Pinkelwurst selbstgemacht 🇩🇪
Zutaten:
- 300 g Schweinsflomen (fein gewolft)
- 350 g Zwiebeln (geschält, gewürfelt)
- 2 EL Butter oder Flomenfett
- 500 g Hafergrütze
- Piment, Salz, Pfeffer (nach Geschmack)
Zubereitung:
1. Flomen vorbereiten: Schweinsflomen durch den Fleischwolf drehen.
2. Zwiebeln anbraten: Zwiebeln in 2 EL Flomenfett oder Butter glasig dünsten.
3. Teig herstellen: Flomen, gedünstete Zwiebeln und Hafergrütze zu einem festen Teig verkneten. Mit Piment, Salz und Pfeffer kräftig würzen.
4. Pinkel formen: Den Teig in einen Leinenbeutel füllen und fest verschließen.
5. Mitkochen: Pinkelwurst etwa 1,5 Stunden im Grünkohl-Sud mitgaren.
6. Servieren: Nach dem Kochen etwas Pinkelwurst aus dem Beutel nehmen und unter den Grünkohl mischen. Den Rest der Pinkelwurst ohne Darm in Scheiben schneiden und mit Grünkohl, Kasseler, Kartoffeln und Senf servieren.
Tradition & Tipps:
- Klassische Beilage: Pinkelwurst ist ein Muss zum ostfriesischen Grünkohl – zusammen mit Kasseler, Kartoffeln und einem hochprozentigen Schnaps (z. B. Doornkaat oder Genever).
- Warum kein Wein? Schon die alten Griechen wussten: Kohl und Wein vertragen sich nicht. Ein „Verdauungsschluck“ Branntwein hilft gegen die Schwere des Essens.
Grünkohl und der „Verdauungsschluck“
In Norddeutschland, besonders in Westfriesland und Ostfriesland, ist Grünkohl ein zentrales Wintergericht – und wird traditionell nicht mit Wein, sondern mit hochprozentigem Genever (auch „Doornkaat“ oder „Friesenwein“ genannt) serviert. Dieser klare Wacholderbranntwein gilt als der perfekte Begleiter zu deftigen, fettreichen Speisen. Der Grund: Schon die alten Griechen wussten, dass Kohl und Wein nicht harmonieren – Kohl galt als „Feind des Weines“. Stattdessen hilft ein „Verdauungsschluck“ Genever, die schwere Mahlzeit zu verdauen.
- Resteverwertung: Früher wurde Grünkohl in großen Mengen gekocht und die Reste in irdenen Töpfen für die nächsten Tage aufbewahrt – so entstand der typische „Grünkohl-Eintopf“.
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