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Feb. 042026
 

Königsberger Marzipan 🇩🇪

Zutaten

  • 500 g Mandeln (davon einige bittere Mandeln)
  • 350 g Puderzucker
  • 2–3 EL Rosenwasser (erhältlich in Drogerien oder Apotheken)
  • 2–3 Eiweiß (ungeschlagen)

Zubereitung

  1. Mandeln vorbereiten: Die Mandeln mit heißem Wasser überbrühen, abziehen und gut trocknen lassen. Anschließend sehr fein mahlen – die Körnung ist entscheidend für das Gelingen.
  2. Marzipanmasse herstellen: In einer erwärmten Schüssel die gemahlenen Mandeln mit Puderzucker und Rosenwasser gut verkneten. Die Masse zu einer Rolle formen und über Nacht kühl stellen.
  3. Formen und backen: Die Marzipanrolle etwa einen halben Zentimeter dick ausrollen. Mit Modellen oder Ausstechern verschiedene Gebäckstücke formen und ggf. mit einer Messerspitze ziselieren.
  4. Backen: Bei Oberhitze oder unter dem Grill backen, bis sich braune Ränder bilden.
  5. Fertigstellen: Herausnehmen und mit Eiweiß bestreichen.

Tipp: Heute gibt es fertigen Rohmarzipan, der besonders fein gemahlen und geschmeidig ist. Hier genügen etwa 4 EL Puderzucker und 1 EL Rosenwasser auf 100 g Rohmarzipan. Die Zubereitung bleibt ansonsten gleich.


Hintergrund & Geschichte

Königsberger Marzipan ist eine besondere Variante des klassischen Marzipans. Während das berühmte „Lübecker Marzipan“ weltweit bekannt ist, hat das ostpreußische Pendant einen eigenen Charakter: Es ist weniger süß und durch das Überflämmen (das Rösten der Ränder) optisch unverwechselbar.

Früher wurde dieses Marzipan in fast allen ostpreußischen Familien zu Weihnachten selbst hergestellt. Jede Hausfrau legte Wert darauf, besonders schöne und schmackhafte Stücke zu kreieren. Die Dichterin Agnes Miegel bezeichnete das Königsberger Marzipan als „unser schönstes Stilleben“; ein Zeugnis für die handwerkliche Kunst und den Stolz der Region.

Heute ist das Königsberger Marzipan ein Stück kulturelles Erbe und eine köstliche Erinnerung an die Traditionen Ostpreußens.

 


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Feb. 122013
 

Stoße Mandeln mit etwas Roswenasserm damit sie gut riechen. Dann weiche Semmelmehl oder eine Semmel in süße Sahne. Wenn sie weich ist, treibe sie durch einen Durchschlag und verrühre mit den Mandeln. Lass es kurz aufkochen und zuckere es. Wenn es zu dick geworden ist, verdünne mit Rosenwasse. Richte es in einer Schüssel an und bestreue es mit Zimt. Man kann es kalt oder warm essen.

1.) Nürnberg, 1691


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