Filderstädter Sauerkrautkuchen 🇩🇪
Zutaten
Für den Teig
350 g Mehl
125 g Butter
5 g Salz
125 ml lauwarmes Wasser
Für das Sauerkraut
1 Esslöffel Butterschmalz
150 g gewürfelter, durchwachsener Räucherspeck
1 Zwiebel, gewürfelt
500 g Sauerkraut
125 ml trockener Weißwein
Für den Guss
4 Eier
250 ml saure Sahne
20 g Stärkemehl
Kümmel nach Geschmack
Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben. Butter in kleinen Stücken, Salz und das lauwarme Wasser hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abgedeckt etwa eine Stunde ruhen lassen.
Für die Füllung das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Speck und Zwiebeln darin glasig anbraten. Das Sauerkraut hinzufügen, mit dem Weißwein ablöschen und so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit nahezu verdampft ist. Anschließend das Sauerkraut etwas abkühlen lassen.
Für den Guss Eier, saure Sahne, Stärkemehl und Kümmel glatt verrühren und unter das erkaltete Sauerkraut mischen.
Eine runde Backform mit etwa 36 cm Durchmesser dünn mit dem Teig auslegen und den Teig bis zum Rand hochziehen. Die Sauerkrautmasse gleichmäßig darauf verteilen. Nach Belieben einige Scheiben Speck auf die Oberfläche legen.
Den Sauerkrautkuchen im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad etwa 50 Minuten backen, bis der Guss gestockt und der Rand goldbraun ist.
Hintergrundwissen und Geschichte
Der Sauerkrautkuchen gehört zur traditionellen schwäbischen Küche, die für ihre herzhaften, sättigenden Gerichte bekannt ist. Besonders auf den Fildern, einer fruchtbaren Hochebene südlich von Stuttgart, war Sauerkraut ein wichtiges Grundnahrungsmittel, da Weißkraut lange haltbar war und über den Winter hinweg genutzt werden konnte.
Die Kombination aus Sauerkraut, Speck und einem einfachen Teig spiegelt die bäuerliche Küche wider: wenige Zutaten, dafür nahrhaft und geschmacklich ausgewogen. Kümmel wurde traditionell nicht nur wegen seines Aromas verwendet, sondern auch wegen seiner verdauungsfördernden Wirkung, insbesondere bei Krautgerichten.
Bis heute ist der Filderstädter Sauerkrautkuchen ein fester Bestandteil regionaler Feste und Weinstuben und gilt als klassisches Beispiel für die bodenständige, ehrliche Küche Schwabens.
Bewerten Sie bitte den Beitrag
Diesen Beitrag drucken
