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Okt. 022026
 

Fränkischer Leberkäse mit echter Leber (“Leberfäje”) 🇩🇪

Herkunft: Mittelfranken

Zutaten

  • 500 g Rinderhack
  • 500 g Schweinehack
  • 200 g Leber (durchgedreht)
  • 40 g geräucherter Speck
  • 1 Zwiebel, feingehackt
  • ¼ l Milch
  • 100 g Mehl
  • 2 Eier
  • Salz
  • Pfeffer
  • Majoran

Zubereitung

  1. Speck und Zwiebel anbraten
    Den geräucherten Speck fein würfeln und glasig ausbraten. Die fein geschnittene Zwiebel darin glasig dünsten.
  2. Masse anrühren
    Das Hackfleisch und die durchgedrehte Leber dazugeben.
    Unter kräftigem Rühren nach und nach die Milch untermischen, dann Mehl, Eier und Gewürze (Salz, Pfeffer, Majoran) untermengen und alles tüchtig verkneten.
  3. Backen
    Die Masse in eine Kastenform füllen, mit Wasser glattstreichen und im Backofen ca. 2 Stunden braten (bei ca. 180 °C).

Klassisch serviert:

  • Mit einem Spiegelei darüber – die beliebteste Art, ihn “hierzulande” zu essen
  • Mit Kartoffelsalat – der fränkische Klassiker dazu
  • Alternativ: süßer Senf, Brezel und ein Bier (die bayerische Art)

Hintergrundwissen und Geschichte

“Leberfäje” – Leberkäse mit echter Leber

  • Leberkäse (mundartlich je nach Region “Leberkas”, “Leberkäs” oder fränkisch “Leberfäje” – von Leberkäse über Loaberkauf) ist das berühmteste Fleischkuchen-Gericht Süddeutschlands – ein grob feiner Fleischteig, der im Ofen zu einem saftigen Laib gebacken wird.
  • Die große fränkisch-bayerische Rivalität:
    • In Bayern (besonders Oberbayern) enthält der klassische Leberkäse heute meist KEINE Leber – der Name ist historisch, die Rezeptur “pur” aus Schweine- und Rindfleisch
    • In Mittelfranken (und Franken allgemein) kommt – wie das Rezept betont – wirklich Leber in den “Käs” – oft feiner gewürzt mit Majoran statt der bayerischen “Puristen-Version”
  • Bairisch-österreichische Verwandtschaft:
    Der Fleischkäse/Leberkäse stammt ursprünglich aus Österreich-Bayern (17. Jahrhundert); es ist verwandt mit dem italienischen Mortadella-Prinzip und dem französischen Pâté de campagne – nur eben im Ofen gebacken statt gekocht.

Warum “Käse”, wenn kein Käse drin ist?

  • Das Wort “Käse” im Leberkäse bezeichnet keinen Milchkäse, sondern die Form:
    • Der gebackene Laib erinnert an einen Käselaib (oval oder rechteckig wie ein “Laib”)
    • Mundartlich war “Chäs/Käs” auch allgemein die Bezeichnung für eine geformte, gepresste Masse (vgl. “Käsekuchen” – ebenfalls ein “geformter Kuchen”)
  • Die Legende, der Leberkäse sei nach einem Fleischer namens “Käse” benannt, ist Volksetymologie.

Die Geschichte: Vom Metzger-Alltag zum Nationalgericht

  • 17./18. Jahrhundert: Leberkäse entsteht als verwertbare Metzgerspezialität – Fleischreste, Leber und Speck wurden zu einem haltbaren, günstigen Fleischlaib verarbeitet
  • 19. Jahrhundert: Mit dem Metzgerhandwerk verbreitet er sich als bayerisches Nationalgericht – mit der typischen braunen Kruste vom Blech
  • Heute: Ein Kulturgut – vom Gasthaus-Blechkäse mit Spiegelei bis zur Brez’n-Grillsemmel mit süßem Senf ist der Leberkäse aus Bayern und Franken nicht wegzudenken

Mittelfränkische Spezialität: Majoran statt Muskat

  • Die fränkische Würzung mit Majoran (statt des bayerischen “Purismus” mit fast nur Salz und Pfeffer) verweist auf die fränkische Metzgertradition:
    • Majoran ist das Schlüsselgewürz der fränkischen Fleischküche (auch in Fleischkäse, Bratwurst und Lebkuchen)
    • Die Kombination mit viel Pfeffer ergibt den typischen herzhaft-würzigen fränkischen Charakter

Warum Milch, Mehl und Eier?

  • Das Rezept ist ein “Hausmacher-Leberkäse” – einfacher als die Metzger-Variante:
    • Milch macht die Masse saftig und locker (im Metzgerhandwerk: Eiswasser für die feine Emulsion)
    • Mehl bindet die Feuchtigkeit (im gewerblichen Leberkäse kein Mehl – dort bindet das Bindegewebseiweiß)
    • Eier geben Bindung und Farbe
  • Die Kastenform ist die typische haushältige Backmethode: Der Teig wird wie ein Fleischbrot gebacken – ein Prinzip, das es in ganz Deutschland gibt (vgl. Fleischpiek, Hackbraten).

Das Spiegelei obenauf: Der fränkische Klassiker

  • Die klassische fränkische Servierart – Leberkäse mit Spiegelei und Kartoffelsalat:
    • Das Eigelb als “Sauce” über dem warmen Fleischkuchen
    • Der Kartoffelsalat (fränkisch: mit Brühe und Essig, mit oder ohne Mayo – je nach Dorf!) als herzhaft-säuerliche Beilage
  • Alternativ in Nürnberg/Franken: 2 Leberkäse-Scheiben mit Spiegelei dazwischen (“Leberkäse-Schwarzwalder” – keine echte Verbindung zum Schwarzwald, nur der Name)

Tipsps für den perfekten Leberfäje

  1. Leber gut durchdrehen:
    Die Leber zweimal durch den Fleischwolf drehen (feine Scheibe) – nur so verteilt sie sich gleichmäßig und macht den “Käs” saftig-würzig.
  2. Masse gut verkneten:
    Wie beim Metzger: Tüchtig kneten – die Masse soll binden und leicht klebrig sein (das Eiweiß quillt und verbindet).
  3. Speck wirklich glasig, nicht knusprig:
    Der ausgelassene Speck mit Zwiebeln soll geschmeidig in der Masse landen – knusprige Grieben machen Löcher im Teig.
  4. Mit Wasser glattstreichen:
    Der Wasserpinsel vor dem Backen macht die glänzende Oberfläche und hilft bei der Krustenbildung.
  5. Backzeit und Ruhezeit beachten:
    Ca. 2 Stunden bei 180 °C – der Leberkäse soll durchgegart und innen saftig sein (Stäbchenprobe). Danach 10 Minuten ruhen lassen, bevor geschnitten wird.
  6. Besser am nächsten Tag:
    Wie viele Fleischgerichte entfaltet er aufgewärmt oder kalt (dazu Essiggurken) sein volles Aroma – klassisch wurden Reste als Vesper gegessen.

Varianten

  • Bayerischer “Puristen-Leberkäse” (ohne Leber):
    Nur Schweine- und Rindfleisch, fein gewolft – die klassische bayerische Version.
  • Pizzaleberkäse:
    Mit kleinen Fleisch- und Schinkenwürfeln – die “Pizza”-Variante mit mehr Biss.
  • Käseleberkäse:
    Mit gewürfeltem Käse im Teig – die moderne Metzger-Spezialität (im Teig schmelzend!).
  • Pikanter Leberkäse:
    Mit Peperoni, Paprika und Gewürzgurken – die scharfe Wirtshaus-Variante.
  • Fleischkäse österreichische Art:
    Feiner gemahlen, mit Muskat und Ingwer – als Fleischkäse-Semmel das österreichische Pendant.
  • Vegetarischer “Leberkäse” (modern):
    Mit Linsen, Hafer und Pilzen – die moderne Kantine-Variante (mit Einschränkungen, aber der Trend geht dorthin).

Die klassische fränkische Tafel dazu:

  • Spiegelei und Kartoffelsalat (die klassische Kombination)
  • Süßer Senf und Brezel (die bayerische Art)
  • Essiggurken und scharfer Senf (die deftige Art)
  • Ein kühles Bier – klassisch Helles oder Fränkisches Landbier

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Okt. 012026
 

Leberpastete (Печеночный паштет) 🇷🇺

Zutaten (für 4 Personen)

  • 400 g Rinderleber
  • 120 g Möhren
  • 120 g Zwiebeln
  • 2 hart gekochte Eier
  • 20 ml Pflanzenöl
  • 200 g Weißbrot
  • 40 ml Milch
  • 20 g Petersilie und Dill
  • 2 g Salz (ca. ½ TL)
  • 40 g Schmand (10 %)

Zubereitung

  1. Leber vorbereiten
    Die Rinderleber in Portionen schneiden, in Milch einlegen (ca. 30 Minuten – mildert den strengen Geschmack) und gar kochen (ca. 15–20 Minuten).
  2. Gemüse dünsten
    Die Zwiebeln in Ringe, die Möhren in Scheiben schneiden und beides im Pflanzenöl glasig dünsten (passieren).
  3. Pastete herstellen
    Das gedünstete Gemüse zusammen mit der gekochten Leber zweimal durch den Fleischwolf drehen.
    Salzen, den Schmand zugeben und alles gut vermischen.
  4. Garnieren und servieren
    Mit gehackter Petersilie und Dill sowie dem fein gehackten Ei bestreuen.

Hintergrundwissen


Leberpastete: Nährstoffdichte auf Russisch

  • Das Rezept stammt wie die vorherigen aus der sowjetischen Diät- und Sanatoriumsküche (лечебное питание) – erkennbar an den exakten Grammangaben, dem fettarmen Schmand (10 %) und der schonenden Zubereitung.
  • Zweimal durch den Fleischwolf ist der Qualitätsunterschied: Die Masse wird fein und streichzart – im Unterschied zur gröberen “gehackten Leber” (Rezept 15).
  • Das Milchbad der Leber ist ein alter Trick der russischen Küche: Die Milchproteine binden die bitteren Blutstoffe und machen die Leber milder.
  • Verwandt ist die berühmte jüdische Chopped Liver (Leber, Zwiebeln, Eier, Schmalz) und die französische Pâté de foie de bœuf – überall in Osteuropa war Leberpastete ein beliebtes Festtags-Brotaufstrich.

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Sep. 302026
 

Gehackte Leber (Рубленая печень) 🇷🇺

Zutaten (für 4 Personen)

  • 400 g Rinderleber
  • 120 g Zwiebeln
  • 80 g Möhren
  • 2 hart gekochte Eier
  • 120 g Frühlingszwiebeln
  • 40 ml Pflanzenöl
  • 400 g Weißbrot
  • 120 ml Milch
  • 20 g Petersilie oder Dill
  • 2 g Salz (ca. ½ TL)
  • 120 g Schmand (10 %)

Zubereitung

  1. Leber vorbereiten
    Die Rinderleber waschen, die Haut entfernen und in Milch einlegen (ca. 30 Minuten – das mildert den strengen Geschmack).
  2. Leber garen
    Die Leber in Brühe oder Wasser mit den Möhren und der halben Zwiebel kochen, bis sie zart ist (ca. 15–20 Minuten).
    Alternative: Die Leber in Alufolie wickeln und im Backofen garen.
  3. Zwiebeln dünsten
    Die restliche Zwiebel fein hacken und im Pflanzenöl weich dünsten (passieren), bis sie glasig-gold ist.
  4. Masse hacken und vermengen
    Die Leber zusammen mit dem Weißbrot durch den Fleischwolf drehen.
    Die gedünstete Zwiebel, den Schmand und Salz untermengen.
  5. Garnieren und servieren
    Die Frühlingszwiebeln waschen und schneiden.
    Vor dem Servieren die Lebermasse mit dem gehackten Ei garnieren und mit Frühlingszwiebeln, Petersilie oder Dill bestreuen.

Hintergrundwissen und Geschichte

Gehackte Leber: Ein Klassiker der russischen und jüdischen Küche

  • Gehackte Leber (ру́бленая печень) ist ein Gericht der ** traditionellen russischen und osteuropäischen Küche**, das in zwei Traditionen wurzelt:
    1. Die russische Diät- und Sanatoriumsküche: Das Rezept stammt aus dem Umfeld der sowjetischen Krankenkost (лечебное питание) – mit genauen Grammangaben, Magerquark und dem klaren Ziel: nährstoffreich, leicht verdaulich, eisenreich.
    2. Die jüdische Küche Osteuropas: Die berühmte “Gehackte Leber” (Gribenes/Chopped Liver) – Leber, Zwiebeln und Eier durch den Wolf gedreht, mit Schmand oder Grieben – ein Klassiker der Schabbat- und Festtagsküche.

Leber: Der Eisenlieferant der traditionellen Küche

  • Rinderleber ist eines der nährstoffdichtesten Lebensmittel überhaupt:
    • Extrem reich an Eisen (ca. 5–8 mg/100 g), Vitamin A, B12 und Folsäure
    • Gilt seit Jahrhunderten als Stärkungsmittel bei Blutarmut und Erschöpfung
  • In der russischen Volksmedizin galt Leber als “Blut bildendes” Mittel – wissenschaftlich heute bestätigt durch den hohen Häm-Eisen-Gehalt.
  • Einlegen in Milch ist ein alter Trick: Die Milchproteine binden die bitteren Blutstoffe und machen die Leber milder.

Weißbrot durch den Fleischwolf: Das Bindungsprinzip

  • Das Mitdrehen von Weißbrot ist ein klassisches Prinzip der osteuropäischen Küche:
    • Es macht die Masse locker und streichfähig (ähnlich wie bei Fleischpasteten)
    • Es mildert die intensive Lebernote
    • Historisch: eine Resteverwertung von altbackenem Brot
  • Ergebnis ist eine pastetige, streichbare Konsistenz – zwischen Pastete und Brotaufstrich.

Schmand: Der säuerliche Ausgleich

  • Schmand (сметана) ist die russische saure Sahne (10–20 % Fett) – das universelle finishing der russischen Küche:
    • Sie macht die Lebermasse cremig und mild-säuerlich
    • Sie balanciert den metallischen Lebergeschmack
  • Die Angabe “Schmand 10 %” zeigt wieder die Herkunft aus der Diätküche – fettreduziert, aber geschmackvoll.

Ei und Frühlingszwiebeln: Das klassische Finish

  • Die Kombination Leber + Ei + Zwiebeln ist eine der ältesten Geschmackspaarungen der osteuropäischen Küche (siehe jüdische Chopped Liver: Leber, Eier, Zwiebeln – die heilige Dreifaltigkeit).
  • Das hart gekochte Ei gibt Textur und Farbe, die Frühlingszwiebeln die frische Schärfe.

Tipsps für die perfekte gehackte Leber

  1. Leber nicht übergaren:
    Leber wird bei zu langem Kochen trocken und körnig. Rinderleber braucht nur 10–15 Minuten – sie soll innen noch leicht rosa bleiben.
  2. Milchbad nicht abkürzen:
    Das 30-minütige Milchbad macht den Unterschied zwischen strenger und milder Leber. Wer es eilig hat: auch Buttermilch oder Kefir funktionieren.
  3. Zwiebeln langsam dünsten:
    Die Zwiebeln sollen glasiert-goldgelb sein, nicht braun – Süße statt Bitterkeit.
  4. Brot entrinden:
    Nur das weiche Innere des Weißbrots verwenden – die Kruste macht die Masse stückig.
  5. Schmand erst am Ende:
    Den Schmand kalt unterziehen, nicht mitkochen – sonst gerinnt er.
  6. Salz sparsam:
    Leber ist von Natur aus mineralisch – erst am Ende salzen und probieren.

Moderne Varianten

  • Als Pastete mit Butter:
    50 g weiche Butter mit unterziehen – die Luxus-Variante als feste Pastete (französisch Pâté de foie de bœuf).
  • Jüdische Variante (Chopped Liver):
    Mit gebratenen Zwiebeln und Grieben (ausgelassene Hühnerhaut) – herzhafter, mit schmalz statt Pflanzenöl.
  • Mit Apfel:
    Ein geriebener Apfel unter die Masse heben – die moderne Variante mildert Metallnoten (ähnlich der Leberpastete mit Calvados).
  • Mit Madeira:
    Beim Dünsten einen Schuss Madeira oder Sherry – die feine Hotelküche-Variante.
  • Als Füllung:
    Die Lebermasse als Füllung für Piroggen, Blini oder Pfannkuchen verwenden.
  • Mit Bratkartoffeln:
    Die warme Lebermasse auf Bratkartoffeln setzen und mit Ei krönen – das rustikale Hauptgericht.

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Jan. 092023
 
  • 500 g Kalbsleber
  • 100 g geräucherter Speck
  • 1 Zwiebel
  • 1 Burkane (Möhre)
  • etwas Sellerie,
  • 1 EL Butter
  • Salz
  • Zitronensaft oder Essig
  • etwas Wein

Die Leber wird gehäutet und mit dem fein geschnittenen Speck und dem Gemüse so lange geschmort, bis sie beim Einstechen nicht mehr blutet. Danach dreht man Leber und Gemüse mehrmals durch den feinen Fleischwolf, anschließend streicht man durch ein Sieb. Die Butter wird schaumig gerührt und dazugegeben. Und die Pastete mit Salz, Zitrone oder Essig und etwas Wein abgeschmeckt, dann kalt anrichten.

Man verziert mit feinen Zitronenscheiben und grüner Petersilie.

 

Baltisches Gericht


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Nov. 082013
 

Häute 500 g Kalbsleber, schabe und hacke sie mit 500 g Nierenfett fein, gebe 6 Eier, Salz, Muskatnuss, Semmelmehl und 1 EL Mehl hinzu, röste Semmelwürfel in Butter an. Gib diese zum Teig, rühre alles gut durcheinander und lass den Teig ca. 1 Stunde ruhen. Nun formt man Klöße vom Teig und kocht sie in Wasser aus.

32.) Würzburg, 1862


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Nov. 072013
 

Das Blut einer gestochenen Gans lässt man in eine Schüssel laufen, in der etwas Essig und Salz ist, und rührt es so lange, bis es kalt ist, damit es nicht gerinnt. Nun nimmt man den Kopf, den Hals, Flügel, Füße, Leber, Lunge und Magen der Gans, schneidet den Magen auf, zieht die innere Haut ab, zerhackt die Flügel in Stücke, wäscht alles gut, stellt es mi Salz und Wasser auf das Feuer, schäumt es gut ab, gibt Zwiebeln, Lorbeerblätter, Zitronenschale, Pfeffer, Nelken und Essig dazu, und lässt alles weich kochen. Nun röstet man Mehl in Butter oder Schmalz braun, rührt es mit der Brühe an, lässt es gut durchkochen und gibt das Blut durch ein Sieb hinein, rührt alles gut durch und richtete es an.

 

32.) Würzburg, 1862


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Sep. 182013
 
  • 1 kg Schweinebauch
  • 500 g Leber vom Schwein
  • 250 g Schwarten
  • 125 g Zwieblen
  • 125 g Schweineschmalz
  • 5 Brötchen
  • 2 EL Majoran
  • 1 EL Thymian
  • Salz
  • Pfeffer
  • Därme

Schwarten und Schweinebauch in kochendes Salzwasser geben und ca. 1 h köcheln lassen. Die Leber putzen, das gekochte Fleisch würfeln, die gekochten Schwarten in Streifen schneiden. Die Kochbrühe aufheben. Zwiebeln schälen und grob hacken, im Schmalz nur glasig braten, ohne dass sie braun werden. Nun auf ein Sieb geben, das Schmalz abtropfen lassen. Die Brötchen im heißen Kochwasser vom Fleisch gut einweichen und anschließend ausdrücken. Nun alles durch den Fleischwolf drehen und mit den Gewürzen schön herzhaft abschmecken.  Mit Hilfe des Wursttrichters in die gereinigten Därme füllen und gut zubinden. Anschließend die Würste in leicht gesalzenes Wasser geben, einmal aufkochen lassen und auf kleinerem Feuer ca. 1/2 Stunde ziehen lassen.

Man kann die Wurstmasse auch in Gläser füllen, dann im Wasserbad im Backofen  1/4 bis 1/2 Stunde bei mittlerer Hitze einkochen.

 


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Sep. 032013
 

Anbei ein Rezept aus einer alten Handschrift des 15. Jahrhunderts mit dem Titel “Ein alemannisches Büchlein von guter Speise”.

Niem ain leber und braut die und schnid darnach das usser darab und schnid die leber zu schnitlin und was darab geschnitten werd, das stoss in ainem morser und tuo ruggin brott und brügin und win oder essich; darnach well es in ainer pfannen: das wirt ain leber pfeffer.

Nimm eine Leber, brate sie und schneide anschließend das Äußere ab und schneide die Leber in Schnitten, und das abgeschnittene stoße in einem Mörser und tue Roggenbrot und Brühe und Wein oder Essig daran, danach koche es in einer Pfanne, dann wird es ein Leberpfeffer.

26.) Süddeutschland, 15. Jahrhundert


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März 042013
 
  • 750 g Rinder leber oder Kalbsleber
  • 150 g Speck
  • 1 Zwiebel
  • 2 Semmeln
  • Salz
  • Majoran
  • ca. 150 g Speck in Scheiben zum Auslegen

Die Semmeln in kaltem Wasser einweichen und ausdrücken. Nunn die Leber, den Speck, die Zwiebel und die Semmeln durch den Fleischwolf drehen.Die Gewürze hinzugeben und fein abschmecken. Eine Kastenform  wird mit den Speckscheibchen ausgelegt, die Lebermasse eingefüllt und glattgestrichen. Nun den Leberkäse bei ca. 180 Grad C. ca. 45 – 55 Minuten im Backofen backen, bis er eine schöne braune Kruste hat.

Bayern


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März 042013
 

Man wäscht eine Kalbsleber, trocknet und häutet sie ab und gibt sie mit Limonenschalen, Petersilie und Zwiebel fein gewiegt, in ein Gefäß, worin man sie mit 125 g zerlassenem Mark oder Butter, Salz, etwas gestossenem Zimt, Nelken, Neugewürz und wenig Pfeffer gut verrührt, dann 1 Liter Milch, 125 g Weinbeeren und zuletzt die Bröseln von 4 Semmeln damit wohl vermengt. Nun belegt man eine irdene Schüssel mit einem in Wasser geweichten Kalbsnetz, gibt die abgerührte Masse darauf, schlägt das Netz darüber zusammen und bäckt es im Ofen. Man kann den Leberkäs kalt oder warm verspeisen; für letzterne Fall macht man folgende Sauce:

Man rührt eine aus Butter, Mehl und Semmelbröseln gemachte gelbbraune Einbrenne mit etwas kochendem Wasser ab, vermischt sie mit ca. 300 ml Rotwein, 150 ml Met (Honigwein), schwarzem geriebenen Lebgucken, gestoßenem Zimt, Nelken, fein gewiegten Limonenschalen, etwas Salz, Weinbeeren und Rosinen, lässt alles gut verkochen und gibt es zum Leberkäse.

Will man ihn kalt verspeisen, so steckt man beim Einrichten des Abgebrühten in das Netz noch einige Speckstreifen in das Gemenge und lässt die Weinbeeren weg.

14.) München, 1851


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Feb. 202013
 

Hierzu nimmt man das Geräusche, nämlich Herz, Lunge und Leber, dann den Kopf, Hals und die Vorderläufe, wäscht es, zerhaut es etwas und setzt es mit Wasser, Salz, 2 Lorbeerblätter, einer großen, mit einigen Nelken besteckten Zwiebel , etwas Thymian, Basilikum und einigen zerquetschten Wacholderbeeren zu Feuer, gießt, sobald das Fleisch weich ist, die Brühe durch einen Seiher, röstet in 100 g zerlassener Butter 2 EL voll Mehl hellbraun, dämpft darin eine fein geschnittene Chalotte, gießt die Brühe daran, lässt es noch ein wenig kochen, und richtet die Suppe über ganz fein geschnittenes Graubrot oder Weißbrot an.

8.) Düsseldorf, 1891


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Feb. 152013
 
  • 1,5 kg frisches, gekochtes und länglich geschnittenes Schweinefleisch
  • 6 Schweinezungen
  • 159 g geriebenes Weißbrot
  • 250 g gehackte Leber
  • 300 ml frisches Schweineblut
  • 7 g Englisches Gewürz
  • 7 g Pfeffer
  • 7 g Nelken
  • Salz

Alles wird geschnitten und gut vermengt. Nun in Därme füllen und 1 Stunde kochen lassen. Anschließend räuchern.

4.) Weimar, 1842


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Feb. 152013
 

Vom Schwein werden die Bauchstücke, das Halstück der Kopf ohne Ohren, die Lunge, Leber, Herz und Nieren, nachdem sie gut gewaschen wurden, in einen Kessel mit siedendem Wasser geworfen, wo alles ca. 30 Minuten bis 45 Minuten, je nach Alter des Schweins, gekocht wird. Es darf nicht ganz weich sein, sondern nur “gekredelt” werden.IMG_0727-min1

Anschließend wird die Schwarte abgelöst und das Fleisch mit dem auch dazu gekochten sogenannten Borst- oder Darmfett in kleine Würfel geschnitten, mit Salz, Pfeffer, Piment, etwas Würznelke, geriebenem Majoran tüchtig gemengt, dazu das vom Schlachten aufbewahrte Schweineblut durch einen Durchschlag, damit das Geronnene zrückbleibt, dazu gegossen und nochmals gemengt. Man muss probieren, ob genügend Salz und Pfeffer daran ist. Man füllt nun mittels eines großen Wursttrichters diese Masse in die auf einer Seite schon zugebundenen Därme, bindet sie auch auf der anderen Seite zu, jedoch dürfen sie nicht zu sehr gefüllt sein, da sie sich beim Kochen sehr ausdehnen, und, wenn sie zu sehr gefüllt sind, leicht platzen.

Wenn die Brühe, in der das Fleisch kredelig gekocht wurde, wieder kochend, werden die Würste hinein gegeben und so lange gekocht, bis sie gar sind. Dazu werden sie auch gewendet.

 

4.) Weimar, 1842

 


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Feb. 152013
 

In den meisten Orten wird die Leber roh, mit Milz, Gehirn und Nieren zerhackt, mit kleingewürfeltem geschnittenem Fett, Salz, Gewürz und Semmelmehl, fein gehackten Zwiebeln, die in zerlassenem Speck weich gedämpft werden, kleinen Rosinen und Zitronenschale vermengt, in die Därme gefüllt und gekocht.

Wer es Herzhaft mag, lässt das Semmelmehl und die Rosinen weg.

4.) Weimar, 1842


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Feb. 152013
 

Das weißeste und beste vom gekochten Schweinefleisch wird nebst dem Geirn vom Schwein genommen, ganz fein gehackt und etwas von Leber und Lunge hinzugefügt. Alsdann kommt Thymian, Majoran, Muskatnuss, etwas gestoßener weißer Pfeffer, Nelkenpfeffer und etwas geriebene Zitronenschale dazu. Diese Masse wird in die sogenannten Krummdärme fest eingestopft, zugebunden und die Würste im Kessel nur bis ans Kochen gebracht.

4.) Weimar, 1842


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Feb. 082013
 

Nimm 3 oder mehr Hühnerlebern, gib diese in eine sehr heiße Fleischbrühe und lasse sie nur durchziehen, damit sie ganz weich bleiben. Zerrühre sie dann durch einen Durchschlag und rühre sie mit ca. 500 ml Fleischbrühe in einen Topf, lasse es aufkochen und würze mit Muskatblüte und Cardamom, und lass auch kurz, bevor man anrichtet, ein Stück Butter in der Suppe zergehen und richte dann über weiß gebähtem Brot an.

1.) Nürnberg, 1691


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Jan. 232013
 

Es werden 15 Äpfel geschält, geviertelt und das Kerngehäuse entfernt., Nun lässt man in einer Casserole 1 Glas Wein mit 30 g Zucker kochen, gibt die Äpfel hinein, und kocht sie unter widerholtem Schütteln so lange, bis der Wein verkocht ist, wobei jedoch die Äpfel nicht weich werden dürfen, und gibt nach Belieben gereinigte, kleine Rosinen und einige geriebene Mandeln hinzu.

Gleichzeitig lasse man eine Kalbsleber in siedendem Wasser 60 Minuten kochen, reibe diese, nachdem sie erkaltet ist, auf einem Beibeisen, und rühre 250 ml Sahne dazu. Nun wird 125 g Butter mit 8 Eigelb, abgeriebener Zitronenschale und 125 g Zucker gut verrührt, und zuletzt der Schnee aus dem Eiweiß darunter gemengt. Nun wird eine Form mit Butter bestrichen, auf dem Bocen derselben eine Lage Äpfel mit Rosinen und Mandeln gelegt, und darauif eine Lage von der bereiteten Lebermasse gegeben. Nachdem damit teilweise so forgefahren ist, muß eine Lebermasse als letzte Lage den Abschluss machen.

Hierauf setzt man die Form in die Röhre und lässt die Speise darin 60 Minuten backen.

Nürnberg, 1840


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Jan. 082013
 
  • 1 Paprikafrucht
  • 500 g Tomaten
  • 2 grüne Gurken
  • 30 g Butter
  • 250 g Leber
  • Salz, Pfeffer, Thymian
  • 4 Eier
  • 75 g Reibkäse.

Die vorbereitete Paprikafrucht in Ringe schneiden. Die Tomaten abziehen, die Gurken
schälen und beides in Würfelchen schneiden. Das Gemüse etwa 10 Minuten
in erhitzter Butter dünsten. Die gehäutete Leber in Scheiben schneiden und einige Minuten zusammen mit dem Gemüse dünsten. Dann alles in eine gefettete feuerfeste
Form geben, Salz, Pfeffer und etwas Thymian dazwischenstreuen, die hartgekochten,
in Scheiben geschnittenen Eier darauf anordnen und mit dem geriebenen Käse bestreuen. In der. vorgeheizten Röhre etwa 5 Minuten bei Mittelhitze überbacken.

DDR


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Nov. 122012
 

250 g Semmelmehl wird in Schmalz oder Fett geröstet, sodann nimmt man 500 g fein geschnittene Kalbsleber in eine Schüssel, treibt sie ab, schlägt 6 ganze Eier daran, klein geschnittenes Petersilienkraut, Zwiebeln und Schalotten dazu, und gibt die gerösteten Bröseln darein. Wenn sie zu fest wären, so kann man einige EL süße Milch daran geben, und ein wenig Mehl dazu stäuben. Die Knödel werden etwas kleiner gemacht, und können in Fleischsuppe gekocht werden.

1856, Böhmen


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Okt. 152012
 

Synonyme:

  • Große gemeine Nessel, Brand-Nessel, Donner-Nessel
  • Kleine Brennessel, Heiter-Nessel, Hedder-Netel, Hafer-Nessel
  • Römische Nessel, Garten-Nessel

Verwendung:

  • wurde früher mit unter die Kohlkräuter gemischt und gegessen
  • wärmt, trocknet, öffnet, zerteilt, erweicht, reinigt
  • eröffnet Leber, Milz, reinigt das Blut, räumt die Brust, Lune, gegen Husten, Engbrüstigkeit, Schnupfen, Seitenstechen, zerteilt geronnenes Blut im Leib vom Fallen und Stoßen, macht innerliche Geschwüre zeitig und säubert sie, vertreibt das Darmreißen, erweicht den harten Leib, treibt mächtig den Harn und Stein
  • Tee: gegen Steine, Pest
  • Pulver der kleinen Brennessel oder destilliertes Wasser davon: gegen Schwindsucht
  • Nesselwurzel in Wein oder Wasser gekocht und getrunken: gut gegen flüssiges Gehirn, triefende Augen, Husten, Keuchen, verstopfte Milz, Leber, Gelbsucht, Geschwulste des Leibes, verhütet den Stein
  • Wurzel in Wasser gekocht als Pflaster: gegen Podagrische Schmerzen
  • Nesseln in Bier gekocht, als Pflaster gegen Hüftwehe
  • Lahme und schwindende Glieder mit Kleiner Brennessel gerieben, bringt sie wieder zurecht
  • Nessel zerquetsche mit wenig Salz auf Puls gebunden: gegen Fieber
  • Penis mit Nesseln gerieben: sorgt für Standkraft im Liebesspiel (Vorsicht, könnte u.U. schmerzhaft sein !)
  • gegen Nesselverbrennungen hilft Olivenöl oder Rosenöl
  • Nesseln gekocht und Haut damit gewaschen: gegen bösen Grind, faule Schäden, kalten Brand
  • Same: treibt mächtig Urin und Stein
  • mit Butter gekocht, für 3 Tage gegessen: reizt zu ehelichem Werken
  • löst zähen Schleim der Brust, gegen Husten, Keuchen, Engbrüstigkeit, Seitenstechen, Schmerzen der Mutter, vertreibt Blähungen der Mutter, Kolik, Pocken, Masern
  • destilliertes Wasser aus blühendem Kraut: bei Beklemmung der Brust, Atemproblemen, Seitenstechen, stillt Nasenbluten, Darmgicht, treibt Urin, Stein, Sand, Gries und
  • ausgepresster Saft: bei stinkenden faulen Wunden, faulem Fleisch

 

Botanologia medica, 1714


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