junge Blätter, solange jung und zart, wurd früher gegessen
Blätter, Wurzel, mittlere Rinde_ gegen Wunden, heftet und zieht diese zudammen
Pulver von Blättern in Weißwein eingenommen: gegen Steinschmerzen
Blätter in Essig gesotten und damit gewaschen: gegen fließenden Grind, Räude
gestossene Blätter warm oder kalt aufgelegt: gegen Podagrische Schmerzen, tilgt Geschwulste in den Füßen, gegen Beinbrüche, Weidbrüche, Netzbrüche innerlich auch als Trank
Rinde im Badewasser: gegen Krämpfe
Saft im Mai/Juni aus Knospen aufgestrichen: stärkt die Augen, macht saubere Haut, heilt Weid-Brüche der Kinder, frische Wunden besonders der Augen und Gedärme
Saft aus abgehauenen Bäumen: auf Kopf geschmiert: gegen Haarausfall, Haarwuchsmittel
innere Rinde in Wasser gekocht, obere Schicht im Wasser abgenommen und auf kahle Stelle geschmiert: Haarwuchsmittel
Samenblätter: ist den Hühnern eine gute Speise und macht sie fett
meist werden die Blüten gebraucht: wärmen, trocknen, zerteilen, eröffnen, säubern
stärken und erquicken das Herz, Nerven, gegen Schlaganfall, Schmerzen, Gelbsucht
in Wein gelegt, davon getrunken: erweckt die Menstruation, befördert die Geburt, treibt die Aftergeburt und Totgeburt aus, wirkt auch abtreibend und Frucht tötend
Wasser: stärkt Gehirn, schärft Gedächtnis, als Waschwasser gegen Gesichtsflecken
Öl: erwärmt, erweicht, zerteilt, lindert, zeitigt
Lindert Schmerzen des Leibes, der Nerven, Brust, Nieren, Blasen, erleichtert die Geburt, stillt Nachwehen, hilft bei Darmgicht, Grimmen, tötet Bauchwürmer, vertreibt Krämpfe, hilft den Lamen und den mit Gicht befallenen
Blätter und Blüten: erwärmen, zerteilen, erweichen, lindern
besänftigen den Schmerz, als Umschlag oder im Klistier
gegen Schmerzen und Geschwulste der Hämooriden
Saft der Wurzel: gegen Fieber
Saft aus Blüten: gegen Mängel und Flecke der Haut und im Gesicht, heilt auch Wunden, verteilt geronnenes Blut, Geschwulste an heimlichen Orten, innerlich und äußerlich gebraucht#
Pulver von Wurzel mit Eiklar: bei Verbrennungen auflegen
Kraut gepulvert und in Wunden gestreut: verzehrt das faule Fleisch
Destilliertes Wasser aus Blumen und Kraut: stillt Schnupfen, Bauchgrimmen, Ruhr, Durchfall, Wassersucht, hilft bei Knochenbrüchen, Brüchen, Zerrungen, Lungensucht, Husten, Röthe, Finnen, bei triefenden Augen, entzündete Augen, Aftergeschwür, Gürtelrose, Verbrennung
herrliches Brustkraut, gegen Gebrechen der Brust und Lunge, fördert den Auswurf, macht leichten Atem, lindert und hilft bei altem Husten, Engbrüstigkeit, Seitenstechen, Brustgeschwür, Schwindsucht
Vor Einführung des Tabak wurden bei Problemen mit Brust und Lunge gedörrte Huflattichblätter in Pfeifen wie Tabak geraucht.
Äußerlich: frische Blätter aufgelegt: gegen hitzige Schäden, Gschwulste, Geschwere, Gürtelrose, Krebs, Wundbrand, Entzündungen und Schmerzen an Füßen der Wassersüchtigen
Saft von Wurzeln und Blättern: in Wunden und alte Schäden: reinigt, befördert die Heilung; auf grindige Haut gestrichen: heilt Grind
Wasser getrunken: gegen innere Entzündungen,Husten, Engbrüstigkeit, Seitenstechen, Schwindsucht, auch schweres Gebrechen bei Kindern
Sirup: kühlt, lindert, befeuchtet – gegen hitzige Gebrechen der Brust, vertreibt Husten, Heiserkeit, Seitenstechen, Schwindsucht, stillt Katarrh, Schnupfen, gut für Luftröhre, Brust
die stärkste und beste Nahrung unter allen Korn-Früchten oder Getreiden, jedoch nicht zum Kochen, da Breie schleimig bleiben und Verstopfungen von Gedärm und Leber, besonder bei denen, die wenig Bewegung haben, hervorrufen kann. Auch Kuchen, Plintzen, Pasteten sind nicht viel gesünder.
am Besten ist das daraus gebackenen Brot, besonders aus Sauerteig
Brei aus Weizen, besonders mit Milch, ist zwar nahrhaft, aber bekommt denen, die Gicht haben oder zu Steinen und Grieß neigen, oder entzündliche Nieren haben, nicht gut.
Mehl äußerlich: zur Erweichung, reifung und Eröffnung von Geschwulsten und Geschwüren, Entzündungen, Rothlauf, Gürtelrose, Podagrischen Schmerzen
Weizenmehl mit Wasser vermischt und den Kindern zu trinken gegeben, treibt ihnen die Spulwürmer aus
Weizenstärke: eingestreut: füllt Geschwere mit Fleisch, heilt Schrunden und Verwundungen an heimlichen Orten, auch gespaltene Brustwarzen und bei jungen Kindern Wunden zwischen den Beinen
eröffnet, erwärmt, trocknet, zerteilt, säubert, heilt
hat betäubende, Schlaf bringende und abführende Eigenschaften
widersteht der Fäulnis
1 Löffel vom frischen Saft: gegen Scharbock, Wassersucht,
Kraut gekaut: vertreibt Hunger und Durst, macht dünn vertreibt die Fettleibigkeit
Kraut in Brantwein gelet, 1 Löffel getrunken: tötet Würmer im Leib, gegen Seitenstechen
ausgepresster Saft oder Kraut gepulvert, eingestreut und mit frischen Blättern abgedeckt: heilt frische Wunden, alte offene Schäden, Fisteln, Geschwüre, bewahrt vor Entzündungen
Balsam aus Saft: gegen Krebs
Kraut in Wein gesotten, warm über Schmerzende Wunden/Stellen gelegt: stillt den Schmerz, über böse hitzige Buelen und Blattern gelegt: macht sie reif, ziet Gift aus und heilt sie
Blätter in Spanischen Wein oder Malvasier gelegt und aufgelegt bzw. gerieben: bring die vom Schlaganfall gelähmten Glieder wieder zurecht
Rauchen: stärkt Nerven, bringt lieblichen Schlaf, erquickt die Ermüdeten, mindert Kopschmerzen, Zahnschmerzen, Gliederschmerzen, nimmt die Trunkenheit, behütet vor der Pest
Übermäßiger und regelmäßiger Gebraucht, besonders in Verbindung mit starken Getränken, ist hochschädlich, schwächt die Augen und das Gedächtnis, nimmt den Verstand, schwächt den Magen und Verdauung, lässt Schlafsucht und Schlaganfall, Fallsucht, Husten, Engbrüstigkeit, Hals-Geschwür, Blutspucken, Schwindsucht entstehen, macht unfruchtbar, schwächt das Reichen, schwächt und verkürzt das Leben.
Roggenbrot: recht leicht verdaulich, stärkt und ist Fundament der Ernährung
warmes Brot oder unausgebackenes Brot: kann Magen verderben, bläht diesen auf, kann Fieber, Durst und grosse Verstopfung bringen, ist schwer verdaulich
es ist gesund, im Brot Kümmel, Fenchel oder andere dienliche Samen unterzubringen, die der Verdauung helfen und Blähungen vertreiben
Roggenbrot und Kleie warm aufgelegt: lindern Schmerzen, erweichen Geschwülste, helfen gegen Gürtelrose, Podagra-Schmerz
Kleie und Feigen: gegen Halsbeschwerden
gepulverte Kleie mit scharfem Weinessig: vertreibt Schuppen, tötet Läuse, wenn man den Kopf damit bestreicht
Blüte in Wein eingenommen: gegen Bauchwürmer, lindert Kolik
altes Korn gedörrt und gepulvert 3 x täglich eingenommen: gegen rote Ruhr
aus frischem Brot mit Wein destilliertes Wasser: stärkt schwache Personen, stärkt den Magen, vertreibt Durchfall, Rote Ruhr, Erbrechen, stärkt bei Schwangeren die Frucht, gegen Schwere Erbrechen
Mittel-Rinde besonders der Wurzel in Wein oder Bier gelegt oder in Wein oder Wasser gekocht und getrunken: öffnet die Leber, treibt Urin, Menstruation, bei Wassersucht
Mittel-Rinde aufgelegt: bei Podagra gegen Schmerzen, Gürtelrose, Verbrennungen
Rindensaft mit Sahne: als Brandsalbe, gegen Krätze
Hollunder-Saft: gegen Warzen
Mark aus Zweigen geschnitten und geschluckt: fördert mächtig Urin und Stein, bei Wassersucht
Sprößlinge im Frühling, gekocht: zu Salat, in Suppe gekocht oder als Muß: führen ab die Sprößlinge können auch mit Salzwasser und Essig wie Kapern eingemacht werden, es sollten jedoch nicht zu viele gegessen werden, da sie auch Durchfall und Erbrechen verursachen können
Blüten äußerlich: gegen Gürtelrose, vertreibt die Milch in den Brüsten
gebranntes Wasser aus Blüten: gegen Wassersucht, verstopfte Milz, Leber, Nieren, lindert Kolik, stärkt das Gehirn, vertreibt das schwere Gebrechen, gegen laufenden Scharbock, gegen Kopfschmerzen, auch gegen Flecken und Masen im Gesicht
Spiritus aus der Blüte: gegen Krampf, Gicht, Reissen
gedörrte Beeren: gegen Wassersucht, Fieber, Scharbock, Rotlauf, Mutterbeschwerden, machen überaus fette Personen gar mager, 4 g in Weißwein etliche Zeit eingenommen und etwas Zimt untergemischt, da sie sonst Erbrechen verursachen
Muß aus Beeren äußerlich: gegen Entzündungen, Podagra, Gürtelrose
Blätter: treiben Harn, bei Wassersucht
Botanologia medica, 1714
Hollunderbeeren, während der Verarbeitung. Die Stiele sollte man entfernen, da das Produkt sonst bitter werden könnte.
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