Roggenmehlflupp Ostfriesische Art – Roggenmehlsuppe 🇩🇪
Was wäre Deutschland ernährungstechnisch ohne seine geliebte Kartoffel, die hier nicht mal heimisch ist?
Ungefähr so, wie dieses Rezept.
Zutaten
- 1 Liter Wasser
- 100 g Roggenmehl
- 1 Prise Salz
- ¾ Liter Milch
- 4 EL Zucker
Zubereitung
- Wasser aufkochen: Bringe das Wasser in einem Topf zum Kochen.
- Roggenmehl einrühren: Gib das Roggenmehl langsam unter ständigem Rühren in das kochende Wasser, damit keine Klumpen entstehen.
- Kochen lassen: Lasse die Masse bei mittlerer Hitze weiterköcheln, bis sie dreimal aufblubbert – in Ostfriesland heißt es: „Wenn’t dreemal fluppt, is gar!“
- Abschmecken: Würze die Masse mit einer Prise Salz.
- Portionieren: Fülle den heißen Roggenmehlbrei in vorgewärmte Teller oder Schalen.
- Milch zugeben: Erhitze die Milch separat bis zum Kochen und gieße sie über den Brei.
- Zucker bestreuen: Streue auf jede Portion 1 EL Zucker.
Hintergrund und Geschichte
Roggenmehlflupp ist ein traditionelles ostfriesisches Gericht, das vor allem in der kalten Jahreszeit zubereitet wurde. Seine Ursprünge liegen in der bäuerlichen Küche, wo einfache, sättigende Speisen aus regionalen Zutaten wie Roggenmehl und Milch zubereitet wurden. Roggen war in Ostfriesland lange Zeit das Hauptgetreide, da er auch auf kargen Böden gut gedieh.
Der Name „Flupp“ leitet sich vom ostfriesischen Plattdeutschen ab und beschreibt das charakteristische Aufblubbern der Masse während des Kochens. Früher wurde der Flupp oft als süßes Hauptgericht oder als herzhafte Beilage serviert. Heute gilt er als typisches „Arme-Leute-Essen“ und wird vor allem bei traditionellen Festen oder als nostalgische Erinnerung an die ostfriesische Küche zubereitet.
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