Hier klicken und Ihr eigenes Rezept eingeben.
Feb. 222026
 

Pâté aux Légumes d’Hiver – Wintergemüse-Pastete 🇫🇷

Zutaten

  • 3 Tassen Kartoffeln, gewürfelt
  • 1 Tasse Karotten, gewürfelt
  • 1 Tasse Steckrüben (Navet), gewürfelt
  • ½ Tasse durchwachsener Speck, gewürfelt
  • 1 EL Butter
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Pastetenteig (für Ober- und Unterteil, z. B. Mürbeteig oder Blätterteig)
  • ½ Tasse Gemüsekochwasser

Zubereitung

  1. Gemüse kochen: Karotten und Steckrüben in leicht gesalzenem Wasser 10–15 Minuten vorkochen. Dann die Kartoffelwürfel hinzufügen und alles weitere 20 Minuten weichkochen.
  2. Speck vorbereiten: Den Speck 2–3 Minuten in etwas Wasser auskochen, um ihn zu entsalzen. Abgießen, trocken tupfen und in einer Pfanne knusprig anbraten. Herausnehmen und beiseite stellen.
  3. Zwiebeln anbraten: In derselben Pfanne die gehackte Zwiebel mit 1 EL Butter glasig dünsten.
  4. Füllung mischen: Das gekochte Gemüse abgießen, dabei ½ Tasse Kochwasser auffangen. Gemüse, Speck und Zwiebeln vermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf etwas Gemüsekochwasser unterrühren, damit die Füllung saftig bleibt.
  5. Pastete füllen und backen: Den Pastetenteig ausrollen und eine gefettete, quadratische Form (ca. 23 x 23 cm) damit auslegen. Die Gemüsefüllung einfüllen, mit dem zweiten Teig bedecken und die Ränder gut verschließen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C etwa 30–40 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist.

Hintergrundwissen & Geschichte

Das Pâté aux Légumes d’Hiver ist eine klassische, rustikale Pastete der französischen und kanadischen Küche, besonders in Regionen mit kalten Wintern. Sie entstand aus der Notwendigkeit, haltbare Wintergemüse wie Steckrüben, Karotten und Kartoffeln zu einer sättigenden Mahlzeit zu verarbeiten.

Pasteten dieser Art waren in der bäuerlichen Küche weit verbreitet, da sie einfach zuzubereiten sind und sich gut lagern lassen. Der Teigmantel schützte die Füllung vor Austrocknung und ermöglichte es, die Pastete auch kalt zu servieren – praktisch für die Feldarbeit oder als Proviant.

In Québec und anderen frankophonen Regionen Nordamerikas wurde das Gericht von europäischen Siedlern eingeführt und mit lokalen Zutaten adaptiert. Heute gilt es als traditionelles Comfort Food, das vor allem in der kalten Jahreszeit zubereitet wird.


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Feb. 222026
 

Verschleiertes Bauernmädchen 🇩🇪

Zutaten

  • 300 g geriebenes Schwarzbrot
  • 100 g Zucker
  • 300 g Apfelmus
  • 1 Schnapsglas Rum
  • ½ Liter süße Sahne
  • 200 g fein geriebene Bitterschokolade
  • 100 g Himbeermarmelade

(Alternativ: Statt Sahne kann auch zuckergesüßter Quark verwendet werden.)


Zubereitung

  1. Schwarzbrotmischung vorbereiten: Das geriebene Schwarzbrot mit dem Zucker vermischen.
  2. Apfelmus würzen: Das Apfelmus mit dem Rum verrühren.
  3. Schokoladensahne zubereiten: Die Sahne steif schlagen und die geriebene Bitterschokolade vorsichtig unterheben.
  4. Schichten: In eine Schüssel oder Dessertgläser abwechselnd folgende Schichten einbringen:
    • Schwarzbrotmischung
    • Apfelmus
    • Schokoladensahne
    • Nochmals Schwarzbrotbrösel
    • Zum Abschluss Schokoladensahne mit einem Klecks Himbeermarmelade garnieren.
  5. Kühlen: Mindestens 2 Stunden kalt stellen, damit die Schichten gut durchziehen.

Hintergrundwissen & Geschichte

Das „Verschleierte Bauernmädchen“ ist eine klassische, fast vergessene Nachspeise der deutschen und österreichischen Hausmannskost. Der Name spielt auf die „verschleierte“ Sahnehaube an, unter der sich die verschiedenen Schichten verstecken – ähnlich wie ein Bauernmädchen unter seiner Haube.

Das Gericht entstand in der bäuerlichen Küche, wo einfache Zutaten wie altbackenes Brot, Äpfel und Sahne zu einer köstlichen Süßspeise verarbeitet wurden. Besonders in der Nachkriegszeit und in ländlichen Regionen war es beliebt, da es eine gute Möglichkeit bot, Reste zu verwerten und ohne große Kosten ein sättigendes Dessert zuzubereiten.

Die Kombination aus herzhaftem Schwarzbrot, süßem Apfelmus und schokoladiger Sahne macht das Dessert zu einem besonderen Geschmackserlebnis. Die Himbeermarmelade gibt dem Ganzen eine fruchtige Note.


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Feb. 222026
 

Bayerischer Käsekuchen 🇩🇪

Der bayerische Kräfelkuchen ist ein klassischer Quarkkuchen mit Mürbeteigboden, wie er früher in vielen Haushalten gebacken wurde. Er ist schlicht, sättigend und typisch für die ländliche Backtradition Süddeutschlands.

Zutaten

Für den Boden

  • 1 Ei

  • 250 g Mehl

  • 100 g Zucker

  • 100 g Butter

  • 1/2 Teelöffel Backpulver

  • 1 Päckchen Vanillezucker

Für die Füllung

  • 5 Eier

  • 750 g Sahnequark

  • 80 g Zucker

  • 1 Päckchen Vanillezucker

  • 1 Tasse Weinbeeren (Rosinen)

  • 1 Portion Vanillepudding, gekocht aus 1/2 Liter Milch


Zubereitung

Butter, Ei, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Mehl und Backpulver hinzufügen und alles zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Eine Springform gut einfetten. Den Teig mit bemehlten Fingern dünn in der Form verteilen und den Rand etwa fünf Zentimeter hochziehen.

Den Vanillepudding vollständig abkühlen lassen. Anschließend Eigelb, Zucker und Vanillezucker unter den Pudding rühren, bis eine cremige Masse entsteht. Den Quark und die gewaschenen Weinbeeren unterheben und glatt rühren. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Masse ziehen.

Die Füllung auf den vorbereiteten Teig geben und glatt streichen. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei mittlerer Hitze etwa 55 bis 60 Minuten backen. Zum Schluss die Hitze für etwa fünf Minuten erhöhen, damit die Oberfläche leicht bräunt. Im Elektroherd entspricht dies etwa 200 Grad.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen, damit die Füllung schnittfest wird.


Hintergrundwissen und Geschichte

Der Käsekuchen stammt aus der bayerischen und allgemein süddeutschen Hausmannskost. Quark war früher ein leicht verfügbares Grundnahrungsmittel auf Bauernhöfen, da er direkt aus überschüssiger Milch hergestellt werden konnte. In Kombination mit Eiern und etwas Zucker entstand ein nahrhafter Kuchen, der sowohl als Sonntagsgebäck als auch als sättigende Nachspeise diente.

Weinbeeren galten früher als besondere Zutat und verliehen dem Kuchen eine dezente Süße. Der Vanillepudding in der Füllung ist ein Zeichen dafür, dass sich das Rezept im Laufe des 20. Jahrhunderts weiterentwickelt hat, als Puddingpulver in den Haushalten Einzug hielt.

Bis heute steht der bayerische Käsekuchen für bodenständige, ehrliche Küche: ohne übermäßige Süße, aber mit viel Substanz und Tradition.


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Feb. 222026
 

Zwiwelwähe (Zwiebelkuchen) 🇩🇪

Zutaten

Für den Teig

  • 300 g Mehl

  • 30 g Hefe

  • 180 g lauwarmes Wasser

  • 1 Prise Zucker

  • 50 g Öl

  • Salz

Für den Belag

  • 1 kg Zwiebeln

  • 125 g Butter

  • 100 g gewürfelter magerer Speck

  • Salz

  • Pfeffer

  • 3 Eier

  • 250 g Crème fraîche

  • 3 Teelöffel Kartoffelstärke

  • Kümmel nach Belieben


Zubereitung

Das Mehl in eine Schüssel geben. Die Hefe im lauwarmen Wasser mit einer Prise Zucker auflösen, zum Mehl geben und unterrühren. Öl und Salz hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Anschließend nochmals kurz durchkneten.

Eine runde Backform mit etwa 32 cm Durchmesser einfetten und leicht bemehlen. Den Teig gleichmäßig in die Form drücken und einen kleinen Rand hochziehen.

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit der Butter und dem Speck in einer Pfanne bei mittlerer Hitze weich dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Mischung etwas abkühlen lassen.

Eier, Crème fraîche und Kartoffelstärke glatt verrühren, leicht salzen und unter die Zwiebelmasse mischen. Den Belag gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Nach Wunsch mit Kümmel bestreuen.

Den Zwiebelkuchen im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad etwa 50 Minuten backen, bis der Belag gestockt und die Oberfläche leicht gebräunt ist.


Hintergrundwissen und Geschichte

Die Zwiwelwähe, auch Zwiebelkuchen genannt, ist eine traditionelle Spezialität aus dem Südwesten Deutschlands. Besonders in den Weingegenden wird sie im Herbst serviert, klassisch begleitet von neuem Wein. Üblicherweise wird sie auf einem großen Blech dünn gebacken; in dieser Variante wird sie in einer runden Backform zubereitet.

Die Zwiwelwähe hat ihren Ursprung in den Weinregionen Baden, Pfalz, Elsass und Teilen der Schweiz. Sie gehört untrennbar zur herbstlichen Weinlesezeit und wird traditionell zusammen mit Federweißer oder neuem Wein gegessen. Der herzhafte Kuchen gilt als ideale Begleitung, da Fett und Zwiebeln die Säure des jungen Weins ausgleichen.

Historisch entstand die Zwiebelwähe als bäuerliches Gericht: Zwiebeln waren lange lagerfähig, günstig und im Herbst in großer Menge verfügbar. In Verbindung mit Hefeteig entstand ein nahrhaftes Essen, das sich gut teilen ließ und viele Menschen satt machte. Bis heute ist sie ein fester Bestandteil regionaler Feste, Weinstuben und Familienrezepte – ein Stück kulinarischer Herbsttradition aus dem Südwesten Deutschlands.


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken