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Feb. 192026
 

Kratzede – zerrissene Mehlpfannkuchen 🇩🇪

 

Zutaten:

  • 4 Eier
  • 350 g Mehl
  • 1 l Milch
  • ½ TL Salz
  • 1 TL Butterschmalz

Zubereitung:

  1. Eier trennen: Eiweiß und Eigelb in separate Schüsseln geben.
  2. Teig anrühren: Mehl, Milch, Salz und Eigelb mit einem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren.
  3. Eischnee unterheben: Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.
  4. Pfanne erhitzen: Butterschmalz in einer Pfanne stark erhitzen.
  5. Teig portionsweise backen: Mit einem Schöpflöffel Teig in die Pfanne geben und wie Pfannkuchen von einer Seite hellbraun backen.
  6. Zerreißen: Pfannkuchen wenden, kurz anbacken lassen, dann mit Gabel und Bratschaufel in 2–3 cm große Stücke zerreißen.
  7. Fertig backen: Die Stücke knusprig backen, auf eine Platte geben und warm halten, bis der gesamte Teig verarbeitet ist.

Serviervorschlag:

  • Klassisch zu Spargel-, Pilz-, Fleisch- oder Wildgerichten mit viel Soße.
  • Süß mit Zucker und Zimt, dazu Kompott oder gekochtes Dörrobst.

Ursprung und Verbreitung: Die Kratzede (auch „Kratzete“, „Kratzedele“ oder „Kratzetele“) ist ein traditionelles Gericht aus der schwäbischen und badischen Küche (Südwestdeutschland). Der Name leitet sich vom schwäbischen Dialektwort „kratzen“ ab – der Teig wird beim Backen mit einer Gabel oder einem Messer „auseinandergekratzt“, wodurch die typischen zerrissenen Stücke entstehen.

Kulturelle Bedeutung:

  • Kratzede gelten als bäuerliches, einfaches Gericht, das aus wenigen Zutaten (Mehl, Eier, Milch) zubereitet wird und früher oft als sättigende Beilage zu herzhaften Gerichten diente.
  • Besonders beliebt waren sie in der landwirtschaftlich geprägten Region, wo sie als preiswerte und nährstoffreiche Ergänzung zu Spargel, Pilzen oder Fleischgerichten gereicht wurden.
  • Die süße Variante mit Zucker und Zimt zeigt die typische schwäbische Vorliebe für einfache, aber geschmackvolle Desserts.

Historische Einordnung:

  • Ähnliche „zerrissene Pfannkuchen“ finden sich auch in anderen regionalen Küchen, etwa als „Schmarren“ in Österreich oder Bayern.
  • Die Zubereitungsart – das Zerreißen des Teigs – war praktisch: So konnten die Stücke schneller und gleichmäßiger knusprig gebacken werden, was in der traditionellen Küche ohne moderne Hilfsmittel von Vorteil war.

Heutige Bedeutung:

  • Kratzede gelten als kulinarisches Kulturgut und werden in Schwaben und Baden noch immer gerne zu klassischen Gerichten serviert.
  • In vielen Familien wird das Rezept von Generation zu Generation weitergegeben und ist ein fester Bestandteil der regionalen Festtagsküche.

Schwäbisches Rezept


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Nov. 062025
 

Schlosserbuben

Die Schlosserbuben sind eine traditionelle Süßspeise aus Österreich.
Dieses Rezept ist in der Art modifiziert, dass gefüllte Trockenpflaumen in einem leichten Backteig frittiert und anschließend in Schokolade gewälzt werden.

Zutatenliste

  • 12 große Backpflaumen ohne Stein (Kurpflaumen)
  • 12 geschälte Mandeln
  • Ausbackfett (zum Frittieren)
  • 4 bis 5 gehäufte EL geriebene Schokolade
  • 2 EL Zucker

Für den Backteig:

  • 100 g Mehl
  • 150 ml Weißwein
  • 2 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb
  • 1 Eiweiß (zu steifem Schnee geschlagen)

Zubereitung

  1. Pflaumen füllen: Jede entsteinte Backpflaume mit einer geschälten Mandel füllen.
  2. Backteig vorbereiten:
    • Aus Mehl, Weißwein, Zucker, Salz und Eigelb einen glatten Teig rühren.
    • Das zu steifem Schnee geschlagene Eiweiß vorsichtig unter den Teig heben.
  3. Frittieren: Die gefüllten Pflaumen durch den Backteig ziehen.
  4. In heißem Ausbackfett goldbraun frittieren.
  5. Vollenden: Die frittierten Schlosserbuben aus dem Fett nehmen. Die geriebene Schokolade mit dem Zucker vermischen.
  6. Die noch warmen Schlosserbuben sofort in der Zucker-Schokoladen-Mischung wälzen, bis sie vollständig bedeckt sind.

Hintergrundwissen und Geschichte

  • Regionale Herkunft: Eigentlich ein österreichisches Rezept,, wird das Gericht explizit als schwäbisches Familienrezept verortet. Die schwäbische Küche (Südwestdeutschland) ist bekannt für ihre bodenständigen und oft süßen Haupt- oder Zwischenmahlzeiten (Mehlspeisen).
  • Der Name: Der Name “Schlosserbuben” ist charmant und typisch für alte süddeutsche Rezepte, deren genaue Namensherkunft oft in Handwerkerberufen oder lokalen Anekdoten liegt. Er deutet auf die historische Verbindung zur Handwerkertradition oder auf eine beliebte Süßigkeit für die Jugend hin.
  • Typische Bestandteile: Das Rezept verwendet die klassischen süßen Komponenten der Region:
    • Trockenfrüchte: Die gefüllten Backpflaumen sind eine beliebte Füllung in der süddeutschen und österreichischen Küche (z. B. in Knödeln).
    • Backteig (Brandteig/Ausbackteig): Ein leichter Teig, oft mit Wein oder Milch angesetzt, dient als knusprige Hülle für Obst oder Süßspeisen.
    • Schokolade: Die Veredelung mit geriebener Schokolade und Zucker war in der bürgerlichen Küche des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts verbreitet.
  • Charakteristik: Schlosserbuben sind eine reichhaltige, aber festliche Süßspeise, die warm serviert als Dessert oder Teil einer üppigen Kaffeetafel genossen wird.

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