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Okt. 012026
 

Pluckte Finken (Altländer Bohnengericht mit Speck) 🇩🇪

Herkunft: Altes Land / Niedersachsen (regionale Küche)

Zutaten

  • 250 g weiße Bohnen (getrocknet, z. B. weiße Riesenbohnen)
  • 1 Zwiebel (für das Bohnenkochen)
  • 2 l Wasser
  • 600 g mild geräucherter durchwachsener Speck
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 500 g Möhren
  • 500 g Kartoffeln
  • 500 g Äpfel
  • 2 EL Schmalz
  • 400 ml Rinderfond
  • 500 ml Weißwein
  • 2 EL Kräuteressig
  • 1 Bund Petersilie
  • Schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
  • Zucker

Zubereitung

  1. Bohnen kochen
    Die Bohnen waschen und mit der geschälten, geviertelten Zwiebel in 2 l Wasser ca. 60 Minuten kochen, bis sie weich sind (ggf. über Nacht eingeweicht).
    Abgießen und beiseitestellen.
  2. Gemüse und Apfel vorbereiten
    Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und würfeln. Die Möhren und Kartoffeln schälen und würfeln. Die Äpfel schälen und in Stücke schneiden.
  3. Speck schmoren
    Das Schmalz in einem Topf zerlassen, die Zwiebeln und den Knoblauch zugeben und andünsten. Den Speck zugeben und zugedeckt im eigenen Saft 10 Minuten schmoren.
  4. Gemüse zugeben und aufgießen
    Das Gemüse zu den Bohnen geben, ebenso die gedünsteten Zwiebeln und den Knoblauch. Mit Rinderfond und Weißwein aufgießen. Den Speck obenauflegen und nochmals 15 Minuten garen, bis das Gemüse weich ist.
  5. Abschmecken und anrichten
    Den Speck in Scheiben schneiden. Das Gemüse mit frisch gemahlenem Pfeffer, Zucker und Kräuteressig abschmecken.
    Die Petersilie waschen und fein hacken.
    Das Gemüse in eine Schüssel geben, die Speckscheiben obenauflegen und mit Petersilie bestreut servieren.

Hintergrundwissen und Geschichte

Was sind “Pluckte Finken”?

  • “Pluckte Finken” (plattdeutsch: “gerupfte Finken/Finken”) ist ein traditionelles Gericht aus dem Alten Land – der Obstbauregion südwestlich von Hamburg an der Elbe.
  • Kurios: Es sind keine Vögel! Trotz des Namens enthält das Gericht kein Geflügel – die Bezeichnung ist typischer norddeutscher Bauernspott:
    • Die weißen Bohnen mit dem dunklen Speck erinnern im Topf an gerupfte (geplückte) Vögel/Finken
    • Solche “lustigen” Speisennamen sind typisch für die norddeutsche Küche (vgl. “Birnen, Bohnen und Speck” – das berühmte Hamburger Schwestengericht, oder “Rote Grütze”)
  • Das Gericht ist die herzhaft-deftigere Verwandte des Hamburger Klassikers “Birnen, Bohnen und Speck” – hier mit weißen Bohnen, Möhren, Kartoffeln und Apfel als “Süße-Komponente”.

Birnen, Bohnen und Speck: Die norddeutsche Dreifaltigkeit

  • Die Kombination Obst + Gemüse + Speck ist das Signatur-Prinzip der norddeutschen Küche:
    • Der Speck liefert Würze, Rauch und Fett
    • Die Bohnen sättigen
    • Das Obst (Birne oder Apfel) bringt die typische süß-säuerliche Note gegen die Räucherschwere
  • Historisch war dies Sommerkost der Obstbauern – im Alten Land fielen die Bohnen und Birnen zur gleichen Zeit an, und ein Stück Speck war der kostbare Würzeinsatz aus der Hausschlachtung.

Getrocknete Bohnen: Das Protein der Landküche

  • Weiße Bohnen (hier Riesen- oder weiße Gartenbohnen) waren vor der Kartoffel eines der Hauptnahrungsmittel der norddeutschen Landbevölkerung:
    • Trocken, billig und haltbar – Vorrat für den Winter
    • Eiweißreich – der “Fleischersatz” der Fastentage
  • Die lange Kochzeit mit der Zwiebel ist die klassische Vorbereitung: Sie macht die Bohnen weich und mild – die Zwiebel nimmt die “Bohnenbohnen-Note”.

Weißwein und Fond: Der bürgerliche Einfluss

  • Während die Bauernversion nur mit Wasser kochte, zeigt die Variante mit Weißwein und Rinderfond die bürgerliche Verfeinerung des Gerichts:
    • Der saure Weißwein (typisch: ein Elbe-/Ahrtal-Riesling oder ein trockener Gutedel) ersetzt teilweise den Essig und gibt Frische
    • Der Rinderfond gibt dem Gericht Tiefe und Kraft
  • Die süß-säuerliche Balance (Zucker + Kräuteressig am Ende) ist das klassische norddeutsche “Süß-Sauer-Finish” – auch bei Sauerfleisch und Pannfisch zu finden.

Apfel statt Birne: Das Alte Land

  • Das Alte Land ist Deutschlands größtes zusammenhängendes Obstanbaugebiet – die Wahl des Apfels (statt der Hamburger Birne) ist also ein echtes regionales Bekenntnis:
    • Äpfel waren das “Grundkapital” der Altländer Bauern
    • Kochäpfel zerfallen leicht und geben dem Gericht die natürliche Süße und Bindung
  • Ideal sind süß-säuerliche Sorten (z. B. Boskoop oder Elstar) – sie halten die Balance zwischen Süße und Säure.

Durchwachsener Speck: Der Geschmacksträger

  • Durchwachsener Speck (mit Fleisch- und Fettlagen) ist der klassische norddeutsche Speck zum Kochen:
    • Er gibt beim Schmoren im eigenen Saft Rauch und Würze ab
    • Die Scheiben obenauf sind die rustikale Serviertradition – jeder bekommt sein Stück vom “Finken”

Tipps für die perfekten Pluckten Finken

  1. Bohnen über Nacht einweichen:
    Getrocknete Bohnen 12 Stunden in kaltem Wasser einweichen – das verkürzt die Kochzeit und macht sie gleichmäßig weich. Salz erst am Ende!
  2. Speck wirklich im eigenen Saft schmoren:
    Zugedeckt bei niedriger Hitze – so zieht der Rauch in den Schmorsaft, ohne dass der Speck brät und hart wird.
  3. Apfel nicht zu früh:
    Kochäpfel zerfallen schnell – je nach Sorte die Apfelstücke erst in den letzten 10 Minuten zugeben, wenn man Stücke sehen möchte (zerfallener Apfel = klassischere, sämigere Konsistenz).
  4. Essig und Zucker erst am Ende:
    Die süß-saure Balance ist Geschmackssache und soll frisch wirken – zu langes Mitkochen macht die Säure schal.
  5. Speckscheiben warm halten:
    Den in Scheiben geschnittenen Speck kurz in der warmen Sauce liegen lassen – dann ist er zart beim Servieren.
  6. Schwund einkalkulieren:
    Das Gericht verbindet sich beim Stehen – wie alle Bohnengerichte schmeckt es am zweiten Tag noch besser. Klassisch wurde es für Festtage in großen Mengen gekocht.

Varianten

  • Mit Birnen (Hamburger Klassiker):
    Statt Äpfeln geschälte, geviertelte Birnen in den letzten 15 Minuten mitgaren – das Original “Birnen, Bohnen und Speck”.
  • Mit grünen Bohnen:
    Im Sommer die getrockneten durch frische grüne Bohnen ersetzen – Garzeit drastisch verkürzt, das Sommeressen der Altländer Gärten.
  • Mit Kassler statt Speck: Kasslerkotelett oder geräucherte Koteletts – die fleischigere Variante.
  • Vegetarisch:
    Speck weglassen, stattdessen geräuchertes Paprikapulver und Steinpilzfond – die Rauchtiefe bleibt.
  • Mit Steckrüben: Steckrübenwürfel mit den Möhren – die klassische norddeutsche Winter-Erweiterung (“Steckrübeneintopf”-Verwandtschaft).

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Okt. 012026
 

Fava Santorinis (Gelbes Erbsenpüree aus Santorini)  🇬🇷

Zutaten

  • 250 g gelbe Spalterbsen
  • 1 mittelgroße weiße Zwiebel (ca. 100 g), grob gehackt
  • 3 EL Olivenöl (plus mehr zum Beträufeln)
  • 2 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 1 TL feines Salz (plus mehr zum Abschmecken)
  • 600 ml Wasser

Zubereitung

  1. Spalterbsen kochen
    Die Spalterbsen in einem Sieb kalt abspülen. Mit der gehackten Zwiebel und 600 ml Wasser in einen Topf geben.
    Ohne Salz zum Kochen bringen – dabei den aufsteigenden Schaum regelmäßig abschöpfen.
  2. Weich kochen
    Die Hitze reduzieren und die Spalterbsen bei kleiner Hitze 30–35 Minuten offen kochen, bis sie vollständig weich sind und die meiste Flüssigkeit aufgesogen haben. Regelmäßig umrühren.
    Erst jetzt das Salz zugeben.
  3. Pürieren und verfeinern
    Alles mit dem Stabmixer oder Standmixer glatt pürieren.
    Olivenöl und Zitronensaft einrühren, abschmecken und bei Bedarf nachsalzen.
  4. Anrichten
    Das Püree in eine flache Schüssel füllen, mit einem Löffel eine Mulde in die Mitte drücken und großzügig mit Olivenöl beträufeln.

Tipp:
Klassisch wird Fava mit fein gewürfelter roter Zwiebel und Kalamata-Oliven serviert.


Hintergrundwissen und Geschichte


Fava: Das goldgelbe Aushängeschild Santorinis

  • Fava Santorinis ist das goldgelbe Erbsenpüree der Kykladeninsel Santorini – ein Gericht, das trotz seiner Schlichtheit außerordentliche Tiefe besitzt.
  • Wichtig – ein häufiges Missverständnis:
    Griechische “Fava” hat nichts mit der Fava-Bohne (Saubohne) zu tun! Sie wird aus gelben Spalterbsen (Lathyrus clymenum) hergestellt – einer alten, kleinen Erbsensorte, die fast ausschließlich auf Santorini angebaut wird.
  • Die “Santorini-Fava” trägt seit 2009 sogar die EU-Siegel “geschützte Ursprungsbezeichnung” (g.U.) – wie Champagner oder Parmesan. Die Böden der Vulkaninsel und das extreme Klima machen die Erbsen besonders aromatisch und süß.

Ein Gericht der Fischer und Bauern

  • Fava war über Jahrhunderte das Alltagsessen der armen Bevölkerung Santorinis:
    • Die kleinen Erbsen wachsen auch auf kargem Vulkanboden und sind extrem ertragreich
    • Getrocknet sind sie jahrhundertelang haltbar – eine sichere Nahrungsquelle auf der abgelegenen Insel
    • Die Fischer aßen Fava mit Brot, Zwiebeln und Olivenöl als einfache, sättigende Mahlzeit
  • Heute ist die einfache Bauernspeise zum Gourmet-Dip der Tavernen geworden – der Inbegriff der Cucina povera, die durch Einfachheit glänzt.

Die Technik: Warum ohne Salz kochen?

  • Die Regel, die Spalterbsen ohne Salz zu kochen, ist ein alter Profi-Trick:
    • Salz verhärtet die Außenhaut der Hülsenfrüchte – sie weichen nicht richtig auf und bleiben im Kern griffig
    • Erst wenn die Erbsen vollständig zerfallen sind, wird gesalzen
  • Das Abschöpfen des Schaums ist ebenfalls traditionell: Der Schaum enthält Bitter- und Gerbstoffe, die das Püree sonst trüben würden.

Die Mulde in der Mitte

  • Die Mulde mit dem Olivenöl-See ist mehr als Deko – sie ist ein mediterranes Servier-Ritual:
    • Das Öl in der Mulde bleibt unberührt von der warmen Masse und behält sein volles Aroma
    • Beim Dippen mit Brot nimmt man Öl und Püree gleichzeitig auf
    • Dasselbe Prinzip kennt man vom Hummus (mit Öl-See und Paprika) und dem Taramosalata

Verwandte Gerichte im Mittelmeerraum

LandGerichtBasis
GriechenlandFava SantorinisGelbe Spalterbsen (Lathyrus)
ÄgyptenFul MedamesBraune Bohnen
ItalienPuré di ceciKichererbsen
LevanteHummusKichererbsen + Tahini
IndienDalLinsen/Erbsen mit Gewürzen
  • Die griechische Fava ist dabei die puristischste Variante: kein Tahini, keine Gewürze – nur Erbsen, Zwiebel, Öl und Zitrone.

Nistisima: Das Fastengericht

  • Wie Skordalia, Melitzanosalata und Taramosalata ist auch Fava ein klassisches Fastengericht (Nistisima) der orthodoxen Küche:
    • Rein pflanzlich, eiweißreich und nahrhaft
    • Auf der Kathara Deftera (Clean Monday) – dem Beginn der Fastenzeit – steht sie auf fast jedem griechischen Tisch
    • Hülsenfrüchte sind die Hauptproteinquelle der langen orthodoxen Fastenzeit

Tipps für die perfekte Fava

  1. Schaum konsequent abschöpfen:
    Der Abschaum enthält Bitterstoffe – konsequentes Abschöpfen macht das Püree feiner und klarer im Geschmack.
  2. Salz wirklich erst am Ende:
    Das ist der wichtigste Schritt: Salz von Beginn an macht die Erbsen hart – sie garen nicht richtig aus.
  3. Regelmäßig rühren:
    Spalterbsen setzen am Topfboden leicht an – regelmäßiges Umrühren verhindert Anbrennen und sorgt für gleichmäßige Konsistenz.
  4. Konsistenz prüfen:
    Die Fava soll dickfließend wie Hummus sein. Zu dick? Etwas Wasser einrühren. Zu dünn? Noch etwas offen einkochen – sie festigt beim Abkühlen nach.
  5. Lauwarm servieren:
    Fava schmeckt lauwarm oder bei Zimmertemperatur am besten – direkt heiß verliert sie ihre samtige Textur, kalt wird sie zu fest.
  6. Olivenöl nicht sparen:
    Das frische, kalt gepresste Olivenöl am Ende bringt die Fava erst “zum Leuchten” – es ist kein Zusatz, sondern ein Hauptaroma.

Klassische und moderne Serviervarianten

  • Klassisch (Santorinier Art):
    Mit fein gewürfelter roter Zwiebel, Kalamata-Oliven, Kapern und einem Schuss Olivenöl – plus frischem Brot.
  • Mit Kapernblüten:
    Die kleinen Kapernblätter von Santorini (auf der Insel wild wachsend) – die authentische Insel-Variante.
  • Mit Oktopus:
    Als Beilage zu gegrilltem Oktopus – die Fischkombination der Tavernen.
  • Mit gerösteten Zwiebeln:
    Statt roher Zwiebeln goldbraun geröstete Zwiebelscheiben obenauf – die süße Kontrast-Variante.
  • Mit Tomaten und Dill: Klein gewürfelte Tomaten und Dill über die Fava – die sommerliche Kykladen-Variante.
  • Modern als Bruschetta:
    Fava auf geröstetem Brot mit Zwiebeln und Oliven – der griechische Beitrag zur Aperitif-Kultur.

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Feb. 202026
 

Birnen, Bohnen, Speck 🇩🇪

Zutaten:

  • 500 g durchwachsener Speck, Schinkenreste, Schweinebacke oder Bauchspeck
  • 1 kg grüne Bohnen (Stangenbohnen)
  • 1 kg Kochbirnen (fest, aber reif)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Bund Bohnenkraut
  • 1 Bund Petersilie
  • Etwas Mehl (zum Binden, optional)
  • Salzkartoffeln (als Beilage)

Zubereitung:

  1. Speck kochen: Speck in Salzwasser ca. 30 Minuten weichkochen.
  2. Bohnen zugeben: Bohnen in die Brühe geben, mit Salz, Pfeffer und Bohnenkraut würzen. 20 Minuten bei schwacher Hitze köcheln.
  3. Birnen hinzufügen: Geschälte Birnen dazugeben, weitere 15 Minuten garen.
  4. Speck schneiden: Speck herausnehmen, in Scheiben schneiden.
  5. Binden & anrichten: Bohnen ggf. mit Mehl leicht binden. Alles in eine Schüssel füllen, Speck und Birnen obenauf anrichten, mit Petersilie bestreuen.
  6. Servieren: Mit Salzkartoffeln servieren.

Geschichte & Hintergrundwissen

Ein Gericht der Not und der Jahreszeiten

  • „Birnen, Bohnen, Speck“ ist ein klassisches norddeutsches Arme-Leute-Essen – entstanden aus der Not, nichts zu verschwenden.
  • Der Spruch „gab es früher immer dann, wenn die Birnen noch grün, die Bohnen gerade reif und der Schinken fast am Ende war“ beschreibt perfekt die saisonalen und wirtschaftlichen Hintergründe:
    • Grüne Bohnen reifen im Spätsommer/Herbst.
    • Kochbirnen sind oft noch hart, wenn die Bohnen erntereif sind.
    • Speck oder Schinkenreste wurden bis zum letzten Stück verwertet.

Kulturelle Bedeutung

  • Das Gericht steht für die typisch norddeutsche Sparsamkeit und den Erfindungsreichtum der Hausfrauen, die aus Resten und saisonalem Gemüse eine sättigende Mahlzeit zauberten.
  • Es war besonders in ländlichen Haushalten und nach der Erntezeit beliebt, wenn die Vorräte knapp wurden.
  • Die Kombination aus süßen Birnen, herzhaften Bohnen und salzigem Speck ist ein perfektes Beispiel für die „süß-saure Note“ der schwäbischen Küche.

Regionale Varianten

  • In manchen Gegenden wurden statt Birnen Äpfel oder Pflaumen verwendet.
  • Statt Speck kam manchmal geräucherter Bauchspeck oder durchwachsener Schinken zum Einsatz.
  • Die Bohnen wurden oft mit etwas Essig oder Sahne verfeinert.

 


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Okt. 092025
 

Matjesfilet mit Bohnen und Speckstippe

Ein klassisches norddeutsches Gericht, das salzige Matjesfilets mit aromatischen Bohnen und deftiger Speckstippe kombiniert. Perfekt in der Sommersaison, wenn die neuen Kartoffeln und Bohnen frisch vom Feld kommen.


Zutaten (für 4 Portionen)

Für die Beilagen:

  • 300 g neue Kartoffeln

  • 1 TL Kümmel

  • 1 Prise Salz

  • 250 g Schneidebohnen

  • 1 Stück Speckschwarte

  • 1 Zweig frisches Bohnenkraut

  • 1 EL feingewürfelter Speck

  • 1 TL fein gewürfelte Zwiebel

  • 1 Bund frisches Bohnenkraut (zum Anschwenken)

  • Salz, Pfeffer, Zucker nach Geschmack

Für die Speckstippe:

  • 50 g feingewürfelter Speck

  • 20 g feingewürfelte Zwiebeln

  • 1 Bund Petersilie

Für den Matjes:

  • 4–6 Matjesfilets

  • 1 rote Zwiebel (in feine Ringe geschnitten)

  • gestoßenes Eis zum Anrichten


Zubereitung

  1. Kartoffeln kochen:
    Die neuen Kartoffeln gründlich mit einem Metallschwamm abbürsten, aber nicht schälen.
    In Salzwasser mit Kümmel gar kochen und warm stellen.

  2. Bohnen vorbereiten:
    Schneidebohnen waschen, putzen und schräg in feine Streifen schneiden.
    In Salzwasser mit der Speckschwarte und einem Zweig Bohnenkraut kochen, bis sie noch leichten Biss haben.

  3. Abschrecken:
    Die gegarten Bohnen mit einer Schaumkelle in geeistes Salzwasser mit etwas Zucker legen – das erhält die schöne grüne Farbe.

  4. Bohnen anschwenken:
    Den Speck (1 EL) auslassen, die Zwiebelwürfel (1 TL) und reichlich Bohnenkraut hinzufügen.
    Die Bohnen darin kurz anschwenken und mit etwas Bohnenfond vom Blanchieren erhitzen.
    Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.

  5. Speckstippe zubereiten:
    Feine Speck- und Zwiebelwürfel in einer Pfanne goldbraun auslassen.
    Petersilie fein hacken und kurz mitbraten.
    Die Speckstippe sprudelnd heiß servieren.

  6. Matjes anrichten:
    Die Matjesfilets auf gestoßenem Eis mit Ringen von roter Zwiebel anrichten.

  7. Servieren:
    Matjesfilets zusammen mit den neuen Kartoffeln, den Schneidebohnen und der heißen Speckstippe servieren.


 Hintergrundwissen

Der Matjes (vom niederländischen meisje = „Mädchen“) ist ein junger, noch nicht geschlechtsreifer Hering, der mild gesalzen und in einer speziellen Reifung fermentiert wird.
Diese Zubereitungsart stammt ursprünglich aus den Niederlanden, verbreitete sich aber schnell an der deutschen Nordseeküste, besonders in Schleswig-Holstein und Ostfriesland.
Die Kombination mit neuen Kartoffeln und Speckbohnen ist ein typisches Sommergericht – frisch, deftig und ausgewogen zwischen salzig, würzig und mild.


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Jan. 252014
 
  • 300 g Schwarzfleisch oder Rauchfleisch
  • 150 g vorgekochte weiße Bohnen
  • 200 g grüne Bohnen
  • 500 g Kartoffeln
  • 250 g Möhren
  • 2 Äpfel
  • 2 Birnen
  • 1/2 Lorbeerblatt
  • Salz
  • Pfeffer

Das Fleisch in Scheiben schneiden, in einen Topf geben, erhitzen und darauf lagenweise weiße Bohnen, kleingeschnittene grüne Bohnen, Kartoffelscheiben, Möhrenscheiben sowie Würfel aus den Äpfeln und Birnen geben  Die Gewürze dazugeben.
Mit so viel kochendem Wasser begießen, dass das Gericht knapp bedeckt ist.
Nun im verschlossenen Topf garen lassen, bis das Gemüse weich ist.

DDR-Rezept


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Sep. 272013
 
  • 500 g Grüne Bohnen
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauch-Zehen
  • Öl zum Braten

Die Bohnen gründlich waschen, abtropfen lassen. Die Zwiebeln und den Knoblauch fein hacken. Bohnen, Zwiebeln und Knoblauch gut vermischen. Das Öl in der Pfanne erhitzen und die Bohnen hineingeben. Ca. für 5-10 Minuten braten. Öfter Umrühren, damit die Bohnen nicht in der Pfanne anbrennen.

 

altes englisches Rezept


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Jan. 092013
 
  • 1 bis 2 Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 100 g Butter
  • 800 g Gehacktes
  • Salz, Paprika
  • 1 Glas grüne Bohnen oder etwa 1 kg frisch gegarte
  • 4 Tomaten
  • Petersilie
  • 1,5 Tassen Joghurt
  • 3 Eier

Die vorbereiteten und geschnittenen Möhren und Zwiebeln in etwas Butter leicht anbraten (nicht bräunen!), 1/2 Tasse Wasser
zugießen und alles aufkochen lassen. Das Gehackte mit Salz sowie Paprika würzen, anbraten und vom Feuer nehmen. Die abgetropften
grünen Bohnen, 2 gehäutete, kleingeschnittene Tomaten, fein gehackte Petersilie und etwas warmes Wasser mit dem angebratenen
Gemüse und dem Fleisch vermischen. Alles in ein gefettetes feuerfestes Gefäß schütten, mit Tomatenscheiben belegen,
gehackte Petersilie darüberstreuen und in der vorgeheizten Backröhre bei mäßiger Hitze 1/2 Stunde backen. Inzwischen
Joghurt oder Sauermilch mit den Eiern verquirlen und kurz vor Beendigung der Backzeit über das Gericht gießen.

DDR/Bulgarien


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Jan. 082013
 
  • 300 g weiße Bohnen
  • 2 Eßl. Butter
  • 2 Eßl. Tomatenmark
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Paprika
  • 3 Eßl. Öl
  • Weinessig
  • Pfeffer, Salz

Die weißen Bohnen über Nacht einweichen. Am nächsten Tag mit der Butter und wenig Wasser nur so weich dünsten, daß sie nicht zerfallen. Noch heiß mit dem Tomatenmark, geriebener Zwiebel und Knoblauchzehe, der fein gehackten Paprika und dem Öl vermischen, mit Essig, Pfeffer und Salz abschmecken. Den Salat kalt gestellt gut durchziehen lassen. – Nach
Belieben kann auch etwas Sahne zugefügt werden.

DDR


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Nov. 102012
 

Junge grüne Bohnen werden wie gewöhnlich gebrochen und in Fleischbrühe oder Wasser weich gekocht, mit Petersilien-Wurzeln und Porre, 2 Zwiebeln, etwas Semmelmehl, einem Stückchen Butter, Pfeffer und Salz. Dann gibt man 12 geschälte und halb geschnittene saure Äpfel dazu, kocht, bis die Äpfel  weich sind, gibt ganz zuletzt würflich geschnittenen, durchwachsenen Schinken, goldgelb gebraten dazu, und gibt es zur Tafel.

1823, Lievland


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Sep. 052012
 

Man ziehe die Bohnen ab, schneide sie nach Belieben, dann mache man in einem Kessel Wasser siedend, salze es wenig, werfe die Bohnen hinein und lasse sie nur etliche mal aufkochen. Alsdann nimmt man sie heraus, legt sie in ein Sieb, daß sie ablaufen. Nun nimmt man ein Fäßchen, ein großes Glas oder Steintopf, legt Weintraubenblätter auf den Boden, und macht eine Lage Bohnen und etwas Salz, und so immer weiter, bis das Gefäß voll ist, nun legt man wieder Traubenblätter darauf und bedeckt es mit einem Deckel oder verschließt es. Bedeckt man es mit einem Deckel, so muß dieser mit einem Stein beschwert werden, dann setze man es in einen Keller, und lasse es stehen. Wenn man zum Kochen heraus nimmt, so muß gleich wieder frisches Salzwasser daran gegossen werden, damit die Bohnen immer damit bedeckt sind.

Oder:
Man schneidet die Bohnen ganz dünn der Länge nach, gibt sie in eine Schüssel und salze sie nach Gutdünken, schwinge sie nun, und lege sie in ein dichtes Gefäß, bis es ganz voll ist, und mehreres Bohnenkraut dazwischen. Die Bohnen müssen beschwert werden. Bevor man die Bohnen verwendet, muss man sie über Nacht in frisches Wasser legen, was vor dem Gebrauch abgegossen wird. Die Bohnen kommen dann in kochendes Wasser, das nach einiger Zeit wieder abgegossen und durch frisches ersetzt wird.

Oder:

Will man sie in Essig einmachen, so müssen die Bohnen sehr jung sein und klein geschnitten werden, auch dürfen sie nur etliche Male im Wasser aufwallen. Man lässt sodann das Wasser ablaufen, gibt sie in einen Steintopf, mit ganzen Pfefferkörnern, gießt so viel Essig darauf, daß die Bohnen bedeckt werden, und auf diese Daumen hoch gutes Öl. Auf diese Art kann man die Bohnen gut zugebunden aufbewahren, und wie anderen Salat zu Tisch geben.

Oder:

Nimm anstatt des Öls frisches zerlassenes Schmalz, und gieße es darüber. Will man sodann Bohnen zum Gebrauch herausnehmen, so steche das Schmalz entzwei, lege es beiseite, nimm die Bohnen heraus, zerlasse alsdann das Schmal wieder, und gieße es darauf: Auf diese Art bleiben sie lange gut.

1802

Bayern

 


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Sep. 132011
 
  • 500g weiße Bohnen
  • 6 Eier
  • Salz
  • Petersilie
  • gestoßener Kümmel

Die Bohnen in klates Wasser geben und über Nacht quellen lassen. Dann im selben Wasser weich kochen und durch ein Haarsieb streichen. Eine Semmel in Milch einweichen, ausdrücken und zur Masse geben. 4 Eier, Salz, in Butter geschwitzte Petersilie, etwas gestossener Kümmel wird untergerührt und aus der Masse Koteletts geformt. Diese mit Ei und Semmel panieren und in Butter hellbraun backen.


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Mai 232009
 
  • Schnittbohnen
  • Essig
  • Olivenöl
  • Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • Zwiebel

Junge Schittbohnen von den Fasern befreien und fein schneiden. In Wasser kurz abkochen und abgiessen, auskühlen lassen.

Eine Sauce aus Esssig, Olivenöl, Petersilie, Salz, Pfeffer, Zucker und etwas fein gewiegter Zwiebel bereiten und über die kalten Bohnen geben. Gut durchrühren.


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Mai 182009
 
  • 500 g Speck
  • 500 gKartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 500 g Bohnen
  • 400 g Birnen
  • Pfeffer
  • Salz
  • Petersilie
  • Bohnenkraut

Den Speck in Scheiben schneiden, die Zwiebel würfeln und in Wasser zum Kochen bringen. 20 Minuten köcheln lassen. Dann den Speck heraus nehmen. Bohnen waschen und putzen und in das Kochwasser legen. Mit Salz, Pfeffer und Bohnenkraut würzen und zum Kochen bringen. Ca. 15 Minuten garen lassen.

Die festen grünen Birnen vom Blütenansatz befreien, und undgeschält auf die Bohnen legen und weiter 10 Minuten köcheln lassen.

Anschliessend so anrichten, dass der Speck auf die Bonen kommt die Birnen daneben legen.

Der Sud wird etwas eingekocht und über den Speck mit den Bohnen gegossen.

Dazu werden Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln gereicht.


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Mai 142009
 
  • junge grüne Bohnen
  • Petersilie
  • Butter
  • Salz
  • Zucker

Die Bohnen putzen und in Salzwasser kochen. In einem Sieb abtropfen. In einer Pfanne ein Stück Butter mit grüner Petersilie anpassiren, die Bohnen hinzu geben, salzen und eine Messerspitze Zucker hinzu geben. Den Saft einer Zitrone aufträufeln und kurz heiss ziehen lassen, umrühren und anrichten.


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Mai 142009
 
  • junge grüne Bohnen
  • Parmesankäse
  • Butter

Die Bohnen von den Fäden befreien und in Salzwasser weich kochen. In einem Sieb ablaufen lassen und in einer Schüssel anrichten. Zerlassene Butter übergiessen und mit geriebenem Parmesan bestreuen.

Einfach aber lecker.


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Mai 062009
 
  • Weisse Bohnen
  • Fleischbrühe
  • Zwiebel
  • Sellerie
  • Mehl
  • Fett

Weisse Bohnen mit kaltem Wasser auf den Herd setzen und sie ziemlich weich kochen. Dann das Kochwasser abgiessen und durch Fleischbrühe ersetzen, würflig geschnittene Sellerie und etwas feingewiegte Zwiebel hinzugeben und endgültig weich kochen.

Kurz vor dem Anrichten wird etwas Mehl in Fett hell angeschwitzt und darüber gegeben.
Man kann auch darauf verzichten und nur etwas Mehl überstäuben.


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Mai 062009
 
  • sehr junge Bohnen
  • Bohnenkraut
  • Sahne
  • Eigelb
  • Kartoffelmehl
  • Zucker
  • gemahlene Muskatnuss

Die Bohnen sehr jung abnehmen, putzen und Fäden entfernen. Die Bohnen werden dann sehr klein geschnitten und mit kochendem Wasser gebrüht. Anschliessend im Sieb sauber ablaufen lassen.

Einige Zweige Bohnenkraut mit reichlich Butter und ganz wenig Wasser weich dünsten.

In den kalten Rahm  1 bis 2 Eigelb, 1 Teelöffel Kartoffelmehl, etwas Zucker, etwas Muskat einquirlen und unter öfterem Rühren aufkochen. Kurz vor dem Anrichten wird diese Sauce über die Bohnen gegossen, die damit heiss gestellt werden. Vor dem Auftragen wird das Bohnenkraut entfernt.

Dazu schmeckt Kalbskotelett, Bratwurst, geräucherte Zunge, aber auch Schinken recht gut.


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