Scherben – Klassisches Fastnachtsgebäck vom Hochrhein
Zutaten
- 500 g Mehl
- 150 g Butter
- 3 EL saurer Rahm
- 2 EL Zucker
- 2–3 EL Rosenwasser
- 1 Prise Salz
- 2 Eier
- 3 Eigelb
- Etwas Mehl zum Ausrollen
- Schmalz oder anderes Ausbackfett zum Frittieren
- Einige EL Zucker zum Bestreuen
Zubereitung
- Teig herstellen: Alle Zutaten von Mehl bis Eigelb zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig für etwa 15 Minuten ruhen lassen.
- Ausrollen und schneiden: Den Teig auf einem bemehlten Brett dünn ausrollen. Mit der Rückseite eines Messers oder einem Kuchenrädchen Rechtecke oder Ovale in der Größe einer Hand ausschneiden.
- Ausbacken: Die Teigstücke im heißen Fett von beiden Seiten goldgelb ausbacken.
- Fertigstellen: Die Scherben noch warm mit Zucker bestreuen.
Hintergrundwissen und Geschichte
Scherben sind ein traditionelles Fastnachtsgebäck, das besonders im süddeutschen Raum und am Hochrhein verbreitet ist. Der Name „Scherben“ leitet sich von der Form der gebackenen Teigstücke ab, die an zerbrochene Scherben erinnern. Das Rezept wird oft als Familienüberlieferung weitergegeben und ist ein typisches Beispiel für die regionale Vielfalt der Fastnachtsgebäcke in Deutschland.
In vielen Gegenden werden ähnliche Gebäcke unter verschiedenen Namen wie „Mutzen“, „Krapfen“ oder „Fasnetsküechle“ zubereitet. Besonders charakteristisch für Scherben ist die Verwendung von Rosenwasser, das dem Gebäck eine besondere Note verleiht. Rosenwasser war früher ein kostbares Gewürz und wurde oft in der gehobenen Küche und bei Festtagsgebäcken eingesetzt.
Die Tradition, in der Fastnachtszeit frittierte Süßspeisen zu essen, geht auf den Brauch zurück, vor der Fastenzeit noch einmal üppig zu speisen und die Vorräte an Fett und Eiern aufzubrauchen. Scherben sind also nicht nur ein kulinarischer Genuss, sondern auch ein Stück lebendige Kulturgeschichte.
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