Maha Baingan – indisches Auberginen-Spinat-Tomaten-Püree 🇮🇳
Zutaten:
- 400 g Auberginen (geschält, in kleine Würfel geschnitten)
- 400 g Spinat (3x gewaschen, fein gehackt)
- 400 g Tomaten (gewaschen, in Stücke geschnitten)
- 250 ml Sahne (optional)
- 3 EL Ghee (oder neutrales Öl)
- ½ TL gemahlene Koriandersamen
- ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
- ½ TL Kurkuma
- ½ TL Asafoetida (Hing)
- ⅛ TL Chilipulver (scharf)
- ½ TL Zucker
- 2 TL Salz
Zubereitung:
1. Gewürze anrösten: Ghee in einem großen Topf erhitzen. Alle gemahlenen Gewürze (Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, Asafoetida, Chilipulver) kurz anrösten, bis sie duften.
2. Auberginen garen: Auberginenwürfel hinzufügen und bei mittlerer Hitze braten, bis sie das Ghee aufgenommen haben und goldbraun sind.
3. Gemüse kombinieren: Tomaten und Spinat unterrühren, Topf teilweise abdecken und bei mittlerer Hitze 20 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren. Die Auberginen sollten weich werden.
4. Püree herstellen: Hitze etwas erhöhen und weitere 10 Minuten köcheln, bis die Masse zu einem dicken, cremigen Püree wird.
5. Abschmecken: Sahne, Zucker und Salz einrühren, alles 2 Minuten durchziehen lassen.
Serviervorschlag:
Maha Baingan schmeckt hervorragend zu Dampfreis und frischen Chapatis.
Tipp: Asafoetida (Hing) verleiht dem Gericht eine besondere Tiefe – in indischen Läden oder online erhältlich.
Was bedeutet „Maha Baingan“?
- Maha (हिंदी: महा) heißt auf Hindi „groß“ oder „herrlich“ – und bezieht sich hier auf den intensiven Geschmack und die Bedeutung des Gerichts.
- Baingan (बैंगन) ist das Hindi-Wort für Aubergine, ein zentrales Gemüse in der indischen Küche.
- Das Gericht ist ein klassisches Püree aus Auberginen, Spinat und Tomaten, das durch seine cremige Konsistenz und die Kombination von Gewürzen besticht.
Kulinarischer & kultureller Hintergrund
1. Die Aubergine in Indien
- Die Aubergine (Solanum melongena) stammt ursprünglich aus Südasien und ist seit über 4.000 Jahren ein fester Bestandteil der indischen Küche.
- In Indien wird sie in unzähligen Varianten zubereitet – von scharfen Currys (z. B. Baingan Bharta) bis zu süß-sauren Chutneys.
- Auberginen gelten in der Ayurveda-Lehre als „tamosig“ (erdend, beruhigend) und werden oft mit wärmenden Gewürzen wie Kreuzkümmel, Koriander und Kurkuma kombiniert, um die Verdauung zu fördern.
2. Spinat & Tomaten: Eine gesunde Kombination
- Spinat ist in Nordindien ein beliebtes Blattgemüse, reich an Eisen und Vitaminen. Er wird oft mit Sahne oder Joghurt kombiniert, um die Schärfe der Gewürze auszugleichen.
- Tomaten, die erst mit den Portugiesen im 16. Jahrhundert nach Indien kamen, sind heute aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Sie geben dem Gericht Säure und Frische.
3. Die Rolle der Gewürze
- Asafoetida (Hing): Ein harzartiges Gewürz mit intensivem Aroma, das in kleinen Mengen verwendet wird. Es gilt als Verdauungshilfe und ist besonders in der vegetarischen Küche wichtig, da es den Geschmack von Zwiebeln und Knoblauch imitiert.
- Kurkuma: Nicht nur für die goldene Farbe, sondern auch für seine entzündungshemmende Wirkung.
- Kreuzkümmel & Koriander: Klassische Gewürze, die in fast jedem nordindischen Curry zu finden sind.
4. Maha Baingan in der regionalen Küche
- Das Gericht ist vor allem in Nordindien (Punjab, Uttar Pradesh) verbreitet und wird oft als Beilage zu Fladenbrot (Chapati, Roti) oder Reis serviert.
- Es ist ein typisches „Comfort Food“ – nährstoffreich, sättigend und einfach zuzubereiten.
- In ländlichen Regionen wird es oft mit frischem Büffel-Joghurt oder Buttermilch serviert, um die Schärfe zu mildern.
Warum ist dieses Gericht besonders?
- Einfach & nährstoffreich: Auberginen sind kalorienarm, aber reich an Ballaststoffen; Spinat liefert Eisen und Vitamine.
- Vegetarisch & vegan möglich: Ohne Sahne ist das Gericht vegan – ein wichtiger Aspekt in der indischen vegetarischen Tradition.
- Kombination aus Texturen: Die weichen Auberginen, der leicht bitterliche Spinat und die säuerlichen Tomaten ergeben ein harmonisches Püree.
Serviervorschlag & Variationen
- Klassisch zu Dampfreis, Chapatis oder Naan.
- Mit einem Klecks Joghurt und frischem Koriander garnieren.
- Für eine schärfere Variante mehr Chilipulver oder frische grüne Chilis hinzufügen.
Fun Fact: In einigen Regionen Indiens gilt Aubergine als „Gemüse der Armen“, weil sie günstig, vielseitig und extrem sättigend ist – doch heute ist sie ein Star der modernen indischen Fusion-Küche!


