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Feb. 082026
 

Bozner Zelten – das älteste Süßgebäck  🇮🇹

Ein traditionelles, fruchtig-würziges Festtagsgebäck, reich an gedörrten Früchten, Nüssen und Gewürzen. Hier ein Originalrezept nach alter Überlieferung.


Zutaten

  • 1,9 kg Zibeben (Korinthen)
  • 400 g Datteln
  • 950 g Sultaninen
  • 1,25 kg Feigen (am besten saftige)
  • 170 g Zitronat
  • 500 g Dunstobst (Marillen oder Pfirsiche)
  • 200 g Nusskerne
  • 550 g Mandeln (geschält und gespalten)
  • 200 g Pignoli (Pinienkerne)
  • 120 g Aranzini (Orangenat)
  • Schalen von 3 Orangen (fein gehackt)
  • Schalen von 4 Zitronen (fein gehackt)
  • 250 g Weinbeeren
  • 2½ TL Anis (fein gestoßen)
  • ½–¾ l Rum oder Branntwein
  • ¼ l Weißwein
  • 600 g Brotteig (Schwarz- oder Vorschlagbrotteig)
  • Zimt, Nelkenpulver, Muskatnusspulver nach Geschmack
  • Zuckerwasser zum Bestreichen

Zubereitung

  1. Früchte vorbereiten: Rosinen, Sultaninen und Weinbeeren waschen, trocknen und ggf. entkernen. Feigen, Datteln, Dunstobst und Zitronat in kleine Würfel oder Streifen schneiden. Mandeln schälen und spalten, Pignoli waschen und trocknen, Nüsse grob hacken.

  2. Früchte marinieren: Alle vorbereiteten Früchte, Nüsse, Gewürze, fein gehackte Zitronen- und Orangenschalen sowie den Anis in einer großen Schüssel vermengen. Mit Rum und Weißwein übergießen, gut durchmischen und über Nacht zugedeckt ziehen lassen.

  3. Brotteig einarbeiten: Am nächsten Tag den Brotteig unter die Fruchtmasse kneten.

  4. Zelten formen & backen: Auf einem gut gefetteten Backblech tortenförmige oder längliche Laibe (ca. 3 cm dick) formen. Mit nassen Händen glatt streichen, die Ränder mit einem Messer glätten und mit halben Mandeln, Pignoli oder Nüssen verzieren. Kurz gehen lassen. Im vorgeheizten Ofen bei 160–170 °C (Umluft) 30–60 Minuten backen. Während des Backens mehrmals mit starkem Zuckerwasser bestreichen, damit die Zelten glänzen.

  5. Fertigstellen: Auskühlen lassen und optional mit Südfrüchten garnieren.


Hintergrund & Geschichte

  • Ältestes Süßgebäck Europas: Der Zelten wurde ursprünglich ohne Zucker zubereitet. Die Süße kam allein von getrockneten Früchten. In manchen Regionen nutzte man sogar Mehlbeerenpulver als Süßungsmittel.
  • Bozner Spezialität: Der Bozner Zelten gilt als besonders edel und fruchtbetont und ist bis heute ein Symbol für Festtagsfreude.
  • Tradition: Zelten wird klassisch zu Weihnachten, Silvester oder Hochzeiten gereicht und hält sich wochenlang.
  • Symbolik: Die runde Form steht für die Sonne und den Kreislauf des Lebens.

Tipp: Zelten schmeckt mit der Zeit immer besser – am besten 1–2 Wochen vor dem Verzehr backen!


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Feb. 082026
 

Ausgezogene Küchle (Schwäbische Schmalzküchle) 🇩🇪

Zutaten (für ca. 12–15 Stück)

  • 500 g Mehl
  • 20 g Hefe
  • ¼ l Milch (lauwarm)
  • 100 g Zucker
  • 50 g Butterschmalz
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • Zucker zum Bestreuen (einige Esslöffel)

Zubereitung

  1. Hefeteig zubereiten:

    • Aus Mehl, Hefe, Milch, Zucker, Butterschmalz, Eiern und Salz einen glatten Hefeteig kneten.
    • Teig an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  2. Teiglinge formen:

    • Teig in eigroße Stücke teilen und zu Kugeln rollen.
    • Kugeln nochmals kurz gehen lassen (ca. 10–15 Minuten).
  3. Küchle ausziehen:

    • Jede Teigkugel mit den Händen von der Mitte nach außen flach drücken und dabei drehend ausziehen.
    • Ziel: Der innere Kreis soll ganz dünn sein, der Rand bleibt als dicker Wulst stehen.
  4. Ausbacken:

    • Reichlich Fett (Butterschmalz oder Öl) in einer Pfanne auf 175–180 °C erhitzen.
    • Küchle von beiden Seiten goldgelb ausbacken – der dünne Mittelteil bleibt heller.
  5. Fertigstellen:

    • Noch warm mit Zucker bestreuen.

Hintergrund & Wissenswertes

  • Regionale Namen:
    • Schwaben: „Pfosen“ oder „Gezogene Küchle“
    • Franken: „Knieküchle“ – der Name kommt daher, dass die Hausfrauen den Teig früher über dem Knie auseinanderzogen.
  • Tradition: Die Küchle sind ein klassisches Faschings- oder Weihnachtsgebäck, aber auch auf Volksfesten und Märkten beliebt.
  • Tipp: Am besten schmecken sie frisch und warm – perfekt zu Kaffee oder als süßer Snack!

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Feb. 082026
 

Glasierte Süßkartoffeln (Kenianische Art) 🇰🇪

Ein köstliches, süß-würziges Rezept, perfekt als Beilage oder sogar als Dessert!


Zutaten (für 4 Portionen)

  • 1 kg Süßkartoffeln
  • 115 g ungesalzene Butter (½ Cup)
  • 2 EL brauner Zucker
  • Salz & frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • Muskatnuss (frisch gerieben)

Zubereitung

  1. Süßkartoffeln kochen:

    • Süßkartoffeln schälen und in Salzwasser weichkochen, ähnlich wie normale Kartoffeln.
    • Abgießen und abkühlen lassen.
  2. Ofen vorheizen & Butter-Zucker-Mischung vorbereiten:

    • Ofen auf 220 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
    • Butter in einer Pfanne sanft schmelzen und den braunen Zucker darin auflösen.
  3. Süßkartoffeln glasieren:

    • Die abgekühlten Süßkartoffeln in ca. 2,5 cm dicke Scheiben schneiden.
    • Jede Scheibe kurz in die Butter-Zucker-Mischung tauchen und auf ein Backblech legen.
  4. Backen & servieren:

    • Im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen, bis die Süßkartoffeln goldbraun und glänzend sind.
    • Vor dem Servieren mit etwas frisch geriebener Muskatnuss bestreuen.

Hintergrund & Tipps

  • Kenianische Küche: Dieses Rezept stammt aus dem berühmten „Kenya Cookery Book and Household Guide“ und zeigt, wie Süßkartoffeln in Kenia oft süß-würzig zubereitet werden – eine perfekte Kombination aus lokalen Zutaten und kolonialen Einflüssen.
  • Variationen: Für eine extra Note kannst du etwas Zimt, Ingwer oder sogar Chili in die Butter-Zucker-Mischung geben.
  • Serviervorschlag: Passt hervorragend zu gegrilltem Fleisch, Fisch oder als süße Beilage zu herzhaften Gerichten. Kann auch als Dessert mit Vanilleeis serviert werden!

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Feb. 082026
 

Ein herzhafter, würziger Pasteten-Klassiker aus der französischen und akadischen Küche – perfekt für Festtage oder als sättigende Mahlzeit.

Zutaten (für 3–4 Pasteten)

  • 500 g Schweinefleisch (traditionell, kann auch allein verwendet werden)
  • 1 kg andere Fleischsorten (z. B. Hase, Rind, Huhn – für weniger Fett und mehr Geschmack)
  • 1 große Zwiebel, fein gehackt
  • Salz & Pfeffer nach Geschmack
  • Wasser (zum Bedecken)
  • Gewürze nach Wahl: Bohnenkraut, gemahlene Nelken
  • 2 EL fein gehackte Zwiebel (für die spätere Zugabe)
  • 1 EL Mehl (zum Binden)
  • 1 Pastetenteig (Mürbteig oder Blätterteig, siehe Rezept Nr. 2, S. 121)
  • Variante: 2–3 Kartoffeln, in Würfel geschnitten (typisch für den Nordosten von New Brunswick)

Zubereitung

  1. Fleisch vorbereiten:

    • Schweine- und Rindfleisch in 1 cm große Würfel schneiden, andere Fleischsorten in größere Stücke.
    • Alles in einen großen Topf geben, mit der gehackten Zwiebel, Salz, Pfeffer und genug Wasser bedecken, sodass alles knapp bedeckt ist.
  2. Kochen:

    • Ca. 1,5 Stunden bei niedriger Hitze köcheln lassen. Bei Bedarf Wasser nachgießen.
    • 30 Minuten vor Ende der Kochzeit die Gewürze und die 2 EL fein gehackte Zwiebel hinzufügen.
  3. Fleisch zerkleinern & Saft binden:

    • Fleisch aus dem Sud nehmen, von Knochen lösen und in kleine Stücke schneiden oder zupfen.
    • Fleisch zurück in den Sud geben.
    • Mehl mit etwas Wasser anrühren, unter den Sud rühren und 2–3 Minuten aufkochen lassen, bis die Sauce bindet.
  4. Abkühlen & füllen:

    • Die Masse vollständig abkühlen lassen.
    • In den vorbereiteten Pastetenteig füllen (ggf. mit Kartoffelwürfeln mischen).
  5. Backen:

    • Nach Teig-Rezept backen, bis die Pastete goldbraun ist.

Hintergrund & Geschichte

Der Pâté à la Viande ist ein traditionelles Gericht, das ursprünglich aus der französischen Küche stammt und durch die akadischen Siedler in Kanada – besonders in New Brunswick – populär wurde. Früher wurde er meist nur mit Schweinefleisch zubereitet, heute mischt man oft verschiedene Fleischsorten, um den Geschmack zu verfeinern und den Fettgehalt zu reduzieren.

Besonderheiten:

  • In einigen Regionen des Nordostens von New Brunswick wird die Pastete mit Kartoffelwürfeln angereichert – eine lokale Variante, die für zusätzliche Sättigung sorgt.
  • Traditionell wurde der Pâté à la Viande zu besonderen Anlässen wie Familienfeiern oder Erntedank serviert.
  • Die Pastete kann sowohl warm als auch kalt genossen werden und hält sich mehrere Tage.

Tipp: Perfekt mit einem frischen Salat oder eingelegtem Gemüse servieren!


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Feb. 082026
 

Schlesischer Schwärtelbraten 🇩🇪

Ein traditioneller Festbraten mit knuspriger Schwarte – herzhaft, saftig und voller Geschichte


Zutaten

Für den Braten:

  • 1,5 kg Schweinekeule (mit Speckschicht und Schwarte)
  • Salz
  • 10 Pfefferkörner
  • 1 Zwiebel
  • 1,5 l Wasser

Für die Sauce:

  • 0,5 l Kochbrühe
  • 2 EL Stärkemehl (zum Binden)
  • Etwas Sahne
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Vorkochen: Die Schweinekeule mit der Schwarte nach oben in einen großen, verschlossenen Topf legen. Mit Wasser, Salz, Zwiebel und Pfefferkörnern etwa 1,5 Stunden köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist.

  2. Schwarte vorbereiten: Den Braten aus dem Sud nehmen. Die weiche Schwarte rautenförmig einschneiden.

  3. Knusprig backen: Den Braten mit der Schwarte nach oben in eine Fettpfanne oder ein Backblech legen, nur mit etwas Wasser angießen. Im vorgeheizten Backofen bei 250 °C (Ober-/Unterhitze) 1–1,5 Stunden backen. Nicht begießen, damit die Schwarte schön knusprig wird.

  4. Sauce zubereiten: Den ausgetretenen Fleischsaft und das Fett mit Kochbrühe auffüllen, mit Stärkemehl binden und mit Sahne, Salz und Pfeffer abschmecken.

  5. Anrichten: Beim Zerlegen zuerst die Schwarte mit dem Fett abschneiden und in kleine Vierecke teilen. Den Braten in Scheiben schneiden und jede Scheibe mit einem Stück Schwarte belegen.


Serviervorschlag

Traditionell wird der Schwärtelbraten mit Sterz (Kartoffelbrei), Klößen oder Sauerkraut serviert – oder einfach nur mit frischem Brot.


Hintergrundwissen & Geschichte

Der Schlesische Schwärtelbraten ist ein klassisches Festtagsgericht, das vor allem in der schlesischen Küche verwurzelt ist. Während Schweinebraten mit Schwarte auch in Süddeutschland und Österreich bekannt ist, haben die Schlesier ihn als besonderen Festbraten in ihre Tradition aufgenommen.

Besonderheiten:

  • Die Schwarte ist das Herzstück des Gerichts: Durch das Vorkochen wird sie weich, durch das anschließende scharfe Backen knusprig und goldbraun.
  • Der Braten war früher ein Zeichen von Wohlstand, da er nur zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Erntedank oder Weihnachten zubereitet wurde.
  • Die Kombination aus saftigem Fleisch und knuspriger Schwarte macht ihn zu einem unvergesslichen Geschmackserlebnis.

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Feb. 082026
 

Reformationsbrötchen 🇩🇪

Traditionelle Milchbrötchen aus Thüringen und Sachsen, die zum Reformationsfest gebacken wurden.

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1/4 l Milch
  • 50 g Butter oder Schmalz
  • 40 g Hefe
  • 1 gehäufter TL Zucker
  • 50 g Rosinen

Zubereitung:

  1. Teig herstellen: Aus den Zutaten nach dem Grundrezept einen lockeren Hefeteig herstellen und gehen lassen.

  2. Formen: Den Teig ausrollen und zu etwa 12 cm großen Vierecken ausstechen.

  3. Ecken einschlagen: Die vier Ecken jedes Vierecks zur Mitte hin einschlagen, sodass die Zipfel aneinander stoßen. In die Mitte einige Rosinen drücken.

  4. Gehen lassen: Die Brötchen noch einmal gehen lassen.

  5. Backen: Bei guter Mittelhitze im vorgeheizten Ofen 15–20 Minuten goldbraun backen.

  6. Servieren: Die Reformationsbrötchen dick mit Butter bestreichen und warm genießen.


Hintergrund: Diese Brötchen waren besonders in Sachsen ein fester Bestandteil des Reformationsfestes. Da in Thüringen die Geschäfte geöffnet blieben, fuhren viele Sachsen dorthin, um die frischen Milchbrötchen zu holen – oder backten sie einfach selbst.


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