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Feb. 172026
 

Roggenmehlflupp  Ostfriesische Art – Roggenmehlsuppe 🇩🇪

Was wäre Deutschland ernährungstechnisch ohne seine geliebte Kartoffel, die hier nicht mal heimisch ist?

Ungefähr so, wie dieses Rezept.

Zutaten

  • 1 Liter Wasser
  • 100 g Roggenmehl
  • 1 Prise Salz
  • ¾ Liter Milch
  • 4 EL Zucker

Zubereitung

  1. Wasser aufkochen: Bringe das Wasser in einem Topf zum Kochen.
  2. Roggenmehl einrühren: Gib das Roggenmehl langsam unter ständigem Rühren in das kochende Wasser, damit keine Klumpen entstehen.
  3. Kochen lassen: Lasse die Masse bei mittlerer Hitze weiterköcheln, bis sie dreimal aufblubbert – in Ostfriesland heißt es: „Wenn’t dreemal fluppt, is gar!“
  4. Abschmecken: Würze die Masse mit einer Prise Salz.
  5. Portionieren: Fülle den heißen Roggenmehlbrei in vorgewärmte Teller oder Schalen.
  6. Milch zugeben: Erhitze die Milch separat bis zum Kochen und gieße sie über den Brei.
  7. Zucker bestreuen: Streue auf jede Portion 1 EL Zucker.

Hintergrund und Geschichte

Roggenmehlflupp ist ein traditionelles ostfriesisches Gericht, das vor allem in der kalten Jahreszeit zubereitet wurde. Seine Ursprünge liegen in der bäuerlichen Küche, wo einfache, sättigende Speisen aus regionalen Zutaten wie Roggenmehl und Milch zubereitet wurden. Roggen war in Ostfriesland lange Zeit das Hauptgetreide, da er auch auf kargen Böden gut gedieh.

Der Name „Flupp“ leitet sich vom ostfriesischen Plattdeutschen ab und beschreibt das charakteristische Aufblubbern der Masse während des Kochens. Früher wurde der Flupp oft als süßes Hauptgericht oder als herzhafte Beilage serviert. Heute gilt er als typisches „Arme-Leute-Essen“ und wird vor allem bei traditionellen Festen oder als nostalgische Erinnerung an die ostfriesische Küche zubereitet.


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Okt. 112025
 

Brennsuppe – Ein klassisches, herzhaftes Rezept

Zutaten

  • 2–3 EL Mehl
  • 1 EL Butter oder Schmalz
  • 1 l Wasser oder Knochensud
  • Frische Suppenkräuter: Basilikum, Petersilie, Kerbel, Liebstöckel („Lustock“)
  • 1 Spritzer Essig
  • Salz
  • Kümmel (ganz oder gemahlen)
  • 1 Lorbeerblatt
  • Schwarzbrotschnitzel oder geröstete Weißbrotwürfel (zum Servieren)

Zubereitung

  1. Mehl anrösten: Das Mehl mit dem Fett (Butter oder Schmalz) in einem Topf bei mittlerer Hitze goldbraun anrösten, dabei ständig rühren, damit es nicht anbrennt.
  2. Flüssigkeit angießen: Mit Wasser oder Knochensud ablöschen und unter Rühren aufkochen lassen.
  3. Würzen: Lorbeerblatt und Kümmel hinzufügen, bei milder Hitze etwa 10–15 Minuten köcheln lassen, bis die Suppe sämig ist.
  4. Abschmecken: Mit Salz und einem Spritzer Essig abschmecken.
  5. Kräuter zugeben: Die fein gehackten, frischen Suppenkräuter kurz vor dem Servieren über die Suppe streuen.
  6. Servieren: Heiß mit knusprigen Brotwürfeln (Schwarz- oder Weißbrot) anrichten.

Geschichte & Anekdoten

Die Brennsuppe (auch „Brennnesselsuppe“ oder „Brennsüppchen“ genannt) ist ein traditionelles Gericht der deutschen und österreichischen Küche, besonders in ländlichen Regionen. Ihr Name leitet sich vom „Anbrennen“ des Mehles ab, das der Suppe ihren typisch nussigen Geschmack verleiht.

  • Einfach, aber genial: Die Suppe war früher ein Arme-Leute-Essen, da sie aus wenigen, günstigen Zutaten besteht und trotzdem sättigend und aromatisch ist.
  • Kräuterwissen: Liebstöckel („Lustock“) war im Mittelalter ein beliebtes Gewürz und wurde oft in Klostergärten angebaut. Er verleiht der Suppe eine leicht süßliche, würzige Note.
  • Regionale Varianten: In manchen Gegenden wird die Suppe mit etwas Sahne verfeinert oder mit Speckwürfeln serviert. In der fränkischen Küche ist sie als „Brennsuppe“ bis heute bekannt.

Tipp: Die Suppe schmeckt besonders gut, wenn der Knochensud selbst gemacht ist – dann wird sie noch herzhafter!


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