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Feb. 202026
 

Kasseler mit Hirse 🇩🇪

Zutaten:

  • 750 g Kasseler (geräucherte Schweinebrust)
  • 1 Tasse Hirse (ca. 200 g)
  • 1 Zwiebel (fein gewürfelt)
  • 1 Knoblauchzehe (zerdrückt)
  • Salz
  • Dazu: Sauerkraut

Zubereitung:

  1. Kasseler kochen: Kasseler mit Wasser knapp bedeckt weichkochen.
  2. Hirse & Gewürze zugeben: Kurz vor Ende der Garzeit gewaschene Hirse, Zwiebel und zerdrückten Knoblauch in die Brühe geben.
  3. Einkochen lassen: Alles zusammen weichkochen, bis die Hirse gar ist und die Brühe fast vollständig aufgenommen wurde.
  4. Abschmecken: Mit Salz würzen.
  5. Servieren: Heiß mit Sauerkraut servieren.

Geschichte & Hintergrundwissen

Ein Gericht der Bescheidenheit

  • Kasseler mit Hirse ist ein typisches schlesisches Gericht aus der bäuerlichen und Arbeiterküche. Es entstand aus der Not, preiswerte Zutaten wie Hirse (ein „Arme-Leute-Getreide“) und geräuchertes Fleisch (Kasseler) zu einer sättigenden Mahlzeit zu kombinieren.
  • Hirse war in Schlesien und Osteuropa jahrhundertelang ein Grundnahrungsmittel, da sie auch auf kargen Böden wuchs und lange haltbar war.

Kulturelle Bedeutung & Aberglaube

  • Der Spruch „Hirse zu Neujahr – Geld im kommenden Jahr“ zeigt, wie tief das Gericht in der Volksüberlieferung verwurzelt ist. Hirse galt als Symbol für Fruchtbarkeit, Wohlstand und Glück – wer sie aß, sollte im neuen Jahr nicht hungern müssen.
  • In Schlesien wurde Hirse oft an Festtagen serviert, besonders zu Silvester oder Neujahr, um Glück zu bringen.

Warum Sauerkraut?

  • Sauerkraut war in Osteuropa und Schlesien ein wichtiges Wintergemüse – es hielt sich monatelang und lieferte Vitamin C.
  • Die Kombination aus geräuchertem Kasseler, herzhafter Hirse und sauerem Kraut ist ein perfektes Beispiel für die „süß-saure-herzhafte“ Geschmacksharmonie der schlesischen Küche.

Regionale Varianten

  • In manchen Haushalten wurde die Hirse vorher angeröstet, um ihr ein nussigeres Aroma zu geben.
  • Statt Kasseler kam manchmal geräucherte Mettwurst oder Speck zum Einsatz.
  • In modernen Varianten wird das Gericht mit Majoran, Kümmel oder Lorbeer verfeinert.

Serviertipp:

  • Klassisch mit dunklem Roggenbrot und einem Schuss Apfelsaft oder Bier.
  • Modern: Mit gerösteten Zwiebeln oder Speckwürfeln als Topping.

Fun Fact: In manchen schlesischen Familien wurde das Gericht auch als „Hirsekassler“ bezeichnet – ein Zeichen dafür, dass es als Festtagsessen galt, obwohl es aus einfachen Zutaten bestand.


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