Zwiwelwähe (Zwiebelkuchen) 🇩🇪
Zutaten
Für den Teig
300 g Mehl
30 g Hefe
180 g lauwarmes Wasser
1 Prise Zucker
50 g Öl
Salz
Für den Belag
1 kg Zwiebeln
125 g Butter
100 g gewürfelter magerer Speck
Salz
Pfeffer
3 Eier
250 g Crème fraîche
3 Teelöffel Kartoffelstärke
Kümmel nach Belieben
Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben. Die Hefe im lauwarmen Wasser mit einer Prise Zucker auflösen, zum Mehl geben und unterrühren. Öl und Salz hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Anschließend nochmals kurz durchkneten.
Eine runde Backform mit etwa 32 cm Durchmesser einfetten und leicht bemehlen. Den Teig gleichmäßig in die Form drücken und einen kleinen Rand hochziehen.
Die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit der Butter und dem Speck in einer Pfanne bei mittlerer Hitze weich dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Mischung etwas abkühlen lassen.
Eier, Crème fraîche und Kartoffelstärke glatt verrühren, leicht salzen und unter die Zwiebelmasse mischen. Den Belag gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Nach Wunsch mit Kümmel bestreuen.
Den Zwiebelkuchen im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad etwa 50 Minuten backen, bis der Belag gestockt und die Oberfläche leicht gebräunt ist.
Hintergrundwissen und Geschichte
Die Zwiwelwähe, auch Zwiebelkuchen genannt, ist eine traditionelle Spezialität aus dem Südwesten Deutschlands. Besonders in den Weingegenden wird sie im Herbst serviert, klassisch begleitet von neuem Wein. Üblicherweise wird sie auf einem großen Blech dünn gebacken; in dieser Variante wird sie in einer runden Backform zubereitet.
Die Zwiwelwähe hat ihren Ursprung in den Weinregionen Baden, Pfalz, Elsass und Teilen der Schweiz. Sie gehört untrennbar zur herbstlichen Weinlesezeit und wird traditionell zusammen mit Federweißer oder neuem Wein gegessen. Der herzhafte Kuchen gilt als ideale Begleitung, da Fett und Zwiebeln die Säure des jungen Weins ausgleichen.
Historisch entstand die Zwiebelwähe als bäuerliches Gericht: Zwiebeln waren lange lagerfähig, günstig und im Herbst in großer Menge verfügbar. In Verbindung mit Hefeteig entstand ein nahrhaftes Essen, das sich gut teilen ließ und viele Menschen satt machte. Bis heute ist sie ein fester Bestandteil regionaler Feste, Weinstuben und Familienrezepte – ein Stück kulinarischer Herbsttradition aus dem Südwesten Deutschlands.
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