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Feb. 212026
 

Apfelkücherl 🇩🇪

Zutaten

  • 4–5 große Äpfel (festkochend, z. B. Boskop oder Elstar)
  • 200 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 2–3 Eier
  • 1/8 l Milch
  • Zucker zum Bestreuen
  • Zimt zum Bestreuen
  • Fett zum Ausbacken (z. B. Sonnenblumenöl oder Butterschmalz)

Zubereitung

  1. Teig vorbereiten: Mehl, Milch, Salz und Eier zu einem glatten Pfannkuchenteig verrühren. Der Teig sollte dickflüssig sein, aber noch gut an den Apfelscheiben haften.
  2. Äpfel vorbereiten: Äpfel schälen, entkernen und in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.
  3. Apfelkücherl ausbacken: Fett in einer Pfanne auf mittlere bis hohe Hitze erhitzen. Apfelscheiben in den Teig tauchen, sodass sie gleichmäßig bedeckt sind, und dann im heißen Fett von beiden Seiten goldbraun ausbacken.
  4. Servieren: Die Apfelkücherl auf Küchenpapier abtropfen lassen, noch warm mit Zucker und Zimt bestreuen.

Hintergrundwissen & Geschichte

Apfelkücherl (auch Apfelringe oder Apfelspalten genannt) sind eine traditionelle Süßspeise, die vor allem in Bayern, Österreich und Teilen Süddeutschlands beliebt ist. Das Gericht hat seinen Ursprung in der bäuerlichen Küche, wo es als schnelle, süße Nascherei aus einfachen Zutaten zubereitet wurde.

Die Kombination aus saftigen Äpfeln und knusprigem Teig macht Apfelkücherl zu einem besonderen Genuss. Besonders im Herbst, zur Apfelerntezeit, werden sie gerne als Dessert oder süßer Snack serviert. Ähnlich wie Apfelringe in anderen Regionen sind sie ein klassisches Beispiel dafür, wie aus saisonalen Zutaten ein köstliches Gericht entsteht.

In manchen Familien werden Apfelkücherl auch zu besonderen Anlässen wie Volksfesten oder Familienfeiern zubereitet. Der Zimt verleiht ihnen eine warme, würzige Note, die perfekt zu den süßen Äpfeln passt.

Bayrisches Rezept


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Feb. 202026
 

Windnudeln 🇩🇪

Zutaten:

  • 45 g Butter
  • 250 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 70 g Mehl
  • 2 Eier
  • 25 g Zucker
  • Etwas Butter zum Einfetten des Blechs
  • Optional: Schlagsahne zum Füllen

Zubereitung:

  1. Teig kochen: Butter, Wasser und Salz in einer Pfanne aufkochen. Mehl auf einmal hineinschütten und unter Rühren so lange erhitzen, bis sich der Teig von der Pfanne löst und einen glatten Klumpen bildet.
  2. Eier und Zucker einarbeiten: Pfanne vom Feuer nehmen, Teig kurz abkühlen lassen. Dann Eier und Zucker nach und nach unterrühren, bis ein glatter, glänzender Teig entsteht.
  3. Nudeln formen & backen: Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Butter einfetten. Mit einem Teelöffel kleine, runde Häufchen auf das Blech setzen. Im Ofen 20 Minuten backennicht öffnen, sonst fallen die Nudeln zusammen!
  4. Optional füllen: Wenn die Nudeln kalt sind, kann man die „Köpfe“ abschneiden und mit Schlagsahne füllen.

Geschichte & Hintergrundwissen

Ursprung & Name

  • „Windnudeln“ ist ein typisch Wortspiel: „Windnudeln“ (oder „Windbeutel“) sind kleine, luftige Gebäckstücke, die an Nudeln erinnern.
  • Das Rezept stammt aus einer Zeit, als einfache Zutaten (Mehl, Butter, Eier) zu besonderen Leckereien verarbeitet wurden – oft für Feste oder als süße Beilage.

Kulturelle Bedeutung

  • Ähnlich wie Brandteiggebäck (z. B. Éclairs) wird der Teig durch das Kochen mit Butter und Wasser besonders elastisch und geht beim Backen stark auf.
  • Die Nudeln waren ein Zeichen von Sparsamkeit und Kreativität: Aus wenigen Zutaten entstand ein festliches Gebäck.
  • In manchen Familien wurden sie zu Hochzeiten oder Kirchweihfesten serviert, oft mit Sahne, Marmelade oder Pudding gefüllt.

Besonderheiten

  • Die Form erinnert an kleine Profiteroles oder Mini-Windbeutel.

Serviertipp:

  • Klassisch mit Puderzucker bestäubt oder mit Vanillesauce servieren.
  • Modern: Mit Schokoglasur überziehen oder als Mini-Dessert mit Fruchtcreme füllen.

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Feb. 192026
 

Kratzede – zerrissene Mehlpfannkuchen 🇩🇪

 

Zutaten:

  • 4 Eier
  • 350 g Mehl
  • 1 l Milch
  • ½ TL Salz
  • 1 TL Butterschmalz

Zubereitung:

  1. Eier trennen: Eiweiß und Eigelb in separate Schüsseln geben.
  2. Teig anrühren: Mehl, Milch, Salz und Eigelb mit einem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren.
  3. Eischnee unterheben: Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.
  4. Pfanne erhitzen: Butterschmalz in einer Pfanne stark erhitzen.
  5. Teig portionsweise backen: Mit einem Schöpflöffel Teig in die Pfanne geben und wie Pfannkuchen von einer Seite hellbraun backen.
  6. Zerreißen: Pfannkuchen wenden, kurz anbacken lassen, dann mit Gabel und Bratschaufel in 2–3 cm große Stücke zerreißen.
  7. Fertig backen: Die Stücke knusprig backen, auf eine Platte geben und warm halten, bis der gesamte Teig verarbeitet ist.

Serviervorschlag:

  • Klassisch zu Spargel-, Pilz-, Fleisch- oder Wildgerichten mit viel Soße.
  • Süß mit Zucker und Zimt, dazu Kompott oder gekochtes Dörrobst.

Ursprung und Verbreitung: Die Kratzede (auch „Kratzete“, „Kratzedele“ oder „Kratzetele“) ist ein traditionelles Gericht aus der schwäbischen und badischen Küche (Südwestdeutschland). Der Name leitet sich vom schwäbischen Dialektwort „kratzen“ ab – der Teig wird beim Backen mit einer Gabel oder einem Messer „auseinandergekratzt“, wodurch die typischen zerrissenen Stücke entstehen.

Kulturelle Bedeutung:

  • Kratzede gelten als bäuerliches, einfaches Gericht, das aus wenigen Zutaten (Mehl, Eier, Milch) zubereitet wird und früher oft als sättigende Beilage zu herzhaften Gerichten diente.
  • Besonders beliebt waren sie in der landwirtschaftlich geprägten Region, wo sie als preiswerte und nährstoffreiche Ergänzung zu Spargel, Pilzen oder Fleischgerichten gereicht wurden.
  • Die süße Variante mit Zucker und Zimt zeigt die typische schwäbische Vorliebe für einfache, aber geschmackvolle Desserts.

Historische Einordnung:

  • Ähnliche „zerrissene Pfannkuchen“ finden sich auch in anderen regionalen Küchen, etwa als „Schmarren“ in Österreich oder Bayern.
  • Die Zubereitungsart – das Zerreißen des Teigs – war praktisch: So konnten die Stücke schneller und gleichmäßiger knusprig gebacken werden, was in der traditionellen Küche ohne moderne Hilfsmittel von Vorteil war.

Heutige Bedeutung:

  • Kratzede gelten als kulinarisches Kulturgut und werden in Schwaben und Baden noch immer gerne zu klassischen Gerichten serviert.
  • In vielen Familien wird das Rezept von Generation zu Generation weitergegeben und ist ein fester Bestandteil der regionalen Festtagsküche.

Schwäbisches Rezept


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Feb. 112026
 

Berliner Pfannkuchen 🇩🇪

Zutatenliste

  • 30 g Hefe
  • Etwa 1 Tasse Milch (lauwarm)
  • 70 g Zucker
  • 400 g Mehl
  • 2 Eier
  • 65 g Butter (weich)
  • Abrieb von 1 Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • Marmelade (nach Wahl, z. B. Himbeere oder Erdbeere)
  • Ausbackfett (z. B. Rapsöl oder Schmalz)
  • Feiner Zucker zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Vorteig vorbereiten: Hefe zerbröckeln und mit etwas lauwarmer Milch und einer Prise Zucker anrühren. 10 Minuten gehen lassen, bis sich Blasen bilden.
  2. Teig herstellen: Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Mulde formen und die Hefemasse hineingeben. Mit etwas Mehl bestäuben. Wenn das Mehl Risse zeigt, Hefe mit Mehl, Eiern, weicher Butter, Zitronenabrieb, Salz, restlichem Zucker und so viel lauwarmer Milch vermengen, bis ein glatter Teig entsteht. Kräftig kneten, bis er sich von der Schüssel löst.
  3. Gehen lassen: Teig mit einem Tuch bedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  4. Formen: Teig nochmals durchkneten, auf bemehlter Fläche etwa 1 cm dick ausrollen. Runde Plätzchen (ca. 8 cm Durchmesser) ausstechen. Auf die Hälfte der Plätzchen einen Klecks Marmelade setzen, Ränder mit Wasser bestreichen, zweite Plätzchen darauflegen und Ränder festdrücken.
  5. Nochmals gehen lassen: Berliner mit einem Tuch bedeckt weitere 30 Minuten ruhen lassen.
  6. Ausbacken: Fett auf 180°C erhitzen. Berliner portionsweise goldbraun ausbacken, dabei einmal wenden. Nicht zu viele auf einmal backen, damit die Temperatur des Fettes nicht sinkt.
  7. Fertigstellen: Berliner auf Küchenkrepp abtropfen lassen, mit feinem Zucker bestreuen oder mit einer Zucker-Wasser-Glasur überziehen.

Geschichte

Regionale Vielfalt & Tradition: Der Berliner Pfannkuchen ist ein klassisches deutsches Gebäck, das je nach Region unterschiedliche Namen trägt: „Berliner“, „Krapfen“, „Krebbel“, „Fastnachtsküchle“ oder „Ballen“. Besonders in der Karnevalszeit und zu Neujahr ist er ein fester Bestandteil der deutschen Backkultur. Noch heute lädt der Mainzer Oberbürgermeister nach dem berühmten Rosenmontagszug zum traditionellen „Krebbel-Kaffee“ ein – ein festliches Ritual für Einheimische und Gäste.

Legenden & Ursprung: Eine beliebte Berliner Legende erzählt von einem wehruntauglichen Artilleristen, der während des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) in der Backstube arbeitete. Er soll den Berliner Pfannkuchen erfunden und ihm die Form einer Kanonenkugel gegeben haben. Doch tatsächlich gibt es Hinweise, dass ähnliche Gebäcke bereits viel früher und an verschiedenen Orten existierten – möglicherweise sogar im alten Rom.

Kulturelle Bedeutung: Früher wurden die meisten „Krebbel“ ohne Füllung gebacken, der Teig wurde einfach dicker ausgerollt. Heute ist die gefüllte Variante mit Marmelade oder Creme am verbreitetsten. Der Berliner Pfannkuchen ist somit nicht nur ein kulinarisches Symbol, sondern auch ein Spiegel regionaler Bräuche und historischer Anekdoten.


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Feb. 082026
 

Ausgezogene Küchle (Schwäbische Schmalzküchle) 🇩🇪

Zutaten (für ca. 12–15 Stück)

  • 500 g Mehl
  • 20 g Hefe
  • ¼ l Milch (lauwarm)
  • 100 g Zucker
  • 50 g Butterschmalz
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • Zucker zum Bestreuen (einige Esslöffel)

Zubereitung

  1. Hefeteig zubereiten:

    • Aus Mehl, Hefe, Milch, Zucker, Butterschmalz, Eiern und Salz einen glatten Hefeteig kneten.
    • Teig an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  2. Teiglinge formen:

    • Teig in eigroße Stücke teilen und zu Kugeln rollen.
    • Kugeln nochmals kurz gehen lassen (ca. 10–15 Minuten).
  3. Küchle ausziehen:

    • Jede Teigkugel mit den Händen von der Mitte nach außen flach drücken und dabei drehend ausziehen.
    • Ziel: Der innere Kreis soll ganz dünn sein, der Rand bleibt als dicker Wulst stehen.
  4. Ausbacken:

    • Reichlich Fett (Butterschmalz oder Öl) in einer Pfanne auf 175–180 °C erhitzen.
    • Küchle von beiden Seiten goldgelb ausbacken – der dünne Mittelteil bleibt heller.
  5. Fertigstellen:

    • Noch warm mit Zucker bestreuen.

Hintergrund & Wissenswertes

  • Regionale Namen:
    • Schwaben: „Pfosen“ oder „Gezogene Küchle“
    • Franken: „Knieküchle“ – der Name kommt daher, dass die Hausfrauen den Teig früher über dem Knie auseinanderzogen.
  • Tradition: Die Küchle sind ein klassisches Faschings- oder Weihnachtsgebäck, aber auch auf Volksfesten und Märkten beliebt.
  • Tipp: Am besten schmecken sie frisch und warm – perfekt zu Kaffee oder als süßer Snack!

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Feb. 082026
 

Reformationsbrötchen 🇩🇪

Traditionelle Milchbrötchen aus Thüringen und Sachsen, die zum Reformationsfest gebacken wurden.

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1/4 l Milch
  • 50 g Butter oder Schmalz
  • 40 g Hefe
  • 1 gehäufter TL Zucker
  • 50 g Rosinen

Zubereitung:

  1. Teig herstellen: Aus den Zutaten nach dem Grundrezept einen lockeren Hefeteig herstellen und gehen lassen.

  2. Formen: Den Teig ausrollen und zu etwa 12 cm großen Vierecken ausstechen.

  3. Ecken einschlagen: Die vier Ecken jedes Vierecks zur Mitte hin einschlagen, sodass die Zipfel aneinander stoßen. In die Mitte einige Rosinen drücken.

  4. Gehen lassen: Die Brötchen noch einmal gehen lassen.

  5. Backen: Bei guter Mittelhitze im vorgeheizten Ofen 15–20 Minuten goldbraun backen.

  6. Servieren: Die Reformationsbrötchen dick mit Butter bestreichen und warm genießen.


Hintergrund: Diese Brötchen waren besonders in Sachsen ein fester Bestandteil des Reformationsfestes. Da in Thüringen die Geschäfte geöffnet blieben, fuhren viele Sachsen dorthin, um die frischen Milchbrötchen zu holen – oder backten sie einfach selbst.


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Feb. 052026
 

Sächsischer Christstollen, ein traditionelles Rezept.

Für 8–9 Stollen


Zutaten

  • 16 Pfund Mehl
  • 4 Pfund Butter
  • 2 Pfund Zucker
  • 4 Pfund Sultaninen (Rosinen)
  • 1 Pfund Citronat
  • Schale und Saft von 2 Zitronen
  • 208 g Vanillepulver
  • 2 Gläschen Rum
  • 400 g Hefe
  • Lauwarme Milch (nach Bedarf, zum Ansetzen der Hefe)

Zubereitung

  1. Hefe ansetzen: Die Hefe zerbröseln und mit etwas lauwarmer Milch zu einem Vorteig (Hefestück) verrühren.
  2. Teig vorbereiten: Zum Hefestück abwechselnd Butter, Mehl, Zucker und Milch geben und alles gut verkneten.
  3. Rosinenmischung einarbeiten: Sultaninen, Citronat, Zitronenschale, Zitronensaft, Vanillepulver und Rum unter den Teig mischen.
  4. Kneten und gehen lassen: Den Teig ausdauernd kneten, bis er glatt und elastisch ist. Traditionell wurde ein weißer Wollfaden in den Teig gegeben – erst wenn man ihn zwei- bis dreimal beim Kneten wiederfand, war der Teig fertig! Den Teig dann an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  5. Stollen formen: Den Teig zu 8–9 länglichen Stollen formen.
  6. Backen: Die Stollen beim Bäcker oder im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze ca. 45–60 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
  7. Fertigstellen: Die heißen Stollen sofort mehrmals mit geschmolzener Butter bestreichen und anschließend dick mit Puderzucker bestäuben.

Hintergrund & Geschichte

Dieses Rezept stammt aus einer Zeit, in der Stollenbacken in Mitteldeutschland ein großes, gemeinschaftliches Ereignis war.
Omas  backten ohne Maschinenhilfe und mit viel Kraftaufwand – der Teig wurde so lange geknetet, bis er perfekt war.

In den 1920er Jahren brachten Hausfrauen ihre Stollen mittags zum Bäcker, um sie abends wieder abzuholen. Die Backstube war dann ein Ort der Vorfreude: Der Duft von frischem Stollen erfüllte die Luft, und die Frauen warteten gespannt, ob ihre Stollen gelungen waren. Ein missratener Stollen – etwa wenn er flach wie ein Pfannkuchen aussah – löste Entsetzen aus.

Traditionell hielt ein gut gelungener Stollen bis Ostern und wurde dann feierlich angeschnitten.
Der Clou: Butter und Puderzucker direkt nach dem Backen sorgen für die typische, saftige Kruste.


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Okt. 272025
 

Gugelhupf

Der Gugelhupf ist ein klassischer, ringförmiger Kuchen, der in der österreichischen, süddeutschen, schweizerischen und elsässischen Küche tief verwurzelt ist und oft zu Kaffee und Tee serviert wird.

Zutatenliste

  • 150 g Butter
  • 150 g Puderzucker
  • 5 Eigelb
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Abrieb einer Zitrone
  • 5 EL Milch (oder Rum)
  • 300 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 5 Eiweiß
  • 80 g Sultaninen
  • 30 g Nüsse (gehackt)
  • 30 g Aranzini (kandierte Orangenschale, gehackt)
  • Puderzucker oder Zutaten für eine Zitronenglasur (Puderzucker, Zitronensaft)

Zubereitung

  1. Masse rühren: Die Butter mit dem Zucker und nach und nach den Eigelben sehr schaumig rühren.
  2. Aromen: Vanillezucker und Zitronenschalen einrühren.
  3. Mehl und Flüssigkeit: Das Mehl mit dem Backpulver und der Milch (oder dem Rum) abwechselnd einmengen.
  4. Früchte hinzufügen: Die gehackten Sultaninen, Nüsse und Aranzini (kandierte Früchte) zugeben.
  5. Eiweiß unterheben: Das steif geschlagene Eiweiß vorsichtig unter die Masse ziehen.
  6. Backen: Die Masse in eine gut gefettete und bemehlte Gugelhupfform füllen. Bei mittlerer Hitze eine Stunde backen.
  7. Vollenden: Den fertig gebackenen und abgekühlten Gugelhupf mit Puderzucker bestreuen oder mit einer Zitronenglasur überziehen.

Hintergrundwissen und Geschichte

  • Ursprung und Name: Die Geschichte des Gugelhupfs reicht bis in die Antike zurück, da Archäologen in römischen Ausgrabungsstätten ähnliche Backformen gefunden haben. Seine heutige Form und Beliebtheit erlangte er jedoch in den ländlichen Regionen Österreichs und Süddeutschlands. Der Name Gugelhupf leitet sich wahrscheinlich vom althochdeutschen Gugel (Kapuze) oder Kugel (Kugelform) und Hupf (Hefegebäck) ab, obwohl dieses Rezept mit Backpulver zubereitet wird.
  • Symbolik: Die typische Ringform symbolisiert in vielen Kulturen Ewigkeit oder das Rad des Lebens. In manchen Traditionen symbolisiert die Erhebung in der Mitte die Kaiserkrone.
  • Soziale Bedeutung: Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war der Gugelhupf ein Zeichen bürgerlicher Gastlichkeit. Er stand oft im Zentrum von Kaffeetafeln und wurde an Festtagen gebacken. Die Zutaten (Butter, Eier, kandierte Früchte) zeigen, dass es sich um ein Festgebäck handelte, das man sich leisten konnte.
  • Variationen: Es gibt zahlreiche Varianten, von der einfachen Marmorgugelhupf bis hin zu Hefegebäcken. Die hier beschriebene Version mit Rum, Vanille und Aranzini ist typisch für die österreichische und Wiener Backkunst.

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Okt. 152025
 

Salzburger Nockerln

Salzburger Nockerln sind eine berühmte, luftige österreichische Süßspeise (eine Art Soufflé), die die drei Hausberge Salzburgs darstellen soll. Sie werden traditionell mit Puderzucker bestäubt und sofort serviert.

Zutaten für 4 Personen

  • 6 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Zucker
  • 1 Päckchen Vanillinzucker
  • 3 Eigelb
  • 20 g Mehl
  • Abgeriebene Schale von ½ unbehandelten Zitrone
  • 3 EL Milch
  • 20 g Butter (zum Einfetten der Form)
  • 2 EL Puderzucker (zum Bestreuen)

Zubereitung der Nockerln

  1. Vorbereitung: Den Backofen vorheizen (ca. bis ). Eine feuerfeste Auflaufform mit der Butter ausfetten. Die Milch in die Form geben.
  2. Eischnee: Die 6 Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Nach und nach den Zucker und den Vanillinzucker einrieseln lassen, bis ein fester, glänzender Eischnee entsteht.
  3. Vorsichtig unterheben: Die 3 Eigelb, das gesiebte Mehl und die Zitronenschale vorsichtig unter den Eischnee heben. Dabei nicht zu lange rühren, damit die Masse luftig bleibt.
  4. Formen und Backen: Die Eischneemasse mit einem Teigschaber oder Löffel in drei pyramidenförmige Nocken in die vorbereitete Form setzen.
  5. Backen: Die Nockerln in etwa 10 Minuten im Backofen (Mitte) goldbraun überbacken. Sie sollen innen noch cremig sein.
  6. Servieren: Die Nockerln sofort mit dem Puderzucker bestreuen und heiß servieren.

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Okt. 132025
 

Crêpes Suzette

Crêpes Suzette sind ein luxuriöser französischer Dessert-Klassiker, bestehend aus dünnen Crêpes, die in einer aromatischen Buttersoße aus Zucker, Orangen und einem Schuss Curaçao geschwenkt und oft flambiert werden.

Zutaten für 4 Personen

Für den Crêpe-Teig

  • 250 g Mehl
  • 4 Eier
  • ½ Liter Milch
  • 1 EL Öl
  • 20 g Butter (zum Braten)
  • 1 Orange (Saft)
  • 1 TL Curaçao (Likör)
  • Salz (eine Prise)

Für die Garnitur und Sauce

  • 1 unbehandelte Orange
  • 30 g weiche Butter
  • 30 g Puderzucker (Zucker in Puderform)

 

Zubereitung

  1. Teig anrühren: Den Saft der ersten Orange auspressen. Das Mehl mit einer Prise Salz und den ganzen Eiern verrühren. Nach und nach die Milch hinzufügen und dabei ständig rühren, um Klumpen zu vermeiden.
  2. Aromatisieren: Das Öl, den Orangensaft und den Curaçao zum Teig geben und erneut vermischen.
  3. Ruhezeit: Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und den Teig 2 Stunden ruhen lassen.
  4. Garnitur zubereiten: Die Garnitur vorbereiten: Von der zweiten, unbehandelten Orange die Schale mit einem Sparschäler abnehmen und fein reiben (Zeste). Die Orange auspressen. Die weiche Butter mit dem Puderzucker, dem Orangensaft und den Zesten zu einer aromatischen Paste vermischen (malaxieren).
  5. Crêpes braten: Die Crêpes nacheinander in einer Pfanne mit etwas Butter braten. Die fertigen Crêpes zum Warmhalten auf einem Teller stapeln, der über einem Topf mit sehr heißem Wasser steht.
  6. Füllen und Falten: Jeden Crêpe mit der aromatisierten Orangen-Butter-Mischung bestreichen und zu einer Viertel-Ecke falten.
  7. Servieren: Die gefalteten Crêpes auf einer Servierplatte anrichten und warm oder lauwarm servieren.

 

Unser Tipp: Flambieren

Um den Crêpes Suzette den traditionellen, dramatischen Abschluss zu geben, können Sie sie flambieren:

  • Erhitzen Sie zwei Esslöffel Curaçao in einem kleinen Topf.
  • Gießen Sie den erwärmten Likör über die auf dem Teller angerichteten Crêpes und zünden Sie ihn vorsichtig mit einem langen Streichholz oder Feuerzeug an. Achtung: Arbeiten Sie dabei sehr vorsichtig!

Geschichte und Anekdoten zu Crêpes Suzette

Die Geburtsstunde eines Klassikers: Die Geschichte der Crêpes Suzette ist von Legenden umrankt, wobei die bekannteste und am häufigsten zitierte Version mit dem britischen König Edward VII. (damals noch Prinz von Wales) verbunden ist.

Die Anekdote von Monte Carlo (1896): Die populärste Geschichte besagt, dass das Gericht im Jahr 1896 im Restaurant Café de Paris in Monte Carlo von dem damals vierzehnjährigen Küchenjungen Henri Charpentier kreiert wurde.

  • Charpentier bereitete anscheinend einen Dessert-Crêpe für den Prinzen zu. Durch einen Zufall oder ein Missgeschick geriet der Likör in der Pfanne in Brand, und das Gericht fing Feuer.
  • Anstatt in Panik zu geraten, probierte der junge Henri die “verbrannte” Soße und befand sie für köstlich.
  • Der Prinz war begeistert. Auf die Frage, wie das neue Dessert hieße, antwortete Henri angeblich in Anlehnung an die Dame in der Gesellschaft des Prinzen: “Crêpes Princesse”. Doch der Prinz bestand darauf, dass der Name zu Ehren der Dame “Crêpes Suzette” lauten sollte.

Während Henri Charpentier selbst diese Geschichte in seinen Memoiren erzählte, behaupten andere Quellen, das Gericht sei bereits früher in Paris bekannt gewesen und nach einer Schauspielerin namens Suzette benannt worden. Unabhängig vom wahren Ursprung steht fest, dass die Crêpes Suzette zu einem Inbegriff des Glamours der Belle Époque wurden und bis heute ein Showgericht der gehobenen Küche sind.


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Okt. 112025
 

Salzburger Nockerln

Die Salzburger Nockerln sind eine weltberühmte luftige Süßspeise aus der Mozartstadt, die für ihre zartschmelzende Konsistenz und ihren sofortigen Genuss bekannt ist.

Zutaten

  • 5 Eiklar (Eiweiß)
  • 1 Prise Salz
  • 3 Dotter (Eigelb)
  • 2 Esslöffel griffiges Mehl
  • 2 Esslöffel Staubzucker (Puderzucker)
  •  Milch
  • 1 Esslöffel Butter

Zubereitung

  1. Eischnee schlagen: Die Eiklar mit der Prise Salz in einer sehr sauberen Schüssel zu sehr steifem Schnee schlagen.
  2. Zucker und Dotter hinzufügen: Nach und nach den Staubzucker in den Eischnee einschlagen, bis er glänzt. Dann vorsichtig die drei Dotter unterziehen.
  3. Mehl sieben: Zuletzt das griffige Mehl über die Eimasse sieben und behutsam unterheben, um die Luftigkeit zu erhalten.
  4. Vorbereiten der Form: In einer niedrigen Auflaufform oder ofenfesten Pfanne die Butter zerlassen und die Milch darin leicht anwärmen.
  5. Nockerln formen: Die luftige Teigmasse mit einem großen Löffel in drei großen Nocken (die drei Berge Salzburgs symbolisierend) in die Auflaufform setzen.
  6. Backen: Die Nockerln im gut vorgeheizten Backofen bei starker Hitze (etwa bis Ober-/Unterhitze) für nur 7–8 Minuten goldbraun backen.
  7. Servieren: Sofort nach dem Backen großzügig mit Staubzucker überzuckern und unverzüglich servieren, da sie sonst schnell zusammenfallen. Die Salzburger Nockerln sollen innen noch etwas cremig sein.

 Geschichte und Anekdoten zu den Salzburger Nockerln

 

Die Salzburger Nockerln sind nicht nur ein Dessert, sondern ein kulinarisches Wahrzeichen Salzburgs. Sie symbolisieren die drei Hausberge der Stadt: den Mönchsberg, den Kapuzinerberg und den Gaisberg. Ihre luftige, souffléartige Konsistenz hat ihnen zu internationaler Bekanntheit verholfen.

Die Entstehung: Es wird angenommen, dass die Salzburger Nockerln um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert entstanden sind. Es war die Zeit des Barocks, in der Süßspeisen und kunstvolle Gerichte sehr beliebt waren. Die Nockerln, mit ihrer schaumigen Leichtigkeit, passten perfekt in diese Epoche des Genusses und der Ästhetik.

Der Ruf des Liebenden: Eine romantische Anekdote besagt, dass ein Liebhaber einst die Nockerln für seine Angebetete buk und dabei sang: “Süß wie die Liebe und zart wie ein Kuss, ein Gruß aus Salzburg sind die Nockerln bloß!” Ob wahr oder nicht, die Geschichte unterstreicht den sinnlichen Charakter dieses Desserts.

Die Herausforderung der Zubereitung: Salzburger Nockerln gelten als anspruchsvoll in der Zubereitung, da sie leicht zusammenfallen können, wenn sie nicht sofort serviert werden. Ihre Konsistenz ist der Schlüssel zum Genuss: Außen leicht gebräunt und innen noch herrlich cremig und saftig.

Ältere Rezepte: Interessanterweise erwähnt das Rezept, dass ältere Versionen der Salzburger Nockerln aus Brandteig zubereitet und in Milch oder Obers (Sahne) aufgekocht und dann überbacken wurden. Die heutige, leichtere Baisermasse hat sich jedoch durchgesetzt und ist zu dem weltbekannten Gericht geworden.

Ein Muss für jeden Salzburg-Besuch: Kein Besuch in Salzburg ist vollständig ohne den Genuss dieser himmlischen Süßspeise, die am besten warm, direkt aus dem Ofen und in Gesellschaft genossen wird.


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Okt. 112025
 

Pinzga-Muas (Pinzgauer Muas)

Das Pinzga-Muas ist ein traditionelles, rustikales Gericht aus dem Pinzgau (Salzburger Land, Österreich), das eine Art breiiger, aber bröseliger Mehlschmarren darstellt.

Zutaten

  •  Weizenmehl
  • Wasser oder Milch (kochend heiß)
  • Butter
  • Salz

Zubereitung

  1. Mehl abbrühen: Das Mehl in einer Schüssel salzen. Das kochende Wasser oder die Milch über das Mehl gießen.
  2. Einrühren: Die Flüssigkeit nur leicht in das Mehl einrühren. Der Teig soll dabei noch mehlig bleiben, nicht zu einem glatten Brei werden.
  3. Braten (Dünsten): In einer Pfanne die Butter erhitzen, bis sie schmilzt. Den vorbereiteten, mehligen Teig hineingeben.
  4. Bröseln: Das Muas auf kleiner Flamme durchdünsten lassen. Dabei ständig und vorsichtig mit dem „Muaser“ (einer Schmarrenschaufel oder einem Kochlöffel) bewegen und zerteilen.
  5. Fertigstellung: Das Muas ist fertig, wenn es ganz bröselig ist. Es ist wichtig, dass es nicht zu trocken wird und reichlich Fett enthält.

Serviertipps und traditionelle Begleiter

Zum Pinzga-Muas werden traditionell folgende Beilagen gereicht:

  • Malzkaffee
  • Hollerkoch (ein Kompott oder eine dickflüssige Marmelade aus Holunderbeeren)
  • Preiselbeeren (Kompott oder Marmelade)
  • „Boaßmilch“ (dickflüssige Sauermilch)

Geschichte und Anekdoten zum Pinzga-Muas

Ein Alm- und Arme-Leute-Essen: Das Muas ist ein klassisches Beispiel für ein nahrhaftes Alm- oder “Arme-Leute-Essen”. Es besteht aus sehr einfachen, haltbaren und günstigen Zutaten (Mehl, Flüssigkeit, Fett) und war ein wichtiger Energiespender für die hart arbeitenden Bauern und Senner im Pinzgau.

Der “Muaser” und die Konsistenz: Der Name “Muas” leitet sich vom althochdeutschen muos ab, was allgemein “Speise” oder “Brei” bedeutet. Entscheidend für ein gutes Muas ist die Konsistenz: Es muss bröselig sein. Das ständige Bewegen und Zerteilen mit dem Muaser (einem speziellen Werkzeug zum Zerteilen von Schmarren oder Muas) ist notwendig, um die groben Klumpen in feine, durchgegarte Brösel zu verwandeln.

Die “schmierwige” Pfanne: Die Anekdote, dass die Muaspfanne “schmierwig” (schmierig, fettig) sein soll, damit sie nicht rostet, weist auf die traditionelle Pflege von Eisenpfannen hin. In der ländlichen Küche wurden Eisenpfannen selten mit Spülmittel gereinigt, sondern nur ausgewischt und mit einer Fettschicht konserviert (eingebrannt), um eine natürliche Antihaft-Schicht zu erhalten und Rost zu verhindern. Das Muas selbst ist bewusst fettreich, da das Fett Geschmacksträger und Kalorienlieferant war.

Sauer und Süß: Die typischen Beilagen (Hollerkoch, Preiselbeeren, Sauermilch) zeigen die Vorliebe für den Kontrast: Die Säure der Früchte oder der Sauermilch bildet einen erfrischenden Gegenspieler zur Deftigkeit und Süße (durch das gekochte Mehl) des Muas.


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Okt. 112025
 

Hausnudeln oder Schneidnudeln

Ein klassisches Grundrezept für selbstgemachte Nudeln, die sich vielseitig verwenden lassen – ob als Suppeneinlage, Bandnudeln oder süße Milchnudeln (Sticknudeln).

Zutaten

  • glattes Mehl
  • 2 Eier
  • 5–6 Esslöffel Wasser (warm)
  • 1 Esslöffel Öl (im Originalrezept Olivenöl)
  • Salz

 

Zubereitung

 

  1. Teig vorbereiten: Das Mehl auf einem Nudelbrett oder einer sauberen Arbeitsfläche zu einem Haufen schütten. In der Mitte eine Mulde (Grübchen) formen.
  2. Zutaten mischen: In die Mulde Salz, Eier, Öl und das warme Wasser geben.
  3. Kneten: Die Zutaten zunächst mit einem Messer verrühren, um sie langsam mit dem Mehl zu verbinden. Anschließend den Teig mit den Händen zu einem glatten, festen und elastischen Teig abkneten. Der Teig sollte nicht mehr kleben.
  4. Teilen und Ausrollen: Den Teig in vier gleich große Teile teilen. Jeden Teil nochmals kurz durchkneten.
  5. Trocknen lassen (Antrocknen): Die Teigstücke auf einem bemehlten Brett dünn ausrollen. Die ausgerollten Teigplatten auf einem sauberen Küchentuch antrocknen lassen (“übertrocknen”), bis die Oberfläche leicht ledrig ist. Dies verhindert, dass die Nudeln beim Schneiden verkleben.
  6. Schneiden: Die angetrockneten Teigplatten in handbreite Streifen schneiden. Die Streifen übereinanderlegen und dann je nach gewünschter Form zu feinen Suppennudeln oder breiteren Bandnudeln schneiden.
  7. Lagern: Die geschnittenen Nudeln zum späteren Verbrauch gut trocknen lassen, indem man sie auf dem Tuch ausbreitet oder zu Nestern dreht.

 

Tipp zur Kochzeit

 

Selbstgemachte Nudeln sind in der Regel viel schneller gar als gekaufte, getrocknete Nudeln. Sie benötigen meist nur wenige Minuten im kochenden Wasser.

Verwendungsidee: Sticknudeln (Süße Milchnudeln)

Sticknudeln sind eine einfache, sättigende Süßspeise, die traditionell aus den selbstgemachten Suppennudeln zubereitet wird.

Zubereitung der Sticknudeln:

  1. Die selbstgemachten Suppennudeln in Milch einkochen (also kochen, bis die Milch weitgehend aufgesogen oder reduziert ist) und weich dünsten lassen.
  2. Mit einer Prise Salz würzen.
  3. Mit geschmolzener Butter abschmalzen (Butter darüber geben) und warm servieren. Nach Belieben mit Zucker und Zimt bestreut servieren.

 

Historisches und Traditionelles

Haus- und Schneidnudeln: Der Name “Schneidnudeln” bezieht sich direkt auf die Herstellungsmethode – die Nudeln werden mit dem Messer von Hand geschnitten. In ländlichen und bäuerlichen Haushalten war es früher selbstverständlich, Nudeln (und viele andere Teigwaren) selbst herzustellen. Das Grundrezept ist minimalistisch: Mehl, Eier, Salz und Wasser. Das hochwertige Eiweiß der Eier dient dabei als wichtiges Bindemittel und macht den Teig geschmeidiger.

Die Rolle von Öl und warmem Wasser: Die Zugabe von Öl macht den Teig elastischer und geschmeidiger, was das Ausrollen erleichtert. Warmes Wasser löst das Salz besser auf und unterstützt die Hydration des Mehls, wodurch der Teig schneller geschmeidig wird.

Sticknudeln: Die Sticknudeln zeigen, wie vielseitig die Hausnudeln verwendet wurden. Süßspeisen, die mit Milch und Nudeln zubereitet wurden, waren oft eine günstige und nahrhafte Mahlzeit, besonders wenn es darum ging, viele hungrige Mäuler satt zu bekommen. Die Zugabe von Butter und Zucker (oder Zimt) machte das Gericht zu einem Genuss, der sowohl als Hauptspeise als auch als Dessert dienen konnte.


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Okt. 102025
 

Steirische Schneeballen

Knusprige, süße Teigkrapfen aus der Steiermark – perfekt für Feste, Märkte oder als süße Nascherei zum Kaffee


Zutaten

  • 375 g Mehl (gesiebt)
  • 1 Prise Salz
  • 75 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Abgeriebene Schale von ½ unbehandelter Zitrone
  • 50 g Butter (weich)
  • 3 Eier
  • 3–4 EL Sauerrahm
  • 2 EL Rum
  • Ca. 500 g Butterschmalz (zum Ausbacken)
  • Puderzucker (zum Bestreuen)

Zubereitung

  1. Teig zubereiten Gesiebtes Mehl in eine Rührschüssel geben. Salz, Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale hinzufügen. Die weiche Butter dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten (am besten mit Küchenmaschine oder Elektroquirl). Eier, Sauerrahm und Rum einarbeiten und nochmals gut durchkneten.

  2. Teig ruhen lassen Den Teig zu einer Rolle formen und etwa 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

  3. Teig ausrollen und formen Von der Teigrolle etwa 1 cm dicke Scheiben abschneiden. Auf bemehlter Arbeitsfläche zu runden, tellergroßen Fladen (etwa Desserttellergröße) ausrollen. Den Rand gleichmäßig mit einem Radel (oder Messerrücken) eindrücken. Die mittlere Fläche 4–5 Mal mit dem Radel einritzen, dabei einen 1 cm breiten Rand stehen lassen.

  4. Ausbacken Butterschmalz in einem Topf auf 170–180 °C erhitzen. Mit Hilfe eines Holzkochlöffelstiels einen Teigflecken aufnehmen, vorsichtig ins heiße Fett gleiten lassen und dabei leicht drehen. Hellgelb ausbacken, gut abtropfen lassen.

  5. Servieren Die Schneeballen noch warm mit reichlich Puderzucker bestreuen.


Tipp: Am besten frisch servieren – knusprig und süß!


Anekdote & Hintergrund

Die steirischen Schneeballen sind ein traditionelles Festtagsgebäck aus der Steiermark (Österreich). Ursprünglich wurden sie auf Kirchweihfesten, Märkten und zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten zubereitet. Der Name „Schneeballen“ kommt von ihrer schneeweißen Puderzucker-Bestreuung und der lockeren, „schneeflockenartigen“ Struktur nach dem Ausbacken.

Früher war das Ausbacken in Butterschmalz ein Zeichen von Wohlstand, da Fett teuer war. Heute sind Schneeballen ein beliebtes Souvenir auf Weihnachtsmärkten und ein Symbol der steirischen Gastfreundschaft.


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Okt. 092025
 

Buabaspitzle mit Sauerkraut

Für 4 Personen

Zutaten

  • 1 kg gekochte, festkochende Kartoffeln (vom Vortag)
  • ca. 300 g Mehl
  • 2 Eier
  • Salz
  • 2 Zwiebeln
  • 1 EL Butterschmalz
  • 500 g Sauerkraut

Zubereitung

  1. Teig herstellen Kartoffeln schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Mit Mehl, Eiern und etwas Salz zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf noch etwas Mehl hinzufügen.

  2. Nudeln formen Aus dem Teig fingerlange, spitz zulaufende Nudeln (Schupfnudeln) formen und auf ein bemehltes Brett legen.

  3. Nudeln kochen Salzwasser zum Kochen bringen. Die Schupfnudeln ins kochende Wasser geben und garen lassen. Wenn sie an der Oberfläche schwimmen, sind sie gar. Herausnehmen und antrocknen lassen.

  4. Zwiebeln anbraten Zwiebeln schälen und klein schneiden. In einer Pfanne in Butterschmalz goldbraun anbraten.

  5. Schupfnudeln braten Die Schupfnudeln in die Pfanne geben und goldbraun braten. Sauerkraut hinzufügen, alles vermengen und heiß werden lassen.


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Okt. 082025
 

Schwäbische Linsen mit Spätzle und Saitenwürstchen

Zutaten:

  • 400 g vorbehandelte Linsen
  • Wasser
  • 2 Lorbeerblätter
  • 40 g geräucherter, durchwachsener Speck
  • 50–60 g Mehl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Möhre
  • 1 Stück Lauch
  • ca. 1/4 l Fleischbrühe (alternativ Rotwein)
  • 2–3 EL Weinessig
  • Salz und Pfeffer
  • Spätzle (siehe Rezept auf Seite 13)
  • Saitenwürstchen vom Metzger

Zubereitung:

  1. Die Linsen mit reichlich Wasser und den Lorbeerblättern aufsetzen und ca. 45 Minuten kochen. Die Linsen sollten stets gut mit Wasser bedeckt sein.
  2. Den Speck fein würfeln und in einer Pfanne auslassen.
  3. Das Mehl zum Speck geben und anrösten, bis es eine gelbbräunliche Farbe annimmt.
  4. Zwiebel, Möhre und Lauch sehr fein hacken und kurz mitdünsten.
  5. Die abgetropften Linsen zugeben und mit Fleischbrühe ablöschen.
  6. Mit Weinessig abschmecken und die Linsen gut durchkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Optional kann frischer Knoblauch zu den Gemüsen gegeben werden, das macht das Gericht leichter verdaulich.
  8. Die Fleischbrühe kann durch Rotwein ersetzt werden – dann beim Abschmecken mit Essig vorsichtig sein.
  9. Spätzle nach Rezept zubereiten.
  10. Die Saitenwürstchen vom Metzger dazu servieren. Wer mag, kann auch ein gutes Rauchfleisch kurz mit in die Linsen geben und mitkochen.

Tipp:
Nicht vorbehandelte Linsen sollten über Nacht in viel Wasser eingeweicht und am nächsten Tag mit frischem Wasser gekocht werden. Salz erst am Ende zugeben, da es sonst die Kochzeit verlängert.


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Sep. 012021
 
  • 250g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 100 g Butter
  • 4 Eier
  • 1/ Tasse Milch
  • 1/4 geriebene Zitronenschale oder 1 Päckchen Vanillin
  • 5 g Natron und 12 g Weinstein

Eigelb und Zucker werden schaumig gerührt, dann gibt man die geriebene Zitronenschale oder das Vanillin hinein, rührt die zerlassene Butter hinzu und siebt etsas von dem Mehl, stets rührend, hinzu. Nun mit man Natron und Weinstein in einer Tassel rührt die Milch glatt dazu und gibt es in den Teig. Jetzt wird das restliche Mehl unter stetem Rühren hinzu gesiebt und der Eischnee aus den Eiern leicht und rasch hineingerührt. Die Masse gibt man sofort in die mit Butter bestrichene und mit Paniermehl bestreute Kuchenform und bäckt sie bei mäßiger Temperatur. Wenn der Kuchen zu schnell dunkel wird, legt man weißes Papier darüber. Der Kuchen ist gut, wenn er am Randeder Form etwas absteht. Nachdem etwas abgekühlt ist, stürzt man ihn auf eine Platte. Kurz vor dem Essen siebt man noch Zucker darüber.

 

Hessen, 1901


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Juli 222020
 

Nehmen Sie ein Huhn, bereiten es zum Braten vor und braten sie es,  wenn es fast gar ist, bestreichen Sie es mit Schmalz. Anschließend schlagen Sie Eigelb und geben das Eigelb nach und nach auf das Huhn. Dann nehmen Sie Mehl und geben es auf das
Huhn über die Eischicht. Drehen Sie das Huhn ständig, damit die Kruste gleichmäßig wird. Manchen schmeckt die Kruste
besser als das Huhn. Und so macht man gepanzertes Hühnchen.

Spanien, 15. Jahrhundert


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Nov. 082015
 
  • 250 g Mehl
  • 250 g Quark
  • 100 g Zucker
  • 4 Eier
  • 4 EL Milch
  • 1 Pck. Backpulver
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • Puderzucker
  • Fett zum Ausbacken

Der Quark  wird in eine Schüssel mit dem Zucker, den Eiern,
Vanillezucker und der Milch gegeben und dann mit dem Mehl und
Backpulver, das man dazu gibt, gut verrührt. Mit einem Teelöffel sticht man nun Bällchen vom Teig ab, die in heißem Fett schwimmend goldgelb ausgebacken werden.
Die fertig ausgebackenen Bällchen werden herausgenommen und auf einen Teller gelegt. Nun werden sie schön mit Puderzucker bestäubt. Alternativ kann man sie auch in einer Mischung von Zimt und Zucker wälzen. Die Bullebäuskes sind ein traditionelles Gebäck zum Sonntagskaffee.

Bergisches Land, NRW


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Feb. 282015
 

Hadnsterz ist ein klassischer österreichischer Buchweizen-Brei, einfach und schnell zu machen, schmackhaft und nahrhaft.

Hadnsterz

  • 500 g Buchweizenmehl
  • 1/2 l Wasser
  • 1 TL Salz
  • 50 g Butter

Das Buchweizenmehl bei geringer Hitze so lange trocken dünsten, bis kein Wasserdampf mehr aufsteigt. In einem Topf in der Zwischenzeit das Wasser mit dem TL Salz zum Kochen bringen, das Mehl einrieseln lassen und kurz überkochen lassen. Dann den Sterz auflockern. Mit zerlassener Butter angerichtet servieren.

Österreichisches Rezept


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