Feb. 202026
Birnen, Bohnen, Speck 🇩🇪
Zutaten:
- 500 g durchwachsener Speck, Schinkenreste, Schweinebacke oder Bauchspeck
- 1 kg grüne Bohnen (Stangenbohnen)
- 1 kg Kochbirnen (fest, aber reif)
- Salz, Pfeffer
- 1 Bund Bohnenkraut
- 1 Bund Petersilie
- Etwas Mehl (zum Binden, optional)
- Salzkartoffeln (als Beilage)
Zubereitung:
- Speck kochen: Speck in Salzwasser ca. 30 Minuten weichkochen.
- Bohnen zugeben: Bohnen in die Brühe geben, mit Salz, Pfeffer und Bohnenkraut würzen. 20 Minuten bei schwacher Hitze köcheln.
- Birnen hinzufügen: Geschälte Birnen dazugeben, weitere 15 Minuten garen.
- Speck schneiden: Speck herausnehmen, in Scheiben schneiden.
- Binden & anrichten: Bohnen ggf. mit Mehl leicht binden. Alles in eine Schüssel füllen, Speck und Birnen obenauf anrichten, mit Petersilie bestreuen.
- Servieren: Mit Salzkartoffeln servieren.
Geschichte & Hintergrundwissen
Ein Gericht der Not und der Jahreszeiten
- „Birnen, Bohnen, Speck“ ist ein klassisches norddeutsches Arme-Leute-Essen – entstanden aus der Not, nichts zu verschwenden.
- Der Spruch „gab es früher immer dann, wenn die Birnen noch grün, die Bohnen gerade reif und der Schinken fast am Ende war“ beschreibt perfekt die saisonalen und wirtschaftlichen Hintergründe:
- Grüne Bohnen reifen im Spätsommer/Herbst.
- Kochbirnen sind oft noch hart, wenn die Bohnen erntereif sind.
- Speck oder Schinkenreste wurden bis zum letzten Stück verwertet.
Kulturelle Bedeutung
- Das Gericht steht für die typisch norddeutsche Sparsamkeit und den Erfindungsreichtum der Hausfrauen, die aus Resten und saisonalem Gemüse eine sättigende Mahlzeit zauberten.
- Es war besonders in ländlichen Haushalten und nach der Erntezeit beliebt, wenn die Vorräte knapp wurden.
- Die Kombination aus süßen Birnen, herzhaften Bohnen und salzigem Speck ist ein perfektes Beispiel für die „süß-saure Note“ der schwäbischen Küche.
Regionale Varianten
- In manchen Gegenden wurden statt Birnen Äpfel oder Pflaumen verwendet.
- Statt Speck kam manchmal geräucherter Bauchspeck oder durchwachsener Schinken zum Einsatz.
- Die Bohnen wurden oft mit etwas Essig oder Sahne verfeinert.
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