauce bindet.
  4. Abkühlen & füllen:

    • Die Masse vollständig abkühlen lassen.
    • In den vorbereiteten Pastetenteig füllen (ggf. mit Kartoffelwürfeln mischen).
  5. Backen:

    • Nach Teig-Rezept backen, bis die Pastete goldbraun ist.

Hintergrund & Geschichte

Der Pâté à la Viande ist ein traditionelles Gericht, das ursprünglich aus der französischen Küche stammt und durch die akadischen Siedler in Kanada – besonders in New Brunswick – populär wurde. Früher wurde er meist nur mit Schweinefleisch zubereitet, heute mischt man oft verschiedene Fleischsorten, um den Geschmack zu verfeinern und den Fettgehalt zu reduzieren.

Besonderheiten:

  • In einigen Regionen des Nordostens von New Brunswick wird die Pastete mit Kartoffelwürfeln angereichert – eine lokale Variante, die für zusätzliche Sättigung sorgt.
  • Traditionell wurde der Pâté à la Viande zu besonderen Anlässen wie Familienfeiern oder Erntedank serviert.
  • Die Pastete kann sowohl warm als auch kalt genossen werden und hält sich mehrere Tage.

Tipp: Perfekt mit einem frischen Salat oder eingelegtem Gemüse servieren!


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Okt. 242025
 

Kapusta Faszerowana (Gefüllter Kohlkopf)

Ein traditionelles, sättigendes Gericht der polnischen Küche, bei dem ein ganzer Weißkohlkopf mit einer herzhaften Füllung aus Schweinefleisch und gehacktem Kohl gedünstet wird.

Zutatenliste

  • 1 mittlerer Weißkohl (fester Kopf)
  • 300 g Schweinefleisch (am besten aus der Schulter/dem Blatt)
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Ei
  • 30 g Schmalz
  • 30 g Butter oder Margarine
  • 1 L Fleischbrühe oder Knochenbrühe
  • Salz
  • Natürlicher Pfeffer
  • 0,5 Bund frische Petersilie

Zubereitung

  1. Kohl vorbereiten: Äußere, beschädigte Blätter des Kohlkopfes entfernen, waschen und den Strunk herausschneiden. Einen großen Hohlraum bilden, der außen von nur 4–5 Blättern umgeben ist.
  2. Kohlfüllung vorbereiten: Den aus dem Inneren entnommenen Kohl vorkochen, abgießen und erst dann fein hacken.
  3. Fleisch und Zwiebel vorbereiten: Das Schweinefleisch durch den Fleischwolf drehen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in Margarine goldbraun braten.
  4. Füllung braten: Das gehackte Fleisch und das Schmalz zur Zwiebel geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und braten, dabei ständig rühren.
  5. Füllung mischen: Das gebratene Fleisch vom Herd nehmen. Die gehackte Petersilie, das rohe Ei und den vorgekochten und gehackten Kohl hinzufügen. Gründlich vermischen. Erneut abschmecken.
  6. Kohl füllen: Den ausgehöhlten Kohlkopf fest mit der vorbereiteten Füllung stopfen. Die Öffnung mit einem der äußeren Blätter verschließen, dessen Ränder zwischen die Füllung und die Innenseiten des Kohlkopfes geschoben werden.
  7. Dünsten: Den kochend heißen Sud (Fleischbrühe) in einen ausreichend großen Topf gießen. Den gefüllten Kohlkopf mit der Öffnung nach oben hineinsetzen. Bei geringer Hitze weich dünsten.
  8. Servieren: Den Kohlkopf vorsichtig herausnehmen, in 4 Teile schneiden und mit der Öffnung nach unten auf einem flachen Teller anrichten. Mit gedünsteten Kartoffeln servieren.

 

Kultureller Kontext

 

Kapusta faszerowana ist ein besonders eindrucksvolles Gericht der traditionellen polnischen Küche.

  • Füllung: Im Gegensatz zu den bekannteren Gołąbki (Kohlrouladen), bei denen einzelne Blätter gefüllt werden, wird hier der gesamte Kohlkopf genutzt. Die Füllung aus gebratenem Hackfleisch (oft Schweineschulter) und dem eigenen, vorgekochten Kohl macht das Gericht besonders reichhaltig und nahrhaft.
  • Dünsten in Brühe: Das langsame Dünsten in Fleischbrühe sorgt dafür, dass der Kohl sehr zart wird und die Füllung alle Aromen der Brühe aufnimmt.
  • Hausmannskost: Es handelt sich um ein klassisches Gericht der deftigen Hausmannskost, das oft als Hauptmahlzeit für Familien oder Gäste an kalten Tagen dient.

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Okt. 182025
 

Kulebyaka (Russische Schichtpastete)

Die Kulebyaka ist eine elegante, lange, gefüllte Pastete aus Hefeteig, die traditionell mit mehreren Schichten verschiedener Füllungen zubereitet wird. Die hier beschriebene Variante verwendet Fisch-Reis- oder Fleischfüllungen.


Zutatenliste

Für den Teig:

  • 2,5 Tassen Mehl
  • 20 g Margarine
  • 15 g Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 2 Eier
  • 1/2 Tasse Wasser (lauwarm)
  • Salz

Für die Fisch-Reis-Füllung (Farsch iz ryby i risa):

  • 500 g Fischfilet
  • 2 EL gekochter Reis
  • 2–3 kleine Zwiebeln
  • 4 EL Pflanzenöl (zum Braten)
  • Frische Petersilie (gehackt)
  • Gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Salz

Für die Fleisch-Zwiebel-Füllung (Farsch myasnoi s lukom):

  • 500 g Fleisch ohne Knochen
  • 2 Zwiebeln
  • 3 EL Fleischbrühe
  • 4 EL Pflanzenöl (zum Braten)
  • Frische Petersilie (gehackt)
  • Gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Salz

Zubereitung

I. Hefeteig-Zubereitung

  1. Vorteig ansetzen: Die Hefe in lauwarmem Wasser auflösen. Die Hälfte des Mehls einstreuen, verrühren und an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde gehen lassen.
  2. Masse vollenden: Wenn sich das Volumen des Vorteigs vergrößert hat und die Oberfläche anfängt, “Falten” zu werfen (abzusinken), sofort die Eier, die mit Zucker und Salz zerrieben wurden, hinzufügen. Das restliche Mehl einstreuen, alles gut verrühren und kneten.
  3. Gehen lassen: Den Teig für weitere 2 Stunden an einen warmen Ort stellen. Während dieser Zeit den aufgegangenen Teig 1 bis 3 Mal sanft zusammenstoßen.

II. Füllungen vorbereiten

Fisch-Reis-Füllung:

  1. Das Fischfilet in feine Würfel schneiden und leicht salzen, dann kurz anbraten.
  2. Den fein geschnittenen Zwiebel vorab anbraten.
  3. Den Fisch in der Pfanne mit dem gekochten Reis, dem angebratenen Zwiebel, gehackter Petersilie, Salz und Pfeffer gründlich vermischen.

Fleisch-Zwiebel-Füllung:

  1. Das Fleisch in kleine Stücke schneiden, auf starker Hitze anbraten. Etwas Wasser oder Brühe hinzufügen und weich schmoren lassen.
  2. Das Fleisch abkühlen lassen und durch den Fleischwolf drehen.
  3. Das Hackfleisch mit angebratenem Zwiebel, Pfeffer, Salz und gehackter Petersilie vermischen.
  4. Etwas Brühe in die Füllung geben und alles sorgfältig verrühren, bis eine saftige Masse entsteht.

 

III. Formen und Backen der Kulebyaka

  1. Teig ausrollen: Den fertigen Teig zu einem langen, rechteckigen oder ovalen Fladen ausrollen. Die Breite sollte ca. 18–20 cm betragen, die Dicke etwa 1 cm.
    • Tipp: Legen Sie den Teigstreifen zum besseren Handling auf ein Geschirrtuch, bevor Sie ihn füllen.
  2. Füllen: Die Füllung (oder die verschiedenen Füllungen der Länge nach) mittig auf dem Teigstreifen verteilen.
  3. Verschließen: Die Ränder des Teigs über der Füllung zusammenführen und fest verschließen.
  4. Dekorieren und Vorbereiten: Die Kulebyaka vorsichtig auf ein mit Pflanzenöl gefettetes Backblech legen. Den Teig mit Figuren aus dünnen Teigstreifen verzieren.
  5. Letzte Vorbereitung: Die Pastete vor dem Backen mit Ei bestreichen und mehrere kleine Löcher einstechen, damit der Dampf entweichen kann.
  6. Backen: Die Kulebyaka im vorgeheizten Ofen bei einer Temperatur von 210-230 °C für 35–45 Minuten backen.
  7. Servieren: Leicht abgekühlt servieren.

Hintergrundwissen und Geschichte

Die Kulebyaka (russisch: Кулебяка) ist eine der ältesten und traditionellsten Pasteten der russischen Küche. Sie ist mehr als nur ein gefülltes Brot; sie ist ein Kunstwerk der Teig- und Füllungskombination.

  • Der Name: Die Herkunft des Namens ist nicht ganz klar, wird aber oft mit dem Verb kulyabyachit (etwa: kneten, formen, rollen) in Verbindung gebracht.
  • Historische Bedeutung: In der traditionellen russischen Kochkunst war die Kulebyaka ein zentrales Gericht für festliche Anlässe. Sie unterschied sich von einfachen Piroggen (kleinen Pasteten) durch ihre längliche Form und ihre oft komplexe Füllung.
  • Schichtung (die wahre Kulebyaka): Die klassische Kulebyaka zeichnete sich durch die Verwendung mehrerer Füllungen in Schichten aus (z. B. eine Schicht Reis, eine Schicht Fisch, eine Schicht Pilze). Um zu verhindern, dass die Füllungen durchnässen und die Teigstruktur zerstören, wurden sie oft durch dünne Lagen von dünnem Pfannkuchenteig oder Blinys voneinander getrennt. Die hier beschriebene Version ist eine vereinfachte, aber beliebte Variante.
  • Die Form: Die charakteristische, hoch gewölbte, lange Form ermöglichte es, die Pastete in Scheiben zu schneiden, wobei jede Scheibe alle Schichten der Füllung enthielt – ein Zeichen von Raffinesse und Großzügigkeit.
  • Servierweise: Kulebyaka wird traditionell als eigenständiges Hauptgericht oder als opulente Begleitung zu Suppen (insbesondere klaren Brühen oder Borschtsch) serviert.

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Dez. 092013
 
  • 500 g Fleisch
  • 200 g Zwiebeln
  • 100 g Speck
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 g Tomatenmark
  • 1 EL Paprika, Edelsüß
  • 2 Saure Gurken oder Gewürzgurken
  • 1,5 l Fleischbrühe
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 El. Kapern
  • Tomatenmark
  • Paprika
  • 1 Zitrone
  • Dill
  • Petersilie,
  • 200 ml Saure Sahne

soljanka-2014-01-25-01

soljanka-2014-01-25-03

Zwiebeln schälen, fein hacken und in den Speckwürfeln glasig braten.
Knoblauch reiben, Tomatenmark und Paprika sowie in dünne Streifen geschnittene Fleischstücke und die ebenso geschnittenen Gurken hinzugeben und ca. 5  Minuten dünsten lassen. Die Fleischbrühe zugießen. Nun 5 Minuten kochen lassen. Mit Salz, etwas Zitronensaft und Pfeffer würzen. In eine Schüssel füllen, mit Kapern bestreuen, 2 bis 3 Zitronenscheiben einlegen.
Den fein gehackten Dill und die fein gehackte Petersilie drüberstreuen und kurz vor dem Servieren die saure Sahne hineingießen.

DDR-Rezept


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Dez. 092013
 
  • 375 g Kochfleisch
  • 2 Zwiebeln
  • 40 g Margarine,
  • 2-3 EL Tomatenmark
  • 1/2 Lorbeerblatt
  • 2 mittelgroße saure Gurken oder Gewürzgurken
  • 1 EL Kapern
  • 350 g Wurst (Jagdwurst oder Fleischwurst)
  • Salz
  • 1/2 Zitrone
  • Saure Sahne

soljanka-2014-01-25-04

soljanka-2014-01-25-03

soljanka-2014-01-25-02

Das Kochfleisch kochen und daraus eine Brühe bereiten. Das Fleisch heraus nehmen, klein schneiden und wieder in die Brühe geben. Zwiebeln fein würfeln und in Margarine goldgelb rösten. Die Gurken würfeln oder in feine Streifen schneiden, die Wurst ebenfalls in feine Streifen schneiden  und zu den Zwiebeln geben, etwas anbraten lassen. Den Tomatenmark und etwas Fleischbrühe dazu geben. Gurken, Lorbeerblatt, Salz und Kapern zusetzen und mit der
heißen Brühe und dem Fleisch auffüllen. Etwa 10 Minuten leise kochen lassen.

Die Soljanka mit geschälten, entkernten Zitronenstückchen oder Zitronenscheiben und
Saurer Sahne, nach Belieben auch gehackter Petersilie oder Dill, anrichten und servieren.

An Stelle des Kochfleichs lassen sich auch Wurst bzw. Wurstreste, wie z.B. Fleischwurst, Kochschinken oder Jagdwurst und Bierschinken verwenden.

DDR-Rezept, 1970


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Juli 172013
 

Koche das Fleisch erst in Milch, und anschließend in Wasser.

 

23.) Römisches Rezept, ca. 4. Jahrhundert


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Juli 172013
 

Salze das Fleisch und bestreiche es mit Essig. Gib das Fleisch in eine Mischung von Senf und Essig, so dass es vollständig bedeckt ist.

Verwende es, wie du möchtest, und du wirst über dessen Güte überrascht sein.

23.) Römisches Rezept, ca. 400 n.Chr.


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Feb. 282013
 
  • 800 g Schweinekamm
  • 300 g Zwiebeln
  • 2 Bund Suppengrün
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 Gewürznelken
  • 5 Pimentkörner
  • 10 Schwarze Pfefferkörner
  • 1 Prise Kümmel
  • 1/2 TL Senfkörner
  • 2 Streifen Zitronenschale
  • 1/2 TL Zucker
  • 2 EL Weinessig
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Semmelbrösel

Das Suppengrün putzen und in ca. 1 Liter Wasser mit den Gewürzen, dem Zucker, Essig, Salz und der Zitronenschale aufkochen,  bis der Sud richtig kräftig schmeckt. Das Fleisch abspülen und in den Sud legen, so dass es knapp bedeckt ist. Sollte der Sud nicht reichen, etwas Wasser hinzu geben.  Jetzt ca. 90 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassenm, bis das Fleisch fast gar ist. Nun erst die Zwiebeln schälen, viertelnm in Butter anbraten und dann gut die Hälfte der Fleischbrühe dazugießen und die Zwiebeln ca 20 Minuten darin dünsten. Danach die Sauce mit den Semmelbröseln binden. Das Fleisch schneiden und mit der Zwiebelsauce servieren. Dazu passen auch Kartoffelrösti oder Sauerkrautpuffer.

DDR, Sachsen


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Feb. 222013
 

Man kann zu dieser Jüs jedes Wild, außer Schwarzwild, benutzen, auch verschiedenes Wild gemischt; sehr gut wird sie von Hirschfleisch.

Man bestreicht den Boden einer Casserole etwas 5 mm dick mit Butter, belegt ihn mit in fingerdicke Scheiben geschnittenen Zwieblen, gibt 1 – 1,5 gk Wild, in Stücke geschnitten, dazu, nebst einem Schöpflöffel Fleischbrühe und lässt es auf schwachem Feuer sehr langsam anbraten, bis Butter, Zwiebel und der untere Teil des Fleisches leicht gebräunt ist; dann gießt man ein paar Liter Fleischbrühe daran, nebst ein paar gelben Rüben, 1/2 Sellerie, 1/2 weiße Rübe, einer Petersilienwurzel, einem Stück Lauch, einem kleinen Sträußchen Basilikum, Lorbeerblatt, einigen Pfefferkörnern und Gewürznelken und lässt es 4 Stunden kochen, worauf man es durchseiht, entfettet und gleich dem Consomé zu Suppen gebraucht oder auch in Tassen gibt.

8.) Düsseldorf, 1891

 


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Feb. 152013
 
  • 1,5 kg frischer Speck, gewürfelt
  • 65 g Salz
  • 0,8 g Zimt
  • 0,8 g Nelke
  • 2 g Muskatnuss
  • Zucker

Den Speck in Würfel schneiden, mit den Gewürzen vermischen, mit Malvasier oder anderem guten Rotwein benetzen, vermengen und in den  Keller stellen. Nun von 4 kg magerem Schweinefleischt, möglichst der Keule, das Fleisch so fein wie möglich hacken und mit Malvasier oder anderem Rotwein besprengen. Dann hinzu geben:

 

  • 70 g Parmesankäse
  • 140 g Salz
  • 45 g ganzer Pfeffer

Alles zusammen hacken und gut vermengen. Nun legt man die erste Masse auf den Fleischhack, hackt es noch etwas und knetet es wie einen Teig durcheinander, damit es gut vermischt wird und füllt alsdann die Därme so fest, wie es möglich ist, übersticht die Würste mit einer großen Nadel, damit alle Luft heraugehe, hängt sie 2 Tage in eine Kammer, daß sie trocken werden. Wenn sie gut abgetrocknet sind, hänt man sie an einen kühlen und luftigen Ort. Wenn sie sich nicht berühren und es nicht zu kalt und zu warm ist, halten sie sich bis tief in den Sommer.

4.) Weimar, 1842

 


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Feb. 142013
 

Die besten Würste erhält man aus Schinken von 10 kg Gewicht und darüber.

Von den Schinken wird die Schwarte abgezogen, und Knochen, Sehnen, überschüssiges Fett usw. abgelöst. Nun in kleine Stücke schneiden, dann mit dem mehrklingigen Wiegemesser aufs Genaueste zerkleinern. Je feiner das Fleisch zerkleinert wird, desto zarter,  besser und haltbarer werden die Würste.

Zu 12 kg Schweinefleisch nimmt man:

  • 20 g Salpeter
  • 3 große Hände voll feines Kochsalz
  • 20 g grob gestoßenen Pfeffer
  • 15 g ganzer Pfeffer
  • 15 g Puderzucker

Die zerkleinerte und mit den Gewürzen vermengte Fleischmasse wird in Kalbsblasen unter Vermeidung aller leerer Räume gefüllt.

Anschließend werden sie 14 Tage oder etwas länger in der Räucherkammer geräuchert, bis sie eine gelblich-braune Farbe annehmen. Rauch von Wacholderreisig erhöht den Wohlgeschmack bedeutend.

4.) Weimar, 1842

 


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Feb. 142013
 

Die besten Würste erhält man aus Schinken von 10 kg Gewicht und darüber.

Von den Schinken wird die Schwarte abgezogen, und Knochen, Sehnen, überschüssiges Fett usw. abgelöst. Nun in kleine Stücke schneiden, dann mit dem mehrklingigen Wiegemesser aufs Genaueste zerkleinern. Je feiner das Fleisch zerkleinert wird, desto zarter,  besser und haltbarer werden die Würste.

Zu 12 kg Fleisch kommen:

  • 22 g Salpeter,
  • 3 Hände voll Kochsalz,
  • 22 g grob gestoßener Pfeffer
  • 22 g ganzer Pfeffer.
  • 15 g Zucker

Alles wird mit dem Fleisch gut vermengt und geknetet.

Das Gemischte wird in Fettdärme oder Kalbsblasen abgefüllt und so fest als möglich gestopft und sehr dicht zugebunden. Es darf nirgends ein leerer Raum in der Wurst sein.  Nun hängt man die Würste an Standen, und lässt sie 24 Stunden lang hängen.  Wenn sich an einigen Würsten nach der Zeit am oberen Ende ein leerer Raum ergiebt, so muss die Wurstmasse nach unten gepresst werden und nochmals abgebunden werden, daß keine Leere zwischen Band und Fleisch bleibt. Nun werden die Würste 2 Tage zum Abtrocknen in einen luftigen Raum gehangen. Nun werden sie kühl geräuchert, bis sie eine gelblichbraune Farbe erhalten haben, ca. 12 bis 16 Tage.

4.) Weimar, 1842


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Aug. 302012
 

Laß in einer Kasserole frische Butter zergehen, und belege sodann die Kasserole mit Zwiebelscheiben und Kalbfleischschnitzeln, das Kalbfleisch belege mit Schinkenschnitzeln, und geblättelten gelben Rüben, setze es auf gelindes Feuer und laß es langsam dünsten. Wenn man sieht, daß sich das Kalbfleisch braun anlegt, so gieße eine klare Suppe oder Kochwasser vom Fleisch daran und laß dieses wieder einbraten. Wenn alles genug braun eingebraten ist, so rühre 5-6 EL Mehl darunter, schütte Fleischbrühe darauf, gebe Nelken und Muskatblüte dazu, und so lasse es gut aussieden. Wenn dies geschehen ist, so seihe es durch ein Haarsieb in eine Kasserole, so ist sie fertig.

Man kann auch Hühner- oder Kapaunenflügel mitkochen lassen.

1802

Bayrisches Rezept


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März 132012
 
  • 1 Katze
  • 150 g Butter
  • 300 ml Saure Sahne
  • 20 g Mehl
  • 1 EL Wacholderbeeren
  • 1,5 l Buttermilch
  • 3 g Pfeffer
  • 1 Zwiebel
  • Sellerie, Karotten, Petersilienwurzel
  • Salz

Die Katze sollte schon abgehangen sein. Sie wird abgezogen, gesäubert und 2 Tage in Buttermilch, die täglich gewechselst wird, mariniert.

Alle Häute und Sehnen werden soweit möglich, entfernt. Zum Braten verwendet man den Rücken und die Keulen. Aus den Resten kann eine Pastete oder eine Suppe bereitet werden.

Die Fleischstücke nun mit den gestoßenen Wacholderbeeren und etwas Pfeffer einreiben, in eine Pfanne geben und mit dem Gemüse überbetten. Nun die Katze noch einige Stunden oder über Nacht ziehen lassen.

Das Gemüse heraus nehmen, die Katze mit etwas Salz einreiben, in eine Pfanne oder einen irdenen Schmortopf legen und mit Butterstückchen belegen. Den Topf abdecken nd in die Röhre schieben. Während des Bratens öfter den Bratensaft übergießen, bis das Fleisch gar ist. Nun die  Sauren Sahne mit Mehl verrühren und dieses über die Katze geben. Nochmals 15 Minuten köcheln lassen.

Die Katze wird auf einer großen Platte, mit Sauce übergossen, serviert.

 

Polnisches Rezept, 19. Jahrhundert

 

Anmerkung:

Dieses Rezept hat nur invormativen Charakter,  bitte haben Sie Ihre Katze weiterhin lieb.


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März 112012
 
  • 500 g Rindfleisch
  • 130 g Nierenfett
  • 130 g Butter
  • 130 g Weißbrot
  • 0,5 Tasse fette Bouillon
  • 2 Eier
  • 2 Chalotten
  • Muskat
  • Salz

Butter und Chalotten werden geschwitzt, Bouillon, Nierenfett und in Sücke gebrochenes Weißbrot dazu geben, mit den Eiern und Gewürz einige Minuten rühren und, ist die Masse abgekühlt, erst das sehr fein gehackte oder geriebene Fleich mit dem Salz darunter mischen.

Nun macht man einen etwas platten Kloß davon, bestreicht denselben mit geschlagenen Ei, bestreut ihn mit gestoßenem Zwieback und brät ihn, bo öfterem Begießen, in einer Tortenpfanne in Butter in 30 Minuten gar.

Zieht man es vor, diesen Pudding in einer Springform im Ofen zu backen, so nimmt man noch eine halbe Tasse fette Bouillon mehr und legt, wenn der Pudding ein wenig gebacken ist, einige Stücke kalte Butter darüber.

Statt Rinfleisch kann man auch Kalb- oder Schweinefleisch nehmen.

Zum Pudding serviert man eine Sardellensauce oder rote Weinsauce.

Für 8-12 Personen

Wangerooge, Norddeutschland, 1850

 

 


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Aug. 312011
 

Ei oder auch nur Eiwess werden mit einer Gabel mit 1 Eßlöffel Flüssigkeit dünn geschlagen; ist das Fett in der Pfanne still und hellbraun, so nimmt man eine Gabel und durchsticht die Fleischstücke an der oberen äußersten Kante und paniert sie schnell, indem man sie durch die Eierflüssigkeit und dann durch geriebene Semmel zieht, die Semmel mit der Hand gut andrückt und sie sofort in das dampfende Fett legt.

 

panieren-2014-01-25-02 panieren-2014-01-25-01 kotelett-paniert-2014-01-25-02 schnitzelpaniert2013-12-22-01 schnitzelpaniert2013-12-22-03

 

Während des Bratens darf nicht mit der Gabel in die Fleischstücke gestochen werden, weil der austretende Fleischsaft die Panade abweichen würde. Gewendet wird mit Eierkuchenschippe oder breitem Messer


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Aug. 312011
 

1 Kalbskopf
Essig
Lorbeerblätter
Zitronenschale
Weißer Pfeffer
Nelken
Salz
Zwiebeln
Mehl
Butter
Wein

Einen sauber geputzten Kalbskopf brüht man ab und legt ihn über Nacht in kaltes
Wasser. Dann beint man ihn aus, kocht ihn 10- 15 Minuten in vielem kochenden
Wasser und kühlt ihn wieder mit kaltem Wasser ab. Alsdann macht man einen Sud,
halb von Essig, halb von Wasser, Lorbeerblättern, einer Zitronenschale, weißem
Pfeffer, einigen Nelken, Salz und Zwiebeln und kocht den Kopf nochmals 2 Stunden
lang. Von 2 Löffeln voll Mehl, die man in Butter braun röstet und mit der Brühe
auffüllt, bereitet man nun eine Sauce und gibt ein Glas guten Weins daran. Zur
Zeit der Krebse werden Krebsschwänzchen und Kalbsmilchner, die vorher in
Salzwasser abgebrüht und gehäutet sind, dazu gegeben und mit der Sauce über den
in einer Schüssel liegenden Kalbskopf angerichtet. Die Zunge schneidet man in
längliche Stücke und verziert den Kopf damit, indem man sie zwischen Petersilie
garniert.


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Aug. 292011
 

Sauerampfer waschen und fein hacken. Dann eine weiße Einbrenn herstellen und ihn darin leicht anrösten. Mit Fleischbrühe angießen und mit einem Löffel saurem Rahm kochen lassen.

Zum Anrichten mit Eigelb legieren und mit einem Löffel Rahm begießen sowie mit gebratenen Fleischscheiben belegen.


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