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Feb. 042026
 

Die ältesten Teigklöße der Welt?

Knödel sind in Österreich seit Jahrhunderten beliebt – und das nicht ohne Grund. Schon vor über 3.000 Jahren wickelten die Bewohner von Pfahlbauten am Ledrosee Fleisch oder Obst in Teig und kochten es. Professor Gams bestätigt: „Das war im Grunde schon ein Knödel!“ Die älteste bildliche Darstellung findet sich übrigens in einem Fresko aus dem 12. Jahrhundert auf Schloss Hocheppan.


Von Fastenknödeln und Knödeltagen

Im 16. Jahrhundert waren gebackene Fastenknödel bereits so etabliert, dass sie sogar bei Hochzeiten serviert wurden. Die klassischen Tiroler Knödel bestehen aus Weizenbrot, etwas Mehl und Speck. Früher gab es sie sonntags aus Weizenmehl. Unter der Woche musste man sich mit Roggen-, Gersten- oder Hafermehl begnügen.

Besonders kurios: Dienstag und Donnerstag waren in manchen Regionen Tirols die offiziellen „Knödeltage“. An diesen Tagen kam mittags immer Knödel auf den Tisch. Und wer es wagte, an diesen Tagen Vieh auf die Alm zu treiben, riskierte, dass die Herde im Herbst nicht mehr vollzählig heimkehrte; der Aberglaube besagte, die Tiere würden abstürzen.

Knödelkochen: Eine Kunst für sich

Wer denkt, Knödelkochen sei einfach, irrt sich. Entweder wird der Teig zum Brei oder zu harten Kugeln, die selbst als Kanonenkugeln durchgehen würden. Eine gute Köchin bewies ihr Können vor allem am Knödel.

Nicht nur Speck und Wurst landeten im Teig: In bürgerlichen Haushalten um 1700 gab es sogar Fischknödel. Und in Südtirol waren die Plentenknödel aus Buchweizen lange ein Alltagsgericht. Heute sind sie fast verschwunden, könnten aber dank ihrer blutdrucksenkenden Wirkung ein Comeback erleben.

Nocken und Nudeln: Die Verwandten der Knödel

Nocken sind flache, handgroße Teiglaibchen, die in Schmalz gebacken werden. Gefüllt mit Fleisch, Käse oder Beeren, waren sie schon immer eine einfache, sättigende Mahlzeit.

Nudeln wurden früher selbst gemacht;  von Bandnudeln bis zu dicken Spaghetti, die durch eine „Nudeldruck“-Maschine gepresst wurden. Im Oberland nutzte man dafür Mais-, Gersten- oder Roggenmehl, während im Unterland die Nudeln manchmal sogar wie Krapfen aussahen.


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