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Feb. 262026
 

Filderstädter Sauerkrautkuchen 🇩🇪

Zutaten

Für den Teig

  • 350 g Mehl

  • 125 g Butter

  • 5 g Salz

  • 125 ml lauwarmes Wasser

Für das Sauerkraut

  • 1 Esslöffel Butterschmalz

  • 150 g gewürfelter, durchwachsener Räucherspeck

  • 1 Zwiebel, gewürfelt

  • 500 g Sauerkraut

  • 125 ml trockener Weißwein

Für den Guss

  • 4 Eier

  • 250 ml saure Sahne

  • 20 g Stärkemehl

  • Kümmel nach Geschmack


Zubereitung

Das Mehl in eine Schüssel geben. Butter in kleinen Stücken, Salz und das lauwarme Wasser hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abgedeckt etwa eine Stunde ruhen lassen.

Für die Füllung das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Speck und Zwiebeln darin glasig anbraten. Das Sauerkraut hinzufügen, mit dem Weißwein ablöschen und so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit nahezu verdampft ist. Anschließend das Sauerkraut etwas abkühlen lassen.

Für den Guss Eier, saure Sahne, Stärkemehl und Kümmel glatt verrühren und unter das erkaltete Sauerkraut mischen.

Eine runde Backform mit etwa 36 cm Durchmesser dünn mit dem Teig auslegen und den Teig bis zum Rand hochziehen. Die Sauerkrautmasse gleichmäßig darauf verteilen. Nach Belieben einige Scheiben Speck auf die Oberfläche legen.

Den Sauerkrautkuchen im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad etwa 50 Minuten backen, bis der Guss gestockt und der Rand goldbraun ist.


Hintergrundwissen und Geschichte

Der Sauerkrautkuchen gehört zur traditionellen schwäbischen Küche, die für ihre herzhaften, sättigenden Gerichte bekannt ist. Besonders auf den Fildern, einer fruchtbaren Hochebene südlich von Stuttgart, war Sauerkraut ein wichtiges Grundnahrungsmittel, da Weißkraut lange haltbar war und über den Winter hinweg genutzt werden konnte.

Die Kombination aus Sauerkraut, Speck und einem einfachen Teig spiegelt die bäuerliche Küche wider: wenige Zutaten, dafür nahrhaft und geschmacklich ausgewogen. Kümmel wurde traditionell nicht nur wegen seines Aromas verwendet, sondern auch wegen seiner verdauungsfördernden Wirkung, insbesondere bei Krautgerichten.

Bis heute ist der Filderstädter Sauerkrautkuchen ein fester Bestandteil regionaler Feste und Weinstuben und gilt als klassisches Beispiel für die bodenständige, ehrliche Küche Schwabens.


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Feb. 212026
 

Zwiebelrostbraten mit Krautspätzle 🇩🇪

Zutaten

Für den Zwiebelrostbraten:

  • 4 Entrecote-Steaks (à 160 g)
  • 4 große Zwiebeln, in feine Scheiben geschnitten
  • 1 EL Öl

Für die Krautspätzle:

  • 80 g Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 80 g magere Speckstreifen
  • 40 g Butterschmalz
  • 400 g Sauerkraut (roh, gezupft)
  • Salz, Zucker, Pfeffer nach Geschmack
  • 400 g Spätzle

Zubereitung

Krautspätzle:

  1. Zwiebeln und Speck in Butterschmalz goldbraun anbraten.
  2. Das rohe, gezupfte Sauerkraut dazugeben und kurz erhitzen.
  3. Mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.
  4. In einer separaten Pfanne die Spätzle goldbraun rösten.
  5. Spätzle unter das Sauerkraut mischen und alles gut vermengen.

Zwiebelrostbraten:

  1. Die Steaks mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. In einer heißen Pfanne mit Öl die Steaks von jeder Seite etwa 3 Minuten kräftig braten.
  3. Die Zwiebelscheiben in Butter goldbraun rösten.

Anrichten: Die Krautspätzle auf eine vorgewärmte Platte geben, die Steaks darauf anrichten und mit den Röstzwiebeln bestreuen.

Serviervorschlag: Dazu passt ein Endiviensalat und ein Glas Trollinger.


Hintergrundwissen & Geschichte

Zwiebelrostbraten ist ein klassisches Gericht der schwäbischen und süddeutschen Küche. Die Kombination aus saftigem Rindfleisch und karamellisierten Zwiebeln ist typisch für die regionale Hausmannskost. Traditionell wird das Fleisch kurz und kräftig gebraten, um den Geschmack zu intensivieren.

Krautspätzle sind eine herzhafte Variante der beliebten Spätzle, bei der rohes Sauerkraut verwendet wird. Durch das Rösten der Spätzle und das Anbraten des Krauts mit Speck entsteht ein besonders aromatischer Geschmack. Sauerkraut ist seit Jahrhunderten ein Grundnahrungsmittel in Mitteleuropa und wurde durch Fermentation haltbar gemacht. Die Kombination mit Spätzle und Speck ist eine typisch schwäbische Spezialität, die vor allem in ländlichen Regionen entstanden ist.

Das Gericht wird oft zu festlichen Anlässen oder in der kalten Jahreszeit serviert, da es durch die herzhaften Zutaten besonders sättigend und wärmend wirkt. Der Trollinger, ein leichter Rotwein aus Württemberg, rundet das Gericht perfekt ab.


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Feb. 192026
 

Kratzede – zerrissene Mehlpfannkuchen 🇩🇪

 

Zutaten:

  • 4 Eier
  • 350 g Mehl
  • 1 l Milch
  • ½ TL Salz
  • 1 TL Butterschmalz

Zubereitung:

  1. Eier trennen: Eiweiß und Eigelb in separate Schüsseln geben.
  2. Teig anrühren: Mehl, Milch, Salz und Eigelb mit einem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren.
  3. Eischnee unterheben: Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.
  4. Pfanne erhitzen: Butterschmalz in einer Pfanne stark erhitzen.
  5. Teig portionsweise backen: Mit einem Schöpflöffel Teig in die Pfanne geben und wie Pfannkuchen von einer Seite hellbraun backen.
  6. Zerreißen: Pfannkuchen wenden, kurz anbacken lassen, dann mit Gabel und Bratschaufel in 2–3 cm große Stücke zerreißen.
  7. Fertig backen: Die Stücke knusprig backen, auf eine Platte geben und warm halten, bis der gesamte Teig verarbeitet ist.

Serviervorschlag:

  • Klassisch zu Spargel-, Pilz-, Fleisch- oder Wildgerichten mit viel Soße.
  • Süß mit Zucker und Zimt, dazu Kompott oder gekochtes Dörrobst.

Ursprung und Verbreitung: Die Kratzede (auch „Kratzete“, „Kratzedele“ oder „Kratzetele“) ist ein traditionelles Gericht aus der schwäbischen und badischen Küche (Südwestdeutschland). Der Name leitet sich vom schwäbischen Dialektwort „kratzen“ ab – der Teig wird beim Backen mit einer Gabel oder einem Messer „auseinandergekratzt“, wodurch die typischen zerrissenen Stücke entstehen.

Kulturelle Bedeutung:

  • Kratzede gelten als bäuerliches, einfaches Gericht, das aus wenigen Zutaten (Mehl, Eier, Milch) zubereitet wird und früher oft als sättigende Beilage zu herzhaften Gerichten diente.
  • Besonders beliebt waren sie in der landwirtschaftlich geprägten Region, wo sie als preiswerte und nährstoffreiche Ergänzung zu Spargel, Pilzen oder Fleischgerichten gereicht wurden.
  • Die süße Variante mit Zucker und Zimt zeigt die typische schwäbische Vorliebe für einfache, aber geschmackvolle Desserts.

Historische Einordnung:

  • Ähnliche „zerrissene Pfannkuchen“ finden sich auch in anderen regionalen Küchen, etwa als „Schmarren“ in Österreich oder Bayern.
  • Die Zubereitungsart – das Zerreißen des Teigs – war praktisch: So konnten die Stücke schneller und gleichmäßiger knusprig gebacken werden, was in der traditionellen Küche ohne moderne Hilfsmittel von Vorteil war.

Heutige Bedeutung:

  • Kratzede gelten als kulinarisches Kulturgut und werden in Schwaben und Baden noch immer gerne zu klassischen Gerichten serviert.
  • In vielen Familien wird das Rezept von Generation zu Generation weitergegeben und ist ein fester Bestandteil der regionalen Festtagsküche.

Schwäbisches Rezept


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Nov. 062025
 

Schlosserbuben

Die Schlosserbuben sind eine traditionelle Süßspeise aus Österreich.
Dieses Rezept ist in der Art modifiziert, dass gefüllte Trockenpflaumen in einem leichten Backteig frittiert und anschließend in Schokolade gewälzt werden.

Zutatenliste

  • 12 große Backpflaumen ohne Stein (Kurpflaumen)
  • 12 geschälte Mandeln
  • Ausbackfett (zum Frittieren)
  • 4 bis 5 gehäufte EL geriebene Schokolade
  • 2 EL Zucker

Für den Backteig:

  • 100 g Mehl
  • 150 ml Weißwein
  • 2 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb
  • 1 Eiweiß (zu steifem Schnee geschlagen)

Zubereitung

  1. Pflaumen füllen: Jede entsteinte Backpflaume mit einer geschälten Mandel füllen.
  2. Backteig vorbereiten:
    • Aus Mehl, Weißwein, Zucker, Salz und Eigelb einen glatten Teig rühren.
    • Das zu steifem Schnee geschlagene Eiweiß vorsichtig unter den Teig heben.
  3. Frittieren: Die gefüllten Pflaumen durch den Backteig ziehen.
  4. In heißem Ausbackfett goldbraun frittieren.
  5. Vollenden: Die frittierten Schlosserbuben aus dem Fett nehmen. Die geriebene Schokolade mit dem Zucker vermischen.
  6. Die noch warmen Schlosserbuben sofort in der Zucker-Schokoladen-Mischung wälzen, bis sie vollständig bedeckt sind.

Hintergrundwissen und Geschichte

  • Regionale Herkunft: Eigentlich ein österreichisches Rezept,, wird das Gericht explizit als schwäbisches Familienrezept verortet. Die schwäbische Küche (Südwestdeutschland) ist bekannt für ihre bodenständigen und oft süßen Haupt- oder Zwischenmahlzeiten (Mehlspeisen).
  • Der Name: Der Name “Schlosserbuben” ist charmant und typisch für alte süddeutsche Rezepte, deren genaue Namensherkunft oft in Handwerkerberufen oder lokalen Anekdoten liegt. Er deutet auf die historische Verbindung zur Handwerkertradition oder auf eine beliebte Süßigkeit für die Jugend hin.
  • Typische Bestandteile: Das Rezept verwendet die klassischen süßen Komponenten der Region:
    • Trockenfrüchte: Die gefüllten Backpflaumen sind eine beliebte Füllung in der süddeutschen und österreichischen Küche (z. B. in Knödeln).
    • Backteig (Brandteig/Ausbackteig): Ein leichter Teig, oft mit Wein oder Milch angesetzt, dient als knusprige Hülle für Obst oder Süßspeisen.
    • Schokolade: Die Veredelung mit geriebener Schokolade und Zucker war in der bürgerlichen Küche des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts verbreitet.
  • Charakteristik: Schlosserbuben sind eine reichhaltige, aber festliche Süßspeise, die warm serviert als Dessert oder Teil einer üppigen Kaffeetafel genossen wird.

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