Seit Jahrhunderten wurde Nelkenwurz als Heilpflanze verwendet. Die Römer verwendeten sie bei Brustbeschwerden, der Heiligen Hildegard galt sie als Aphrodisiakum. Im Mittelalter vertraute man ihr bei mancherlei Gebrechen und auch die Volksmedizin verwendete den Nelkenwurz, besonders bei Magen-Darm-Beschwerden, Brustbeschwerden und Entzündungen.
Die Hexen verwandten den Nelkenwurz als Mittel gegen Hexen, Dämonen und Teufel als Bestandteil verschiedener Pulver und Lösungen.
Blätter und Wurzeln lassen sich essen. Die Wurzeln wurden zur Aromatisierung von Bier und Wein verwendet und fanden auch Eingang in Kräuterliköre.
50 g junge Nelkenwurzblätter
1 Ei
20 g saure Sahne
50 g Lauchzwiebeln
Salz
Zucker
Die Nelkenwurzblätter und Lauchzwiebeln waschen, abtrocknen, und klein schneiden. Das Ei hart kochen, in Scheiben schneiden und diese auf das Grün geben. Mit Saurer Sahne übergießen und mit Zucker und Salz würzen.
Die Schlehenblüten möglichst bei Sonnenaufgang pflücken und in kaltem Wasser etwas weichen lassen. Anschließend langsam aufkochen. Aus dem Ansatz die Blüten heraussieben und diese ausdrücken. Den Saft durch ein Tuch filtern. Den Saft mit dem Zucker solange leicht köcheln lassen, bis er Sirupkonsistenz erhält. Anschließend heiß in vorbereitete Gläser füllen und verschließen.
Die Schlehen waschen und mit 4 l kochendem Wasser übergießen. Auskühlen lassen und anschließend die Hefe zugeben. Das Ganze 1 bis 2 Tage ziehen lassen. Den Ansatz durch ein Sieb passieren und 1100 g Zucker darin auflösen. Zum Vergären in einen mäßig warmen Raum stellen. Nach dem Gärvorgang den restlichen Zucker in 500 ml Wasser auflösen und zum Ansatz hinzugeben. Nun gut ausgären lassen. Nach dem Umstechen und Klären den Wein in Flaschen füllen und gut ausreifen lassen.
Die Schlehen waschen und mit dem Zucker und den Gewürzen 10 Minuten kochen. Danach 24 h stehenlassen. Den Saft abgießen und zu Sirup einkochen. Dann die Früchte dazugeben und nochmals gut durchkochen. Anschließend noch heiß in vorbereitete Gläser füllen und gut verschließen.
Die Schlehen waschen und in einem emaillierten Gefäß mit 3 Liter kochendem Wasser übergießen, Diesen Ansatz einen Tag ziehen lassen. Danach die Flüssigkeit abgießen, aufkochen und erneut über die Früchte gießen. Nochmals einen Tag stehen lassen, nochmals aufkochen und wieder über die Schlehen geben. Dann den Saft abnehmen, den Zucker hinzugeben, 10 Minuten kochen lassen. Anschließend den fertigen Saft heiß in Flaschen füllen und sofort verschließen.
Die Traubenkirsche ist süsslich-bitter. Anzutreffen ist bei uns die Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus) oder auch die Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina).
200 g Traubenkirschen
5 g Stärke
20 g Zucker
300 ml Wasser
Die Traubenkirschen mit Wasser übergießen und 20 Minuten kochen. Kräftig zerdrücken und durch ein Sieb passieren, um die Kerne zu entfernen. Zucker und die in ein wenig Wasser aufgelöste Stärke hinzufügen, zum Kochen bringen und vom Feuer nehmen. Man kann den Kissel heiß oder kalt servieren.
Die Traubenkirsche ist süsslich-bitter. Anzutreffen ist bei uns z.B. die Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus) oder auch die Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina).
250 g frische Traubenkirschen
250 g frische Hagebutten
Die Hagebutten entkernen, kräftig in einem Sieb waschen, Zucker hinzuftigen und mit den Traubenkirschen kochen.
Alternativ kann man auch die Hagebutten und Traubenkirschen einzeln kochen, die Hagebutten durch ein Sieb streichen, so dass die Kerne zurück bleiben und anschließend beide Früchte vermischen.
Die Quitten halbieren und im Wasser fast garkochen. Nun Zucker, Zitronensaft, Zitronenschale und die Kräuter hinzugeben, das Ganze noch einmal kurz aufkochen und danach 15 Minuten ziehen lassen. Die Flüssigkeit durch ein Tuch gießen und schnell abkühlen. Gut gekühlt als Erfrischungsgetränk servieren.
Die Quitten mit wenig Wasser gar dünsten und durch ein Sieb passieren. Aus dem gewonnenen Saft kann man z.B. Gelee herstellen. Dem Fruchtmark allmählich die gleiche Menge Zucker zufügen. Das Ganze zu einem festen Brei einkochen lassen. In der Backröhre die Masse weiter erhitzen bzw. köcheln lassen, bis ein Holzlöffel in der Masse stehen bleibt. Dann die Masse Backpapier ausbreiten und trocknen lassen.
Aus den geviertelten Quitten das Kerngehäuse herausschneiden. In kaltem Wasser die Quitten ansetzen und fast garkochen. Nun die Quitten aus dem Wasser herausnehmen, wiegen und mit Sternanis, Zimt, Zitronenschalen, Kardamom würzen. Auf die Quitten den Cognac oder Weinbrand geben. Den Saft mit dem Zucker stark einkochen und. nach dem Erkalten den Weinbrand-Quitten zusetzen. Das Ganze möglichst mehrere Tage gut durchziehen lassen.
Die Quitten vierteln und mit etwas Wasser weich kochen, dabei öfters umrühren. Das weiche Obst durch ein Sieb passieren.. Auf 1 kg Masse gibt man 150 g Zucker, den Vanillinzucker und die abgeriebene Zitronenschale. Dieses kocht man 5 Minuten stark und gibt erst dann, während man die Masse weiter köcheln lässt, langsam den restlichen Zucker und den Zitronensaft hinzu.
Die Äpfel gut säubern, schälen und in Stücke schneiden. Die Ebereschen auslesen und waschen. Dann die Äpfel und Ebereschen in ein Faß oder einen Steintopf legen. Aus Wasser, Zucker und Salz eine Lake kochen, und diese über die Äpfel und Ebereschen gießen. Einen kleinen Teller mit einem abgekochten Stein einlegen und beschweren, so dass Äpfel und Ebereschen unter die Lake gedrückt werden. 30 Tage kühl stellen.
Man kann, nach Geschmack, auch noch Gewürze hinzu geben.
Die ausgelesenen und gewaschenen Ebereschen in kochendem Salzwasser abbrühen, um den Bittergehalt zu verringern. Dann die Beeren mit kaltem Wasser abspülen, in einen Topf geben und die blanchierten Beeren in 500 ml Wasser kochen. Die zerkochte Masse durch ein Sieb streichen, den Zucker hinzugeben und das Gelee auf die gewünschte Konsistenz einkochen. Eine Gelierprobe auf einem kalten Teller machen.
Aus dem Wasser und dem Zucker einen Zuckersirup kochen. Den Zuckersirup in den Ebereschensaft gießen, aufkochen lassen und sofort heiß in Gläser oder Flaschen abfüllen und fest verschließen.
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