Verrühre zwei Eigelb, gieß Met dazu, mache sie im Topf unter ständigem Rühren heiß aber lasse sie nicht kochen und richte sie über Weißbrotwürfeln an.
1.) Nürnberg, 1691
Verrühre zwei Eigelb, gieß Met dazu, mache sie im Topf unter ständigem Rühren heiß aber lasse sie nicht kochen und richte sie über Weißbrotwürfeln an.
1.) Nürnberg, 1691
Gut abgewaschene, frische Hollunderblüten kocht man in Milch ab, gibt Zucker dazu, damit die Milch nicht gerinnt. Nun die Milch durch ein Sieb gießen, nochmals aufkochen und währenddessen 3 Eigelb, 3 ganze Eier mit etwas Milch, Zucker und 1 EL Mehl verrühren. Das nun in die Suppe quirlen und sie unter stetem Quirlen aufkochen lassen. Jetzt kalt stellen und zum Servieren mit Zimt bestreuen.
Auf 1 Liter Milch nimmt man 5 Eier.
Berlin, 1761
Apfelwein mit Wasser, Zucker, Zimt, Zitronenstück 15 Minuten köcheln lassen, Mehl mit etwas kaltem Wasser anrühren und unter ständigem Rühren der Apfelsuppe zugeben. Nochmals 5 Minuten köcheln lassen, vom Herd nehmen und die 2 Eigelb unterschlagen.
Hessisches Gericht
Milch, Zucker und Gewürze aufkochen. Den steifen Eischnee und die Eigelb untereinanderschlagen und unter die vom Feuer genommene Suppe ziehen. Mit Kokosraspeln oder gehackten Mandeln bestreuen.
DDR, 1970
Die entsteinten Aprikosen wolffein zerkleinern. Das Stärkemehl in einem kleinen Teil der Milch verrühren und in der übrigen gesüßten Milch aufkochen lassen. Die Aprikosen und eine Prise Salz zugeben. Durch einen Stich Butter, gehackte Mandeln oder durch Abziehen mit Ei läßt sich diese Suppe noch verfeinern.
DDR, 1970
Man nimmt 4-6 Äpfel, schält sie und schneidet sie in Viertel, entfernt das Kerngehäuse und lässt sie mit etwas Wasser und einigen Zitronenscheiben weich kochen.
Nun treibt man sie durch einen Durchschlag, gibt Zucker, Zimt, klein geschnittene Zitronenschalen und etwas Weißwein dazu, und quirlt, nachdem man es alles zusammen aufgekocht hat, die Suppe mit ein paar Eigelb ab. Man richtet sie über gewürfeltes, in Butter geröstetem Brot an.
Nürnberg, 1840
Man lässt gutes Weißbier mit Zitronenschalen, einigen Zitronenscheiben, Zucker und Zimt aufkochen, rührt zu 1 l Bier 2 EL in kaltem Bier zerquierltes Kartoffelmehl hinzu, und lässt alles nochmals aufkochen.
Nürnberg, 1840
125 g Mandeln in Wasser kochen, schälen und im Mörser fein stoßen. 750 ml alten Wein dazu schütten, durch ein Sieb streichen und die Reste ordentlich ausdrücken. Nun den Wein in eine Casserolle genen, mit einem Stückchen Zimt, Zucker, Zitronenschale, einem Glas Wasser und einem walnussgroßen Stückchen Butter unter ständigem Rühren kochen, bis es nicht mehr nach Wein riecht, dann über geröstetem Weißbrot anrichten.
1856, Oberrhein
Die Buttermilch wird mit einem Löffel Mehl, Zucker, viel Zimt unter beständigen Umrühren gekocht und wenn sie serviert wird, werden 6-7 Eidotter hinzu gerührt.
1826
Frische Kirschen werden entsteint, die Steine stößt man zu Brei, gibt braunes Mehl
hinzu, gießt kochendes Wasser drauf, läßt Steine und Mehl zusammen kochen, und streichts
durch; gibt alsdann zu den Kirschen soviel Wein und Wasser als nöthig ist, nebst Zucker, Zitronenschale,
Zimt, Cardamonn, läßts durchkochen und richtets über gebratenem Weisbrod an.
Diese Suppe kann auch kalt serviert werden.
1826
1 l Weißbier wird mit 250 g Zucker, eingem Stück Zimt und einer Zitronenschale aufgekocht. Dann gießt man 0,4 l Weißwein und 2 Likörgläser voll Maraschino dazu und lässt dies zusammen bis kurz vor das Kochen gut zugedeckt heiß werden. Wenn die Suppe serviert werden soll, wird sie mit 6 Eigelb legiert und mit noch fehlendem Zucker und etwas Zitronenzucker angenehm gewürzt und heiß in Tassen serviert.
Bayrisches Gericht, 1860
2 l gute, fette Milch wird auf dem Feuer schnell aufgekocht, mit Zucker und wenig Salz gewürzt, und mit dem Gelben von 6 Eiern, die in etwas kalter Milch verrrührt wurden, legiert. Anschließend in die Suppenterrine gießden. Runde ausgestochene Brotkrusten werden auf einen Blech mit ordentlich Zucker bestäubt, in eine heiße Röhre geschoben und dort glaciert. Kurz vor dem Servieren werden die Krusten auf dem Teller angerichtet.
Man kann der Suppe auch Geschmack geben, wie z.B. mit Vanille, Zimt, Zitrone, Orange oder auch Rosenöl.
1860, Bayrisches Rezept
Quitten schälen und zerteilen. Nun mit Wein und etwas Wasser kochen. Ein Stückchen Butter und eine kleine Hand voll Rosinen hinzu geben, zuletzt mit geriebenem Brot sämig machen und mit Zimt und Zucker würzen.
Angerichtet wird über geröstete Brotscheiben
1794
Man nehme 125 g Mandeln, ziehe diese ab und stosse sie fein. Nun nehme man Milch, brenne diese ein wenig ein, lege dann die gestossenen Mandeln zusammen mit Zucker und etwas gestossenem Zimt hinein, und richte sie über in der Schüssel gebähten Schnitten an.
1802
Bayerisches Rezept
Man nehme 4 Eigelb, zerreibe diese in einem Topf, mische etwas geriebene Zitronenschale nebst dem Saft von 2 Zitronen, vier Löffel Kirschwasser und Zucker dazu.
Dies alles wird recht stark abgetrieben, und auf den Herd gesetzt, bis es etwas dick wird, doch muß dabei mit dem Umrühren forgefahren werden. Es kann auch hierzu etwas guter Wein gegossen werden.
1802
Bayerische Küche
Apfelwein und 0,5 l Wasser werden mit einem Stück Zimt und Zucker nach Geschmack zugedeckt aufgekocht. 1 EL Mehl und 0,5 l Wasser werden verrührt und durchgekocht. Dann gibt man 1 l kochende Milch dazu und rührt die Suppe mit 2 Eigelb ab.
Man kann das Eiweiss zu Schnee rühren und auf die heiße Suppe geben, damit es stockt.
Hessen, 1892
Man giebt nach Belieben eine bis zwei Handvoll abgestreifte frische Fliederblüten (Hollunderblüten) in die kochende Milch, nachdem diese einige Minuten darin gekocht, giebt man die Milch durch ein Haarsieb, stellt sie noch einmal auf das Feuer, rührt sie mit dem Eigelb ab, giebt Zucker nach Geschmack und eine Prise Salz dazu.
Man kann auf die Suppe auch Klöße von Eischnee setzen.
Der Reis wird erst in kaltem, dann in heißem Wasser gewachen und mit ca. 0,5 l Wasser in 45 Minuten weich gekocht. Nun gibt man die in Wasser und Zucker gekochten Rosinen und alle anderen Sachen dazu, verdünnt, wenn nötig, mit kochendem Wasser, rührt sie mit dem Eigelb ab, giebt Zucker und Salz nach Geschmack daran und streut etwas Zimt darüber.
Der weiße, echte Sago, Tapioka genannt, wird mit lauwarmem Wasser abgewaschen und mit ungefähr 0,5 l Wasser unter öfterem Umrühren auf gelindem Feuer in einer Stunde weich und ziemlich steif gekocht. Dann giebt man den Wein und, wenn es nötig ist, noch etwas Wasser nebst Johannisbeersaft, Zucker, Butter und wenig Salz dazu, lässt die Suppe damit wieder heiß werden, jedoch nicht kochen, gibt das noch Fehlende nach Geschmack daran und reicht kleinen Zwieback dazu herum.
Die Menge ist für 2 Personen berechnet.
Wangerooge, Norddeutschland, 1850
In drei Tassen kochende Milch gibt man 30 g Butter,
1/2 Essloeffel Zucker, ein klein wenig Salz und eine Tasse
rein glesenen, gut abgeriebenen Reis und lässt ihn langsam
unter öfterem Umrühren oder im Doppeltopf weich kochen
aber nicht zerfallen, wobei man wenn nötig, etwas Milch hinzufügt.
Man gibt ihn warm oder kalt zu Tisch und serviert dazu
geriebene Schokolade mit Zucker gemischt, oder nur feinen
Zucker und Sahne. Es geht auch Zucker und Zimt, vermischt.
Wenn erwünscht, kann man ein kleines Stück Vanille mitkochen.
Österreich-Ungarn, 1910