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Okt. 092026
 

Galaktoboureko (Griechischer Grieß-Phyllo-Kuchen mit Zitronensirup) 🇬🇷

Herkunft: Griechenland (byzantinische Tradition)

Zutaten

Für die Füllung:

  • 1 l Milch
  • 1½ Tasse Zucker (1)
  • 1 Tasse feiner Grieß
  • 5 Eier (mit Vanillezucker geschlagen)
  • 3½ EL Butter

Für den Teig:

  • ½ kg Phyllo-Teig
  • Zerlassene Butter (zum Bestreichen)

Für den Sirup:

  • 3½ Tasse Zucker (2)
  • 1 Scheibe Zitronenschale
  • 1 Tasse Zitronensaft
  • 2½ Tasse Wasser
  • 1 Schuss Rosenwasser

Zubereitung

  1. Grießcreme kochen
    Die Milch mit dem Zucker (1) aufkochen lassen, dann den Grieß unter ständigem Rühren dazugeben. Auf kleiner Flamme kochen, bis der Grießbrei dick wird.
  2. Eier und Butter einarbeiten
    Die Eier zusammen mit Vanillezucker schlagen. Den Grießbrei vom Herd nehmen und die Eier langsam hineinrühren (sonst gerinnen sie!). Auch die Butter dazugeben und gut verrühren.
    Die Creme abkühlen lassen, dabei von Zeit zu Zeit umrühren, damit sich keine Haut bildet.
  3. Phyllo schichten
    Eine mittelgroße Backform buttern. Die Hälfte der Phylloblätter auf den Boden legen, wobei man jedes einzelne vorher mit Butter bestreicht. Die Creme darüber verteilen.
    Die überstehenden Phyloränder überschlagen und mit zerlassener Butter bestreichen. Die restlichen gebutterten Phylloblätter darüberlegen. Überstehende Ränder mit einem scharfen Messer abschneiden.
    Die Oberfläche mit zerlassener Butter bestreichen und mit einem scharfen Messer die oberste Schicht portionsweise einschneiden.
  4. Backen
    Im mittelheißen Backofen ca. 30 Minuten backen, bis der Phyllo goldbraun und knusprig ist.
  5. Sirup kochen
    In der Zwischenzeit den Sirup zubereiten: Wasser mit dem Zucker (2) und der Zitronenschale 5 Minuten kochen und das Rosenwasser hinzufügen.
  6. Vollenden
    Den warmen Sirup über den heißen Kuchen aus dem Ofen gießen und komplett einziehen lassen, bevor er angeschnitten wird.

Anmerkung:
Dieser lange und schwer auszusprechende Name lässt das Herz jedes “Meraklis” (griechisch für Kenner, Gourmet) höher schlagen. Es gehört zu jenen griechischen Süßspeisen, von denen uns der Verstand und jeder Arzt abrät, die in dieser Fitness-bewussten Ära völlig fehlplatziert sind. Am besten genießt man das Galaktoboureko so um 17:00 nachmittags, im Sommer nach einer ausgiebigen Siesta an einem Kafenion (= Café) mit einem vari glikon, also eine Art griechischen Mokka, schwer und süß, und einem Glas eiskaltem Wasser. Wenn es auch Sommer ist und das Meer ein paar hundert Meter entfernt ist, dann ist das Leben in Ordnung.


Hintergrundwissen und Geschichte

Der Name: Milch in der Hülle

  • Galaktoboureko setzt sich zusammen aus gala/galaktos (griechisch: Milch) und boureko (vom türkischen börek, dieses wiederum vom osmanisch-persischen būrek = Blätterteig-Gericht):
    • Wörtlich also: “Milch-Börek” – die Milchcreme in knuspriger Phyllo-Hülle
  • Der Rezeptautor wehrt sich zu Recht gegen die verbreitete Zuschreibung als “türkisches Original”: Die Gattung der sirupgetränkten Phyllo-Nachspeisen wurde nachweislich im byzantinischen Hof der Spätzeit des Oströmischen Reiches entwickelt. Die Osmanen übernahmen diese Technik nach der Eroberung Konstantinopels. Die berühmten Verwandten (Baklava, Ekmek, Kadaifi, Ravani) tragen alle diese doppelte byzantinisch-osmanische Erbschaft in sich

Sirupgetränkte Süßspeisen: Die Logik der Levante

  • Das Prinzip heißer Kuchen trifft heißer Sirup ist die Grundtechnik aller byzantinisch-osmanischen Nachspeisen:
    • Der Phyllo ist knusprig und trocken aus dem Ofen, der Sirup macht ihn weich, geschmeidig und süß
    • Die Zitrusnote (Zitronenschale und Zitronensaft hier) verhindert, dass die extreme Süße klebrig-stumpf wird: Das ist der Unterschied zur reinen Honigsüße der arabischen Küche
    • Rosenwasser ist das Erbe der persischen Küche: die feine Blumennote, die den Sirup parfümiert
  • Die eiserne Regel: Heiß auf heiß – gießt man kalten Sirup auf heißen Kuchen (oder umgekehrt), wird der Phyllo matschig statt geschmeidig

Grießcreme: Das Milchherz

  • Die Füllung ist eine klassische Grießcreme (verwandt mit unserem Grießbrei und der italienischen Semifreddo-Basis crema di semolino):
    • Der feine Grieß bindet die Milch zu einer schnittfesten, aber cremigen Masse
    • Die 5 Eier machen die Creme reichhaltig und stabilisieren sie beim Backen
    • Das langsame Einrühren der Eier in den heißen (aber nicht mehr kochenden!) Brei ist die kritische Stelle des Rezepts: zu heiß gerinnt das Ei zu Rührei-Aroma
  • Dieselbe Creme füllt in Griechenland auch die Bougatsa (das Frühstücksteilchen aus Thessaloniki!) – die早餐… die morgendliche Schwester des Galaktoboureko

Phyllo: Die Papierdünnen Blätter

  • Phyllo-Teig (phyllo = Blatt) ist die große Errungenschaft der byzantinischen Küche:
    • Auf Papierdünne ausgewalkte Blätter, die durch die Butter-Schichten im Ofen zu tausend knusprigen Lagen werden
    • Jedes Blatt wird einzeln gebuttert – hier zeigt sich der aufwendige Charakter, den die Vorlage mit einem halben Tag Arbeit beschreibt
    • Fertiger Phyllo aus dem Kühlregal ist heute die Rettung: Selbst auszuwalken erfordert jahrelange Übung und einen langen Nudelholz-Tisch

Die 17-Uhr-Tradition: Das süße Nachmittagsfest

  • Die klassische griechische Kafenion-Kultur:
    • Das vari glikon (griechischer Mokka, gesüßt und geschlagen) und ein Galaktoboureko-Stück gehören zum Nachmittag wie bei uns Kaffee und Kuchen
    • Die Siesta davor erklärt die Uhrzeit: Nach dem Mittagsschlaf brauchte die Seele einen Zuckerschock
    • Die eiskalte Wasserglas-Begleitung ist Pflicht: die süße Tradition verlangt ihre klare Kante

Kalorien und Haftungsausschluss

  • Das Rezept besitzt eine kalorische Sprengkraft, dazu kann man nur einen Tokajer Essencia genießen, der die Bombe komplett macht:
    • Mit bis zu 600 g Zucker pro Liter übertrifft dieser ungarische Nektar sogar Honig (400 g pro Liter)
    • Doch die Wahrheit ist: Zu einem sirupgetränkten Dessert passt kein Wein, sondern nur ein glas eiskalten Wassers und ein bitterer Mokka als Gegenstück

Tipps für das perfekte Galaktoboureko

  1. Eier wirklich langsam einrühren:
    Den Brei vom Herd nehmen und einige Minuten abkühlen lassen, bevor die geschlagenen Eier in dünnem Strahl unter ständigem Rühren einfließen. So gerinnt nichts, und die Creme wird seidig.
  2. Hautbildung verhindern:
    Wie die Vorlage: Beim Abkühlen regelmäßig umrühren, oder die Oberfläche mit Frischhaltefolie direkt auf die Creme legen.
  3. Phyllo richtig behandeln:
    Fertigen Phyllo nur portionsweise aus der Verpackung nehmen, die restlichen Blätter mit einem feuchten Küchenhandtuch abdecken. Phyllo trocknet in Minuten aus und wird brüchig.
  4. Jedes Blatt einzeln buttern:
    Mit einem Pinsel dünn bestreichen, nicht mit Fett überschwemmen: Die Blätter müssen sich noch berühren können. Nur so entstehen die feinen knusprigen Schichten.
  5. Einschneiden vor dem Backen:
    Wie die Vorlage betont: Die oberste Schicht portionsweise einschneiden, bevor der Kuchen in den Ofen geht. Nach dem Backen (und der Siruptränke) lässt er sich sonst nicht sauber schneiden, ohne zu zerdrücken.
  6. Sirup heiß auf heiß gießen:
    Die Zeitpunkte koordinieren: Der Sirup sollte gerade fertig gekocht sein, wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt. Beides heiß vereinigen, dann zieht der Sirup gleichmäßig ein.
  7. Ruhezeit ist Pflicht:
    Nach dem Sirupgießen mindestens 1–2 Stunden (besser über Nacht) ruhen lassen: Der Sirup muss vollständig einziehen und der Kuchen muss sich setzen. Angeschnitten zu früh, läuft alles auseinander.
  8. Mit scharfem Messer und direktem Schnitt arbeiten:
    Beim Portionieren nicht sägen, sondern mit einem scharfen, trockenen Messer in einem Zug durchdrücken: So bleiben die Phyllo-Schichten intakt.

Varianten

  • Bougatsa (die Morgen-Schwester):
    Dieselbe Grießcreme in quadratischen Phyllopäckchen, mit Zimt und Puderzucker bestreut, zum Frühstück und zur Bougatsa mit Tsipouro oder Kaffee.
  • Mit Orangenblütenwasser statt Rosenwasser:
    Die feinere, leichtere Parfümierung des Sirups (die kretisch-kleinasiatische Schule).
  • Portionspäckchen statt großem Kuchen:
    Die Creme in einzelne Phyllopäckchen wickeln und frittieren oder backen: die elegante Kafenion-Variante.
  • Mit Vanille-Orangen-Creme:
    Die Creme mit Orangenschale aromatisieren: die Winter-Version (die Zitruszeit bestimmt das Aroma).
  • Milkaris (die moderne Leichtvariante):
    Mit Magermilch und weniger Zucker – die moderne Version für alle, denen der Arzt abgeraten hat.
  • Kadaifi-Variante:
    Die Creme in Kadaifi-Teig (die feinen Teigfäden) einrollen und sirupieren: die geschwisterliche Verwandte aus demselben Kafenion.

Dazu passt:

  • Ein vari glikon (süßer griechischer Mokka) und ein Glas eiskaltes Wasser – die klassische Begleitung nach der Siesta
  • Ein doppelter Tsipouro oder Ouzo – die kretische “medizinische” Alternative
  • Am besten um 17:00 nachmittags, wie der Rezeptautor empfiehlt: mit Blick aufs Meer, wenn möglich

 


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Feb. 222026
 

Verschleiertes Bauernmädchen 🇩🇪

Zutaten

  • 300 g geriebenes Schwarzbrot
  • 100 g Zucker
  • 300 g Apfelmus
  • 1 Schnapsglas Rum
  • ½ Liter süße Sahne
  • 200 g fein geriebene Bitterschokolade
  • 100 g Himbeermarmelade

(Alternativ: Statt Sahne kann auch zuckergesüßter Quark verwendet werden.)


Zubereitung

  1. Schwarzbrotmischung vorbereiten: Das geriebene Schwarzbrot mit dem Zucker vermischen.
  2. Apfelmus würzen: Das Apfelmus mit dem Rum verrühren.
  3. Schokoladensahne zubereiten: Die Sahne steif schlagen und die geriebene Bitterschokolade vorsichtig unterheben.
  4. Schichten: In eine Schüssel oder Dessertgläser abwechselnd folgende Schichten einbringen:
    • Schwarzbrotmischung
    • Apfelmus
    • Schokoladensahne
    • Nochmals Schwarzbrotbrösel
    • Zum Abschluss Schokoladensahne mit einem Klecks Himbeermarmelade garnieren.
  5. Kühlen: Mindestens 2 Stunden kalt stellen, damit die Schichten gut durchziehen.

Hintergrundwissen & Geschichte

Das „Verschleierte Bauernmädchen“ ist eine klassische, fast vergessene Nachspeise der deutschen und österreichischen Hausmannskost. Der Name spielt auf die „verschleierte“ Sahnehaube an, unter der sich die verschiedenen Schichten verstecken – ähnlich wie ein Bauernmädchen unter seiner Haube.

Das Gericht entstand in der bäuerlichen Küche, wo einfache Zutaten wie altbackenes Brot, Äpfel und Sahne zu einer köstlichen Süßspeise verarbeitet wurden. Besonders in der Nachkriegszeit und in ländlichen Regionen war es beliebt, da es eine gute Möglichkeit bot, Reste zu verwerten und ohne große Kosten ein sättigendes Dessert zuzubereiten.

Die Kombination aus herzhaftem Schwarzbrot, süßem Apfelmus und schokoladiger Sahne macht das Dessert zu einem besonderen Geschmackserlebnis. Die Himbeermarmelade gibt dem Ganzen eine fruchtige Note.


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Okt. 132025
 

Schwarzer Magister

Dieser “Schwarze Magister” ist ein klassischer, reichhaltiger Auflauf, der süße, gekochte Backpflaumen mit gerösteten Brötchen und einer cremigen Soße kombiniert.

Zutaten

  • 375 g kernlose Backpflaumen
  • 40 g Zucker
  • 1 Messerspitze Zimt
  • Abgeriebene Schale von 1 Zitrone
  • 6 altbackene Brötchen
  • 60 g Butter (zum Anrösten)
  • 3 Eier
  • ½ Liter Rahm (Sahne)
  • Einige bittere Mandeln (zerstoßen)
  • 75 g Zucker
  • Abgeriebene Schale von Zitrone
  • 60 g Butterflöckchen

Zubereitung

  1. Pflaumen vorbereiten: Die Backpflaumen über Nacht einweichen. Am nächsten Morgen mit Zucker, Zimt und der abgeriebenen Schale der ersten Zitrone gar kochen.
  2. Brötchen rösten: Die altbackenen Brötchen in sehr dünne Scheiben schneiden und in Butter leicht anrösten.
  3. Auflauf schichten: Eine Auflaufform mit Butter einfetten. Eine Lage gerösteter Semmelscheiben auf den Boden legen, dann eine Schicht gekochte Backpflaumen. Wiederholen Sie dies lagenweise, bis die Form etwa voll ist.
  4. Guss zubereiten: Die Pflaumenbrühe kurz einkochen lassen.
  5. Soße binden: Die Eier im Rahm verquirlen. Die eingekochte Pflaumenbrühe mit den zerstoßenen bitteren Mandeln, den Zucker und der abgeriebenen Schale der Zitrone anreichern. Die Eier-Rahm-Mischung unterrühren, um die Soße zu binden (nicht mehr kochen lassen).
  6. Backen: Den Guss über den Auflauf gießen. Mit Butterflöckchen belegen und im vorgeheizten Backofen bei etwa 45–60 Minuten backen.
  7. Servieren: Den “Schwarzen Magister” sofort nach dem Backen, heiß, mit Vanillesauce servieren.

Geschichte und Anekdoten

Ein historisches Dessert: Der Name „Schwarzer Magister“ deutet auf die dunkle Farbe der Backpflaumen hin, die in Kombination mit der dunklen Brotkruste eine tiefbraune bis schwarze Färbung annimmt. Der Begriff „Magister“ (Meister/Lehrer) könnte auf die Veredelung einfacher Zutaten hinweisen, die durch die geschickte Zubereitung zu einem „meisterhaften“ Dessert werden.

Die Rolle der Backpflaumen: Backpflaumen waren historisch ein wichtiges, lagerfähiges Lebensmittel, das besonders im Winter und in der Fastenzeit zur Verfügung stand. Dieses Gericht ist ein typisches Beispiel für die süße Küche, die sich auf haltbare Früchte und altbackenes Brot stützte – eine kluge und sparsame Verwendung von Vorräten.

Die bitteren Mandeln: Die Zugabe von bitteren Mandeln ist ein feiner, traditioneller Geschmackskniff. Sie enthalten Amygdalin, das beim Kochen einen Hauch von Marzipan oder Amaretto freisetzt und so dem Dessert eine raffinierte, leicht herbe Note verleiht, die den süßen Geschmack der Pflaumen ausbalanciert.


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Mai 162014
 

Kalmus

Erst im 16. Jahrhundert wurde der Kalmus aus Asien nach Europa eingeführt. Sei dem hat er sich in ganz Nordeuropa verbreitet. In Asien gilt er als gesund und lebensverlängernd.

Apfelkompott mit Kalmus

  • 2 EL getrocknete Kalmuswurzel oder
  • 200 ml  frische Kalmuswurzel
  • 300 g Äpfel oder
  • 100 g getrocknete Äpfel
  • 6 EL Zucker

Die Äpfel schälen, in Spalten schneiden und in 1 Liter Wasser weich kochen, Die Kalmuswurzel hinzugeben und zum Kochen bringen. Nun 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Danach den Zucker hinzugeben und erneut
zum Kochen bringen. Man kann die Kalmuswurzel in ein Gazesäckchen
füllen, das vor dem Servieren zu entfernen ist.

Zuckersirup mit Kalmus

  • 500 g Zucker
  • 1 l Wasser
  • 20 g getrocknete Kalmuswurzel
  • Saft von 1/2 Zitrone

Die getrocknete Kalmuswurzel mit 0,5 I kochendem Wasser übergießen und 24 Stunden ziehen lassen. Danach abseihen und den Zitronensaft in den Aufguß geben. Den Zucker in heißem Wasser auflösen und mit dem Kalmuswurzelaufguss vermischen. Den erkalteten Sirup in eine Flasche füllen, verschließen und kühl lagern. Er lässt sich zum Aromatisieren von Süßspeisen und Backwaren verwenden.

Kalmuskonfitüre

  • 250 ml getrocknete Kalmuswurzel
  • 750 g Äpfel, Pflaumen, Datteln oder Qutten
  • 3 l Zuckersirup

Die Kalmuswurzel in den kochenden Zuckersirup streuen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Das Obst hinzuftigen und fertigkochen.

Kalmussud

  • 20 g getrocknete Kalmuswurzel
  • 1 l  Wasser

Die Kalmuswurzel zerkleinern und in kochendes Wasser
geben. Aufkochen lassen und vom Feuer nehmen.
Nun 24 Stunden ziehen lassen lassen. Der Sud kann zum Aromatisieren
von Backwaren, Vorspeisen, Suppen und Salaten verwendet werden.

Kwaß mit Kalmus

In den wie üblich zubereiteten Kwaß frisch zubereiteten Kalmussud im Verhältnis 200 ml  Sud zu 3 Liter Kwaß geben.

Gezuckerte Kalmuswurzeln

Frische Kalmuswurzeln in 2 bis 3 cm lange Teile brechen und in dicken Zuckersirup geben. Nun  ca. 10 Minuten köcheln  kochen. Aus dem Sirup herausnehmen und zum Trocknen auf saubere
Gaze oder Furnierholz legen. Nachdem der Sirup erstarrt und eingetrocknet ist, die Wurzel in ein
Glas oder eine Porzellandose zum Aufbewahren legen.
Als Delikatesse zum so Naschen zu Tee und als Nachtisch servieren.

34.) Russisches Rezept


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Dez. 282013
 
  • 30g Waldmeister
  • 2 cl Weinbrand
  • 1/2 Liter trockener Weißwein
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Tasse Wasser
  • 150 g Zucker
  • 8 Blatt Gelatine

Den Waldmeister antrocknen lassen. Nun gibt man ihn zusammen mit den Weinbrand und Weißwein in
einer Schüssel und lässt ihn ca. 30 Minuten ziehen.  Den Zitronensaft mit dem Wasser erhitzen und darin den Zucker auflösen. Anschließend die Gelatine darin auflösen. Den Waldmeister  herausnehmen und die Flüssigkeit  durch ein Sieb gießen. Den Sud au Wasser, Zitronensaft, Zucker und Gelatine hinzu geben, nochmal gut durch rühren und in schöne Weingläser geben und erstarren lassen. Nach dem Erstarren kann man mit Vanillesauce oder Schlagsahne dekorieren und servieren.

 


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Nov. 282013
 
  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl
  • 1/2 l Milch
  • Granten (Preiselbeerkompott)

In einer Pfanne Butter erhitzen und das Mehl ganz wenig bräunen. Mit dem Schneebesen tüchtig rühren, damit keine Klumpen entstehen und das Mehl nicht anbrennt. Mit Milch aufgießen und unter viel Rühren dick werden lassen. Nach wenigen Minuten vom Herd nehmen und in der Pfanne mit den Granten auftragen. Das Kompott wird entweder dazu gegessen oder auf dem Mehlkoch verteilt.

Das ungesüßte und nicht gesalzene Mehlkoch ist so neutral, dass es als Süßspeise genau so wie mit Käse gegessen werden kann.

Ich habe das Gericht als “Armeleutessen” in Tirol kennengelernt.


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Nov. 092013
 

Nimm 250 g Reis, koche ihn, schütte ihn auf ein Sieb und lass ihn ablaufen und kalt werden. Nun gib 500 ml Wein, den Saft und die Schale von 2 Zitronen und 250 g Zucker in eine Pfanne, lasse es aufkochen, nimm die Zitronenschale wieder heraus, gib den Reis hinein, lasse ihn einkochen und abkühlen, gib etwas Arac oder Likör hinzu, fülle die Masse in eine mit Mandelöl ausgestrichene Form, stelle sie an einen kühlen Ort. Vor dem Servieren wird sie gestürzt und mit eingemachten Früchten verziert serviert.

32.) Würzburg, 1862


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Nov. 092013
 

1 l Milch, 100 g Zucker, 24 Stück süße und 6 Stück bittere, fein gestoßene Mandel, etwas abgeriebene Zitronenschale und ein nussgroßes Stück Butter lässt man miteinander kochen, rührt nun 70 g Stärkemehl mit etwas kaltem Wasser und 5 Eigelb an,  lässt es unter beständigem Rühren einlaufen und gut durchkochen und schüttet das Blancmanger schnell in eine Schale. Man stürzt es nicht und gibt es kalt, mit Früchten verziert, zu Tisch.

32.) Würzburg, 1862


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Nov. 092013
 

Man rührt 125 g Butter und 8 Eigelb recht schaumig, gibt dann 8 TL Arac (oder Rum) dazu und 500 ml Schlagsahne, die kurz vor dem Anrichten zu Schaum geschlagen, darunter gehoben wird. Nun in Schälchen füllen und sogleich servieren.

32.) Würzburg, 1862


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Nov. 092013
 

150 g fein gestoßene Mandeln werden mit 150 g Zucker in 1 l Milch ausgekocht, durch ein Tuch gepresst. Nach dem Erkalten rührt man 16 Eigelb und 2 ganze Eier daran, füllt es in Formen und kocht diese im Wasserbad.

32.) Würzburg, 1862


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Sep. 022013
 

Man gießt kochendes Wasser auf die frischen Pflaumen und lässt sie darin eine Weile stehen.

pflaumenkompott-2-2014-02-13

Dann gießt man das Wasser ab, zieht die durch das Brühen kraus gewordene Haut ab und nimmt die Steine heraus. Nun kocht man eine reichliche Menge Zucker mit etwas Wasser ein, gibt die Pflaumen hinein, kocht sie weich, jedoch so, daß sie nicht zerfallen, und richtet sie an.

25.) Thüringen, 1854


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Sep. 022013
 
  • 1 kg Äpfel
  • 350 ml Wasser
  • 100 g Zucker
  • 1/4 Zimtstange
  • 3 Nelken
  • Saft von 1 Zitrone
  • Schale von 1/2 Zitrone

Die Äpfel vierten und das Kerngehäuse entfernen. Das Wasser mit Zucker und Gewürzen aufkochen, die Äpfel hinzu geben, ca. 5-8 Minuten köcheln lassen und durch ein Sieb passieren.

Überliefertes Rezept


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Sep. 022013
 
  • 750 g Birnen
  • 350 ml Wasser
  • 150 ml Weisswein, möglichst Riesling
  • etwas Zimtrinde
  • 2 Nelken
  • Saft und Schale von 1/2 Zitrone

Die Birnen Schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Wasser, Wein, Zucker und Gewürze aufkochen und die Birnenspalten hinein geben. Kurz aufkochen und abkühlen lassen.

Birnen birnen-suppe-1-2014-04-22

 

 

 

 

 

 

Der Wein lässt sich auch weglassen.

Man kann zur Verfeinerung auch Vanillezucker oder ein Stück Vanilleschote hinzu geben.
Legt man die Birnen gleich in das Kochwasser, dem man den Wein und den Zitronensaft zugegeben hat, so laufen sie nicht so stark braun an.

Überliefertes Rezept


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Sep. 022013
 
  • 1 kg Äpfel
  • 350 ml Wasser
  • 150 ml Weißwein
  • 120 g Zucker
  • 1 Zimtstange
  • etwas Zitronenschale

Die Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Wasser, Wein, Zucker, Zimt und Zitronenschale ca. 1 Minute kochen lassen, die Apfelspalten hinein geben und ziehen lassen. Die Spalten sollen gar sein, aber nicht zerfallen. Sollten sie noch zu hart sein, kurz aufkochen.

Das Apfel-Kompott kann lauwarm oder kalt gegessen werden.

Man kann den Weißwein auch weg lassen, und nimmt dann etwas mehr Wasser.

Überliefertes Rezept.

 


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Juni 282013
 
  • Holunderdolden
  • 500 ml Milch
  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Mehl
  • 1,5 EL Zucker
  • Öl zum Backen
  • Zucker und Zimt zum Bestreuen

Von den Holunderdolden den Stiel ganz kurz abschneiden. Nur ganz einwandfreie Blüten
verwenden. Ganz kurz waschen und tüchtig ausschütteln und auf kleine Tiere achten. Aus den Zutaten einen Teig bereiten.
Die Beerendolden hineintauchen und in heißem Öl backen. Mit Zucker und Zimt bestreuen und sofort servieren.
Es ist ein sehr wohlschmeckendes Dessert.

DDR


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Jan. 232013
 

6-8 Quitten werden geschält und geviertelt, das Steinige ausgeschnitten, in 2 Teile Wein und 1 Teil Wasser weich gedünstet, und durch ein Haarsieb getrieben. Hierauf quirlt man 8 Eigelb und 120 g Zucker und etwas abgeriebene Zitrone gut ab, rührt dies mit den Quitten auf dem Feuer zu einer dicken Creme, und bringt sie alsdann in eine Assiette. Wenn die Creme erkaltet ist, so wird sie mit Bisquit belegt und serviert.

Nürnberg, 1840


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März 132012
 
  • 125 g Butter
  • 8 Eier
  • 125 g fein gestoßene Mandeln
  • 250 g Pulverzucker
  • 350 g abgeschältes Weißbrot
  • 1 Suppenteller gepflückte, entstielte Weintrauben
  • Zimt, Zitronenschale nach Belieben

Man rührt die Butter zu Sahne, gibt Eigelb, Zucker, Gewürze und das Weißbrot dazu. Nun micht man die Masse stark und gut durch, gibt dann die Beeren nebtst dem Eischaum dazu.

 

G. Haeske, 1890


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Feb. 252012
 
  • Vanille
  • Milch
  • Kaffee
  • Eier
  • Puderzucker
  • Salz
  • Gelatine
  • Sahne
  • Vanillezucker
  • Schlagsahne

Man schneidet ein Stückchen Vanille auf, schabt das Innere heraus, kocht beides in 1/2 Tasse Milch auf, fügt dann zwei Esslöffel nicht zu fein gemahlenen Kaftee hinzu und lässt alles zugedeckt 10 Minuten auf schwachem Feuer ziehen, einige Mal langsam aufwallen und dann auskühlen.

In der Zwischenzeit rührt man vier Eidotter mit 120 g Puderzucker und einem Körnchen Salz schön dick, giesst die überkühlte Milch durch ein Sieb langsam dazu, wobei man sie mit der Schneerute gut vermehrt, schlägt dann die Masse auf dem Ofen bis sie schön dick und glatt ist, jedoch ohne zu kochen und schlägt sie noch einige Minuten länger nachdem man sie vom Ofen genommen. Man vermengt 15 g pulverisirte Gelatine mit zwei Löffel Rahm, rührt sie auf dem Feuer bis sie aufgelöst ist und mengt sie dann unter die gekochte Creme.

Die fast kalte Creme wird durch ein Sieb gegossen und mit 1,25 Tassen Sahne, die man nebst einem Löffel Puderzucker und etwas Vanille-Zucker zu festem Schaum geschlagen, vermehrt, in eine mit kaltem Wasser ausgeschwenkte Form gefüllt und dann auf Eis gestellt.

Beim Servieren wird die gestockte Creme gestürzt und mit gezuckerter Schlagsahne garniert.

Österreich-Ungarn, 1915

 


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Feb. 222012
 
  • Pflaumenkompott
  • Butter
  • Zucker
  • Eier
  • Schlagsahne
  • Vanillesauce

Von Pflaumenkompott ohne Steine werden ca. 220 g Pflaumen fein gehackt.

Eine glatte, gut schliessende Form streicht man mit süsser Butter aus, bestreut sie dick mit grobem Zucker und stellt sie in den Eisschrank.

Von acht Eiweiss wird sehr fester Schnee geschlagen, mit acht Esslöffel voll Puderzucker, etwas Vanille-Zucker und dem Saft einer halben Zitrone vermischt und nochmals fest geschlagen, wobei man die gehackten Pflaumen löffelweise damit vermengt und in die Form füllt. Die Masse darf die Form nur wenig über die Hälfte füllen, nun wird sie gut verschlossen in einen Topf mit kochendem Wasser gestellt, mit einem Gewicht beschwert, der Deckel kommt über den Topf, und der Pudding wird ca. 100 Minuten langsam gekocht.

Das Wasser darf nicht höher wie bis zur Hälfte der Form hinaufreichen, damit es nicht hineinkocht. Der Pudding wird im letzen Moment vor dem Servieren gestürzt (da er sehr rasch fällt), sofort mit Schlagsahne garniert und mit Vanille- Sauce servirt.

Österreich-Ungarn, 1915

 


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Feb. 222012
 
  • Eier
  • Zucker
  • Nelkenpulver
  • Zimtpulver
  • Salz
  • Zitronat
  • ROsinen
  • Fett
  • Cognac

Acht Eigelb werden mit 250 g Zucker gut geschlagen und dick gerührt, dann kommt ein wenig Nelken- und Zimmt- Pulver, etwas Salz, eine Tasse fein geschnittene Zitronat, eine Tasse ausgesteinte Rosinen, sowie 259 g  sehr fein gehacktes, rohes Rinderfett dazu.

Alles wird gut verrührt, und fügt man dann noch 1/2 Wasserglas Cognac (Brandy), sowie das festgeschlagene Eiweiss, das man mit etwas feinen Bröseln (Cracker-Brösel) bestreut und leicht mit der Masse vermengt, dazu.

Eine glatte Pudding-Form wird gut mit Butter ausgestrichen, mit grobem Zucker ausgestreut und mit dem Pudding 1/2 hoch gefüllt. Die fest verschlossene, in einen Topf mit kochendem Wasser gestellte Form wird mit einem Gewicht beschwert und im zugedeckten Topf 5 Stunden gekocht. Beim Anrichten giesst man ein kleines Gläschen Cognac über den gestürzten Pudding, zündet ihn an und serviert ihn brennend.

Eine Sauce wird dazu gereicht bestehend aus 125 g süsser Butter, die schaumig gerührt, mit zwei Esslöffel Zucker und einem Esslöffel Cognac vermengt, auf einem Schüsselchen hübsch angerichtet eine Stunde vorher in den Eisschrank gestellt wurde.

Österreich-Ungarn, 1915


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