Hier klicken und Ihr eigenes Rezept eingeben.
Feb. 212026
 

Wellfleisch mit Meerrettichtunke und Salzgurken 🇩🇪


Zutaten

Für das Wellfleisch:

  • 1 kg frisches Schweinefleisch (Bauch oder Kopf, idealerweise noch warm)
  • 2 Zwiebeln
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Liter Wasser (oder Wurstsuppe vom Schlachten)

Für die Meerrettichtunke:

  • 40 g Butter
  • 40 g Mehl
  • 1/8 l Brühe
  • Frisch geriebener Meerrettich (nach Geschmack)
  • 1/8 l Sahne
  • Salz, Essig

Für die Salzgurken:

  • 2,5 kg Gurken
  • 2 l Wasser
  • 80 g grobes Salz
  • Dill, Sauerkirschlaub
  • Meerrettichblätter und -wurzelstücke
  • 4 Knoblauchzehen

Zubereitung

Wellfleisch:

  1. Fleisch in große Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser mit Zwiebeln, Salz und Pfeffer etwa 1,5–2 Stunden weich kochen. Statt Wasser kann auch Wurstsuppe verwendet werden.
  2. Das Fleisch in Scheiben schneiden und warm halten.

Meerrettichtunke:

  1. Butter schmelzen, Mehl einstreuen und hellgelb anschwitzen.
  2. Mit Brühe ablöschen und aufkochen.
  3. Frisch geriebenen Meerrettich unterrühren, bis die Sauce scharf genug ist.
  4. Mit Sahne, Salz und Essig abschmecken.

Salzgurken:

  1. Wasser und Salz aufkochen, dann erkalten lassen.
  2. Gurken waschen, abtrocknen und abwechselnd mit Dill, Sauerkirschlaub, Meerrettichstücken und Knoblauch in ein Glas schichten.
  3. Mit Meerrettichblättern abdecken und die kalte Lake darübergeben.
  4. Nach 8–10 Tagen die Lake durch ein Sieb gießen, nochmals aufkochen und kalt über die Gurken geben.

Servieren: Wellfleisch mit Brot, Meerrettichtunke und Salzgurken anrichten.


Hintergrundwissen & Geschichte

Wellfleisch ist ein traditionelles Gericht der deutschen und österreichischen Küche, besonders in Regionen, in denen Schweineschlachtungen stattfanden. Dieses Rezept stammt aus Schlesien. Der Name „Wellfleisch“ leitet sich vom „Wellen“ oder „Wallenden“ des Fleisches im kochenden Wasser ab. Früher wurde es oft direkt nach der Schlachtung zubereitet, wenn das Fleisch noch warm war, um es besonders zart zu machen.

Die Meerrettichtunke ist eine klassische, scharfe Beilage, die durch den frisch geriebenen Meerrettich ihren charakteristischen Geschmack erhält. Meerrettich war in der Volksmedizin und Küche schon seit dem Mittelalter bekannt und wurde wegen seiner scharf-würzigen Note geschätzt.

Salzgurken sind eine uralte Methode, um Gurken haltbar zu machen. Durch die Milchsäuregärung in der Lake entstehen die typisch säuerlichen, knackigen Gurken, die als Beilage oder Snack beliebt sind. Das Sauerkirschlaub sorgt dafür, dass die Salzgurken fest im Biss bleiben.

Das Gericht ist ein gutes Beispiel für die bäuerliche Tradition, alle Teile des Schweins zu verwerten und durch einfache Zutaten ein herzhaftes, sättigendes Mahl zuzubereiten.


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Feb. 212026
 

Schwarzsauer (Swattsuer) 🇩🇪

Zutaten

  • 1,5–2 kg Schweinerippe oder Bauchspeck
  • 1 Liter Wasser
  • 1 Liter Essig (traditionell Haushaltsessig oder Apfelessig)
  • 1 Zwiebel
  • 10 schwarze Pfefferkörner
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Liter Schweineblut (frisch oder aus der Metzgerei)

Zubereitung

  1. Fleisch vorbereiten: Das Fleisch in grobe Stücke schneiden.
  2. Sud kochen: Wasser und Essig in einem großen Topf zum Kochen bringen. Fleisch, Zwiebel, Pfefferkörner und etwas Salz hinzufügen. Alles etwa 1,5 Stunden bei mittlerer Hitze garen, bis das Fleisch weich ist.
  3. Fleisch portionieren: Das Fleisch aus der Brühe nehmen und in mundgerechte Portionsstücke schneiden.
  4. Blut einrühren: Die Brühe durch ein Sieb gießen, um die Gewürze und Zwiebelreste zu entfernen. Die Brühe wieder aufkochen und das Schweineblut langsam unter ständigem Rühren hinzugeben, damit es nicht gerinnt. Nochmals aufkochen lassen und mit Essig, Salz und ggf. etwas Zucker abschmecken.
  5. Fertigstellen: Die Fleischstücke zurück in die dickliche Sauce geben, alles noch einmal kurz aufkochen und heiß servieren.

Beilage: Traditionell werden Salzkartoffeln oder Mehlklöße dazu gereicht.


Hintergrundwissen & Geschichte

Schwarzsauer (auch „Swattsuer“ oder „Schwarze Sauce“) ist ein traditionelles Gericht der norddeutschen Küche. Es zählt zu den sogenannten „Blutgerichten“, die früher vor allem in ländlichen Regionen zubereitet wurden, um alle Teile des geschlachteten Schweins zu verwerten. Die Verwendung von Schweineblut als Bindemittel und die säuerliche Note durch Essig sind typisch für diese Art der Zubereitung.

Das Gericht hat eine lange Geschichte und war besonders in der kalten Jahreszeit beliebt, da es durch den hohen Fett- und Eiweißgehalt besonders sättigend und nährstoffreich ist. Heute wird Schwarzsauer nur noch selten vor allem in Gasthäusern mit traditioneller Küche oder bei Schlachtschmausen angeboten. Es gilt als typisches Beispiel für die bäuerliche Hausmannskost, die aus einfachen Zutaten ein herzhaftes, aromatisches Gericht macht.


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Feb. 212026
 

Apfelkücherl 🇩🇪

Zutaten

  • 4–5 große Äpfel (festkochend, z. B. Boskop oder Elstar)
  • 200 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 2–3 Eier
  • 1/8 l Milch
  • Zucker zum Bestreuen
  • Zimt zum Bestreuen
  • Fett zum Ausbacken (z. B. Sonnenblumenöl oder Butterschmalz)

Zubereitung

  1. Teig vorbereiten: Mehl, Milch, Salz und Eier zu einem glatten Pfannkuchenteig verrühren. Der Teig sollte dickflüssig sein, aber noch gut an den Apfelscheiben haften.
  2. Äpfel vorbereiten: Äpfel schälen, entkernen und in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.
  3. Apfelkücherl ausbacken: Fett in einer Pfanne auf mittlere bis hohe Hitze erhitzen. Apfelscheiben in den Teig tauchen, sodass sie gleichmäßig bedeckt sind, und dann im heißen Fett von beiden Seiten goldbraun ausbacken.
  4. Servieren: Die Apfelkücherl auf Küchenpapier abtropfen lassen, noch warm mit Zucker und Zimt bestreuen.

Hintergrundwissen & Geschichte

Apfelkücherl (auch Apfelringe oder Apfelspalten genannt) sind eine traditionelle Süßspeise, die vor allem in Bayern, Österreich und Teilen Süddeutschlands beliebt ist. Das Gericht hat seinen Ursprung in der bäuerlichen Küche, wo es als schnelle, süße Nascherei aus einfachen Zutaten zubereitet wurde.

Die Kombination aus saftigen Äpfeln und knusprigem Teig macht Apfelkücherl zu einem besonderen Genuss. Besonders im Herbst, zur Apfelerntezeit, werden sie gerne als Dessert oder süßer Snack serviert. Ähnlich wie Apfelringe in anderen Regionen sind sie ein klassisches Beispiel dafür, wie aus saisonalen Zutaten ein köstliches Gericht entsteht.

In manchen Familien werden Apfelkücherl auch zu besonderen Anlässen wie Volksfesten oder Familienfeiern zubereitet. Der Zimt verleiht ihnen eine warme, würzige Note, die perfekt zu den süßen Äpfeln passt.

Bayrisches Rezept


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Feb. 212026
 

Zwiebelrostbraten mit Krautspätzle 🇩🇪

Zutaten

Für den Zwiebelrostbraten:

  • 4 Entrecote-Steaks (à 160 g)
  • 4 große Zwiebeln, in feine Scheiben geschnitten
  • 1 EL Öl

Für die Krautspätzle:

  • 80 g Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 80 g magere Speckstreifen
  • 40 g Butterschmalz
  • 400 g Sauerkraut (roh, gezupft)
  • Salz, Zucker, Pfeffer nach Geschmack
  • 400 g Spätzle

Zubereitung

Krautspätzle:

  1. Zwiebeln und Speck in Butterschmalz goldbraun anbraten.
  2. Das rohe, gezupfte Sauerkraut dazugeben und kurz erhitzen.
  3. Mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.
  4. In einer separaten Pfanne die Spätzle goldbraun rösten.
  5. Spätzle unter das Sauerkraut mischen und alles gut vermengen.

Zwiebelrostbraten:

  1. Die Steaks mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. In einer heißen Pfanne mit Öl die Steaks von jeder Seite etwa 3 Minuten kräftig braten.
  3. Die Zwiebelscheiben in Butter goldbraun rösten.

Anrichten: Die Krautspätzle auf eine vorgewärmte Platte geben, die Steaks darauf anrichten und mit den Röstzwiebeln bestreuen.

Serviervorschlag: Dazu passt ein Endiviensalat und ein Glas Trollinger.


Hintergrundwissen & Geschichte

Zwiebelrostbraten ist ein klassisches Gericht der schwäbischen und süddeutschen Küche. Die Kombination aus saftigem Rindfleisch und karamellisierten Zwiebeln ist typisch für die regionale Hausmannskost. Traditionell wird das Fleisch kurz und kräftig gebraten, um den Geschmack zu intensivieren.

Krautspätzle sind eine herzhafte Variante der beliebten Spätzle, bei der rohes Sauerkraut verwendet wird. Durch das Rösten der Spätzle und das Anbraten des Krauts mit Speck entsteht ein besonders aromatischer Geschmack. Sauerkraut ist seit Jahrhunderten ein Grundnahrungsmittel in Mitteleuropa und wurde durch Fermentation haltbar gemacht. Die Kombination mit Spätzle und Speck ist eine typisch schwäbische Spezialität, die vor allem in ländlichen Regionen entstanden ist.

Das Gericht wird oft zu festlichen Anlässen oder in der kalten Jahreszeit serviert, da es durch die herzhaften Zutaten besonders sättigend und wärmend wirkt. Der Trollinger, ein leichter Rotwein aus Württemberg, rundet das Gericht perfekt ab.


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken