Hier klicken und Ihr eigenes Rezept eingeben.
Feb. 112026
 

Leipoldts Curry-Paste 🇿🇦

Frische Zutaten

  • 60 g Ingwer (geschält, fein geschnitten)
  • 2 rote Chilischoten (entkernt, fein gehackt)
  • 4 Knoblauchzehen (fein gehackt)
  • 2 EL Tamarindenpaste
  • 1 Handvoll frischer Koriander (Blätter und Stiele, fein gehackt)
  • 1 TL Meersalz

Trockene Gewürze

  • Samen aus 8 Kardamomkapseln (grüne Hülle entfernen)
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 6 Nelken
  • 1 kleines Mace-Blatt (Muskatblüte)
  • 2 TL Fenchelsamen
  • 3 TL Kreuzkümmelsamen
  • 3 TL Koriandersamen
  • 1 TL gemahlener Kurkuma

Zubereitung

1. Trockene Gewürze rösten

  • Alle trockenen Zutaten in einen dickbodigen Topf geben.
  • Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren (alle 10 Sekunden) erhitzen, bis die Gewürze heiß sind und sich ein leichter Rauch entwickelt.
  • Sofort in eine Metall- oder Keramikschüssel geben und vollständig abkühlen lassen.
  • Anschließend in einem Mörser oder einer Gewürzmühle zu einem feinen Pulver mahlen.

2. Frische Zutaten verarbeiten

  • Ingwer, Chili, gehackten Koriander, Knoblauch und Salz im Mörser zu einer glatten Paste zerdrücken.
  • Tamarindenpaste und das gemahlene Gewürzpulver unterrühren, bis alles gut vermischt ist.

3. Aufbewahrung

  • Die Paste in ein sauberes Glas füllen und mit etwa 2 cm Olivenöl bedecken, damit sie länger hält.

Tipps & Verwendung

  • Diese scharfe, aromatische Paste eignet sich perfekt für Currys, Marinaden oder als Würze für Suppen.
  • Im Kühlschrank hält sie sich etwa 2–3 Wochen.

Die berühmte Curry-Paste von C. Louis Leipoldt, einem südafrikanischen Dichter, Arzt und leidenschaftlichen Koch, stammt aus seinem posthum veröffentlichten Werk „Cape Cookery“. Leipoldt verband seine Liebe zum Kochen mit tiefem historischem Wissen und hinterließ so Rezepte, die bis heute geschätzt werden. Diese Paste ist vielseitig einsetzbar: für Currys, als Marinade für Fleisch oder Fisch oder zum Verfeinern von Grillgerichten (auch beim südafrikanischen „Braai“).


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Nov. 062025
 

Rumkugeln

Rumkugeln sind ein beliebtes, schnelles Konfekt der mitteleuropäischen Küche, das ohne Backen zubereitet wird und sich durch das kräftige Aroma von Rum, Schokolade und Nüssen auszeichnet.

Zutatenliste

 

  • 100 g Nüsse (gerieben, z. B. Walnüsse oder Haselnüsse)
  • 100 g Schokolade (gerieben oder fein gehackt)
  • 100 g Puderzucker (Staubzucker)
  • 1 Eigelb
  • Rum (nach Geschmack)
  • Schokostreusel (zum Wälzen)

Zubereitung

  1. Zutaten vermischen: Die Nüsse und die Schokolade reiben.
  2. Die geriebenen Nüsse und Schokolade mit dem Puderzucker, dem Eigelb und dem Rum vermengen und zu einer formbaren Masse verkneten.
  3. Kugeln formen: Kleine Kugeln aus der Masse formen.
  4. Vollenden: Die Kugeln in Schokostreuseln wälzen.
  5. Trocknen lassen: Die Rumkugeln an einem kühlen Ort trocknen lassen.
  6. Variante: Man kann die Kugeln auch mit einer beliebigen Glasur (z. B. geschmolzener Schokolade oder Puderzuckerglasur) überziehen.

Hintergrundwissen und Geschichte

  • Resteverwertung und Tradition: Rumkugeln sind ein klassisches Beispiel für die “Reste- oder Verwertungsküche”. Historisch gesehen wurden sie oft hergestellt, um trockenes Gebäck, Kuchenreste oder alte Kekse zu verwerten. Diese wurden zerbröselt und zusammen mit Butter/Fett, Zucker und dem konservierenden Rum zu einer neuen Süßigkeit verarbeitet. Das vorliegende Rezept verwendet jedoch direkt Nüsse, Schokolade und Zucker.
  • Weihnachtliche Bedeutung: Rumkugeln gehören fest zum Sortiment der Weihnachtsbäckerei in Österreich, Deutschland und anderen Teilen Mitteleuropas. Sie sind wegen ihrer einfachen, schnellen Zubereitung (kein Backen erforderlich) und der guten Haltbarkeit beliebt.
  • Aroma: Der Rum ist das namensgebende und wichtigste Aroma. Er wirkt nicht nur als Geschmacksträger, sondern traditionell auch leicht konservierend. Die Kombination von Rum, Schokolade und Nüssen ergibt ein reichhaltiges, kräftiges Geschmacksprofil.
  • Serviervorschlag: Rumkugeln werden klassischerweise als Konfekt zum Kaffee serviert oder in kleinen Schachteln verschenkt.

Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Okt. 302025
 

Pâté aux Coques (Muschelpastete)

Diese Pastete ist ein klassisches Gericht der akadischen und kanadischen Küstenküche, bei dem gekochte Muscheln in einer cremigen, mit Zwiebeln aromatisierten Sauce gebacken werden.

Zutatenliste

  • 1/2 Tasse gekochte Muscheln (Coques – kleine Herzmuscheln oder Sandklaffmuscheln)
  • 2 Tassen Muschelsud oder Wasser
  • 3/4 Tasse gewürfelte Kartoffeln
  • 1 gehackte Zwiebel
  • 3 EL Butter
  • 2 EL Mehl
  • Salz und Pfeffer
  • Teig für die Pastetenkruste

 

Zubereitung

  1. Frische Muscheln diese zuerst kochen und den Sud aufbewahren.
  2. Sud klären und vorbereiten: Den Muschelsud durch ein Passiertuch seihen, um Sand zu entfernen. Falls nicht genügend Sud vorhanden ist, mit Wasser auf 2 Tassen auffüllen.
  3. Kartoffeln kochen: Den Sud in einen Topf geben. Die gewürfelten Kartoffeln hinzufügen und 15 Minuten kochen lassen. Den Kochsud aufbewahren.
  4. Mehlschwitze zubereiten: Währenddessen die gehackte Zwiebel in der Butter anbraten. Das Mehl hinzufügen und kurz rösten.
  5. Sauce herstellen: Langsam den Kochsud von den Kartoffeln unter ständigem Rühren hinzufügen, um eine Sauce herzustellen. 2 oder 3 Minuten kochen lassen.
  6. Füllung mischen: Die gekochten Muscheln und die gekochten Kartoffeln zur Sauce geben. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Pastete füllen und Backen: Die vorbereitete Füllung zwischen zwei Lagen des Pastetenteigs in eine Form geben. Im Ofen bei ca. 200°C backen, bis die Kruste gut goldbraun ist.

Varianten

  • Pâté aux palourdes (Pastete mit Venusmuscheln/großen Muscheln): Auf die gleiche Weise zubereitet, aber die Muscheln werden nicht vorgekocht, bevor sie in die Sauce kommen. Man öffnet sie mit einem Messer und schneidet sie in Stücke.
  • Pâté aux moules: Das Rezept kann auch mit Miesmuscheln  zubereitet werden.

Hintergrundwissen und Geschichte

  • Akadische Küstenküche: Dieses Gericht ist typisch für die Küche der Akadier (französischsprachige Siedler in Ostkanada, insbesondere den maritimen Provinzen). Die Muschelpastete ist ein klassisches Beispiel für die Verwendung von leicht verfügbaren, saisonalen Meeresfrüchten in Verbindung mit einfachen, sättigenden Zutaten wie Kartoffeln und Teig.
  • Muschelarten: Das Gericht wird traditionell mit Coques (oft Herz- oder Sandklaffmuscheln) zubereitet, da diese Muschelarten an den Küsten der Region leicht gesammelt werden konnten. Die Varianten mit Palourdes (Venusmuscheln) und Moules (Miesmuscheln) zeigen die Anpassungsfähigkeit des Grundrezepts.
  • Der Zweck des Suds: Das Abseihen des Muschelsuds durch ein Tuch zur Entfernung von Sand  ist ein entscheidender, traditioneller Schritt, der die Küstenerfahrung widerspiegelt. Die Verwendung des Suds als Basis für die Sauce ist notwendig, um den reichen Meeresgeschmack in der Pastete zu konzentrieren.
  • Saisonales Gericht: Muschelpasteten sind oft ein Herbst- und Wintergericht, da der reichhaltige, warme Eintopf in der dicken Teighülle in der kalten Jahreszeit sättigt und wärmt.

Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Okt. 302025
 

Giraffenwurst (Boerewors-Stil)

Falls der Kühlschrank voll ist und man wieder mal nicht weiß, wohin mit der Giraffe. Alternativ funktioniert diese Wurst auch mit Zebra.

Dieses Rezept ist ein Favorit der Afrikaaner-Siedler in Ostafrika (Tansania). Da Giraffenfleisch zwar schmackhaft, aber oft zäh und faserig ist, ist die Verarbeitung zu Boerewors (einer traditionellen afrikanischen Wurst) eine ausgezeichnete Zubereitungsmethode. Das Rezept soll auch sehr gut mit Zebrafleisch funktionieren.

Zutatenliste

  • 1,5 kg Giraffenfleisch
  • 1,5 kg Rinderoberschale
  • 600 g Schafsschwanzfett oder Schweinefett
  • 2 EL Salz
  • 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 TL gemahlener Piment (Nelkenpfeffer)
  • 1 TL frischer Thymian
  • 1 EL gemahlener Koriander
  • 50 g Wursthüllen (Saitlinge)

Zubereitung

  1. Vorbereitung der Hüllen: Die Wursthüllen in Salzwasser einweichen und gut abspülen. (Afrikaaner-Farmer pflegten früher die Därme von Ziegen und Schafen aufzubewahren und zu trocknen, um sie dann bei der Schlachtung für die Wurstherstellung einzuweichen.)
  2. Fleisch und Fett zerkleinern: Das Giraffenfleisch und das Rindfleisch grob faschieren (durch den Wolf drehen). Das Fett fein in Würfel von der Größe eines Pfefferkorns schneiden.
  3. Würzen und Mischen: Alle Gewürze und das Salz in einer Tasse vermischen. Mit einem Holzlöffel die Gewürzmischung zusammen mit dem Fett in das Fleisch einarbeiten, bis alles gut vermengt ist.
  4. Füllen: Ein Ende des Darms zubinden und die Fleischmischung mithilfe eines Spritzbeutels hineinpressen.
  5. Formen: Traditionell wird Boerewors in einer langen, nicht abgebundenen Wurst gefüllt (im Gegensatz zu den in Abschnitte unterteilten englischen Würsten/Bangers). Die Mischung sollte locker genug sein, um die Wurst spiralförmig aufzurollen. Wenn der Darm gefüllt ist, das Ende zubinden.
  6. Reifen lassen: Die Würste vor dem Verzehr mindestens 48 Stunden im Kühlschrank oder einem kalten Lagerraum reifen lassen, damit sich die Aromen entwickeln können.

Hintergrundwissen und Geschichte

  • Boerewors-Tradition: Boerewors (Afrikaans für “Bauernwurst”) ist ein nationales Gericht Südafrikas und wird typischerweise aus Rindfleisch, manchmal mit Schweine- oder Lammfleisch, und einem hohen Fettanteil hergestellt. Sie ist bekannt für ihre spiralartige Form und die charakteristische Würzung mit Koriander, Muskatnuss und Nelken oder Piment.
  • Afrikaaner-Siedler in Ostafrika: Das Rezept spiegelt die kulinarische Anpassung der Afrikaaner-Siedler (Nachfahren niederländischer Einwanderer) wider, die sich in den 19. und 20. Jahrhunderten auch in Ostafrika (heutiges Kenia, Tansania) niederließen. Sie brachten ihre Wursttraditionen mit, mussten diese jedoch an die lokale Verfügbarkeit von Fleisch wie Giraffe und Zebra anpassen.
  • Verwendung von Wildfleisch: Der Einsatz der Wurstherstellung ist eine ideale Lösung für zähes Wildfleisch. Durch das Faschieren und die Beimischung von reichlich Fett und intensiven Gewürzen wird das Fleisch saftig und schmackhaft gemacht.
  • Haltbarkeit und Reifung: Die traditionelle Reifung der Wurst im Kalten für mindestens 48 Stunden ist entscheidend. In dieser Zeit durchdringen die Gewürze das Fleisch, die Textur wird fester, und der Geschmack entfaltet sich vollständig.

Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Okt. 142025
 

Pâté de Foies de Volaille (Geflügelleberpastete)

Dieses einfache, aber elegante Pâté, bereichert durch Rotwein, ist ein köstlicher Brotaufstrich. Der Rotwein gleicht die Reichhaltigkeit der Geflügelleber aus und verleiht der Pastete ein tiefes Aroma.

Zutaten

  • 350 g Geflügelleber (Hühnerleber), bei Bedarf aufgetaut
  • 125 ml ( Tasse) Butter (für die Pastete)
  • TL (ca. ) getrockneter Thymian
  • 160 ml ( Tasse) Rotwein
  • 10 Stiele Bohnenkraut (Sarriette), gehackt
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Zusätzlich Butter: Der Rest der Butter (ca. ) für die Schicht obenauf.
  • Etwas gehackter Schnittlauch oder Bohnenkraut zum Garnieren.

 

Zubereitung

  1. Vorbereitung: Die Geflügelleber abspülen und mit Küchenpapier trocknen. Sehnen und grüne oder verfärbte Stellen mit einer Schere entfernen. Jede Leber halbieren.
  2. Anbraten: Die Hälfte der Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Leber hinzufügen und unter häufigem Rühren etwa 4 Minuten anbraten.
  3. Aromatisieren: Den Thymian, den Rotwein und das gehackte Bohnenkraut hinzufügen. Die Hitze reduzieren und 4 Minuten unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen.
  4. Abkühlen: Die Mischung vom Herd nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen.
  5. Pâté pürieren: Die Leber und die gesamte Sauce in den Behälter eines Küchenroboters (Food Processor) geben. Salzen und pfeffern. Pürieren, bis eine glatte Pastete entsteht. Bei Bedarf die Würzung anpassen.
  6. Einfüllen: Die Pastete in eine Servierschale geben und die Oberfläche mit dem Löffelrücken glattstreichen. Beiseitestellen.
  7. Butterschicht: Die restliche Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Die flüssige Butter vorsichtig über die Pastete gießen.
  8. Kühlen: Die Pastete unbedeckt mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.
  9. Servieren: Vor dem Servieren mit gehacktem Bohnenkraut oder Schnittlauch bestreuen. Die Pastete ist köstlich auf geröstetem Brot mit Essiggurken.

 

  • Geschmacksentwicklung: Bereiten Sie das Pâté idealerweise 1 bis 3 Tage im Voraus zu, damit sich die Aromen vollständig entfalten können.

Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Okt. 132025
 

BAKED POTATO STUFFING (Backkartoffel-Creme)

Eine reichhaltige und würzige Creme, die sich perfekt zum Füllen von Backkartoffeln, als Dip oder als Topping für Gemüse eignet.

Zutaten

  •  saure Sahne (Sauerrahm)
  • ca.  Frischkäse (Cream Cheese)
  • 5 Scheiben knusprig gebratener Speck (Bacon), zerbröselt
  • 3 Esslöffel (EL) Schnittlauch, gehackt
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Basis vermischen: Die saure Sahne mit einer Gabel in den Frischkäse einrühren, bis eine glatte Mischung entsteht.
  2. Würzen: Den zerbröselten Speck und den gehackten Schnittlauch hinzufügen.
  3. Abschmecken: Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Verwendung: Die Creme als Füllung in einer großen, aufgeschnittenen Backkartoffel (Baked Potato) verwenden, als Dip reichen oder als Topping über grüne Bohnen geben.

Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Okt. 122025
 

Pasta Śledziowa z Twarogiem (Heringspaste mit Quark)

Diese cremige und würzige Heringspaste mit Quark (Twaróg) ist ein klassischer Brotaufstrich aus der polnischen Küche. Sie wird oft zu besonderen Anlässen oder als schnelle, herzhafte Mahlzeit aufgerollten Crêpes (Naleśniki) oder geröstetem Brot (Grzanki) serviert.

Zutaten

  • 2 Heringe (gesalzen/eingelegt)
  • 200 g Quark (Twaróg)
  • 2 hartgekochte Eier
  • 1 kleine Zwiebel
  • 3 EL Sahne (oder Sauerrahm/Crème fraîche)
  • Salz
  • Pfeffer
  • (Optional: 1 TL Zitronensaft)

 

Zubereitung

 

  1. Heringe vorbereiten: Die Heringe wässern, um überschüssiges Salz zu entfernen (die Einweichzeit hängt vom Salzgehalt ab, kann von 30 Minuten bis zu einigen Stunden dauern). Anschließend die Haut entfernen und die Gräten sorgfältig herausziehen. Das Heringfleisch sehr fein hacken.
  2. Zwiebel vorbereiten: Die kleine Zwiebel fein hacken und mit kochendem Wasser abbrühen (sparzyć wrzątkiem). Dies nimmt der Zwiebel die Schärfe und macht sie bekömmlicher. Abtropfen lassen.
  3. Quark und Eier vermischen: Den Quark mit der Sahne (oder Sauerrahm) glatt rühren. Die hartgekochten Eier schälen und fein hacken oder zerdrücken und zum Quark geben.
  4. Paste fertigstellen: Die gehackten Heringe und die abgebrühte, gehackte Zwiebel hinzufügen.
  5. Würzen: Alle Zutaten zu einer glatten Masse verrühren (utrzeć). Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Tipp: Für eine frischere Note können Sie Zitronensaft hinzufügen.

 

Kulinarische und Kulturelle Notizen

Śledź (Hering) in Polen: Der Hering (Śledź) ist eines der ikonischsten Lebensmittel der polnischen Küche. Er ist nicht nur preiswert und nahrhaft, sondern auch tief in den kulinarischen Traditionen verwurzelt. Er wird in unzähligen Varianten zubereitet – eingelegt in Öl (Śledzie w oleju), in Sahnesauce oder, wie hier, als würzige Paste.

Die Rolle von Twaróg: Der Twaróg (Quark) spielt in diesem Rezept die Rolle, die würzige Intensität des Herings zu mildern und der Paste eine cremige, streichfähige Basis zu geben. Twaróg ist ein frischer, bröseliger Käse, der in Polen und vielen osteuropäischen Ländern eine Grundzutat ist.

Fest- und Fastenspeise: Traditionell war der Hering ein wichtiges Gericht an den fleischlosen Tagen der Fastenzeit (z.B. der Adventszeit oder der Karwoche). Die Paste (Pasta Śledziowa) wird jedoch das ganze Jahr über geschätzt und gehört oft zu den Vorspeisen auf einem traditionellen Wigilia-Tisch (Heiligabend).

Serviervorschläge: Die Heringspaste wird meist auf frischem Brot, gerösteten Brotscheiben (Grzanki), oder zusammen mit gekochten Kartoffeln serviert. Sie ist ein hervorragender Begleiter zu einem Glas Wodka, wie es in Polen oft als Appetizer üblich ist.


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Okt. 102025
 

Antwerpener Wurstbrot

Knusprige, würzige Blätterteig-Häppchen aus Antwerpen – perfekt als Snack oder Fingerfood


Zutaten

  • 1 Scheibe Brot (ohne Kruste)
  • 150 ml Milch
  • 500 g Hackfleisch (gemischt)
  • Pfeffer, Salz, Muskatnuss
  • 1 Eigelb (für die Füllung)
  • 1 Rolle fertiger Blätterteig
  • 1 Eigelb (zum Bestreichen)
  • Etwas Wasser

Zubereitung

  1. Brot einweichen Die Kruste von der Brotscheibe abschneiden und das Brot in der Milch einweichen.

  2. Hackfleischmischung zubereiten Das eingeweichte Brot, Pfeffer, Salz, Muskatnuss und 1 Eigelb gut unter das Hackfleisch mischen. Aus der Masse kleine Würstchen formen.

  3. Blätterteig vorbereiten Den Blätterteig auf einer bemehlten Fläche zu einem ½ cm dicken Quadrat ausrollen und in 12 cm große Quadrate schneiden.

  4. Füllen und formen Auf jedes Teigquadrat eine Hackwurst legen, das Teigstück aufrollen und die Enden mit etwas Wasser verschließen.

  5. Bestreichen und backen Das zweite Eigelb mit etwas Wasser verquirlen und die Oberseite der Brötchen damit bestreichen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C etwa 20 Minuten goldbraun backen.


Tipp: Warm oder kalt ein Genuss – ideal für Buffets oder Picknicks!


Anekdote & Hintergrund

Das Antwerpener Wurstbrot ist ein klassisches Fingerfood aus der belgischen Stadt Antwerpen. Ursprünglich wurde es als praktische Mahlzeit für Arbeiter und Händler zubereitet, die unterwegs eine schnelle, sättigende Stärkung brauchten. Die Kombination aus Blätterteig und würzigem Hackfleisch macht es bis heute zu einem beliebten Snack auf Märkten und Festen.

In Belgien gibt es viele regionale Varianten – manche mit Käse, andere mit Speck oder Kräutern. Traditionell wird es mit einem dunklen Bier oder einem Glas Federweißer serviert.


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Okt. 092025
 

Griebenwurst (Hausmacher-Art)

Zutaten (für ca. 10 kg Wurst)

  • 2 kg Schweineschwarten mit Speckschicht

  • 5 kg Schweinebacken und Rüssel (ggf. vorgepökelt)

  • 1 kg frische Schweineleber

  • 1 kg Schweineblut (ggf. mit Antigerinnungsmittel)

  • 1 kg Brühe

  • Reichlich Kochwasser (bei ungepökeltem Fleisch leicht salzen)

  • Gut gereinigte Schweinedärme

Gewürze (pro Kilogramm Wurstmasse):

  • 18 g Salz (nur bei ungepökeltem Fleisch)

  • 3–5 g schwarzer Pfeffer

  • 5 g gemahlener Piment

  • 5–8 g Majoranpulver

  • 5–8 g Glutamat (optional)


Zubereitung

  1. Kochen:

    • Schweineschwarten etwa 30 Minuten in Wasser kochen.

    • Schweinebacken und Rüssel ca. 1 Stunde garen (kein Salz, wenn das Fleisch gepökelt ist).

    • Die Leber erst 30 Minuten vor Ende der Garzeit zufügen.

    • Das Fleisch ist fertig, wenn es auf Daumendruck elastisch nachgibt.

  2. Zerkleinern:

    • Schwarten im Blitzhacker zu einem feinen Brei verarbeiten (Konsistenz wie Pudding).

    • Backen und Rüssel durch die feine Scheibe des Fleischwolfs drehen.

    • Leber in sehr kleine Würfel schneiden.

  3. Mischen:

    • Schwartenbrei auf 40 °C erwärmen.

    • Das gut verrührte Blut zugeben (bei Bedarf Antigerinnungsmittel verwenden).

    • Den Fleischbrei, die Brühe und die Leberwürfel untermengen.

    • Mit den Gewürzen kräftig abschmecken.

  4. Füllen:

    • Die Masse in gereinigte Schweinedärme füllen (nicht zu prall).

    • Würste abbinden und ggf. stupfen (mit Nadel Luftblasen entfernen).

  5. Garen:

    • Im 75–80 °C heißen Wasser ca. 45 Minuten ziehen lassen (nicht kochen).

    • Anschließend kurz in kaltes Wasser tauchen, damit der Darm nicht hart wird.

  6. Servieren:

    • Frisch zu Sauerkraut und Kartoffeln servieren oder abkühlen lassen und später anbraten.


🧾 Wissenswertes & Geschichte

Die Griebenwurst ist eine traditionelle Spezialität aus der bäuerlichen Hausschlachtung, besonders verbreitet in Nord- und Mitteldeutschland.
Sie entstand ursprünglich, um Reste vom Schwein (Schwarten, Blut, Innereien) zu verwerten – nichts wurde verschwendet.
Der Name „Grieben“ kommt von den kleinen Speckstückchen (Grieben), die der Wurst ihre charakteristische Textur verleihen.
In vielen Regionen war sie Teil des traditionellen Schlachtfestes, das oft mit Familie und Nachbarn gefeiert wurde.


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Okt. 082025
 

Münchner Weißwurstsenf

Selbstgemacht nach traditionellem Rezept

Zutaten

  • 1/2 l Weinessig
  • 70 g grünes Senfmehl
  • 140 g gelbes Senfmehl
  • 140 g Farinzucker
  • 2 Nelken

Zubereitung

Schritt 1: Trockenmischung

  1. Gelbes und grünes Senfmehl mit dem Farinzucker gut durchmischen

Schritt 2: Essig vorbereiten

  1. Weinessig mit den Nelken 10 Minuten lang kochen lassen

Schritt 3: Verbinden

  1. Heißen Essig über die Senfmehl-Farinzuckermischung schütten
  2. Das Ganze mit glühenden Eisenstäbchen vier- bis fünfmal gut umrühren

Hinweis

Traditionelle Methode: Die glühenden Eisenstäbchen sorgen für die richtige Konsistenz und Geschmacksentwicklung. In der modernen Küche kann man auch einen Schneebesen verwenden und den Senf anschließend gut durchziehen lassen.

Lagerung: In saubere Gläser füllen und kühl aufbewahren. Der Senf entwickelt seinen vollen Geschmack nach einigen Tagen Ruhezeit.


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Juli 232023
 

Bei Fotzel Schnitten handelt es sich um eine beliebte regionale Spezialität aus Süddeutschland, insbesondere aus dem Schwäbischen. ist ein einfaches und köstliches Gericht, das aus altbackenem Brot zubereitet wird.

Hier ist das Rezept für Fotzel Schnitten:

Zutaten:

  • 4 Scheiben altbackenes Brot (z. B. Bauernbrot oder Mischbrot)
  • 2 Eier
  • 100 ml Milch
  • Prise Salz
  • Prise gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Butter oder Öl zum Braten
  • Frischer Schnittlauch oder Petersilie zum Garnieren (optional)

In einer flachen Schüssel die Eier mit Milch, Salz und Pfeffer verquirlen, um eine Eiermilch herzustellen. Die altbackenen Brotscheiben in die Eiermilch legen und sie darin etwa 1 Minute auf jeder Seite einweichen lassen, bis das Brot die Flüssigkeit gut aufgenommen hat.

In einer Pfanne bei mittlerer Hitze etwas Butter oder Öl erhitzen. Die eingeweichten Brotscheiben in die Pfanne geben und von beiden Seiten goldbraun braten, bis sie knusprig und leicht gebräunt sind.

Die Fotzel Schnitten auf einem Teller anrichten und nach Belieben mit frischem Schnittlauch oder Petersilie garnieren.

Die Fotzel Schnitten können als herzhaftes Frühstück, Mittagessen oder Snack serviert werden. Sie sind besonders lecker, wenn sie warm und knusprig sind. Traditionell werden sie oft mit Apfelmus, Preiselbeermarmelade oder grünem Salat serviert.

Süddeutschland, Badisches Land


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
März 022022
 

Einiges zu Pilzen

Im ländlichen Russland werden viele verschiedene Pilzarten gesammelt und auf vielfältige Weise genutzt, dazu gehören Techniken wie trocknen, fermentieren, einsalzen, marinieren usw. Einige Rezepte bzw. Anweisungen haben wir dazu schon bei uns veröffenticht.

In Russland werden erstaunlich viele Arten von Pilzen gegessen, die in Mitteleuropa als ungenießbar oder giftig gelten. Oft werden diese Arten einigen sehr rabiaten Vorbereitungen unterworfen, wie einweichen mit anschließendem Ausdrücken, Auslaugen usw.

 

Hier nun einige Varianten, wie Pilze verwertet werden.

Pilzextrakt

Pilzextrakt wird aus Pilzen mit einem starken eigenem Aroma hergestellt.  Bei richtiger Zubereitung und Aufbewahrung, lässt sich das Extrakt ohne Probleme für 2 bis 3 Jahre verwenden!

Die Pilze werden geputzt, nicht gewaschen und nur mit einem Tuch abgerieben und durch den Fleischwolf gedreht, sie werden mit ihrem Saft anschließend bei schwacher Hitze 25 bis 30 Minuten Gekocht.

Den Pilzsaft wird durch 2 Lagen Gaze abgeseiht. Die Pilze werden nochmals in den Kochtopf geben und mit wenig Wasser weiter köcheln gelassen. Anschließend nochmals abseihen. Nun werden die Pilze ausgepresst und mit dem Saft vermischt.

Man gibt nun  1 Teelöffel Salz auf 1 Liter Pilzbrühe hinzu und lässt diese auf kleiner Flamme köcheln, bis die Brühe eindickt.
Nun auf kleiner Flamme weiter köcheln, bis die Brühe sirupartig eindickt.

Der Extrakt wird heiß in kleine sterilisierte Flaschen abgefüllt und diese luftdicht fest verschlossen. Die Flaschen werden an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahrt. Vor der Verwendung des Extrakts diesen mit Wasser auf den gewünschten Geschmack verdünnen.

 

Pikante Pilzbutter

Pikante Pilzbutter  ist überraschend lecker. Ein paar Scheiben von dieser Butter, die man im Voraus zubereitet und im Gefrierschrank aufbewahrt, wird aus einem ganz normalen Toastbrot oder gekochter Kartoffel, gebackenes Gemüse oder ein einfaches Omelett in einen Gourmetgenuss verwandeln.

  • 100 g Butter
  • 30 g getrocknete Pilze
  • 2 kleine Paprikaschoten
  • 2 Tomaten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • Salz
  • 8 – 10 Bohnen

1 Tasse warmes Wasser über die Pilze gießen, abdecken und 2 Stunden stehen lassen.
Die Butter bei Zimmertemperatur schmelzen. Die Paprikaschoten, Tomaten und den ungeschälten Knoblauch auf ein Backblech legen.
Etwas Olivenöl zugeben und für 20 Minuten in den auf 200 °C vorgeheizten Ofen schieben.
Herausnehmen. 10 Minuten lang in einen luftdichten Beutel geben, anschließend die Paprika und die Tomaten schälen und den Knoblauch in eine Schüssel pressen. Die Paprikaschoten vorsichtig entkernen.
Die Pilze abspülen und in einem Sieb abtropfen lassen (der Sud wird nicht benötigt). Schneiden Sie die Paprika, Tomaten und Pilze, anschließend mit einem Mixer zerkleinern, die Butter hinzu geben und mit Salz würzen.

 

Russische Rezepte

 


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Feb. 282022
 

Marinierte Pilze

Marinieren Sie Pilzarten, die gut schmecken. Die Pilze putzen, die Stiele abschneiden und gründlich in kaltem Wasser abspülen. In leicht gesalzenem Wasser 5 Minuten kochen, dann mit einem Schaumlöffel herausnehmen und das Wasser abtropfen lassen.

Marinade für 1 kg Pilze

Sie benötigen 500 ml Wasser, 50-60 ml 30%ige Essigsäure, 10 g Salz, 10-12 Pfefferkörner, 2-3 Lorbeerblätter, Zimt, Nelken und Muskatnuss nach Geschmack.

Die Marinade wie wie folgt zubereiten: Essigsäure in Wasser verdünnen, Salz und Gewürze hinzufügen und aufkochen lassen. Die vorbereiteten Pilze werden in die kochende Marinade gegeben, einige Minuten lang gekocht, dann in Gläser gefüllt und sofort verschlossen.
Sie können die Pilze direkt in der Marinade kochen, ohne sie in Salzwasser zu kochen.

Für die Marinade benötigt man ⅓ Tasse Wasser, 1 Esslöffel Salz und ⅔ Tasse 8 %igen Essig pro 1 kg Pilze.
Die Marinade aufkochen und die geputzten und gewaschenen Champignons darin einlegen. Die Kochzeit in der Marinade hängt von der Art der Pilze ab: Austernpilze kochen 30 Minuten, Champignons 20 Minuten. Nachdem sich der Schaum gebildet hat, mit einem Schaumlöffel herausnehmen. Anschließend 1 Teelöffel Zucker, 5-6 Pfefferkörner, 2 Lorbeerblätter, 2 g Nelken, etwas Zimt und Zitronensäure (auf einer Messerspitze) in die kochende Marinade geben. Nach dem Kochen die Pilze in Gläser füllen, mit der Marinade übergießen und diese  sofort verschließen.

 

Russisches Rezept


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
 Posted by at 15:20
Dez. 042021
 

Hausgemachte Würzsauce

  • 100 grüne Walnüsse, vor dem 21. Juni geerntet
  • 125 g Schalotten
  • 125 g Salz
  • 500 ml Essig
  • 250 ml Weißwein
  • 250 g entgrätete Sardellen

Man schneidet die grünen Wallnüsse in Stücke und stößt sie mit 125 g Schalotten in einem eisernen Mörser. Nun wird die Masse mit dem Salz, Essig, Weißwein vermischt und 8 Tage z.B. ins Fensterbrett gestellt, wobei man täglich gut umrührt. Anschließend wird die Flüssigkeit abgepresst. Diese gibt man in einen Topf, gibt die Sardellen hinzu und lässt kochen, bis sich die Sardellen aufgelöst haben. Anschließend siebt man die Flüssigkeit durch und füllt sie heiß in Flaschen, die man verkorkt. Die Würzsauce hält sich jahrelang und gibt einen guten Geschmack.

Hessen, 1900

 


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (4 Bewertungen, bisher: 9,25 von 10)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Nov. 302021
 

Schweineleber-Pastete

  • 750g Schweineleber
  • 125g Speck vom Schwein
  • 125g Sardellenbutter
  • 2 Eier
  • 2 Eigelb
  • Muskat
  • Pfeffer
  • Salz
  • Zwiebel
  • 2 harte Semmeln

Die Schweineleber wird von Haut und Fasern befreit und zusammen mit dem Speck mehrfach durch den Fleischwolf gegeben, bis die Masse ganz fein ist. Anschließend streicht man die Masse durch ein Haarsieb. Zur Masse gibt man 125 g Sardellenbutter, zwei ganze Eier und zwei Eigelb, Pfeffer, Salz, Muskatnuss, geriebene Zwiebel und zwei geriebene Semmeln und verrührt alles gut miteinander. Nun legt man eine Form mit ganz dünn geschnittenen Speckscheiben aus und füllt die Masse hinein. Im heißen Wasserbad lässt man die Masse durchstocken. Anschließend wird sie aus der Form gestürzt und kann gegessen werden.,

Oldenburger Land, 1902


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (2 Bewertungen, bisher: 5,00 von 10)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Aug. 302021
 

Der Schrank gibt nicht viel her, der Hunter ist mächtig, fast nur noch Brot ist da. Was kann man nun daraus nun machen?

Hier nun einige Tipps für ungewöhnliche Butterbrote.

Butterbrot mit Zucker

In den 70er Jahren recht beliebt war ein einfache scheibe Brot, mit Butter beschmiert und mit Zucker bestreut, der leicht angedrückt wurde.

 

Apfelbrot

Wieder beschmiert man eine scheibe Brot mit Butter. Man nehme nun einen Apfel, dieser wird entkernt und in ca. 0,5 cm dicke Scheiben geschnitten. Diese dienen nun als Belag für das Brot. Das war zeitweise im Norden Deutschlands recht beliebt.

 

Zwiebel-Brot

Man beschmiere wieder eine scheibe Brot mit Butter und belege dieses mit in Scheiben geschnittenen Zwiebeln. Auch dieses Brot war in Norddeutschland recht beliebt.

 

Butterbrot mit Schnittlauch

Man schmiere ein Butterbrot und schneide den Schnittlauch in ca. 0,5 cm lange Stückchen. Diese dienen nun als Belag für das Butterbrot. Man kann noch etwas Salz über das fertige Brot streuen. Sehr lecker!

 

Butterbrot mit Sirup und Quark

Kaum zu glauben, aber das schmeckt sehr lecker. Man bestreiche eine nicht zu dünne Scheibe Brot mit Butter, gibt darauf Rüben-Sirup oder einen anderen Sirup (der Rheinländer würde dafür natürlich Rübenkraut, Apfelkraut oder Birnenkraut nehmen) und überstreiche das mit einer Schicht Quark – es geht auch mit Kräuterquark. Diese Variante des Butterbrots wurde in Norddeutschland sehr gerne gegessen.

 

Und nun noch die einfachste Variante:

Butterbrot mit Salz

Am Besten schmeckt es natürlich mit einem herrlich frischen Brot – einfach Butter drauf und etwas Salz über krümeln. Fertig und lecker!

 

 


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Aug. 292021
 

Einige Kriegsrezepte

Zu Zeiten des Krieges war vieles knapp oder nicht zu bekommen, so wurden für viele Rezepte ein Notersatz geschaffen. Einige dieser Rezepte möchten wir hier vorstellen.

Schlagsahne

  • 500 ml Magermilch
  • 25 g Mehl oder
  • 20 g Stärke
  • 35 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Alles zusammen vermischen und aufkochen, anschließend bis zum Erkalten rühren, damit sich keine Haut bildet. am nächsten Tag kann man die Ersatzsahne dann schaumig aufschlagen.

Schlagsahne-Ersatz

  • 1 Tasse Apfelsaft
  • 1 Tasse Zucker
  • 1 Eiweiß

Alles zusammen gut verquirlen und anschließend aufschlagen

 

Marzipan-Ersatz Marzipankartoffeln

  • 500 g Grieß
  • 500 g Puderzucker
  • 1 EL Butter
  • 1,5 Fläschchen Bittermandelaroma
  • 4 EL Milch

Den Puderzucker, die Milch und die Butter lauwarm gut verrühren und kalt werden lassen. Dann das Bittermandelaroma untermischen und langsam den Grieß unterarbeiten, nun 30 Minuten stehen lassen. Anschließend kann man aus der Masse Kugeln formen und diese in Kakao wälzen.

Marzipankartoffeln aus Marzipan-Ersatz

  • 300 g feiner Grieß
  • 100 g Zucker
  • 4 EL heiße Margarine
  • 1 Fläschchen Bittermandelaroma,
  • 2 EL Milch

Alles in einen Topf geben und unter kräftigem Unterwirken alles zusammen vermengen. Aus der Masse  Kugeln formen und diese in Kakao wälzen.

Kekse aus Kartoffeln

  • 200 g gekochte Kartoffeln
  • 300 g Weizenmehl
  • 3-4 EL Milch
  • ca. 150 g Zucker
  • 20 g Fett
  • 1 Fläschchen Mandelaroma

Aus allen Zutaten zusammen einen Teig kneten, diesen ausrollen und nach Belieben Formen ausstechen. Diese anschließend im Backofen möglichst auf Backpapier bei 180 °C ca. 15 Minuten ausbacken.

Füllung für Hefekuchen aus Kartoffeln

  • 2 Tassen gekochte Kartoffeln
  • 1 Tasse Zucker
  • etwas Kakao
  • Aroma nach Belieben

Alle Zutaten gut miteinander vermischen und im Hefekuchen als Füllung verarbeiten.

 

Kriegskuchen

  • 4 Eigelb
  • 375 g Zucker
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1 Messerspitze Nelken

Man rührt alles zusammen schaumig, dann gibt man 1 Tasse lauwarmen Schokolade, 500 g Mehl, 1 Päckchen Backpulver und zuletzt den Schnee der aus den 4 Eiweiß hinzu. Bei mäßiger Hitze 45 Minuten backen. Nach Belieben füllen wenn er gebacken ist und glasiert muss er nicht sein.

Was mit Wurst zum Braten

  • 500 g Pellkartoffeln
  • 150 g Leberwurst oder Mettwurst
  • etwas Mehl
  • Schnittlauch
  • Fett zum Braten

Die Pellkartoffeln vom Vortag reiben, mit der zerkleinerten Wurst und etwas Mehl sehr schnell zu einem glatten Teig verarbeiten. Nun noch mit Schnittlauch abschmecken und aus der Masse Bratlinge formen, anschließend in der Pfanne mit wenig Fett braten.

 


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (2 Bewertungen, bisher: 10,00 von 10)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Okt. 122019
 

Salzgurken im Steintopf

Wenn man zu viele Gurken hat, lassen sich diese sehr einfach als Salzgurken konservieren.

Man benötigt dazu einen Steintopf mit Deckel. Dieser wird schichtweise mit einer dünnen Schicht Weinlaub oder Kirschlaub, Dill, Estragon gefüllt, darauf kommt eine Schicht  möglichst mit einer Bürste unter Wasser gebürsteten Einlegegurken, dann wieder eine Schicht Weinlaub oder Kirschlaub, Dill, Estragon, wieder Gurken usw., bis der Steintopf gut gefüllt ist. Die abschließende Schicht sollen wieder Weinlaub oder Kirschlaub, Dill, Estragon sein. Man bereitet nun eine Salzlake, bestehend aus 50 g Salz pro 1 Liter Wasser. Das Salz wird ordentlich gelöst und die Lake anschließend in den Steintopf gegossen, so dass das Füllgut gut bedeckt ist. Darauf gibt man einen umgedrehten Teller, dieser wird mit einem Stein so beschwert, dass Gurken und Gewürze ordentlich in den Topf gedrückt werden und mit Flüssigkeit bedeckt sind.

Nun gießt man etwas Wasser in den Rand des Steintopfs und gibt den Deckel darauf, so dass der Inhalt luftdicht abgeschlossen ist. Die Milchsäuregärung beginnt von alleine, so dass die Gurken nach einigen Tagen essbar sind. So lassen sich die Gurken monatelang konservieren und nach Bedarf aus dem Topf nehmen. Man muss darauf achten, dass die Gurken immer ordentlich mit Salzlake bedeckt sind und auch im Rand des Steintopfes etwas Wasser steht.

Weinlaub und Kirschlaub sind notwendig, da die darin enthaltenen Gerbstoffe die Gurken fest und knackig erhalten.

Man kann natürlich die beigegebenen Kräuter nach eigenem Geschmack variieren.

 


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (1 Bewertungen, bisher: 7,00 von 10)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Sep. 292015
 

Selbst gemachter Zuckerrübensirup

Früher war er in jedem Haushalt als preisgünstiger Brotaufstrich verfügbar, vor 30-40 Jahren war er noch unverfälscht im Laden zu kaufen, mittlerweile so gut wie nicht mehr erhältlich ist der gute alte Rübensirup. Die Produkte, die man heute erhält, wurden oft mit Geschmacksstoffen und Sirup aus Kristallzucker ,,veredelt”, wie auch bei vielen anderen alten Produkten bleibt nur eines auf der Strecke – der unverfälschte Geschmack. Hier nun eine Rezept, mit dem man seinen Rübensirup selbst herstellen kann.

Die Zuckerrüben waschen und abbürsten. Anschließend werden sie geschält und in kleine Schnitzel oder
Streifen geschnitten. Man gibt sie in einen größeren Topf, übergießt sie mit wenig Wasser und kocht die Rübenschnitze weich. Anschließend gibt man die weich gekochten Schnitze in einen Leinenbeutel und presst sie kräftig aus. Günstig ist hier die Verwendung einer Presse (Weinpresse, Ölpresse).
Der Saft wird wieder in den Topf gegeben und bei ständigem Umrühren dickflüssig eingekocht. Man kann ihn auch, wie bei der Pflaumenmusbereitung üblich, im Backofen köcheln lassen, bis er die gewünschte Dicke erreicht hat.

Der Sirup wird gewöhnlich als Brotaufstrich verwendet, kann aber auch als süße Beigabe zu Kartoffelpuffern
gegessen werden. Man kann ihn auch zum Backen und Süßen, z.B. von Honigkuchen u.a. verwenden.

Die Rüben können auch im roh im Entsafter bearbeitet werde – man spart sich so einiges an Arbeit.

Auch aus anderem süßlichen Obst und Gemüse lässt sich so ein Sirup kochen, üblich waren z.B. Möhrensirup, Birnensirup und Apfelsirup.

 


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (46 Bewertungen, bisher: 5,33 von 10)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken
Juni 042015
 

Alte Einmachrezepte

Nachfolgend noch einige Einmach-Rezepte aus alter Zeit.

 

Pflaumen in Arrac

Man bringe 2 Kilo ausgesteinte, recht reife Pflaumen mit 1 Liter Wasser auf den Herd und gibt sie, wenn sie zu kochen beginnen, mit dem Schaumlöffel auf einen Seiher und wenn sie vollkommen abgetropft sind, in eine Terrine. Gebe zu dem zurückgebliebenen Wasser 1,5 kg Zucker, und koche ihn zum Faden, gieße ihn über die Früchte und lasse sie so über Nacht stehen. Audern Tages koche man sie mit dem Safte aus, nehme sie dann heraus und wenn dann der Saft noch etwas eingekocht ist, so wird er über die Pflaumen gegossen und man füllt sie erkaltet in die Gläser und soviel Arrac darüber, daß das Ganze bedeckt ist.

Pflaumen in Honig auf russisch Art

Man reibe recht reife Pflaumen mit einem weichen Tuche gut ab, steine sie aus und fülle sie in ein großes Glas, indem man hin und wieder etwas Zimmet und einige Gewürznelken, beides gestoßen, dazwischen stret, gieße soviel stark eingekochten, unverfälschten Honig darüber, wie geht, verschließe das Gals und wälze es hin und her. Lege das Glas an eine kühle Stelle, drehe es täglich um und lasse es einige Wochen liegen. Dann kann man die wohlschmeckenden Pflaumen verwenden.

Pflaumen in Essig

Man pflücke die Pflaumen, die recht reif sein müssen — an den Stielen etwas gerunzelt — mit den Stielen vorsichtig ab und beschneide die Stiele ein wenig. Nehme dann zu 2 kg Pflaumen 1 kg Zucker und 750 ml Weinessig, setze den Essig mit dem Zucker, 8 g Zimt und 8 g Gewürznelken aufs Feuer und gieße es, sowie es kocht, über die Pflaumen, welche man zugedeckt und so über Nacht stehen läßt. Am andern Tag wird der Essig abgegossen, ausgekocht und wieder über die Früchte gegossen und den dritten Tag giebt man die Pflanmen in den kochenden Essig, kocht sie 10 Minuten lang darin und legt sie mit einem Löffel in die Gläser, lässt den Essig noch dicker einkochen und gießt ihn über die Pflaumen, welche ausgezeichnet gut sind und sich Jahre lang halten.

Pflaumen in Essig 2

Man schneidet die Pflaumen der Länge nach in vier Teile, nehme zu 2,5 kg Pflaumen  1 kg Zucker, 750 ml Weinessig und 15 g ganzen Zimt, lasse es kochen und gieße es über die Früchte. Andern Tags schüttet man den Essig ab und wenn er aufgekocht hat, wieder über die Pflaumen, welche man den Tag darauf, mit 30 g geschnittenem Zitronat und ebenso viel Orangeat, weich kocht, einfüllt und den noch etwas eingekochten Saft darüber giebt.

 

Pflaumen mit Senf Man nehme anf 3 kg schöne reife Pflaumen 1 l guten Bieressig,  375 g Zucker, 8 g Gewürznelken, 5 g in Stückchen gebrochenen Zimt und 80 g braunen Senfsamen, den man in einen Beutel von der Größe des Einmachglases füllt. Der Essig wird mit dem Zucker gekocht und das Gewürz hinzugefügt, worauf man von den Pflaumen so viel hinein giebt, wie Platz darin haben, sie vier Minuten darin läßt und dann heraus nimmt, auch wenn der Essig nicht wieder gekocht haben sollte, doch muß er jedes Mal kochen, ehe man neue Pflaumen hinein legt. Sind nun alle gekocht und etwas abgekühlt, so gebe man sie in das Einmacheglas und den Senfbeutel darauf, koche den Essig noch ein wenig, gieße ihn kochend über die Pflaumen und binde, wenn sie völlig erkaltet sind, das Glas zu. Nach acht Tagen wird dann der Essig abgegossen, gekocht und abgeschäumt und kalt über die Pflaumen gegeben.

 Getrocknete Pflaumen in Cagnac

Man lege sehr gute getrocknete Pflaumen, 1-2 Tage in Weißwein, bis sie ganz aufgequollen sind und lasse sie auf einem Seiher ablaufen. Gebe sie hierauf mit Zimetstückchen und einigen Gewürznelken in ein Einmachglas, gieße so viel feinen Cognac darüber, daß die Früchte bedeckt sind, binde das Glas zu und stelle es an die Sonne.

Getrocknete Pflaumen in Essig

Man weiche recht schöne getrocknete Pflaumen über Nacht in Wasser, lasse sie dann gut ablaufen Und gibt sie in einen Topf. Koche nun auf 500 g Pflaumen 250 ml Essig mit 125 g Zucker, etwas gebröckeltem Zimt und einigen Gewürznelken, gieße es kalt über die Pflaumen und setze den Topf einen Tag lang an eine nur warme Stelle des Herdes oder auf einen mäßig warmen Ofen, daß die Pflaumen nur langsam ziehen und bewahrt sie anschließend kühl auf.

 


Bewerten Sie bitte den Beitrag
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (1 Bewertungen, bisher: 10,00 von 10)
Loading...

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken