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Okt. 042026
 

Kerscheplotzer (Pfälzischer Kirschen-Brotauflauf) 🇩🇪

Zutaten

  • 8–10 altbackene Brötchen (Weißbrot)
  • ½ l Milch
  • 4 Eier
  • 125 g Butter
  • 4 EL Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Messerspitze gemahlener Zimt
  • 500 g Sauerkirschen mit Kern
  • 100 g Mandeln oder Walnüsse
  • Butter (für die Form)

Zubereitung

  1. Brot einweichen
    Das geschnittene Weißbrot mit der heißen Milch übergießen und ziehen lassen.
  2. Butter-Ei-Masse rühren
    Die Eigelbe mit der angewärmten Butter und dem Zucker schaumig rühren.
    Dazu kommen die Gewürze (Vanillezucker, Zimt) und das eingeweichte Weißbrot, dann die Kirschen, die grob gehackten Mandeln oder Walnüsse und zuletzt der steif geschlagene Eierschnee (vorsichtig unterheben!).
  3. Backen
    Eine Auflaufform mit Butter ausstreichen und die lockere Masse hineinfüllen.
    Den Kuchen bei 190 °C backen – bei ausreichendem Vorheizen genügen 30–40 Minuten.
    Sollte die Oberfläche zu braun werden, muss sie abgedeckt werden.

Serviervorschlag:
Lauwarm mit Vanillesauce, kalter Milch oder Sahne – der Pfälzer Klassiker als süßes Hauptgericht (Dinersuppe… nein: “Süßes Hauptessen”, wie es in der Pfalz Tradition ist!).


Hintergrundwissen und Geschichte

Der “Plotzer”: Pfälzer Wort für einen ganzen Kuchen-Typ

  • “Kerscheplotzer” (pfälzisch: Kersche = Kirschen, Plotzer = “Plumper Kuchen/Spießer”) gehört zur Familie der pfälzischen Auflauf- und Restekuchen:
    • Der Name kommt von “plotzen” – im Pfälzer Sprachgebrauch: etwas plumpes, Klumpiges Backen – die Masse “plotzt” in die Form
    • Verwandte Namen in der Region: “Kartoffelplotzer” (Kartoffelauflauf-Kuchen) und ähnliche “Plotzer”-Gerichte – der Plotzer ist eine eigene pfälzische Gattung
  • Der Kerscheplotzer ist ein klassisches Süßes Hauptgericht – in der Pfalz (wie in ganz Süddeutschland) war die Tradition der “süßen Hauptspeise” weit verbreitet: Dampfnudeln, Kerscheplotzer, Scheiterhaufen – Mehlspeisen und Aufläufe als vollwertiges Essen, nicht als Nachspeise!

Die Familie der “Arme-Ritter”-Aufläufe

  • Der Kerscheplotzer gehört zur großen europäischen Familie der Brotaufläufe – überall dasselbe Prinzip (altbackenes Brot + Milch + Eier + Zusätze):
    RegionNameBesonderheit
    PfalzKerscheplotzerMit Sauerkirschen und Nüssen
    Bayern/ÖsterreichScheiterhaufenMit Äpfeln, in Schichten
    FrankreichPain perduIn Scheiben gebraten
    EnglandBread and butter puddingGeschichtet, mit Rosinen
    ItalienZuppa inglese-VerwandteBrot in Alkermes getränkt
  • Alle sind Resteküche: Altes Brot wurde durch Einweichen und Backen zu einem feinen Gericht “veredelt” – nichts wurde weggeworfen.

Sauerkirschen mit Kern: Die Pfälzer Frucht

  • Die Pfalz ist das größte deutsche Sauerkirschen-Anbaugebiet – die “Schattenmorelle” wächst in den饭… in den Obstgärten rund um die Deutsche Weinstrße:
    • Sauerkirschen haben die klassische Säure, die gegen die Süße des Zuckers spielt – der Kerscheplotzer ist deshalb kein “süßer Klebekuchen”, sondern frisch-ausgewogen
    • “Mit Kern” gekocht ist die traditionelle Methode: Der Kern gibt beim Backen Bittermandel-Aroma (Amygdalin in der Kirschgrube!) ab – derselbe Effekt wie beim berühmten Schwarzwalder Kirschtorte-Pfund: geschlagenes Kirschwasser oder zerstoßene Kerne
  • Wer es edler will: einen Schuss Kirschwasser in die Masse – die Pfalz brennt selbst Kirsch (und sonst Zwetschgen und Mirabellen).

Eischnee: Die Leichtigkeit des Plotzers

  • Der steif geschlagene Eierschnee, der zuletzt untergehoben wird, ist das Qualitätsmerkmal:
    • Er macht den Auflauf luftig-locker statt schwer-klossig – der Plotzer “geht auf” wie ein Soufflé
    • Deshalb auch die Vorsicht: vorsichtig unterheben, nicht kräftig rühren – die Luftblasen müssen erhalten bleiben
  • Das ist dieselbe Technik wie beim Auflauf nach Müllerin Art oder dem klassischen Grießauflauf: Eiweiß getrennt verarbeitet.

Mandeln oder Walnüsse: Die zwei Möglichkeiten

  • Die Vorlage lässt die Wahl: Mandeln oder Walnüsse:
    • Mandeln: milder, “bürgerlich”, harmonieren mit Zimt und Kirschen (klassisch!)
    • Walnüsse: herber, herbstlicher – in der Pfalz weit verbreitet (die Walnussbäume der Weinberge!) und kräftiger im Aroma
  • Beide geben Biss und Fett in die weiche Brot-Kirsch-Masse.

Bürgerliche Süßhauptgericht-Kultur

  • Der Kerscheplotzer zeigt die vollendete “Süßspeise als Mahlzeit”:
    • Brot (Sättigung), Eier (Eiweiß), Milch (Kalzium), Butter (Energie), Kirschen (Vitamine), Nüsse (Fett/Eiweiß) – ein vollwertiges Essen ohne Fleisch
    • Historisch oft an Fastentagen oder als sommerliches Kirschen-Essen serviert, wenn die Ernte anfiel
    • Die Kinder… genau wie bei den Bauchstecherle: Resteküche schmeckt Kindern besonders – süß, weich, mit Kirschen!

Tipps für den perfekten Kerscheplotzer

  1. Wirklich altbackene Brötchen: 1–2 Tage altes Weißbrot ist ideal – es saugt die Milch auf, ohne zu zerfallen. Frisches Brot wird breiig!
  2. Brot gut ausdrücken (leicht):
    Wenn nach dem Einweichen viel Milch übrig bleibt, das Brot leicht ausdrücken – sonst wird der Plotzer wässrig.
  3. Kirschen abtropfen:
    Kirschen aus dem Glas abtropfen lassen (Saft auffangen – für Sauce oder zum Trinken!). Tiefkühl-Kirschen auftauen und abtropfen.
  4. Eischnee richtig unterheben:
    Erst ein Drittel des Eischnees unterrühren (lockert die Masse), dann den Rest vorsichtig unterheben – mit Spatel in Schneebewegung.
  5. Form großzügig buttern:
    Butter auch den Rand einstreichen – der Plotzer geht auf, und die Kruste am Rand ist die Leckerei.
  6. Abdecken rechtzeitig:
    Nach ca. 25 Minuten prüfen: Wird die Oberfläche zu dunkel, mit Alufolie oder Backpapier abdecken – innen gart er weiter.
  7. Stäbchenprobe:
    Der Plotzer ist fertig, wenn das Stäbchen sauber herauskommt – innen darf er noch leicht feucht-saftig sein (Eischnee-Textur!).

Varianten

  • Mit Kirschwasser: 1–2 EL Kirschwasser in die Masse – die Pfälzer Erwachsenen-Variante (verstärkt das Kern-Aroma).
  • Mit Apfelscheiben (Scheiterhaufen-Art):
    Statt Kirschen: Apfelscheiben mit Zimt – der bayerisch-österreichische Scheiterhaufen.
  • Mit Zwieback statt Brötchen: Zwieback oder Toastbrot statt Brötchen – die gleichmäßige Vorratsvariante.
  • Mit Grieß-Zugabe: 2 EL Grieß in die Masse – bindet zusätzlich, macht den Plotzer schnittfester.
  • Mit Streuseln obenauf: Butter-Zucker-Mehl-Streusel vor dem Backen – die süße Krusten-Variante.
  • Mit Vanillesauce (klassisch):
    Die warme Vanillesauce ist die klassische Begleitung – der Plotzer saugt sie auf.

Dazu passt:

  • Vanillesauce (der Klassiker!)
  • Kalte Milch (das Kinder-Essen) oder geschlagene Sahne
  • Ein Glas Kirschsaft vom Abtropfen
  • Aus der Region: ein riesenglas Pfälzer Kirschwasser oder ein süßer Riesling/Weißherbst als Digestif

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Sep. 302026
 

Amigdalota (Griechisches Marzipangebäck)  🇬🇷

Zutaten

  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 200 g Zucker
  • 3 Eiweiß
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • ca. 20 halbe Mandeln (zum Dekorieren)

Zubereitung

  1. Masse anrühren
    Die gemahlenen Mandeln mit dem Zucker, den Eiweißen und dem Vanillemark in einer Schüssel zu einer glatten, geschmeidigen Masse verrühren.
    Die Masse 15–20 Minuten ruhen lassen, damit die Mandeln die Feuchtigkeit aufnehmen.
  2. Formen
    Mit angefeuchteten Händen kleine Kugeln, Rauten oder Tropfen formen (traditionell je nach Insel unterschiedlich geformt).
    Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und jeweils 1 halbe Mandel aufdrücken.
  3. Backen
    Im vorgeheizten Backofen bei ca. 150–160 °C ca. 20–25 Minuten backen, bis die Plätzchen goldig und außen leicht fest sind (innen bleiben sie weich).
    Vollständig auf dem Blech auskühlen lassen – sie werden erst beim Abkühlen fest.

Tipp:
Klassisch werden Amigdalota auch nur getrocknet (bei niedriger Temperatur) oder mit Puderzucker bestäubt serviert. Manche Varianten werden nach dem Backen in Orangenblütenwasser getaucht und in Puderzucker gewälzt.


Hintergrundwissen und Geschichte

Amigdalota: Die Mandel-Spezialität der Inseln

  • Amigdalota (αμυγδαλωτά, von amigdalo = Mandel) sind Mandelplätzchen – die berühmteste Süßspezialität der griechischen Inseln:
    • Andros, Tinos und Mykonos (Kykladen) sind die klassischen Amigdalota-Inseln
    • Auf Kreta heißen die entsprechenden Plätzchen Kalitsounia-Verwandte oder “Amygdalota”
    • Auf Zypern ist das Pendant das Loukoumi-artige Mandelkonfekt
  • Traditionell werden sie zu Hochzeiten, Taufen, Ostern und Weihnachten serviert – und in schönen Blechdosen verschenkt.

Die Mandel: Das Gold der Kykladen

  • Die Mandelbäume der Kykladen und Kytheras liefern seit Jahrhunderten die Grundlage der griechischen Süßwarenküche (Siytika):
    • Mandeln halten trockene Sommertropfenklimate gut aus und wachsen auf kargen Böden
    • Bittermandeln und Süßmandeln wurden historisch oft gemischt – für das typische intensive Aroma
  • Die berühmten griechischen Mandelsüßigkeiten bilden eine eigene Familie:
    • Amigdalota (Plätzchen)
    • Pasteli (Mandel-Sesam-Riegel)
    • Amygdalato Glyko (kandierte ganze Mandeln)
    • Kourabiedes (Mandel-Butterplätzchen mit Puderzucker)

Verwandtschaft mit dem europäischen Marzipan

  • Das Prinzip gemahlene Mandeln + Zucker + Eiweiß ist die Basis aller Marzipan-Traditionen Europas – von Lübeck über Toledo (Mazapán) bis Sizilien (Martorana-Früchte).
  • Die arabischen Ursprünge (Mandel + Zucker) gelangten über die osmanische und byzantinische Welt nach Griechenland – die griechische Variante ist einfacher und eifreier gehalten als das geknetete deutsche Marzipan.

Form als Herkunftsmarke

  • Interessant: Die Form der Amigdalota verrät die Herkunft:
    • Kugeln – Tinos, Andros
    • Rauten/Diamanten – Mykonos
    • Flache Scheiben mit Mandel – Kythira
  • Jede Insel hat ihre eigene Schule – Rezepte werden familienintern weitergegeben und sind ein Stolz der lokalen Konditoren.

Fastenfreundliche Süßigkeit

  • Da Amigdalota kein Mehl und keine Milchprodukte enthalten (nur Mandeln, Zucker, Eiweiß), sind sie – je nach Fastenregeln – auch in der orthodoxen Fastenzeit teilweise erlaubt bzw. leicht anpassbar.
  • Sie sind damit die perfekte Süßigkeit für die lange Fastenzeit vor Ostern und den Osterfesttags-tisch.

Tipps für perfekte Amigdalota

  1. Mandeln frisch mahlen: Frisch gemahlene Mandeln schmecken intensiver als fertig gemahlene – und die Masse bindet besser.
  2. Eiweiß nach und nach zugeben:
    Die Masse soll formbar, aber nicht flüssig sein – lieber erst 2 Eiweiß einrühren und das dritte nur bei Bedarf.
  3. Hände befeuchten:
    Beim Formen die Hände leicht anfeuchten – so klebt die klebrige Mandelmasse nicht und die Oberfläche wird glatt.
  4. Nicht zu lange backen:
    Amigdalota sollen außen leicht fest, innen weich sein – sie backen nach (wie Makronen). Zu lange gebacken werden sie trocken.
  5. Luftdicht lagern:
    In Blechdosen halten sie Wochen – und werden mit der Zeit immer schmelzender. Ein klassisches “Vorratsgebäck” für Besuch.

Varianten

  • Mit Orangenblütenwasser:
    Ein Schuss Orangenblütenwasser in die Masse – die feine, orientalische Note der Kykladen-Inseln.
  • Mit Rosenwasser:
    Die kytherische Variante – Rosenwasser statt Vanille.
  • In Puderzucker gewälzt:
    Nach dem Backen warm in Puderzucker wälzen – die “Schneewittchen”-Variante.
  • Doppelt gebacken:
    Bei niedriger Temperatur (100 °C) lange trocken lassen – die knusprige “Biscotto”-Variante für Kaffee.
  • Mit Bittermandelaroma:
    Wenige Tropfen Bittermandelöl – das historische, intensive Aroma der alten Rezepte.

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Feb. 052026
 

Hanseatischer Klaben 🇩🇪 Bremer Klaben

Für 1 großen, schwer gefüllten Stollen


Zutaten

  • 1 kg Mehl
  • 100 g Hefe
  • 250 ml Milch (lauwarm)
  • 150 g Zucker
  • 400 g Butter (zimmertemperiert)
  • 1 TL Salz
  • Abrieb von 1 Zitrone
  • 250 g Rosinen
  • 250 g Korinthen
  • 125 g Mandeln (geschält & gehackt)
  • 100 g Orangeat
  • 100 g Zitronat
  • 2 EL Butter zum Bestreichen nach dem Backen

Zubereitung

  1. Vorteig ansetzen: Mehl in eine Schüssel sieben und in der Mitte eine Mulde formen. Hefe zerbröseln, mit etwas lauwarmer Milch und 1 TL Zucker verrühren. Diese Mischung in die Mehlmulde geben, mit etwas Mehl bedecken und an einem warmen Ort 15–20 Minuten gehen lassen, bis sich Blasen bilden.

  2. Teig herstellen: Zu dem Vorteig nach und nach restliche Milch, Zucker, Butter und Salz geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig muss Zimmertemperatur haben – sonst gelingt er nicht! Teig abgedeckt 1 Stunde gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

  3. Früchte und Mandeln einarbeiten: Rosinen, Korinthen, Mandeln, Orangeat und Zitronat waschen, trocknen bzw. hacken. Alles unter den gegangenen Teig kneten. Teig nochmals 30 Minuten gehen lassen.

  4. Formen und backen: Teig auf einem gefetteten Backblech zu einem klotzigen, länglichen Stollen (dem Namen „Klaben“ alle Ehre machend!) formen. Nochmals 20 Minuten gehen lassen. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C Ober-/Unterhitze ca. 1 Stunde backen, bis der Stollen goldbraun ist (Stäbchenprobe!).

  5. Fertigstellen: Den heißen Stollen sofort mit 2 EL geschmolzener Butter bestreichen – das gibt die typische, saftige Kruste.


Hintergrund & Geschichte

Der Klaben ist der hanseatische Cousin des Dresdner Stollens – aber noch schwerer beladen mit Rosinen, Korinthen und Mandeln! Während der Dresdner Stollen eher fein und zart ist, ist der Klaben ein robuster, üppiger „Klotz“ – ganz wie sein Name (verwandt mit „Kloben“ = Klotz) verrät.

Früher war der Klaben ein Festtagsgebäck der Hanseaten, das in den norddeutschen Haushalten zu Weihnachten selbst gemacht wurde. Die lange Gehzeit und das ausgiebige Kneten sorgten für einen besonders lockeren, aber dennoch kompakten Teig. Traditionell wurde der Klaben nicht zu süß gebacken, damit er sich gut zu Kaffee oder Glühwein servieren ließ.

Tipp: Für eine besonders saftige Variante kannst du die Trockenfrüchte vor dem Einarbeiten in Rum oder Orangensaft einlegen. Und keine Sorge – obwohl der Klaben wie ein „Klotz“ aussieht, liegt er nicht schwer im Magen, wenn er richtig gelungen ist!


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Feb. 042026
 

Königsberger Marzipan 🇩🇪

Zutaten

  • 500 g Mandeln (davon einige bittere Mandeln)
  • 350 g Puderzucker
  • 2–3 EL Rosenwasser (erhältlich in Drogerien oder Apotheken)
  • 2–3 Eiweiß (ungeschlagen)

Zubereitung

  1. Mandeln vorbereiten: Die Mandeln mit heißem Wasser überbrühen, abziehen und gut trocknen lassen. Anschließend sehr fein mahlen – die Körnung ist entscheidend für das Gelingen.
  2. Marzipanmasse herstellen: In einer erwärmten Schüssel die gemahlenen Mandeln mit Puderzucker und Rosenwasser gut verkneten. Die Masse zu einer Rolle formen und über Nacht kühl stellen.
  3. Formen und backen: Die Marzipanrolle etwa einen halben Zentimeter dick ausrollen. Mit Modellen oder Ausstechern verschiedene Gebäckstücke formen und ggf. mit einer Messerspitze ziselieren.
  4. Backen: Bei Oberhitze oder unter dem Grill backen, bis sich braune Ränder bilden.
  5. Fertigstellen: Herausnehmen und mit Eiweiß bestreichen.

Tipp: Heute gibt es fertigen Rohmarzipan, der besonders fein gemahlen und geschmeidig ist. Hier genügen etwa 4 EL Puderzucker und 1 EL Rosenwasser auf 100 g Rohmarzipan. Die Zubereitung bleibt ansonsten gleich.


Hintergrund & Geschichte

Königsberger Marzipan ist eine besondere Variante des klassischen Marzipans. Während das berühmte „Lübecker Marzipan“ weltweit bekannt ist, hat das ostpreußische Pendant einen eigenen Charakter: Es ist weniger süß und durch das Überflämmen (das Rösten der Ränder) optisch unverwechselbar.

Früher wurde dieses Marzipan in fast allen ostpreußischen Familien zu Weihnachten selbst hergestellt. Jede Hausfrau legte Wert darauf, besonders schöne und schmackhafte Stücke zu kreieren. Die Dichterin Agnes Miegel bezeichnete das Königsberger Marzipan als „unser schönstes Stilleben“; ein Zeugnis für die handwerkliche Kunst und den Stolz der Region.

Heute ist das Königsberger Marzipan ein Stück kulturelles Erbe und eine köstliche Erinnerung an die Traditionen Ostpreußens.

 


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Nov. 062025
 

Schlosserbuben

Die Schlosserbuben sind eine traditionelle Süßspeise aus Österreich.
Dieses Rezept ist in der Art modifiziert, dass gefüllte Trockenpflaumen in einem leichten Backteig frittiert und anschließend in Schokolade gewälzt werden.

Zutatenliste

  • 12 große Backpflaumen ohne Stein (Kurpflaumen)
  • 12 geschälte Mandeln
  • Ausbackfett (zum Frittieren)
  • 4 bis 5 gehäufte EL geriebene Schokolade
  • 2 EL Zucker

Für den Backteig:

  • 100 g Mehl
  • 150 ml Weißwein
  • 2 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb
  • 1 Eiweiß (zu steifem Schnee geschlagen)

Zubereitung

  1. Pflaumen füllen: Jede entsteinte Backpflaume mit einer geschälten Mandel füllen.
  2. Backteig vorbereiten:
    • Aus Mehl, Weißwein, Zucker, Salz und Eigelb einen glatten Teig rühren.
    • Das zu steifem Schnee geschlagene Eiweiß vorsichtig unter den Teig heben.
  3. Frittieren: Die gefüllten Pflaumen durch den Backteig ziehen.
  4. In heißem Ausbackfett goldbraun frittieren.
  5. Vollenden: Die frittierten Schlosserbuben aus dem Fett nehmen. Die geriebene Schokolade mit dem Zucker vermischen.
  6. Die noch warmen Schlosserbuben sofort in der Zucker-Schokoladen-Mischung wälzen, bis sie vollständig bedeckt sind.

Hintergrundwissen und Geschichte

  • Regionale Herkunft: Eigentlich ein österreichisches Rezept,, wird das Gericht explizit als schwäbisches Familienrezept verortet. Die schwäbische Küche (Südwestdeutschland) ist bekannt für ihre bodenständigen und oft süßen Haupt- oder Zwischenmahlzeiten (Mehlspeisen).
  • Der Name: Der Name “Schlosserbuben” ist charmant und typisch für alte süddeutsche Rezepte, deren genaue Namensherkunft oft in Handwerkerberufen oder lokalen Anekdoten liegt. Er deutet auf die historische Verbindung zur Handwerkertradition oder auf eine beliebte Süßigkeit für die Jugend hin.
  • Typische Bestandteile: Das Rezept verwendet die klassischen süßen Komponenten der Region:
    • Trockenfrüchte: Die gefüllten Backpflaumen sind eine beliebte Füllung in der süddeutschen und österreichischen Küche (z. B. in Knödeln).
    • Backteig (Brandteig/Ausbackteig): Ein leichter Teig, oft mit Wein oder Milch angesetzt, dient als knusprige Hülle für Obst oder Süßspeisen.
    • Schokolade: Die Veredelung mit geriebener Schokolade und Zucker war in der bürgerlichen Küche des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts verbreitet.
  • Charakteristik: Schlosserbuben sind eine reichhaltige, aber festliche Süßspeise, die warm serviert als Dessert oder Teil einer üppigen Kaffeetafel genossen wird.

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Okt. 112025
 

Quabeli Palau (Würziges Reisgericht mit Rosinen)

Quabeli Palau (auch Kabuli Palaw genannt) ist das Nationalgericht Afghanistans, ein reichhaltiges und würziges Reisgericht. Es ist ein Muss bei allen Feierlichkeiten, insbesondere Hochzeiten, und gilt als Zeichen von Gastfreundschaft und Wohlstand.

Zutaten für 6 Personen
Für das Reisgericht:

Für das Reisgericht:

  • 500 g Basmati-Reis
  • 1,5 kg Lammfleisch mit Knochen (in Stücke gehackt)
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 TL Currypulver
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 2 TL Garam Masala
  • Salz (ca. 2 TL für die Gewürzmischung, plus nach Bedarf)
  • 2 Zwiebeln
  • 8 EL Öl (davon 6 EL zum Anbraten)
  • 2 EL Zucker

Für das Topping:

  • 500 g Möhren
  • 150 g Rosinen
  • 2 EL Öl
  • 150 g Mandelblättchen

 

Zubereitung
Reis vorbereiten (ca. 1 Stunde): Den Basmati-Reis in einem Sieb kalt abbrausen, bis das ablaufende Wasser klar ist. Anschließend in einer Schüssel mit kaltem Wasser bedecken und etwa 1 Stunde einweichen lassen.
Fleisch und Gewürze vorbereiten: Das Lammfleisch kalt abbrausen und trocken tupfen. Die Zwiebeln schälen und klein würfeln. In einer kleinen Schüssel Kurkuma, Currypulver, Knoblauchpulver, Garam Masala und 2 TL Salz mischen.
Fleisch schmoren: In einem großen Schmortopf 6 EL Öl erhitzen. Die Zwiebeln darin anbraten. Die Fleischstücke dazugeben und kräftig mitbraten. Die vorbereitete Gewürzmischung über das Fleisch streuen und kurz mitrösten.
Kochen: 800 ml Wasser angießen, aufkochen lassen und das Fleisch zugedeckt in etwa 1 Stunde und 15 Minuten weich köcheln lassen.
Topping vorbereiten: Die Möhren schälen und in lange, feine Streifen hobeln oder schneiden. Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und beiseitestellen.
Rosinen und Möhren braten: In einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen. Die Rosinen darin 2 Minuten braten. Die Möhrenstreifen dazugeben und in etwa 5 Minuten weich braten. Beiseitestellen.
Zuckermischung herstellen: Den eingeweichten Reis in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen. In einem kleinen Topf den Zucker mit dem restlichen Öl (2 EL) unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst und dunkelbraun karamellisiert ist. Achtung: 200 ml Wasser vorsichtig unter diese Mischung rühren. Die Mischung spritzt dabei sehr stark.
Reis kochen: Die Fleischstücke aus der Brühe heben und in einer tiefen Platte warm halten. Die karamellisierte Zuckermischung und den Reis in die heiße Fleischbrühe geben und alles zugedeckt 5 Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und den Reis zugedeckt weitere 10 Minuten ziehen lassen.
Anrichten: Den fertigen Reis über die warm gehaltenen Fleischstücke geben und die Möhren-Rosinen-Mischung gleichmäßig darauf verteilen. Das Quabeli Palau mit den gerösteten Mandelblättchen bestreut servieren.

Geschichte und kultureller Hintergrund zu Quabeli Palau
Das Nationalgericht Afghanistans: Quabeli Palau (oder Kabuli Palaw/Pilaw) ist weit mehr als nur ein Reisgericht; es ist ein kulturelles Statement. Sein Name deutet auf seine Herkunft aus der Hauptstadt Kabul hin, obwohl das Gericht in den Küchen aller ethnischen Gruppen Afghanistans (Usbeken, Paschtunen, Tadschiken, Hazara, Nuristani) tief verwurzelt ist.

Ein Gericht der Feste und Ehre: Traditionell wird Quabeli Palau zu den wichtigsten Feierlichkeiten gereicht: Hochzeiten, Verlobungen, Id al-Fitr (Zuckerfest) oder große Familienzusammenkünfte. Es ist das Gericht, das einem geschätzten Gast serviert wird, um größte Ehre und Gastfreundschaft zu erweisen.

Symbolik des Reichtums: Das Gericht ist reich an teuren und geschätzten Zutaten wie hochwertigem Basmati-Reis, Lammfleisch, Mandeln und Gewürzen. Dies machte es historisch zu einem Gericht der Wohlhabenden und symbolisiert daher Großzügigkeit und Status.

Die Farbgebung: Charakteristisch ist die tiefbraune Farbe des Reises, die durch das Karamellisieren des Zuckers im Fett entsteht. Dieses Verfahren verleiht dem Reis einen subtilen, rauchig-süßlichen Geschmack, der die Deftigkeit des Lammfleisches und die Süße der Karotten und Rosinen perfekt ausgleicht.

Die Struktur: Quabeli Palau wird in Schichten serviert: Das zarte, gewürzte Fleisch liegt auf dem Boden der Servierplatte, bedeckt von dem aromatischen Reis. Das Topping aus Rosinen, Karotten und Mandeln wird zuletzt kunstvoll auf den Reis gesetzt – die leuchtenden Farben der Karotten und Rosinen bilden einen schönen Kontrast zum dunklen Reis.


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Okt. 112025
 

Salzburger Früchtebrot (Kletzenbrot)

Das Salzburger Früchtebrot, regional als Kletzenbrot bekannt, ist eine tief verwurzelte Weihnachtstradition in Salzburg und den gesamten Alpenländern. Es handelt sich um ein würziges, reichhaltiges Brot, das mit zahlreichen Trockenfrüchten und Nüssen gefüllt ist.

Zutaten

  • Trockenfrüchte:
    • Feigen
    • entkernte, getrocknete Zwetschken (Pflaumen)
    • entkernte Datteln
    • Aranzini (verzuckerte Orangenschalen)
    • Zitronat
    • Rosinen
  • Nüsse:
    • Mandeln oder Nüsse (gehackt)
  • Aromen und Gewürze:
    • Marillenmarmelade (Aprikosenmarmelade)
    • Saft und abgeriebene Schale einer Zitrone
    • Abgeriebene Schale einer Orange
    • Zimt
    • gemahlene Nelken
    • Honig
    • Etwas mehr als 125 ml Rum
  • Teig:
    • Vollkornmehl
  • Zum Bestreichen:
    • 1 Ei

Zubereitung

  1. Früchte vorbereiten und einweichen: Die getrockneten Früchte (Feigen, Zwetschken, Datteln, Aranzini, Zitronat, Rosinen) sehr fein schneiden.
  2. Mischen und marinieren: Die fein geschnittenen Früchte und die gehackten Nüsse in einer großen Schüssel mit dem Honig, den Gewürzen (Zimt, Nelken), der Marillenmarmelade, dem Zitronen- und Orangensaft sowie den abgeriebenen Schalen und dem Rum gut durchmischen.
  3. Ruhen lassen: Die Fruchtmasse 2–3 Tage zugedeckt stehen lassen, damit die Früchte den Rum und die Aromen vollständig aufnehmen können.
  4. Teig kneten: Das Vollkornmehl zur marinierten Fruchtmasse geben und gut einarbeiten, bis ein fester Teig entsteht.
  5. Formen: Den Teig auf einem bemehlten Brett in zwei gleich große Teile teilen und zu zwei länglichen Wecken (Brotlaiben) formen.
  6. Backen: Ein Backblech mit Backpapier belegen, die Wecken daraufsetzen. Mit dem verquirlten Ei bestreichen.
  7. Backtemperatur und -dauer: Im vorgeheizten Ofen bei nicht zu hoher Hitze (etwa bis ) etwa 1 Stunde backen.
  8. Lagern und Anschneiden: Das Früchtebrot gut auskühlen lassen. Es schmeckt am besten, wenn es mindestens 2 Tage durchgezogen ist. Es kann dann dünn aufgeschnitten werden.

 

Geschichte und Tradition des Salzburger Kletzenbrots

Kletzenbrot zur Weihnachtszeit: Das Früchtebrot, oder Kletzenbrot (der Name leitet sich von den Kletzen, den gedörrten Birnen, ab, die traditionell oft die Hauptfrucht waren), ist das zentrale Weihnachtsgebäck im Salzburger Land und darüber hinaus.

Die Rolle des Bäckers: Historisch war es üblich, dass die Bäuerinnen und Hausfrauen die vorbereitete Frucht- und Nussmischung selbst zusammenstellten. Sie brachten diese Mischung dann zum Bäcker, der den Brotteig beisteuerte und die Laibe für die Familien ausbackte. Man kennzeichnete das eigene Brot, oft nur mit einem Namenszettel, um es nach dem Backen wiederzuerkennen.

Der Brauch am Heiligen Abend: Früher hatte das Kletzenbrot eine rituelle Bedeutung:

  • Segnung und Verteilung: Ein großer, schön verzierter Laib wurde vom Hausvater am Heiligen Abend gesegnet und als Zeichen der Gemeinschaft und des Zusammenhalts an alle Hausleute, Knechte und Mägde verteilt.
  • Eigene Einlage: Manchmal mussten sich die Bediensteten ihre Früchte-Einlage für ihr eigenes Kletzenbrot selbst besorgen.

Moderne Verkostungskultur: Auch heute noch ist das Kletzenbrot ein beliebtes Besuchsgeschenk in der Advents- und Weihnachtszeit. Die Tradition hat sich dahingehend gewandelt, dass jeder sein eigenes “Hausrezept” hütet. Die Folge ist oft eine reichhaltige Auswahl an verschiedenen Kletzenbrotsorten, die bei Zusammenkünften “fachmännisch verkostet” und miteinander verglichen werden – ein lebendiger Brauch der kulinarischen Vielfalt und des regionalen Stolzes.

Haltbarkeit: Dank des hohen Zucker- und Fettgehalts der Früchte, des Alkohols (Rum) und des hohen Anteils an Gewürzen ist das Früchtebrot lange haltbar und diente somit auch als wichtiger Vorrat für die kalte Jahreszeit.


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Okt. 102025
 

Zimtwaffeln

Knusprige, würzige Waffeln – ein klassisches Begleitgebäck zum Mainzer Käsekuchen


Zutaten

  • 125 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 2 Eier
  • 65 g gemahlene Mandeln
  • 10 g Zimt
  • 250 g Mehl

Zubereitung

  1. Teig zubereiten Butter, Zucker und Eier schaumig rühren. Mandeln und Zimt unterrühren, dann das Mehl einarbeiten, bis ein steifer Teig entsteht.

  2. Waffeln backen Ein rechteckiges Waffeleisen (mit 6 Feldern) erhitzen und einfetten. Walnussgroße Teigstücke auf jedes Feld setzen, Eisen schließen und bei mittlerer Hitze goldbraun backen. Waffeln auseinanderbrechen und beschnitten servieren.


Tipp: Ideal zu Kaffee


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Juli 222020
 
  • 100g süße Mandeln
  • 2-3 bittere Mandeln
  • 200 g Zucker
  • 750 ml Milch

Reibe die abgebrühten und geschälten Mandeln mit Milch fein, gebe den Zucker und die Milch zu und lasse es halb gefrieren.

Dresden, 1899


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Feb. 062015
 
  • 100 g Reis
  • 750 ml Milch
  • 10 g Butter
  • 15 g Zucker
  • 1 Messerspitze Salz
  • 25 g geriebene Mandeln
  • 125 ml  Wasser

Der Reis wird gewaschen, in der Butter geschwitzt, mit allen Zutaten ausgequollen. 15 Minuten vor dem Anrichten füllt man ihn
in eine frisch  in Wasser ausgespülte Form, die mit Zucker ausgestreut wird, dann gibt man ihn gestürzt zu Tisch.

45,) Jüdisches Rezept, Düsseldorf, 1926


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Jan. 042015
 

Clafoutis

ist ein eine französische Nachspeise. Es handelt sich dabei um eine Kreuzung zwischen Auflauf und Kuchen. Er besteht aus Obst, wie Herzkirschen oder Kirschen, Mirabellen, Zwetschgen oder Äpfeln und einem relativ flüssigen süßen Eierteig. Gebacken wird Clafoutis in einer Quicheform oder Auflaufform.

  • 500g Kirschen
  • 2cl Kirschwasser
  • 3 Eier
  • 50g Zucker
  • 1El Vanillezucker
  • 25g Mehl
  • 25g Speisestärke
  • 125 ml Milch
  • 2El Crême fraîche
  • 2El Mandelstifte
  • Puderzucker

Die Kirschen werden entsteint und mit Kirschwasser beträufelt, Nun ca. 20 Minuten abgedeckt sgtehen lassen. Den Backofen auf 200° vorheitzen. Das Eigelb mit Zucker und Vanillezucker mit einem Schneebesen schaumig schlagen. Nun nacheinander in kleineren Mengen Mehl, Speisestärke, Milch und Crême fraîche unter die Schaummasse rühren. Das Eiweiß steif schlagen und die Hälfte davon in die Schaummasse rühren, den Rest vorsichtig unterheben. Die Kirschen in eine halbhohe, ordentlich mit Fett ausgestrichene  Auflaufform geben, gleichmässig verteilen und den Teig darüber füllen. Nun  mit den Mandelstiften bestreuen und auf der mittleren Schiene des Backofens etwa 40 Minuten bei 200 Grad goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen, mit Puderzucker bestäuben und noch warm servieren.
Man kann dazu auch noch eine Vanille-Sauce reichen.

Französisches Rezept


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Nov. 292014
 

Oft bleibt beim Kochen Eiweiß übrig – was machen? Warum nicht mal ein Rezept für einen Kuchen mit viel Eiweiß ausprobieren? Hier ein Rezept:

  • 125 g Butter
  • 150 g Mehl
  • 7 Eiweiß
  • 200 g Zucker
  • 2 EL Vanillezucker
  • 100 g Haselnüsse oder Mandeln

Die Butter flüssig werden lassen und wieder abkühlen. Den Vanillezucker mit dem Zucker gut vermischen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und langsam den Zucker einarbeiten. Die Haselnüsse oder Mandeln mahlen und mit dem Mehl vorsichtig untergeben. Die abgekühlte und noch flüssige Butter unterheben. Den Teig in eine Kastenform füllen und bei 175 °C ca. 45 Minuten backen lassen.

Deutsches Rezept


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Okt. 062014
 
  • 5 Eier
  • 400 g Zucker
  • 50 g Bittere Schokolade
  • 250 g gemahlene Mandeln
  • 250 g gemahlene Haselnüsse
  • ½ TL gemahlene Nelken
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • Backoblaten

Die Eier und den Zucker in eine Schüssel geben und schaumig rühren. Die Schokolade
fein reiben und zusammen mit den gemahlenen Mandeln, den gemahlenen Nüssen und den Gewürzen mit einem Löffel unter die Eiermasse heben.
Nun den Backofen auf 150 °C und Ober-/Unterhitze, bei Umluft auf 130 °C, vorheizen. Jeweils 1 EL Teig auf 1 Backoblate geben und etwas platt streichen. Dann auf ein mit Backpapier
belegtes Blech setzen. Die Lebkuchen nun im Backofen ca. 20 Minuten backen.
Zum Auskühlen die Lebkuchen auf ein Kuchengitter setzen. Erst wenn sie erkaltet
sind, in fest schließende Dosen verpacken und 1 –2 Wochen durchziehen lassen.


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Juli 082014
 

Hier möchten wir ein schnell und einfach herzustellendes Rezept für ein Apfel-Fruchtbrot vorstellen.

  • 500 g saure Äpfel, mit der Schale grob geraspelt
  • 50 g Zucker
  • 1 EL Rum oder Apfelsaft
  • 100 g Haselnüsse, Mandeln oder Walnußkerne, ganz
  • 250 g Weizenvollkornmehl
  • 12 g Backpulver
  • 1 EL Zimt, gemahlen
  • 1 Prise Nelken, gemahlen

Als Äpfel eignen sich saure Sorten, wie z.B. Boskop. Die angegebene Menge bezieht sich auf die schon grob geraspelten Äpfel. Nach dem Raspeln die Äpfel mit dem  Zucker und dem Rum mischen und mit einem Teller abgedeckt ca. 5 Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen. Anschließend die Nüsse unter die Apfelmischung geben. Das Mehl, das Backpulver, Zimt und Nelken gut mischen und unter die Apfelmasse kneten. Den Apfelteig nun 30 Minuten zugedeckt bei Zimmertemperatur quellen lassen.
Ein Backblech gut einfetten und den Backofen auf 180°C vorheizen.
Den Apfelteig zu einem länglichen Laib formen und mit den Nüssen bzw. Mandeln dekorieren und bei 180°C nun 90 Minuten backen lassen. Nach 60 Minuten kontrollieren, ob das Brot nicht zu dunkel wird und gegebenenfalls mit Pergamentpapier abdecken. Anschließend das Apfelbrot herausnehemn und  auskühlen lassen. Vor dem Anschneiden sollte das Brot noch 1-2 Tage in gut abgedeckt oder eingewickelt an einem kühlen Ort durchziehen.
Das Apfelbrot in dünne Scheiben schneiden, diese können so wie sie sind oder auch  mit etwas Butter bestrichen, gegessen werden.


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Juli 072014
 

Falls man mal schnell etwas leckeres Marzipan benötigt, kann man sich diesen auch aus Mandeln, Honig und zur Verfeinerung etwas Rum selbst herstellen. Hier ein entsprechendes Rezept:

 

  • 90 g Mandeln
  • 1 EL Honig
  • 1 cl Rum

Die Mandeln schälen und sehr fein mahlen. Anschließend mit dem Honig und dem Rum zu einer Masse verarbeiten. Man kann diese Masse auch gut gekühlt in einem verschlossenem Behälter bis zu einem Monat aufbewahren.

 


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Juni 032014
 

Ein klassisches schwedisches Gebäck, das leicht zu machen ist und frisch sehr gut schmeckt.

  • 150g Butter
  • 50g Hefe
  • 850g Weizenmehl
  • 150g Butter
  • 500 ml Milch
  • grössere Prise Salz
  • 85g Zucker
  • 2 Tl Kardamom
  • Zimt
  • Zucker
  • 1 Ei
  • gehackte Nüsse oder gehackte Mandeln

Die Butter zerschmelzen lassen und die Milch zur Butter geben. Nun die Mischung bei lauwarmer Temperatur zur Hefe geben und gut verrühren. Salz, Zucker und Kardamom und fast das ganze
Mehl zufügen und zu einem Teig kneten.  Etwas Mehl zum ausrollen zurückbehalten. Nun an ei einen warmen Ort stellen und 30 Minuten gehen lassen.  Wenn der Teig gut gegangen ist, den Teig in 4 Teile
teilen und jedes Teil ausrollen und mit Butter bestreichen, mit Zucker und Zimt bestreuen und
zusammenrollen. Die Rolle in 10 gleichmäßige Scheiben schneiden. Die heruntergeschnittenen Schnecken in auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und nochmals 30 Minuten gehen lassen. Nun die Schnecken mit Ei bepinseln und mit den gehackten Nüssen oder Mandeln bestreuen. Den Backofen auf  250 Grad vorheizen und die Zimtschnecken nun ca. 10 Minuten backen lassen.

 


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Mai 202014
 
  • 500 g Mehl
  • 200 ml Milch
  • 30 g Hefe
  • 80 g Zucker
  • 200 g Rosinen
  • 4 EL Rum
  • 350 g Butter
  • 1Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • abgeriebene Zitronenschale
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 150 g gehakte Mandeln
  • 125 g Puderzucker

 

Das Mehl in eine Schüssel geben und  in die Mitte eine Mulde drücken. 100 ml lauwarme Milch nehmen und die die Hefe darin auflösen. Die Hefemilch und 2 EL Zucker in die Mulde geben und mit etwas Mehl vom Rand verrühren. Den Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. Die Rosinen in den Rum geben und durchziehen lassen, 200 g  Butter schmelzen lassen und 100 ml von der kalten Milch dazugeben. 50 g Zucker, den Vanillezucker, die abgeriebene Zitronenschale und die gemahlenen Mandeln zusammen mit der Milch-Butter-Mischung mit dem Vorteig glatt verkneten. Rosinen und 100g gehackte Mandeln per Hand gut darunter kneten. und nochmals ca. 45 Minuten ruhen lassen.  Aus dem Teig nun ca. 65 Stück etwa walnussgroße ovale Klößchen formen und diese  mit dem Löffelstiel etwas eindrücken. Jeweils 20-22 auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. 150 g Butter schmelzen und die Taler auf dem Blech damit bestreichen und ca. 50g gehackte Mandeln aufdrücken. Das Blech einzeln im heißen Backofen bei 200°C, Oberhitze und Unterhitze 12 Minuten backen. Die Taler noch heiß mit der restlicher Butter bestreichen und mit Puderzucker bestreuen und dann auskühlen lassen.

Österreichisches Rezept.


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Mai 062014
 
  • 5 Eiweiß
  • 100g Zucker
  • 100g Mehl
  • 200g Mandeln, gerieben

Das Eiweiß zu Schnee schlagen. Den Zucker, das Mehl Mehl und die  Mandeln untermischen. Die Mischung nun in  eine gfettete und bemehlte Kastenform geben und bei 175 Grad ca. 1 Stunde  backen.  Nun die Form herausnehmen und auskühlen lassen. Anschließend in ein Tuch einwickeln und ca. 2 Tage lagern lassen. Nach 2 Tagen lassen sich aus der Backmasse mit der Brotschneidmaschine feine Scheiben schneiden. Diese Scheiben nun nebeneinander auf ein Blech legen und im Backofen für eine  Stunde bei 100 Grad trocknen.

Österreichisches Rezept


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Nov. 092013
 

250 g Schmalz wird recht schaumig gerührt, zu gleicher Zeit rührt man 250 g Zucker mit 6 Eigelb schaumig, gibt die Masse zusammen und rührt sie noch 30 Minuten, dann gibt man 40 g Süße Mandeln und 15 g bittere Mandeln, alle fein gestoßen, die fein gehackte Schale einer Zitrone und 250 g Stärkemehl dazu, rührt alles 15 Minuten und hebt den Schnee der 6 Eiweiß langsam darunter. Dann bestreicht man eine Form mit Butter, bestreut sie mit Semmelmehl, füllt die Masse hinein und backt sie bei mittlerer Hitze.

32.) Würzburg, 1862


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Nov. 092013
 

Zu 350 g gestoßenen Mandeln werden 750 ml Süße Sahne, 750 g Zucker und 70 g Hausenblase, in 250 ml Wasser aufgelöst, genommen. Alles gut aufkochen und durch ein Tuch pressen, in eine Form füllen und auf Eis oder kühl über Nacht stehen lassen.

Möchte man die Blancmanger dreifarbig haben, teilt man die Masse in drei Teile, den einen lässt man weiß, den anderen färbt man mit einem Täfelchen Schokolade und den dritten mit Cochenille rot und gießt die einzelnen Farben in der Schüssel übereinander, nachdem sich die vorige Schicht etwas gefestigt hat.

Zum Servieren wird die Form kurz in heißes Wasser getunkt und gestürzt.

 

32.) Würzburg, 1862


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