Bayerischer Käsekuchen 🇩🇪
Der bayerische Kräfelkuchen ist ein klassischer Quarkkuchen mit Mürbeteigboden, wie er früher in vielen Haushalten gebacken wurde. Er ist schlicht, sättigend und typisch für die ländliche Backtradition Süddeutschlands.
Zutaten
Für den Boden
1 Ei
250 g Mehl
100 g Zucker
100 g Butter
1/2 Teelöffel Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
Für die Füllung
5 Eier
750 g Sahnequark
80 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Tasse Weinbeeren (Rosinen)
1 Portion Vanillepudding, gekocht aus 1/2 Liter Milch
Zubereitung
Butter, Ei, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Mehl und Backpulver hinzufügen und alles zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Eine Springform gut einfetten. Den Teig mit bemehlten Fingern dünn in der Form verteilen und den Rand etwa fünf Zentimeter hochziehen.
Den Vanillepudding vollständig abkühlen lassen. Anschließend Eigelb, Zucker und Vanillezucker unter den Pudding rühren, bis eine cremige Masse entsteht. Den Quark und die gewaschenen Weinbeeren unterheben und glatt rühren. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Masse ziehen.
Die Füllung auf den vorbereiteten Teig geben und glatt streichen. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei mittlerer Hitze etwa 55 bis 60 Minuten backen. Zum Schluss die Hitze für etwa fünf Minuten erhöhen, damit die Oberfläche leicht bräunt. Im Elektroherd entspricht dies etwa 200 Grad.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen, damit die Füllung schnittfest wird.
Hintergrundwissen und Geschichte
Der Käsekuchen stammt aus der bayerischen und allgemein süddeutschen Hausmannskost. Quark war früher ein leicht verfügbares Grundnahrungsmittel auf Bauernhöfen, da er direkt aus überschüssiger Milch hergestellt werden konnte. In Kombination mit Eiern und etwas Zucker entstand ein nahrhafter Kuchen, der sowohl als Sonntagsgebäck als auch als sättigende Nachspeise diente.
Weinbeeren galten früher als besondere Zutat und verliehen dem Kuchen eine dezente Süße. Der Vanillepudding in der Füllung ist ein Zeichen dafür, dass sich das Rezept im Laufe des 20. Jahrhunderts weiterentwickelt hat, als Puddingpulver in den Haushalten Einzug hielt.
Bis heute steht der bayerische Käsekuchen für bodenständige, ehrliche Küche: ohne übermäßige Süße, aber mit viel Substanz und Tradition.
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